<Desc/Clms Page number 1>
Schaltungsanordnung zur Zahlung von Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Zählung von Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen die Gesprächszähler der Teilnehmeranschlussschaltung der Vermittlungsstelle zugeordnet sind.
Es ist bekannt, den Stromkreis des Zählers einer solchen Teilnehmeranschlussleitung bei ankommenden und bei abgehenden Verbindungen durch ein schon andern Zwecken dienendes Relais, z. B. das Rufrelais (österr. Patent Nr. 118524) oder das sogenannte Abfangrelais (österr. Patent Nr. 121818), beherrschen zu lassen. Derartige Schaltungen bedingen, dass das als Zählerrelais verwendete Organ 1. das Anrufen bzw. Abfangen besorgt, 2. die Einschaltung des Zählers bei ankommenden Verbindungen und 3. die Einschaltung des Zählers bei abgehenden Verbindungen beherrscht. Das Relais hat somit drei Funktionen zu erfüllen und erfordert eine dementsprechende Zahl von Wicklungen und Kontakten.
Diese Schaltungen erfordern aber ausserdem besondere Massnahmen dann, wenn der Zähler für verschiedene Tarife (bei Orts-oder Zonengesprächen) verwendet werden soll.
Die Erfindung bezweckt nun, das Zählerrelais in seiner Funktion zu entlasten unter Berücksichtigung geringsten Relaisaufwandes, wobei die Steuerung des Zählers ohne besondere Massnahmen sowohl für Orts-als auch für Zonengespräche möglich ist. Hiebei wird der Zähler von beliebig gewählten Impulsvorrichtungen fortgeschaltet, welche weder zahlenmässig voneinander abhängig sind noch impulsmässig in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen.
Erreicht wird dies dadurch, dass der Stromkreis des der Anschlussleitung zugeordneten Zählers durch zweierlei Schaltvorriehtungen je nach der Art der Verbindung (abgehend oder ankommend) beherrscht wird. Und zwar bei abgehenden Verbindungen durch ein schon andern Zwecken dienendes Relais der Wählereinrichtungen (z. B. des Anrufsuchers), bei ankommenden Verbindungen jedoch durch das Zählerrelais der Anschlussleitung selbst.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Anwendung auf eine Anrufsucherschaltung gezeigt, auf welche sich der Erfindungsgedanke jedoch nicht beschränkt.
Hebt ein Teilnehmer seinen Hörer ab, so wird durch dessen Schleife das Relais T der Teilnehmer- anschlussschaltung erregt über : Erde-Batterie-Kontakt -B-Leitung-Teilnehmerschleife Tn--Leitung-Kon- takt t 4 - Wicklung TI - Erde.
Das Teilnehmerrelais T ist als Stufenrelais ausgebildet und schliesst vorerst seine Kontakte < und 12. Durch Kontakt tl wird die anrufende Leitung in der Kontaktbank des Schaltarms c des Anrufsuchers AS gekennzeichnet. Der Kontakt t 2 stellt den Erregerstromkreis für das Anlassrelais An her über : Erde-Kontakt t 6, t 2, c6-Anlassrelaiswicklung A. M-Batterie-Erde.
Das Relais An betätigt seine Kontakte an3 und an 4. Durch den Kontakt an3 wird der Stromkreis für den Drehmagneten D des Anrufsuchers hergestellt. Der Drehmagnet beginnt-gesteuert durch das Unterbrecherwerk U'-die Kontaktarme a, b, c, z des Anrufsuchers zu drehen. Gelangt der Schaltarm c des Anrufsuchers auf die durch Kontakt tl gekennzeichnete Kontaktlamelle der anrufenden Leitung, so kommt über den geschlossenen Kontakt an 4 des Anlassrelais An folgender Stromkreis zustande : Erde-Kontakt an m-Prüfrelais a (Wicklung I, II)-Schaltarm c-Kontakt t 1- Wicklung TII--Batterie-Erde.
In diesem Stromkreis spricht einerseits das Prüfrelais C* des Anrufsuchers an, anderseits erhält das Teilnehmerrelais T über Wicklung T Il so viel Strom, dass es in die zweite Stufe durchzieht.
Das Prüfrelais a setzt durch Kontakt e 7 den Anrufsucher still. Durch Kontakt c 6 wird der Anlassstromkreis auf den nächsten Anrufsueher vorbereitend umgelegt. Durch Kontakte c 4, c 5 werden die Sprechadern durchgeschaltet, und durch Kontakt c 2 wird die hochohmig Wicklung II des Prüfrelais a kurzgeschlossen. Durch letzteres wird bekanntlich der Teilnehmeranschluss als besetzt gekennzeichnet. Das in die zweite Stufe gelangende Teilnehmerrelais T trennt durch Kontakt t 4 die geerdete Wicklung T I und durch Kontakt t 5 die Batterie von den Sprechadern A, B ab. Durch Kontakt t 6 wird der Anlassstromkreis zum Relais An unterbrochen.
Das der Wählereinrichtung bzw. dem Anrufsucher zugeordnete Prüfrelais a betätigt aber auch den Kontakt c 3 und beherrscht damit den Stromkreis für den Gesprächszähler GZ der anrufenden Leitung über :
Erde-Batterie-ZähleinrichtungZE2-Kontaktc3-Schaltarmz-Kontaktr3Zähler GZ - Kontakt t 6 - Erde.
Wird bei Gesprächsschluss das in der c-Ader liegende Prüfrelais a auf eine hier nicht interessierende Weise stromlos gemacht, so fällt es ab, wodurch beim Öffnen des Kontaktes c 3 der Stromkreis für den Zähler unterbrochen wird.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Wicklung T 11 sofort in die zweite Stufe gebracht und betätigt seine sämtlichen Kontakte t 2, t 4, t 5, t 6, deren Zweck schon beschrieben wurde. Sobald der Teilnehmer den Hörer abhebt und die Sprechadern durch seine Sprechgarnitur verbindet, wird das im Leitungsast al mit der Teilnehmer-
EMI2.2
Prüfrelais C bzw. dessen Kontakt c 3 der Wählereinrichtung beherrscht wird, erfolgt dies bei ankommenden Verbindungen durch das der Anschlussleitung zugeordnete Zählrelais R bzw. durch dessen Kontakt r3.
Es gilt als Regel, dass bei passiven Anrufen der Teilnehmer immer nur Ortstarif zu zahlen hat.
Dementsprechend erfolgt die Steuerung des Zählers durch die dafür vorgesehene Zählersteuereinrichtung ZE 1. Bei abgehenden Verbindungen erfolgt die Steuerung aus den Wähleinrichtungen heraus (Kontakt c 3, z-Arm), wodurch ohne besondere Schaltmassnahmen bzw. Aufwand an Schaltmitteln die Möglichkeit vorhanden ist, dementsprechende Zählersteuereinrichtungen für Ferntarife ZE 2 usw. zu verwenden bzw. auf den Gesprächszähler einwirken zu lassen. Die Zählsteuereinrichtung ZE 2 kann beispielsweise mehr Unterbrecherkontakte als ZE 1 besitzen (zahlenmässig) oder schneller gedreht (impulsmässig) werden.