AT151318B - Vorrichtung zur Erzeugung von Gas auf dem Wege der trockenen Destillation aus Holz, Torf u. dgl. zellulosehaltigen Stoffen. - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung von Gas auf dem Wege der trockenen Destillation aus Holz, Torf u. dgl. zellulosehaltigen Stoffen.

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AT151318B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description


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  Vorrichtung zur Erzeugung von Gas auf dem Wege der trockenen Destillation aus Holz, Torf u. dgl. zellulosehaltigen Stoffen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzeugung von Gas auf dem Wege der trockenen Destillation aus Holz, Torf, Braunkohle u. dgl. zellulosehaltigen Stoffen sowie Steinkohle, bei der die Gase aus der Retorte unterhalb einer Reduktionszone abgeleitet werden. 



   Es sind schon Retorten bekannt, bei denen ein tischartiger Körper innerhalb einer Retorte auf-und abbewegbar vorgesehen ist. Dieser Tisch bewirkt, dass nach dem Einfüllen des Gutes von oben letzteres nicht auf den Boden der Retorte fällt, wobei es teilweise zerbricht, so dass der hieraus erhaltene Koks zu   einstückig   bzw. zu pulverig wird. Das Gut fällt auf den obenstehenden Tisch, der anschliessend langsam nach unten bewegt wird. 



   Erfindungsgemäss ist eine tischartige Reduktionsbühne mit Gasdurchtrittsöffnungen innerhalb der Retorte in oder dicht unter der Reduktionszone vorgesehen. Die Reduktionsbühne (allenfalls als Rost ausgebildet) bewirkt, dass die zu vergasenden Stoffe die Retorte lediglich bis zur Bühne anfüllen. Unterhalb dieser wird somit ein leerer Raum gebildet. Die bei der Trockendestillation frei werdenden Gase können innerhalb der Retorte abstreichen, nachdem sie durch die heisseste Zone des Ofens, die Reduktionszone, durchgegangen sind. Das Gas wird in der Reduktionszone zu Kohlenmonoxyd umgewandelt. Weiterhin wird der Heizwert stark erhöht. Diese hochwertigen Gase haben erfindungsgemäss keinerlei Gelegenheit mehr, sich wieder in ihrer Hochwertigkeit zu vermindern, weil eine nachträgliche Berührung dieses Kohlenmonoxyds mit Halbkoks u. dgl. ausgeschlossen ist.

   Die Reduktionsbühne vermeidet, dass sich im unteren Teil der Retorte unterhalb der Bühne irgendwelches Gut ansammelt. Ein besonders hochwertiges Gas wird erzeugt, wenn man die Aussparungen der Reduktionsbühne an ihren Rändern vorsieht, so dass das Gas gezwungen ist, längs der Retortenwand nach abwärts zu ziehen. Die Gase sind daher gezwungen, die heissesten Stellen der Retortenwandungen zu bestreichen. Auch werden teer- und essigsäure Dämpfe weitgehend gespalten. 



   Ist die Reduktionsbühne in der Retorte auf-und abbewegbar angeordnet, so kann man sie unter die am unteren Ende der Retorte angeordneten Abziehstutzen senken. In dieser Stellung des Tisches kann man durch den Abziehstutzen den Retorteninhalt ganz bzw. teilweise entnehmen. Bei teilweiser Entleerung verbleibt ein Rest glühenden Destillationsgutes auf dem Rost. Durch anschliessendes Hochschieben des Tisches wird dieses glühende Destillationsgut wieder in die Reduktionszone geschoben. Infolgedessen kann der Betrieb auch nach der Entleerung sehr schnell wieder aufgenommen werden, da eine Reduktionszone nicht erst wieder neu geschaffen werden muss. Weiterhin bewirkt die Verstellbarkeit der Reduktionszone, dass man letztere den praktischen Verhältnissen mit ausserordentlicher Genauigkeit anpassen kann.

   Hiedureh ist es möglich, Höhenschwankungen der Reduktionszone wirksam entgegenzutreten, so dass die erfindungsgemäss durchgebildeten Retorten sich für ausserordentlich viele vergasbare Stoffe eignen. Zum Auf-und Abbewegen der Reduktionbühne kann ein zahnstangenartiges Gestänge vorgesehen sein, das mit einem durch eine Kurbel usw. zu drehendes Ritzel ausserhalb der Retorte in Eingriff steht. 



   Sieht man die Reduktionsbühne mit einer schalenartigen Umrandung vor, so können die bei beginnender Destillation entstehenden   Wasserausscheidungen   aufgefangen werden. Hiebei ist Voraussetzung, dass die Gasdurchtrittsschlitze sich lediglieh ausserhalb der schalenartigen Umrandung befinden. Diese   Wasserausscheidungen   werden im Verlauf der fortschreitenden Destillation vergast. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. 

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   Fig. 1 zeigt die Retorte im Schnitt. Die Ofenteile sind in der üblichen Weise durchgebildet und infolgedessen nicht zur Darstellung gebracht worden. 



   Fig. 2 zeigt einen waagrechten Schnitt zur Fig. 1 in Draufsicht. 



   Die senkrechte Retorte 1 weist einen in   üblicher   Weise durchgebildeten Deckel 2 auf. Am Retortenunterteil befindet sich der Gasabzugstutzen 3 und der Abziehstutzen 4 zum Abziehen der   Retortenrüekstände.   Bei der Verwendung von Holz wird durch den Stutzen 4 Holzkohle abgezogen. 



  Innerhalb der Retorte auf-und abbeweglich ist die Reduktionsbühne 5 vorgesehen. Diese Reduktionbühne sitzt an einer Spindel 6, deren unteres Ende nach aussen   durchgeführt   ist und mit der Verzahnung 7 mit einem Ritzel 8 zum Eingriff gelangt. Durch Drehen der Kurbel 9 wird aber das Ritzel 8 die Zahnstange 7 und somit die Bühne 5 hin und her bewegt. Die Bühne weist einen sehalenartigen Rand 10 auf, der zum Auffangen von   anfänglich   frei werdenden Flüssigkeiten dient. Die Durchtrittsöffnungen 11 für die Gase befinden sieh ausserhalb der Umrandung 10 zwischen der Reduktionsbühne und der Aussenwandung 12 der Retorte.   Hiedurch   erreicht man, dass die abziehenden Gase an den heissesten Retortenwandungen vorbeistreichen müssen.

   Auch wird eine Durchbohrung der Reduktionsbühne innerhalb der schalenartigen Umrandung vermieden. Zum Abziehen des Retorteninhalts wird die Reduktionsbühne in die gestrichelte Stellung 13 gebracht ; es kann eine Teilentleerung stattfinden. 



  Den im Glühzustand befindlichen Rest auf der Reduktionsbühne schiebt man beim Hochdrücken der Bühne in die Reduktionszone. Die frisch eingefüllten Stoffe finden infolgedessen von vornherein 
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 des Betriebes sind also nicht mehr notwendig. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Gas auf dem Wege der trockenen Destillation aus Holz, Torf, Braunkohle u. dgl. zellulosehaltigen Stoffen sowie Steinkohle, bei der die Gase aus der Retorte unterhalb einer Reduktionszone abgeleitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reduktionbühne mit Gasdurchtrittsöffnungen innerhalb der Destillationsretorte in oder dicht unter der Reduktionszone vorgesehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass an den Rändern der Reduktionsbühne Aussparungen so angeordnet sind, dass das Gas längs der Retortenwand nach abwärts ziehen muss.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionsbühne in der Retorte auf-und abbewegbar angeordnet ist.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionbühne an einem zahnstangenartigen Gestänge befestigt ist, das mit einem Ritzel in Eingriff steht.
    5. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionsbühne schalenartig umrandet ist.
AT151318D 1935-09-27 1936-07-24 Vorrichtung zur Erzeugung von Gas auf dem Wege der trockenen Destillation aus Holz, Torf u. dgl. zellulosehaltigen Stoffen. AT151318B (de)

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