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Bremseinrichtung für Motorfahrzeuge.
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des Gehäuseteiles 4 hat eine Öffnung 11, deren Durchmesser demjenigen der Auspuffleitung. A entspricht. Die Öffnung 11 liegt innerhalb einer geschliffenen Sitzfläche 12 für den Hauptschieber 20.
Im Boden 12 ist ein hohler Drehzapfen 13 (Fig. 8) gelagert, der bei dem im Gehäuse 4 beim Bremsen herrschenden Druck mit einer Schulter 15 gegen das Auge 16 angepresst wird. Um die erforderliche Abdichtung zu sichern wirkt auf den Zapfen 13 noch eine Feder 17. Der Drehzapfen 1 : 3 hat einen Arm 18 mit einer Bohrung am freien Ende, in welcher der Zapfen 19 des Abschlussschiebers 20 lose geführt ist. Der Schieber 20 liegt mit seiner Dichtungsfläche auf der Sitzfläche 12 auf, er kann sich auf dieser frei einstellen.
In einem Auge 21 (Fig. 9,10) des Gehäuseteiles 5 ist eine Büchse 22 eingeschraubt, in welcher ein hohler Drehzapfen 23 drehbar gelagert ist. Eine Feder 25 presst eine Schulter des Zapfens 23 gegen sein Auflager. Am Drehzapfen 23 ist ein Arm 26 vorgesehen, in dessen freiem Ende mittels Zapfen 27 der Hilfsschieber 28 lose gelagert ist. Der Hilfsschieber 28 ist bedeutend kleiner als der Hauptabsehlusssehieber 20. Der Hilfsschieber 28 beherrscht eine Öffnung 29 im Deckel 7. Von der Öffnung 29 führt ein in Fig. 10 punktiert gezeichneter, auf der Aussenseite des Gehäuseteiles 4 liegender Kanal 4. 3 in den Stutzen 3 und damit in die Auspuffleitung A.
Aussen am Gehäuse 4 sitzt ein halbkugelförmiges Gehäuse 30 (Fig. 5, 6,8, 9), in welchem
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zwei rechtwinkelig zueinander liegende Ringnuten 38 und 34 ; in die Nute 33 ragt ein abgesetzter Mitnehmer 35 des Drehzapfens 13 und in die Nute. 34 der abgesetzte Mitnehmer 36 des Drehzapfens 28. Die Kugel 31 trägt einen Stiften 38, welcher einen kugeligen Kopf 39 besitzt, in den ein Kugelgelenk des Gestänges B eingreift. Der Stift 38 ragt durch einen Schlitz des Gehäuses. 30. Das Gehäuse 30 besitzt zwei zueinander senkrecht und ineinander laufende Schlitze 41 und 42 (Fig. 5). Beim Verstellen des Stiften 38 in dem Schlitz 41, 42 wird zwangsweise eine Drehung der Kugel 31 um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen bewirkt.
Verstellt das Gestänge B den kugeligen Kopf. 39 des Stiftens 38, so bewegt sich letzterer zuerst im Schlitz 41 und dreht damit die Kugel. 31 um ihre horizontale Achse, wobei der Drehzapfen 13 durch seinen in die Nute 3. 3 der Kugel ragenden Mitnehmer 35 (Fig. 8,9) gedreht wird und den Hauptschieber 20 auf die Öffnung 11 bringt und die Auspuffleitung abschliesst.
Bei weiterer Bewegung des Gestänges B läuft nun der Stift 38 längs des Schlitzes 42 und dreht dadurch die Kugel 31 um ihre Vertikalaehse und nimmt dabei den Mitnehmer 36 des Zapfens 23 mit (Fig. 9,10), wodurch am Schluss der Bewegung der Hilfsschieber 28 auf die Öffnung 29 des Deckels 7, an welche
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einen vollständigen Abschluss der Auspuffgaswege herbeiführt.
Das Öffnen der beiden Schieber 28 und 20 geht in umgekehrtem Sinne, aber ebenfalls zwangsweise vor sich.
Das Gestänge B, das sich auf dem Zapfen 10 des Stutzens 8 abstützt, wird durch das an sieh bekannte Bremspedal C beherrscht, letzteres beherrscht auch die Verbindung der Motorzylinder mit dem Vergaser V und mit der Aussenluft. Beim Treten des Bremspedales G verstellt die Stange D einen Winkelhebel 50 (Fig. 3) und dieser mit der Feder 51 den Doppelhebel 52. Letzterer greift an der Stange 58 des Ventiles 54 (Fig. 4) an. Durch Treten des Bremspedales kann das Ventil 54 entgegen der Wirkung der am Deckel 56 anliegenden Feder 55 gehoben werden. Das Ventil 54 legt dabei am Umfange des Luftventiles 58 Schlitze 59 frei, durch welche aus einem Filter F Frischluft in das Luftventil58 und von da durch die Leitung L in die Motorzylinder strömen kann.
Beim Treten des Bremspedales C und nachdem das Ventil 54 am Deckel 56 aufsteht, wird die zwischen den beiden Hebeln 50 und 52 gelegene Feder 51 gespannt, bis die Betätigung des Gestänges B vollendet ist. Die Spannkraft der Feder 51, welche etwas stärker ist, als diejenige der Feder 55 zieht nach Aufheben des Fussdruckes auf das Bremspedal C das ganze Gestänge B in seine Ruhelage selbsttätig zurück und bringt dadurch die beiden Schieber 20, 28 in die Offenlage, die Auspuffleitung ist wieder offen.
Zusammen mit dem Ventil 54 wird durch ein Gestänge 121 (Fig. 3) ein Schieber 120 verstellt, der in die Leitung L zwischen dem Frischluftventil 54 und dem Vergaser V eingebaut ist. Saugen die Kolben des Motors durch die Leitung L Frischluft an, so wird der auch in Abschlussstellung befindliche Schieber 120 durch die Saugwirkung dicht an seinen Spiegel gepresst und schliesst so den Vergaser V gegen die Leitung L und damit gegen die Motorzylinder dicht ab. Es kann kein Triebstoff in die Zylinder gelangen.
Wird auf das Kupplungspedal N gedrückt und damit die Kupplung gelöst, so wird durch den Hebel 60 und die Stange 61 (Fig. 5) der Hebel 62 verschwenkt. Letzterer dreht den Drehzapfen 40,
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und damit in die Auspuffleitung A.
Beim Treten des Kupplungspedales N verstellt die Stange 66 einen Doppelhebel 68 (Fig. 3), welcher über eine Feder 64 und einen'Hebel 65 eine Klappe 68 in dem nach dem Filter F führenden Stutzen 69 des Luftventiles 58 schliesst. Mit dem Schliessen der Klappe 68 wird eine Leerlaufdüse in dem Schieber 120 durch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Hebelwerk geöffnet, so dass der Vergaser V mit den Motorzylinder verbunden wird.
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Ist die Klappe 68 in der Sehliesslage, so kann trotz geöffnetem Ventil 54 der Motor keine Frischluft aus dem Filter F ansaugen, sondern nur Triebstoff aus dem Vergaser V. Der Motor springt an, da bei dem Ausrücken der Kupplung durch das zwangsweise Öffnen des Schiebers 45 (Fig. 10,11)
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während anderseits durch Ansaugen von Triebstoff aus dem Vergaser V der Motor in Leerlaufbetrieb gesetzt wird.
Auch wenn die Motorbremse in der beschriebenen Weise ausser Wirkung gesetzt wird, bleibt eine durch Druckluft betätigte Reibungsbremse in Wirkung, solange das Bremspedal C tief genug getreten wird.
Mit dem Treten des Kupplungspedals N wird mit einer Stange 116, einem Hebel 107 und einem Schieber 82 eine von einem Druckluftbehälter 106 nach der Auspuffleitung A führende Leitung 73 geschlossen, so dass die Druckluftbremse von aufgespeicherter Druckluft betätigt wird. Das wird wie folgt erreicht :
Das Gehäuse 1 besitzt in dem Deckel 7 noch die dritte Öffnung 49 (Fig. 9,10), welche durch den Schieber 28 beherrscht wird. Wird das Bremspedal C getreten und die Kugel 31, wie oben beschrieben, verstellt, so schliesst der Schieber 28 die Öffnung 29 und damit den Kanal 48, 43 nach der Auspuffleitung A zu ab, dagegen ist die Öffnung 49 frei. Eine Leitung 71 führt von der Öffnung 49 nach einem Gasfilter 72 (Fig. 1).
Von diesem Filter 72 führt eine Leitung 78 über ein Rückschlagventil 74 nach einem Sehiebergehäuse 75 (Fig. 12-15).
Das Schiebergehäuse 75, das mittels Leitung 105 an einen Druekluftbehälter 106 angeschlossen ist, besitzt zwei Kammern 76,77, die je durch einen Deckel 78 bzw. 79 abgeschlossen sind. Im Deckel 79 lagert der hohle Drehzapien ö (/, welcher einen Arm ö-/tragt, in dem lose ein Zapten des in der Kammer 77 liegenden, die Leitung 73 beherrschenden Schiebers 82 geführt wird. Am Drehzapfen 80 ist ein Arm 107 befestigt, der mit der Stange 116 mit dem Arm 62 gelenkig verbunden ist. Durch Treten des Kupplunghebels N wird der Schieber 82 in die Schliesslage eingestellt, der Druckluftbehälter nach der Auspuffleitung A abgeschlossen. Bei eingerückter Kupplung ist der Schieber 82 in der Offenlage.
Eine Feder 83 erzeugt einen Anpressungsdruck zwischen den Abdichtungsflächen des Drehzapfens 80 und des Deckels 79 und hält damit das Gehäuse 75 dicht. Im Deckel 78 der Kammer 76 ist ein hohler, mit zwei Armen 86 und 87 versehener Zapfen 85 drehbar gelagert. Im Arm 87 sitzt lose ein Schieber 88, welcher eine die Kammern 76,77 verbindende Öffnung 89 beherrscht. Im Arm 86 sitzt lose der Zapfen eines Schiebers 90, welcher die Öffnungen 91, 92 und 93 des Deckels 78 überdeckt oder freilegt. Eine Feder 94 presst die Dichtungsflächen des Zapfens 85 und des Deckels 78 gegeneinander ; eine gemeinsame Feder drückt die Schieber 88, 90 auf die Schieberspiegel.
Wird der Schieber 90 durch Verdrehen des Drehzapfens 85 so eingestellt, dass er die Öffnung 91 freilässt, so strömt die vom Behälter 106 durch Leitung 105 in die Kammer 76 strömende Druckluft durch die Öffnung 91 und über Rohrleitung 98 zu den Bremszylindern 99, 100 (Fig. 1). Dadurch werden die Bremsbacken der Reibungsbremse an die Bremstrommel der Fahrzeugräder 101 direkt oder über ein Bremsgestänge angepresst. Während der Freilegung der Öffnung 91 sind die im Deckel 78 vorgesehenen Öffnungen 92 und 93 durch den Schieber 90 geschlossen.
In der in Fig. 12 und 13 gezeichneten Lage des Sehiebers 90 kann die Druckluft aus den Zylindern 99, 100 durch die Leitung 98 über einen Kanal 102 des Deckels 78 und durch die Öffnung 92 in eine Ringnute 103 des Schiebers 90 und von hier durch die Öffnung 93 des Deckels 78 durch den Kanal 104 ins Freie ausströmen. Dadurch entleert sich die Rohrleitung 98 zu den Bremszylindern 99, 100, wodurch die Bremsbacken wieder in ihre Ruhelage zurückgeführt werden.
Der Drehzapfen 85 wird mittels eines Armes 108 durch ein Gestänge 115 vom Bremspedal C aus verstellt, u. zw. sofort, so dass die Schieber 88, 90 in der Offenlage sind, wenn der Schieber 20 die Auspuffleitung geschlossen hat. Dabei bleibt vorerst der Schieber 82 in der Offenlage, da das Kupplungpedal N nicht getreten wird. Es wird daher Druckluft von den Motorzylindern her über die Auspuff-
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freigelegt, Druckluft strömt in die Bremszylinder 99, 100, die Reibungsbremse tritt in Wirkung. Motorbremsung und Reibungsbremsung treten unmittelbar nacheinander in Wirkung, da die Schieber 88, 90 erst dann in ihre Offenlage geführt werden, nachdem die Auspuffleitung A voll geschlossen worden ist.
Der erste Teil der Bewegung des Bremspedals C dient zum Einstellen des Schiebers 20 in die Schliesslage, der zweite Teil der Bremspedalbewegung zur Verstellung der Schieber 88, 90 wie beschrieben, wenn das Pedal C voll nach unten gedrückt wird.
Wird dann durch Treten des Kupplungshebels N der Drehzapfen 80 mittels Arm 107 und Stange 116 vom Gestänge 61, 62 aus verstellt, so wird durch Verstellen des Schiebers 82 auch die Eintrittsöffnung der Leitung 73 in die Kammer 77 geschlossen.
Der Schieber 82 geht in die Schliesslage ehe der Schieber 45 geöffnet wird. Der Schieber 82 verhütet den Austritt von Druckluft aus dem Druckluftbehälter 106 nach der Auspuffleitung A und damit ein Aufheben der Reibungsbremsung auch dann, wenn das Rückschlagventil 74 undicht wäre.