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Aufschlagzünder.
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Der hintere Teil der Kammer 8 bildet einen länglichen Aufnahmeraum 15, der beispielsweise zylindrisch ist. Dieser Aufnahmeraum kann sieh so weit na-h hinten erstrecken, dass er die Hülse. 14
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dass man ihn verengen muss, um ihn in den Aufnahmeraum 15 einsetzen zu können. Die hiebei erzeugte Reibung ist stark genug, um den Ring 16 unbeweglich an seinem Platz so lange zu halten, als er nicht
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stellung halten, wenn nicht wenigstens dieser vordere Teil, vorzugsweise aber auch noch die Verdickung 12, in der nachstehend beschriebenen Weise ausgebildet wären.
Die Innenseite des vorderen Teils des Ringes 16 besitzt eine sich nach vorne öffnende
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beispielsweise 300 beträgt. Die Länge der konischen Erweiterung 17 ist zweckmässigerweise derart gewählt, dass sich die Kugeln 7. 3 gegenüber der Wand dieser Erweiterung befinden, wenn der Ring 76 seine hintere Stellung einnimmt. Der Schlagbolzen und seine Verdickung 12 sind derart angeordnet und ausgebildet, dass die Kugeln. M, wenn sie sich unter der Wirkung der Zentrifugalkraft in der Aus-
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wird. Zur Erzielung der genannten Wirkung erhält die Hinterseite der Verdickung 12 beispielsweise die Form eines Konus 18. Der Winkel an der Spitze des zu diesem Konus gehörenden Kegels ist grösser als der Spitzenwinkel des Konus 17.
Beispielsweise beträgt der Spitzenwinkel des Konus 18 50.
Wenn die einzelnen Elemente des Zünders die in Fig. 1 gezeigte Anordnung erhalten haben, bei welcher der Schlagbolzen verriegelt ist, ist die Wirkungsweise des Zünders die folgende.
Beim Abschuss läuft der Ring 16 (Fig. ) zurück, während gleichzeitig die ausserordentlich grosse Beschleunigung der Granate im Innern der Waffe die Kugeln in inniger Berührung mit der Hülse 14 und den Schlagbolzen in Berührung mit den Kugeln hält. Wenn die Beschleunigung aufhört, d. h. nach dem Austritt des Geschosses aus dem Geschütz werden die Kugeln allmählich in Drehung versetzt.
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indem sie gleichzeitig den Schlagbolzen vor sich her schieben. Schliesslich wird letzterer frei gegeben, wenn nämlich die Kugeln um den Rand der Verdiekung 12 herumgegangen sind.
Die Dauer des Sicherheitszeitraums für das Geschütz hängt von der Zeit ab, während der der Schlagbolzen unter dem Druck der Kugeln und unter der im gleichen Sinne tätig werdenden Wirkung der Verlangsamung des Geschosses auf seiner Bahn nach vorne bewegt wird. Um diesem Zeitraum
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kann man beispielsweise den Kopf 11 des Sehlagbolzens und die Bohrung 9 als Luftbremse oder Stossdämpfer ausbilden oder man kann eine gewisse Reibung zwischen dem Kopf 11 und der Innenwand der Bohrung 9 vorsehen. Zur Erzeugung einer solchen Reibung wird beispielsweise auf der Vorderseite des Kopfes 11 ein elastischer Ring 19 (Fig. 6) angebracht, der gegen die Innenwand der Bohrung reibt.
Schliesslich kann man zur Regelung des Sicherheitszeitraums auch auf die Masse des Schlag- bolzens selbst einwirken. Der Schlagbolzen wird zweckmässigerweise aus zwei Teilen hergestellt, nämlich aus einem Stahlkörper, der die Verdickung 12 aufweist, und einem Kopfteil aus Leichtmetall, der an dem Stahlkörper beispielsweise mittels einer Bördelung 20 befestigt ist. Diese Bördelung kann sich öffnen, wenn der Kopf des Sehlagbolzens zufällig einen Stoss erhält, während noch die Verriegelung wirksam ist. Zur Erleichterung dieser Lösung kann die Vorderseite der Verdickung 1'2 ebenfalls konisch und mit einem vorspringenden Zapfen 21 versehen sein.
Dieser Zapfen ist an seinem Fuss mit einer Rinne versehen, in welche der Fuss eines rohrförmigen Körpers von geringer Wandstärke, der den Kopf 11 trägt, hineingedrückt ist.
Bei der zweiten Ausführungsform des Zünders (Fig. 7-10), sind statt eines einzigen Ringes Jfj zwei Ringe 22, 23 vorgesehen. Der hintere Ring 22 ist in dem Aufnahmeraum 7J mit starker Reibung angeordnet und dient zur Verriegelung des Schlagbolzens in der Ruhestellung des Ganzen. Der zweite
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besteht darin, dass die Abschrägung 24 des Ringes 2. 3 derart angeordnet ist, dass sie gegenüber den
Kugeln 13 zu liegen kommt, wenn die Ringe 22 und 2. 3 beim Abschuss gleichzeitig eine Rücklaufbewegung gemacht haben (Fig. 8).
Dieser Unterschied gegenüber der schon früher vorgeschlagenen Ausführungsform hat die folgende Wirkung.
Während bei der früheren Ausführungsform zum mindesten der Beginn der Vorwärtsbewegung des Ringes 23 ausschliesslich urter der Wirkung der Verlangsamung des Geschosses auf seiner Bahn vor sich ging, wobei diese Verlangsamung gleich nach dem Austritt des Geschosses aus der Waffe eintrat, kommt bei der Ausführungsform nach den Fig. 7-10 zu der Wirkung der Verlangsamung noch der Druck der Kugeln auf die Abschräguna'2 hinzu, u. zw. werden die Kugeln durch den Körper des Zünders allmählich in Umdrehung versetzt.
Wenn der Ring 2. 3 genügend weit nach vorne verschoben ist, dringen die Kugeln 13 in dem Zwischenraum zwischen den beiden Ringen hinein (Fig. 9), wodurch der Schlagbolzen freigegeben wird, der infolgedessen im Moment des Aufpralls des Geschosses frei auf die Zündpille auftreffen kann (Fig. 10).
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Aufschlagzünder mit durch die Zentrifugalkraft nach aussen treibbaren Sperrkörpern, z. B.
Sperrkugeln, die in ihrer Sperrlage eine gegenseitige Annäherungsbewegung des Schlagbolzens und der Zündpille verhindern, für Geschosse, insbesondere Kleinkalibergranaten, die sich auf ihrer Flugbahn um ihre Achse drehen, wodurch die Sperrkörper unter der Wirkung der Zentrifugalkraft gegen eine sie ringförmig umgebende, sich konisch nach aussen erweiternde, axial verschiebbare Wand gelegt werden, längs der sie sich nach auswärts bewegen, um hiebei gleichzeitig einen die Kugeln sperrenden Teil zwecks ihrer Freigabe zu verschieben, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Abschuss die sich konisch nach aussen erweiternde Wand (17 bzw.
? 4) beispielsweise durch Reibung ausserhalb des Bereichs der Sperrkörper festgehalten wird und letztere durch ein durch den Abschuss unwirksam zu machendes Verriegelungsglied, beispielsweise eine zylindrische, sie umgebende Sperrwand, in ihrer Sperrlage gehalten werden, während die sich konisch erweiternde Wand durch die beim Abschuss des Geschosses auf-
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