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Indirekt geheizte Glühkathode für Entladungsröhren.
Im Stammpatente Nr. 135231 ist eine Glühkathode für Entladungsröhren mit indirekter Heizung beschrieben, wobei die Speisung des die indirekte Heizung besorgenden Heizdrahtes unmittelbar mit hoher Spannung, vorzugsweise mit der vorhandenen Netzspannung, erfolgt. Dabei wird ein spiralisierter Heizdraht von sehr grosser Länge benützt, der allseits von Isoliermaterial umgeben ist und im Vergleich zu den Heizdrähten für indirekte Niederspannungsheizung, welche üblicherweise einen Durchmesser von etwa 0. 1 mm und darüber aufweisen, einen sehr kleinen Durchmesser, beispielsweise 0-02 02 mm, besitzt.
Um einem so dünnen Heizdraht die erforderliche Lebensdauer zu sichern, sind schon im Stammpatent verschiedene Massnahmen angegeben, die darauf hinzielen, mit einer möglichst niedrigen Temperatur des Heizdrahtes die für die Emission erforderliche Temperatur der Kathode zu erreichen.
Es gelingt auf diese Weise, Röhren zu schaffen, bei welchen hinsichtlich der Lebensdauer des Heizdrahtes keine ungünstigeren Verhältnisse vorhanden sind, als bei den bisher bekannten, mit Niederspannung indirekt geheizten Entladungsröhren.
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zu verbessern, dass die Heiztemperatur möglichst herabgesetzt wird, einen weiteren Schritt. Dieser besteht darin, die Anordnung so zu treffen, dass von der dem Heizdraht zugeführten Energie auf dem Wege zur Emissionsschicht nicht mehr verloren geht, als mit Rücksicht auf die zwischen Heizdraht und Glühkathode erforderliche Isolierung eben überhaupt unvermeidlich ist. Von vorneherein ist klar, dass man dann die dem Heizdraht zuzuführende Energie, also die Heizdrahttemperatur selbst, herabsetzen kann, um die gleiche Emissionstemperatur wie früher zu erzielen.
Gemäss der Erfindung werden der Heizdraht und das Kathodenmetall bzw. die einzelnen Heizdrahtabschnitte so nahe nebeneinander angeordnet, als dies mit Rücksicht auf die erforderliche Isolation möglich ist, zu welchem Zwecke das Kathodenmetall unmittelbar auf die den Heizdraht umgebende Isolierschicht aufgetragen und überdies die Isolierschicht zwischen Heizdraht und Kathodenmetall bzw. zwischen den einzelnen Heizdrahtabschnitten so dünn als möglich gehalten ist.
Bei mit Niederspannung indirekt zu heizenden Kathoden wurde bereits vorgeschlagen (vgl. österr.
Patentschrift 110.360) das Kathodenmetall direkt auf dem den Heizkörper umgebenden Isolierkörper aufzutragen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung, wo auch geringe Verminderungen der Heizdrahttemperatur sehr ins Gewicht fallen, kommt dieser Massnahme die Wirkung zu, die Lebensdauer der Röhre beträchtlich zu erhöhen. Voll wird der angestrebte Effekt allerdings noch nicht durch diese Massnahme allein, sondern vielmehr erst dadurch erreicht, dass man gleichzeitig auch die Isolierschicht zwischen dem Heizdraht und dem Kathodenmetall auf der noch zulässigen geringsten Stärke hält.
Verwendet man beispielsweise in der im Stammpatent beschriebenen Weise einen keramischen Isolierkörper mit Kanälen, durch welche die Heizdrahtspiralen hindurchgeführt sind, so sind die Kanäle so anzuordnen, dass die Heizdrähte möglichst nahe der Aussenfläche des Isolierkörpers zu liegen kommen und dieser selbst natürlich so klein als möglich ausfällt, so dass möglichst wenig der von den Heizdrähten entwickelten Wärme für die Aufheizung des Isolierkörpers verloren geht. Auf diesen Isolierkörper wird das Kathodenmetall im Gegensatz zu den im Stammpatent beschriebenen Ausführungsformen, wo das Kathodenmetall in Form eines für sich hergestellten Röhrchens oder Drahtes auf den Isolierkörper aufgeschoben ist, so dass immer ein wärmeisolierender Zwischenraum zwischen Isolier-
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