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Dose.
Die Erfindung betrifft eine Dose jener Art, bei welcher sich die Deckelaussenfläche beim Öffnen der Dose dem Dosenunterteil zukehrt. Derartige Anordnungen sind insbesondere bei Puderdosen bekanntgeworden, bei welchen auf der Deckelaussenfläche ein Spiegel angebracht ist, welcher sich beim Öffnen der Dose selbsttätig gegen das Gesicht der die Dose öffnenden Person zuwendet. Bei diesen bekannten Anordnungen mussten besondere Federn angeordnet werden, um die erwähnte Stellung des Deckels nach Freigabe desselben zu bewerkstelligen bzw. um die Gebrauchsstellung des Spiegels bei der Offenlage des Deckels zu sichern. Es ist auch eine solche Ausführung bekannt, bei welcher, um den erwähnten Zweck zu erreichen, der Spiegel im Deckelrahmen um eine eingebaute Achse frei verschwenkbar angeordnet wurde.
Erfindungsgemäss wird nun eine neuartige Anordnung getroffen, bei welcher Federn, besondere Achsen für den Spiegel od. dgl. vollständig entbehrlich sind. hn Sinne der Erfindung wird im Dosenunterteil ein Schub-oder Drehorgan angeordnet, durch welches der Deckel z. B. mittels eines Hebels, Plättchens od. dgl. verschwenkt werden kann. Sowohl das Verschwenken des Deckels als auch das Sichern desselben in der Offenlage kann hiebei ohne Verwendung von Federn erfolgen.
Das Ausmass des Verschwenkens bzw. Versehiebens des Deckels kann durch das Ausmass des auf das Schub-oder Drehorgan ausgeübten Druckes geregelt werden.
Die Erfindung kann nicht nur bei Puderdosen, sondern auch bei beliebigen andern Dosen ver- wendet werden, z. B. für Hellmittelbehälter u. dgl., bei welchen eine Tabelle, Gebrauchsanweisung od. dgl. an der Aussenfläche der Dose angebracht ist, welche auch nach dem Öffnen der Dose jenem
Innenteil der Dose zugekehrt bleibt, welcher durch das Öffnen dem Gebrauche freigegeben wird.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführung in der Draufsicht und Seitenansicht im geschlossenen Zustand, Fig. 2 die Seitenansicht derselben Ausführung im geöffneten Zustand, Fig. 3 die Einrichtung zum Öffnen der Dose als Einzelheit in der Draufsicht bzw. im Schnitt im vergrösserten Massstab, Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform in der Seitenansicht im geöffneten Zustand und die zum Öffnen dienende Einrichtung in der Teildraufsicht und schliesslich Fig. 5 eine dritte Ausführung in der Seitenansicht im geöffneten Zustand.
In der Fig. 1 ist eine Puderdose veranschaulicht, welche im wesentlichen aus einem Dosenkörper 1 und einem Deckel 2 besteht. Dieser Deckel ist mit in den Seitenteilen des Dosenkörpers 1 geführten Zapfen 3 od. dgl. versehen. Der Deckel kann sich um seine Zapfen. 3 drehen, wobei er gleichzeitig mittels dieser Zapfen in Führungen 4 der Dosenteile verschoben werden kann. Wie eingangs angeführt, wird die Dose so ausgebildet, dass die Verschiebung und Schrägstellung des Deckels beim Öffnen der Dose in dem Sinne erfolgt, dass die Aussenfläche des Deckels 2, welche z. B. einen Spiegel aufweisen kann, nach dem Öffnen der Dose jenem Innenteil zugekehrt bleibt, welcher durch die Verschiebung des Deckels dem Gebrauche freigegeben wird (Fig. 2).
Es kann somit das Puder od. dgl. 5 der Dose entnommen werden, wobei der Spiegel dem Gesicht der die Dose benützenden Person zugekehrt ist.
Zur Betätigung des Deckels kann beispielsweise die aus den Fig. 2 und 3 ersichtliche Einrichtung verwendet werden. An der Unterseite des Deckels 2 ist mittels eines Scharniers 6 ein Plättchen, Hebel od. dgl. y gelenkig befestigt, welches an seinem unteren Ende im Dosenkörper 1 verdrehbar, aber nicht verschiebbar gelagert ist. Wird also das Plättchen 7 z. B. um einen im Dosenkörper 1 angeordneten Bolzen 8 verdreht, so wird der Deckel 2 aus der in der Fig. 1 ersichtlichen Schliesslage zuerst in die aus der Fig. 2 ersichtliche strichliert angedeutete Lage und beim weiteren Verdrehen des Plättchens in der Pfeilrichtung in die ebenfalls in der Fig. 2 veranschaulichte Endlage, d. h.
Offenstellung, gebracht,
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in welcher der Deckel 2, da sein Schwerpunkt in dieser Stellung seitlich der Dose verlegt ist, selbsttätig verharrt.
Zum Verdrehen der Plättchen bzw. zum Bewegen des Deckels kann z. B. ein ebenfalls um den Bolzen 8 verdrehbarer Griffteil 9 dienen (Fig. 3). Das untere Ende des Plättchens 7 ist z. B. U-förmig gebogen und auf den Bolzen 8 aufgeschoben, derart, dass beim Verdrehen des Griffteiles 9 auch das Plättchen 7 um den Bolzen 8 verdreht bzw. die Verschiebung des Deckels bewirkt wird. Soll die Dose verschlossen werden, muss einfach der Deckel 2 erfasst und in die Lage gemäss Fig. 1 verschoben werden.
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unter den entsprechend geformten Rand 11 des Griffteiles 9 einschnappt.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich von jener gemäss den Fig. 1-3 dadurch, dass zum Betätigen der Dose statt eines verdrehbaren Griffes 9 od. dgl. ein verschiebbares Organ vorgesehen ist. Auch bei dieser Ausführung ist das Plättehen 7 mit seinem unteren Ende um einen Bolzen 8 verschwenkbar befestigt. Seine Verdrehung erfolgt aber dadurch, dass es an seinem in der Dose befindlichen Ende ein Ansatzstück 12 aufweist, gegen welches ein in den Seitenteilen des Dosenkörpers 1 geführter Schieber 13 gedrückt wird, damit das Plättehen 7 verschwenkt wird.
In der Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführung gezeigt, bei welcher der Deckel beim Öffnen der Dose mittels Hebeln od. dgl. gehoben wird. Zu diesem Zwecke ist an dem Deckel 2 nicht nur ein Plättchen 7, sondern auch ein Hebelpaar 14 gelenkig befestigt. An beiden Seiten des Deckels ist je ein Hebel so befestigt, dass das eine Ende desselben an der Innenfläche der Dosenseitenwände z. B. bei 15 um Zapfen od. dgl. drehbar befestigt ist, während sein anderes Ende an dem einen Randteil des Deckels 2 bis 18 scharnierartig angebracht ist. Wenn bei dieser Anordnung durch Betätigen eines drehbaren oder verschiebbaren Griffteiles 17 das Plättchen 7 verdreht wird, so nimmt der Deckel 2 zuerst die strichliert angedeuteten Stellungen I und dann II und schliesslich die Gebrauchsstellung III ein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dose, bei welcher die Aussenfläche des Deckels mit einem Spiegel, einer Beschriftung od. dgl. versehen ist und bei welcher beim Öffnen des Deckels diese Aussenfläche sich zwangsläufig dem freigegebenen Dosenunterteil zuwendet, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel durch die Einwirkung eines Dreh- oder Schub organs (9 oder 13) in eine beliebige gewünschte Winkelstellung zum Unterteil eingestellt werden kann.