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Der Erfindung liegt eine Reihenbilderkamera zugrunde, die zu Zielübungen und zur Prüfung des Zielens auf Erd-und Luftziele dient. Diese ermöglicht die Feststellung der im Ernstfalle erzielten Treffer. Dies wird erreicht, indem an Stelle des bei der Flugwaffe Verwendung findenden Maschinengewehrs eine Reihenbilderkamera gesetzt wird, die in Form und Handhabung einem Maschinengewehr entspricht. Der Antrieb der Kamera erfolgt durch ein Federwerk, das in einer Trommel untergebracht ist. Die Visiereinrichtung ist der des Maschinengewehrs genau nachgebildet. Auf den Filmbildern erscheint ausser dem Haltepunkt die genaue Zeit der Betätigung sowie die Wiedergabe einer Schreibtafel, auf der die Kampfübungen und die Kämpfer verzeichnet sind, sowie eine Abbildung der Windfahne.
Die Auswertung der aufgenommenen Bilder ermöglicht das Feststellen der Treffer bzw. des Siegers im Luftkampf. Die Befestigung der Reihenbilderkamera erfolgt auf dem sonst für das Maschinengewehr vorgesehenen Drehkranz. Die Anordnung und Wirkungsweise der einzelnen Apparatteile der Reihenbilderkamera ist im folgenden beschrieben und in der Zeichnung in Fig. 1 bis 5 dargestellt. Fig. 1 zeigt eine vollständige Seitenansicht der Kamera. Durch Fig. 1 a wird der Schnitt 1--B der Fig. l, durch Fig. 1 b der Schnitt C-D der Fig. 1 a wiedergegeben. In Fig. 2 ist die Kamera in Draufsicht dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt des Federantriebswerks. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch die Kamera. In Fig. 5 ist ein Stück Filmstreifen gezeigt, auf dem die für die Auswertung aufgenommenen Bilder zu sehen sind.
Die Reihenbilderkamera besteht ars einem Schaft 1 mit einem Abzugsgriff 2, aus einer Filmkammer 3 mit einer Filmvorratsspule 8 und einer Filmaufwickelspule 9, aus einer zwischen Schaft 1 und Filmkammer 3 lösbar befestigten Federtrommel 4 für den Filmantrieb und aus einer den Abschluss der Filmkammer bildenden optischen Einrichtung. Das mit einem Schiebedeckel "abgeschlossene Gehäuse der Federtrommel entspricht dem Gehäuse der Doppeltrommel eines Maschinengewehrs.
Diese Federtrommel wird in der gleichen Weise wie die Doppeltrommel eines Maschinengewehrs aufgesetzt. Die beweglich angeordnete Reihenbilderkamera trägt die gleichen Visiereinrichtungen , 22 wie ein Maschinengewehr, welche in gleicher Weise befestigt und benutzt werden. Die Windfahne ist mit 20 bezeichnet.
Der gesamte Schaft 1 mit dem Abzug lässt sieh von der Federtrommel 4 entfernen, u. zw. durch Lösen eines Sicherungshebels 1'. Die Filmkammer. 3 ist mit der Federtrommel 4 durch ein Bajonettgewinde verbunden (siehe Fig. 1 a, Schnitt. 1S der Fig. 1 und Fig. 1 b, Schnitt C-D der Fi ? 1 a). Ein Hebel 4'dient zur Verriegelung des Bajonettgewindes. Unterhalb der Federtrommel ist ein Leerhülsensack wie bei einem Maschinengewehr angeordnet, der auch in der gleichen Weise befestigt wird. Der Antrieb vom Federwerk auf den Filmschaltmechanismus erfolgt durch Zahnräder 7 bzw. 7'.
3'sind Lagerzapfen, welche zum Einsetzen der Kamera in die Maschinengewehrlagerung dienen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten des Federantriebswerks sowie der Filmkammer. Das Federantriebswerk besteht aus zwei gegenläufig bewegten Antriebsfedern 5 und 6 und einem Regler 28, der die Ablaufgesehwindigkeit regelt. Die Durehzugsgeschwindigkeit des Federantriebswerks ist der Schusszahl einer normalen Patronen-Doppeltrommel angepasst. Nach Ablauf des Federantriebswerks wird dasselbe genau so wie die Patronen-Doppeltrommel abgenommen und durch ein anderes Federantriebswerk ersetzt.
Beim Aufsetzen sind die gleichen Handgriffe vorzunehmen wie beim Aufsetzen einer Patronen-Doppeltrommel,
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Die Filmkammer, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, besteht aus einem durch Schiebedeckel verschlossenen Gehäuse, in dem sich in einer besonderen auswechselbaren Kassette zwei Filmspulen, Vorratsspule 8 und Aufwickelspule 9 sowie die Vor- und Nachwickelrollen 10 und 11 befinden. Durch eine nicht gezeichnete Filmfortschaltung erfolgt die absatzweise Fortschaltung des Films, welcher durch einen Sektorenverschluss belichtet wird. Den Abschluss der Filmkammer bildet die optische Einrichtung, bestehend aus dem Aufnahmeobjektiv 12 und einer Strichplatte 13, auf welcher eine Strichfigur (Abkommen) eingesetzt ist.
Ferner befindet sich in der optischen Kammer ein Prisma 14 und ein Spezialobjektiv 15, welche eine Uhr 16 auf dem Film abbilden. In der gleichen Ebene der Uhr befindet sich ein auswechselbares Notizschild 16', auf dem die Übungen, das Datum und der Name des den Apparat Bedienenden mit schwarzem Bleistift vermerkt werden. Sowohl die Uhr als auch das Notizschild werden durch Tageslicht beleuchtet. Das Dove-Prisma 17 und ein Prisma 18 sowie ein Objektiv 19 ermöglichen die Abbildung der vor der Mündung der Reihenbilderkamera angebrachten Windfahne 20 auf dem Film. Die Visiereinrichtung 21, 22 (Kreiskorn und Windfahne) ist die gleiche wie beim Maschinengewehr.
Vor dem gesamten optischen System der Kamera befindet sich eine Schutzglasscheibe 23, die ein Verschmutzen bzw. Beschädigen der optischen Teile verhindert.
Fig. 5 zeigt den Filmstreifen mit den bei der Betätigung der Kamera erhaltenen Abbildungen.
Hiebei bedeutet 24 das Schussbild, 25 die Abkommenkreise, 26 das Uhrbild mit Notizschild und 27 die Windfahnenabbildung mit dem Kreiskorn.
Die Arbeitsweise der Kamera ist folgende :
Durch Zurückziehen des Durchladegriffs 1" wird wie beim Maschinengewehr der Schlagbolzen 2' (siehe Fig. 1) gespannt. Nach Betätigung des Abzuges 2 wird der Schlagbolzen ausgelöst und durch eine Feder nach vorn geschleudert. Hiedurch wird das Federantriebswerk ausgelöst und mit dem eigentlichen Werk gekuppelt. Bei Weiterbetätigung des Abzuges wird eine nicht gezeichnete Arretierung gelöst, welche das Laufwerk freigibt. Von der Hauptwelle aus wird über Kegelräder der Greifer für den ruckweisen Filmtransport und der Umlaufverschluss, welcher die Belichtung der einzelnen Bilder bewerkstelligt, in Tätigkeit gesetzt.
Ferner wird die in der Kassette befindliche Vor-und Nachwickel- trommel angetrieben sowie auch die Aufwickelspule. Der Film läuft nacheinander am Uhrbild, am Windfahnenbild und am Schussbild vorbei und wird sodann von der Aufwickelspule aufgewickelt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Reihenbilderkamera, deren Äusseres und Bedienungsweise einem Maschinengewehr nachge- bildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera mit den Filmspulen im Laufteil und das Federwerk für den Filmantrieb zwischen Lauf-und Schaftteil angeordnet und Einrichtungen zur photographischen Aufnahme mehrerer, für den Zielvorgang wesentlicher Kennzeichen vorgesehen sind.