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Wattetampon.
Man hat bereits Wattetampons für die Einführung in Höhlen des menschlichen Körpers dadurch vorbereitet, dass man einen längeren Streifen Watte durch eine ihn in der Längsrichtung durchsetzende
Naht verstärkte und in zusammengedrücktem Zustand in eine Röhre einschob, aus welcher er dann durch Einführung einer zweiten Röhre in die erste Röhre ausgestossen werden könnte. In diesen bekannten Tampons verliefen die Fasern in solcher Richtung, dass sich der ganze Bausch leicht zerzupfen liess, was darauf zurückzuführen ist, dass bei der Herstellung von Watte die Fasern im allgemeinen eine gleichförmige Richtung parallel zur Längsrichtung des Streifens einnahmen und die Tampons auch in der Längsrichtung verliefen.
Demgegenüber zeichnet sieh der Tampon nach der vorliegenden Erfindung dadurch aus. dass alle Fasern quer zur Naht liegen, so dass jeder Faser durch die den Tampon durchsetzende Naht ein fester Halt gegeben wird.
Die Zeichnungen stellen eine Ausführungsform des Tampons und eine Einrichtung zur Herstellung desselben dar : Fig. 1 zeigt den Gegenstand mit aufgelockerten Fasern ; Fig. 2 zeigt die Masse von Fasern in fertigem, stark zusammengedrücktem Zustand : Fig. 3 stellt die Zusammenstellung der beiden Röhren für die Aufbewahrung und Verschiebung des Tampons schaubildlich dar ; Fig. 4 zeigt sie im Schnitt ; Fig. 5 zeigt den Bausch oder Tampon in der Aufbewahrungsröhre, und Fig. H zeigt schaubildlich ein Gesenke zum Zusammendrücken der ursprünglich losen Fasermasse.
Die gewöhnliche Watte kommt in Streifen in den Handel, in welchen sieh die Fasern in der Längsrichtung erstrecken. Der Streifen hat also grösseren Widerstand gegen Zugbeanspruchung in der Längsrichtung als in der Seitenrichtung. Nach der vorliegenden Erfindung wird nun im Gegensatz zu den bekannten Verfahren aus diesem Gefüge ein schmaler Streifen seitlich herausgeschnitten.
Seine Länge entspricht der Breite der ursprünglichen Wattesehieht. In diesem Tampon 10 erstrecken sich dann die Fasern seitlich zur Länge, und eine Zerzupfung quer zur Länge könnte kaum stattfinden.
Um nun die Stärke auch in der Längsrichtung zu erhöhen, durchsetzt in bekannter Weise ein Faden 11 den ganzen Tampon und ist mit den Fasern vernäht. Der auf Kettenstich vernäht Faden 11 steht dann an dem einen Ende bei 12 über das Ende des Tampons heraus.
Zur Fertigstellung für den Gebrauch wird ein derartiger loser Streifen durch das in Fig. (j gezeigte Gesenke verdichtet und auf die in Fig. 2 gezeigte Form gebracht. Das Gesenke besteht aus einem Klotz 17 mit einer tiefen Nut 18, gegen deren Boden 19 von Halbkreisform der Stempel verschiebbar ist, dessen Innenfläche 21 ebenfalls halbkreisförmig ausgebildet ist. Durch dieses Gesenke wird der Streifen seitlich verdichtet, während eine Verdichtung in der Längsrichtung durch den zylindrischen Stempel 22 stattfindet. In dem Raum 2. 1 unterhalb des Klotzes 17 bildet sich dann der in Fig. 2 und 4 dargestellte lose Kopf teil 14 des Tampons, während der Körperteil J stark verdichtet ist.
Die seichte Kerbe.' nimmt bei dieser Bearbeitung des losen Wattestreifens den Faden 12 auf.
Der in diesem Gesenke zusammengedrückte Tampon hat die in Fig. 2 gezeigte Form und wird in eine Röhre 15 hineingepresst, aus welcher der Faden 1 : 2 hervorsteht. Um den zusammengepressten
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Röhre 16 von rückwärts eingeschoben, wie in Fig. 3 und 4 gezeigt. Die Röhren 15 und 16 können aus Pappe od. dgl. in bekannter Weise hergestellt sein.
Da sich die Fasern in Querriehtung des ganzen Tampons erstrecken und also nur in der Längsrichtung auseinandergezupft werden könnten, anderseits jedoch die Naht 11 den ganzen Körper in der Längsrichtung zusammenhält, so behält der Tampon auch nach der Ausstossung aus der Verkaufsröhre 15 seine ursprüngliche Gestalt bei.