AT148777B - Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Zungenbrüchen, Undichtheiten od. dgl. in Kaminen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Zungenbrüchen, Undichtheiten od. dgl. in Kaminen.

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AT148777B
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AT
Austria
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chimney
hollow cylinder
flue gas
leaks
chimneys
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Inventor
Franz Suchanek
Original Assignee
Franz Suchanek
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  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)
  • Examining Or Testing Airtightness (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Die bisher angewendeten Verfahren zur Behebung von Zungenbrüchen oder Undichtheiten in Kaminen waren derart unzulänglich, dass man nur ganz ungefähr den Ort des Gebrechens feststellen konnte, so dass es notwendig war, oft in tapezierten und frisch bemalten Räumen eine Reihe von Mauer- aufbrühen zu machen, bis man nach Aufbruch eines grösseren Stückes der Mauer oder nach einer
Reihe solcher Aufbrüche auf die schadhafte Stellen des Kamines gestossen ist. 



   Durch vorliegende Erfindung soll dem angeführten Übelstande dadurch abgeholfen werden, dass die schadhafte Stelle im Kamin ganz genau festgestellt wird und bloss ein Aufbrauch der Mauer von wenigen Quadratzentimetern erfolgt, um die schadhafte Stelle zu reparieren. Weiters wird durch vorliegende Erfindung die Möglichkeit geschaffen, auch schon vorher festzustellen, ob es sich um einen Zungenbruch oder bloss um Porosität der betreffenden Mauerteile handelt, um auf diese Weise sofort die der Art des Gebrechens entsprechenden Massnahmen ergreifen zu können. 



   Dies wird gemäss vorliegender Erfindung so erreicht, dass zunächst der zu untersuchende Kamin abgedeckt und in den Nachbarkamin eine Rauchgasregistriereinrichtung herabgelassen wird, welche in der Lage ist, aufzuzeigen, ob von dem zu untersuchenden Kamin in den Nachbarkamin, in den die Einrichtung eingeführt wurde, Rauch übergetreten ist. Wurde mit Hilfe der erfindungsgemässen Einrichtung die Stelle, an der der Übertritt der Rauchgase erfolgt, festgestellt, so wird, da bekanntlich die Kamine nicht immer lotrecht, sondern auch teilweise gekrümmt oder verschoben geführt werden, die Länge des Seiles, an dem die erfindungsgemässe Einrichtung zur Feststellung der Stelle des Übertrittes der Rauchgase von einem Kamin in den andern eingelassen wurde, festgehalten und hierauf die Rauchgasregistriereinrichtung aus dem   Nachbarkamin   herausgezogen. 



   Ist durch dieses Verfahren bereits eine bedeutende Vereinfachung zur ungefähren   räumlichen   Feststellung des Gebrechens gegeben, wird in weiterer Ausbildung vorliegender Erfindung nunmehr eine zweite Einrichtung mit einem Seil gleicher Länge ebenfalls in den Nachbarkamin eingeführt, worauf die zweiteingeführte erfindungsgemässe Anzeigeeinrichtung vorteilhaft auf elektrischem Wege die schadhafte Stelle im Kamin auf Zentimeter genau anzeigt. 



   Die erfindungsgemässe Rauchgasregistriereinrichtung für die erste Verfahrensphase besteht vorteilhaft aus einem Hohlzylinder, in dem eine Photozelle, beispielsweise Selenzelle, und dieser gegen- über eine Lichtquelle eingebaut ist. Die Lichtquelle wird vorteilhaft von einer Batterie gespeist, während die Photozelle in einem zweiten Stromkreise liegt, in den ein Messgerät eingeschaltet wird. Das Halteseil für diesen Zylinder wird gleichzeitig als Kabel ausgeführt, welches einen Teil des Zellenstromkreises bildet. Beim Durchtritt von Rauchgasen durch diesen Hohlzylinder wird die Leuchtkraft der Lichtquelle mehr oder weniger beeinträchtigt und auf diese Weise eine grössere oder kleinere elektromotorische Kraft in der Selenzelle erzeugt, wobei die Änderung auf dem im Selenstromkreis liegenden Messgerät abgelesen werden kann.

   Vor Einführung des Hohlzylinders in den Kamin wird nach Einschaltung der Lichtquelle der Ausschlag am Messgerät abgelesen, und so lange dieser Ausschlag konstant bleibt, können im Kamine keine Rauchgase vorhanden sein. Treten jedoch Rauchgase in den Hohlzylinder ein, so bewegen sich dieselben zwischen der Lichtquelle und Selenzelle und bewirken einen Ausschlag am Messgerät.

   Mit der erfindungsgemässen Einrichtung kann weiters auch noch am Grade des Ausschlages des Messgerätes festgestellt werden, ob nur Undichtheiten im Kamin vorhanden sind oder ob ein Zungenbruch vorliegt, da bei Undichtheiten nur geringe Rauchschwaden durchtreten 

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 können und nur ein geringer   Messgerätausschlag sich   einstellen wird, während bei einem Zungendurchbruch die gesamten Rauchgase durch den Nachbarkamin, in den der Hohlzylinder eingelassen wurde, 
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   Die für die zweite Verfahrensphase verwendete erfindungsgemässe Anzeigeeinrichtung besteht beispielsweise aus einer   Hoehfrequenzapparatur,   die ebenfalls in zylindrischer Form gehalten und an einem Kabel mit Zentimeterteilung angehängt ist. Diese Hoehfrequenzapparatur wird nun auf die gleiche Tiefe in den Kamin herabgelassen wie der in der erstgenannten Phase verwendete Hohlzylinder, so dass die Hoehfrequenzapparatur an dieselbe Stelle gelangen muss, an welcher der Zungendurchbruch bzw. die Undichtheit im Kamin festgestellt worden ist.

   Wird nun in die Hochfrequenzapparatur ein Strom geschickt, so kann mit Hilfe eines Neonrohres in irgendeinem Wohnraume, an dessen Wand der schadhafte Kamin vorbeiführt, durch Aufleuchten des Neonrohres ganz genau die Stelle, an der sich die Hoehfrequenzapparatur befindet, und damit die Stelle des Gebrechens festgestellt werden. 



   In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens erforderlichen erfindungsgemässen Einrichtungen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den in einen Kamin herabgelassenen Hohlzylinder zur Durchführung der ersten Verfahrensphase und 
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 apparat. Fig. 3 stellt eine Ausbildung des Hohlzylinders und Fig. 4 eine solche des Hochfrequenzapparates mit dem Neonrohr dar. 



   Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, hat der Hohlzylinder 1 am unteren Ende eine grössere Ausnehmung 2, welche ungefähr in seiner Mitte in einen engeren Kanal 3 übergeht. Die untere Ausnehmung 2 ist ausserdem noch etwas konisch gehalten, also nach oben hin verjüngt ausgebildet. In der unteren Ausnehmung ist eine Glühlampe 4 eingesetzt, der gegenüber eine Selenzelle 5 angeordnet ist. Diese Selenzelle   5   wird an das Kabel 6, welches gleichzeitig den Hohlzylinder 1 trägt, angeschlossen und in denselben Stromkreis ein elektrisches Messgerät 7 eingeschaltet. Die Glühlampe 4 wird von einer Batterie 8 gespeist. Ferner ist ein Schalter 9 vorgesehen, der vorteilhaft als   Widerstandsschalter   ausgebildet ist. 



   Wie aus Fig. 4 zu entnehmen ist, wird eine allgemein übliche Hochfrequenzapparatur in einen Zylinder 10 eingebaut, der mit Spitzenelektroden 11 versehen ist, da die Erfahrung zeigte, dass nur bei Anordnung von Spitzenelektroden eine Wirkung durch Mauern bis ungefähr 45 em Dicke hindurch erreicht werden kann. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung zur Behebung von Zungenbrüchen oder Undichtheiten in Kaminen ist nun folgendermassen :
Soll ein   Kamin. M auf Undichtheit   oder auf   Zungenbruch   untersucht werden, so wird dieser Kamin 13 mit einer Platte   ? J abgedeckt   und in diesem   Kamin 1 : 3   sehr stark geheizt. Durch die Abdeckung werden die Heizgase bei einem   Zungendurchbruch   16 oder bei einer Undichtheit der Zunge in den benachbarten offenen Kamin 14 übertreten und in diesem aufsteigen. Um nun die Stelle des Übertrittes der Heizgase festzustellen, wird in den benachbarten Kamin 14 die Rauehgasregistrier- 
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 des im Selenstromkreis liegenden Messgerätes der Hohlzylinder 1 in den Kamin herabgelassen.

   Durch Eintritt der Rauchgase in den Hohlraum des Hohlzylinders 1 wird die Intensität der Lichtquelle beein-   trächtigt   und durch die dadurch verkleinerte von der Selenzelle erzeugte elektromotorische Kraft 
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 vom Kamin 13 in den Kamin 14 übergetretenen Rauchgase hindurchbewegt wird, wird sich dies durch den verkleinerten Ausschlag am   Messgerät   erkennen lassen. Es werden aber nur soweit Rauchgase aufscheinen, solange sich der Hohlzylinder 1 oberhalb der Zungenbruehstelle 16 befindet. Gelangt dieser Hohlkörper unterhalb dieser Bruchstelle, so werden keine Rauchgase mehr vorhanden sein und die Folge davon ist, dass die Lichtquelle wieder mit ihrer ganzen. Intensität auf die Selenzelle einwirken und den   ursprünglichen   grossen Ausschlag des Messgerätes herbeiführen wird.

   Tritt der ursprüng- 
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 Hohlzylinder 1 aus dem Kamin 14 herausgezogen wird, muss die Länge der herabgelassenen Kabelschnur an der Zentimeterteilung genau abgelesen werden. 



   Nun wird die   Hoehfreqtienzeinrichtung   10 in die gleiche Tiefe in den Kamin 14 herabgelassen, 
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 wird. Die Hochfrequenzapparatur 10 muss sich also an der gleichen Stelle befinden, an der der Zungendurchbruch 10 angezeigt wurde. Durch Abtastung der Mauer in dem betreffenden Wohnraum, an dessen Wand der Kamin vorbeiläuft, mittels einer Neonröhre 17, welche dann am stärksten aufleuchtet, wenn sich die Röhre in unmittelbarer Nähe der Hochfrequenzapparatur 10 befindet, wird im Wohnraume selbst genau die Stelle des Zungendurchbruches 16 festgestellt. An der genau zu bezeichnenden Stelle kann nun eine kleine Öffnung in der Mauer gebildet und so ohne wesentliche Beschädigung der Malerei oder Tapete des Wohnraumes die Reparatur des Gebrechens leicht durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Feststellung von Zungenbrüchen, Undichtheiten od. dgl. in Kaminen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kamin (14) eine Rauchgasregistriereinrichtung (1) soweit eingelassen wird, bis kein Rauchgas mehr angezeigt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kamin (14) eine Anzeigeeinrichtung (10) in die gleiche Tiefe eingelassen wird, bis zu der die Rauchgasregistriereinrichtung herabgelassen wurde, worauf in dem Raume, an dem der Kamin vorbeiführt, die Stelle des Gebrechens genau angezeigt wird.
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauchgasregistriereinrichtung aus einem Hohlzylinder (1) besteht, in dessen Hohlraum (2) eine Lichtquelle (4) gegenüber einer lichtempfindlichen Zelle (5) angeordnet ist, welche in einem Messstromkreise liegt.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlzylinder (1) an seinem unteren Ende eine Ausnehmung (2) besitzt, die in einen engen Kanal (3) übergeht, wodurch eine Stauung der Rauchgase im Hohlzylinder (1) herbeigeführt wird.
    5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung aus einer Hochfrequenzapparatur (10), die in den Kamin herabgelassen wird, und aus einem Neonrohr (17), das auf der andern Mauerseite angeordnet wird, besteht.
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hochfrequenzapparatur (10) EMI3.1 EMI3.2
AT148777D 1936-04-16 1936-04-16 Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Zungenbrüchen, Undichtheiten od. dgl. in Kaminen. AT148777B (de)

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