AT148368B - Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium. - Google Patents
Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium. Bei der thermischen Reduktion von Magnesiumoxyd bzw. magnesiumoxydhaltigen Stoffen durch Kohle ist bekanntlich bei der Abkühlung der zusammen mit Kohlenoxyd aus dem Ofen ent-. weichenden Magnesiumdämpfe die Gefahr einer Rückbildung von Magnesiumoxyd auf Grund der Gleichgewichtsreaktion Mg + CO = Mg 0 + C gegeben, die einer technischen Verwertung dieses Verfahrens bisher grosse Schwierigkeiten bereitet hat. Man hat bereits früher erkannt, dass es notwendig ist, das aus dem Ofen entweichende Gasgemisch zwecks Kondensation des Magnesiums so rasch wie möglich auf tiefe Temperaturen abzukühlen, bei denen die Rückbildung von MgO, wenn überhaupt, dann nur äusserst langsam stattfindet. Neuerdings ist zu diesem Zweck vorgeschlagen worden, die Kondensation des Magnesiums bereits im Ofen selbst an gekühlten Flächen vorzunehmen, ein Verfahren, das bei seiner praktischen Durchführung jedoch auf grosse apparative Schwierigkeiten stösst und für den Grossbetrieb nicht brauchbar ist. Weiter ist vorgeschlagen worden, die aus dem Ofen entweichenden hocherhitzte Gase durch Einblasen eines kalten inerten Gases abzuschrecken und so eine rasche Kondensation des Magnesiumdampfes in Stabform zu bewirken. Dabei hat sich jedoch gezeigt, dass auch hiedurch eine Rückbildung von Magnesiumoxyd nur in unzulänglichem Masse vermieden wird. Bei der Kondensation des Metalldampfes werden die Metallstaubteilchen offenbar oberflächlich reoxydiert, und es bedarf erst einer umständlichen Behandlung des Staubes im Vakuum, um aus ihm einen Metallregulus zu erschmelzen. Gemäss vorliegender Erfindung wird die rasche Abkühlung der aus dem Ofen entweichenden Gase unter gleichzeitiger Kondensation des Magnesiums durch feste wasserfreie Salze bzw. Salzgemische bewirkt, die bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes des Magnesiums schmelzen. Das Verfahren hat zunächst den Vorteil, dass die Schmelzwärme des Salzes für die intensive Abkühlung der Gase ausgenutzt wird. Gleichzeitig wird erreicht, dass das kondensierte Magnesium durch innige Berührung mit dem schmelzenden Salz der Einwirkung des Kohlenoxydgases alsbald entzogen wird. Da sich aber eine Reoxydation des Magnesiums auch unter diesen Bedingungen nicht immer vollständig vermeiden lässt, werden zweckmässig zur Abschreckung der Dämpfe solche Salze verwendet, die imstande sind, Magnesiumoxyd aufzulösen oder sonstwie aufzunehmen, wie beispielsweise wasserfreies Magnesiumchlorid oder Karnallit, wodurch sich ein besonderes Umschmelzen des kondensierten Metallstaubes erübrigt, indem der letztere alsbald von etwa gebildetem Oxyd befreit und auf diese Weise sogleich in regulinischer Form gewonnen wird. Die innige und grossoberflächige Berührung der Ofengase mit dem festen Salz, die zwecks raschen Wärmeaustausches notwendig ist, kann auf verschiedene Weise erreicht werden. Man kann beispielsweise in den aus dem Ofen entweichenden Gasstrom mit Hilfe eines inerten Trägergases festes Salz EMI1.1 noch nicht gross genug ist, um für sich allein eine wesentliche Abschreckung der Ofengase zu bewirken. Als besonders zweckmässig hat sich eine Ausführungsform der Erfindung erwiesen, bei der die hocherhitzten Ofengase durch einen Schacht geleitet werden, in dem über einem Rost grobstückiger Karnallit (z. B. in etwa walnussgrosser Körnung) in loser Sehüttung angeordnet ist. Während das Kohlenoxyd oben entweicht, fliesst der in Berührung mit den Gasen abschmelzende Karnallit durch den Rost ab und nimmt dabei den kondensierten Metallstaub mit sich. Er gelangt alsdann in ein gegebenenfalls beheiztes Sammelgefäss, in dem sich das Metall von dem schmelzflüssigen Salz ohne weiteres scheidet und gesondert von letzterem abgestochen werden kann. Dabei ist es vorteilhaft, durch entsprechende <Desc/Clms Page number 2> Temperaturregelung im Sammelgefäss und gegebenenfalls durch Zusätze anderer Salze in an sich bekannter Weise dafür zu sorgen, dass das spezifische Gewicht der Salzschmelze niedriger wird als das des abgeschiedenen Magnesiums, damit das Metall der Einwirkung der CO-haltigen Gase entzogen bleibt. Es steht natürlich nichts im Wege, die Kühlung der Ofengase unter Raffination des Magnesiumstaubes auch mit geschmolzenen Salzen vorzunehmen. Doch wird damit auf den Vorteil einer intensiven Kühlung durch Ausnutzung der Schmelzwärme verzichtet. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur thermischen Gewinnung von Magnesium aus Magnesiumoxyd bzw. magnesiumoxydhaltigen Stoffen durch Reduktion mit Kohle unter Abschreckung der Ofengase zwecks Kondensation des Magnesiums, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckung mit Hilfe von festen, wasserfreien Salzen vorgenommen wird, die bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes des Magnesiums schmelzen.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Abschreckung eine Befreiung des Metallstaubes von reoxydiertem Magnesium erfolgt, indem als Kühlsalz wasserfreies Magnesiumchlorid oder magnesiumehloridhaltige Doppelsalze, zweckmässig Karnallit, verwendet werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlsalze in Staubform in die aus dem Ofen entweichenden Gase eingeblasen werden.4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hocherhitzte Ofengase mit grobgekörnten Salzen, die in einem Schacht über einem Rost angeordnet sind, in Berührung gebracht werden, wobei sich das abschmelzende Salz und das gereinigte Metall in einem unterhalb des Rostes angeordneten Gefäss ansammeln, aus dem sie getrennt abgezogen werden können.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Temperaturregelung und gegebenenfalls durch Zusatz anderer Salze das spezifische Gewicht der Salzschmelze im Sammelgefäss niedriger gehalten wird als das des sich abscheidenden Magnesiums.
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