DE1938061A1 - Verfahren zur Gewinnung von Eisen aus Eisenerz - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Eisen aus Eisenerz

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DE1938061A1
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DE19691938061
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Grenfell Hugh Willmott
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British Steel Corp
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British Steel Corp
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Description

Akte .69-10-99 Dr. HrINZ FcDER ■ 2^ Juli ur^
Potenlonwolr
4 Düsseldorf
Am Wthrhahn 77 · ).it§t.
British, Steel Gorporation, of 33 Grosvenor Place, London, S. vif. 1/England
Verfahren zur Gewinnung von Eisen aus Eisenerz.
Gegenstand der Erfindung ist; ein Verfahren zur Gewinnung von Eisen aus Eisenerz und insbesondere ein verbessertes Gewinnungsverfahren unter Verwednung eines Hochofens.
Bei den üblichen Verfahren der Gewinnung von Eisen im Hochofenprozeß wird das Eisenerz zusammen mit iCalkstein und Koks in die Gicht eines geblasenen Hochofens eingebracht und nahe dem Boden des Hochofens ein vVind aus Heißluft mit einer Temperatur von etwa 650°G eingeblasen. Dabei verbrennt der Koks zu jvohlenmonoxyd, das nach aufwärts durch den Ofen streicht und das Eisenoxyd zu Eisen reduziert. Das Eisen fließt im Hochofen nach unten und sammelt sich am Boden des Ofens,wo es in regelmäßigen Zeitabständen abgestochen wird. Der Ofen wird dabei in der Hegel unter einem Überdruck von 21 bis 25 kg/cm betrieben, unter Verwendung eines V/indes aus Luft oder aus mit Sauerstoff angereicherter Luft. Eine erhebliche Wärme- s menge entweicht dabei aus dem Ofen durch den ständig ent- [ weichenden Stickstoff, der an dem Prozeß nicht teilnimmt.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird in den üfen Eisenerz, ein kohlenstoffhaltiger Brennstoff und ein Flußmittel
2 ' eingebracht und unter einem Druck von mindestens 32 kg/cm j erhitzt, während als Wind Wasserdampf und Sauerstoff eingeblasen werden. Die aus der Gicht entweichenden Gase bestehen dabei im wesentlichen aus Wasserstoff, Kohlenmonaxyd und Kohlendioxyd. Aus diesem. Gichtgas wird das Kohlendioxyd in einem
9 &f 8't'f-y 1111 RiD ORIGINAL
Wäscher entfernt und das Rastgas, das im wesentlichen aus Kohlenmonoxyd und Wasserstoff besteht, unter Jruck in'deu Ofen wieder eingeleitet.
-Jen unten in den Ofen eingeleiteten Jind ka.m"vorteilhaft ein Brennöl zugesetzt sein. Jer Hochofen seibat soll 30 Konstruiert sein, daü er dem verwendeten Innendruck otananülfc, wobei zweckmäßig mit einem Druck von 70 bis 1ü6 kg/c*n~ gearbeitet wird, -als Flußmittel kann Kalkstein und als Jrennstoff kann Koks verwendet v/erden.
.Bei dem verwendeten Druck ist das im Gichtgas enthaltene Kohlendioxyd in ,/asser löslich und die Gichtgase v/eraeii durch. einen mit V/asser beschickten ./äscher geleitet, in. v/elcheia das \ Kohlendioxyd aus dem Gichtgas ausgewaschen w^ird. Jas ver- : bleibende Gas enthält dann i/asserstoff und zi-ohleniaonoxyd und : dieses Gasgemisch wird dem ufen an oder nahe an seinem Jode.ii wieder zugeführt, wobei die Gase auf einen -Jruck verdichtet werden, der etwas größer ist, als der Druekim Hochofen.
ι Das Eisen und die ochlacice werden aus dem unteren Teil des ^f ens J
durch Druckabstichöffnun°;en abgestochen. i
Im folgenden wird ein Ausführunr;sbeispiel des Verfahrens nach der Erfindung beschrieben.
Jer Hochofen besteht aus einem sich verjüngenden zylindrischen otahlmantel, der mit einer feuerfesten .ausmauerung versehen ist und eine Höhe von etwa 30 m hat. Im unteren Teil des Ofens ist ein Kranz von l/indformen vorgesehen, durch die ein aus < Sauerstoff und Dampf bestehender V/ind eingeleitet werden kann. An der Gicht ist eine Ventilanordnung vorgesehen, zum Einbringen der Beschickung, die aus einem Gemisch von Eisenerz, Koks und Kalkstein besteht, wobei das Verhältnis von Erz zu Koks 4:1 bis 6:1 beträgt.
Die Ofengicht ist mit einer Ableitung für das Gichtgas versehen. Die Gichtgase werden mit ./asser gemischt, so daß das Kohlendioxid, das in den Gasen enthalten ist, sich im «asser löst und
-3 -
909886/1111
BAD ORIGINAL
auf diese './eise aus dein Gichtgas entfernt wird. Die übrigbleibenden Gase verlassen den wäscher und werden durch ein · Zentrifugalgebläse verdicktet und in den Hochofen durch die »'xndformen ζ us a. amen mit dem Jind wieder eingeleitet. Den Windfonen sid Boden des Ofens wird Sauerstoff und Wasserdampf zusammen icit etwas jSrennöl zugeführt, und es sind außerdem am Boden des ufens —ittel vorgesehen, um die Schlacke und das gesehiaolzeiie Eisen# durch üruckabstichöffnungen abzustechen.
j)as iiohlendioxyd enthaltende Wasser aus dem Wäscher wird einem ij-oiilendioxydentferner zugeführt, in welchem das Wasser erhitzt wird, wobei das Kohlendioxid entweicht, während das Wasser wieder in den wäscher zurückgeführt wird.
ist wesentlich, daß bei diesem Arbeiten unter erhöhtem Druck die Gichtgase nur Wasserstoff, Kohlenmonoxyd und Kohlendioxyd enthalten., wobei der Wasserstoff und das Kohlenmonoxyd in die iieakfcion zurückgeführt werden. Dadurch wird die ITotwendigkeit vermindert, innerhalb des Hochofens selbst große Mengen an reduzierendem Gas zu erzeugen, wodurch das erfindungsgemäße Verfahren einen hohen Wirkungsgrad erhält. Es wird ferner die i%o1fcwendi,;k:eit Winderhitzer zu verwenden, vermindert oder ausgeschaltet und das Verhältnis von Eisenerz zu Koks ist sehr viel günstiger als bei den üblichen Hochöfen und liegt etwa bei 4- bis 6 Teile Eisenerz auf einen Teil Koks, während bei den üblic :en Hochofenprozeß das Verhältnis 3:1 beträgt.
Innerhalb des Ofens finden folgende Reaktionen statt; 3 -Fe2O5 + 00 = ^e5O4 + CO2
3 JTe2O3 + H2 = XJTe3O^ + H3
4 + GO =3 FeO + GO
4 + H2 » 3J?eO + H2
+GO = J?e + GO
FeO + H2 = Fe + H3
FeO + G « Fe + GO
4 +10 =3Fe
9098B6/-1,1
Außerdem finden noch, verschiedene .Reaktionen zur Schlackenbildung und in der Blaszone noch folgende zusätzliche Reaktionen statt:
2 0 + O2 200
G + H2O = 00 +H2
Die beigefügte Zeichnung zeigt ein Flußschema des Verfahrens nach der Erfindung.
Pat ent ansprüche
- 5 -
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Claims (4)

- 5 Patentansprüche
1. Verfahren zur Gewinnung von Eisen aus Eisenerz, gekennzeichnet durch;
Einbringen von Eisenerz, kohlenstoffhaltigem Brennstoff und Flußmittel in einem Ufen, Erhitzen unter einem Druck von mindestens 52 kg/cm , Einleiten- eines v/indes aus tfasserdaiapf und Sauerstoff, Abführen der im wesentlichen aus Wasserstoff, Kohlenmonoxyd und .Kohlendioxyd bestehenden abgehenden Gase, Entfernen des Kohlendioxydes in einem Wäscher, Wiedereinleiten des Wasserstoffs und Kohlenmonoxyds in den Öfen unter Druck.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem von unten zugeführten Wind Heizöl zugesetzt ist.
3. /erfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es in einem Ofen durchgeführt wird, der ein Hochofen ist, der dem verwendeten Innendruck standhält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet , daJ
beitet wird.
zeichnet, daß bei einem Druck von 70 bis 106 kg/cm gear-
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet, daß als Flußmittel Kalkstein und als kohlenstoffhaltiger Brennstoff Koks verwendet wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5> dadurch j gekennzeichnet, daß die entweichenden Gase durch einen wasser-j gekühlten Wäscher,- in welchem das Kohlendioxyd entfernt wird, geführt werden, so daß im wesentlichen Wasserstoff
und Kohlenmonoxyd zusirückbleiben, die dem Ofen,verdichtet !
auf einen Druck der etwas größer ist als der Druck im Ofen, '
wieder zugeführt weiden. i
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Leerseite
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