AT148360B - Kathodenanordnung zur Beseitigung des Seitenzuges in Braunschen Röhren. - Google Patents

Kathodenanordnung zur Beseitigung des Seitenzuges in Braunschen Röhren.

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AT148360B
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Loewe Opta Gmbh
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  Kathodenanordnung zur Beseitigung des Seitenzuges in   Braunsehen   Röhren. 



   Es ist bekannt, dass die unter der Bezeichnung ,,Seitenzug" bekannte Erscheinung in Braunsellen Röhren durch Zentrierfehler des Systems, insbesondere durch falsche Anordnung der Kathode, hervorgerufen wird. Es ist auch zur   Behebung   dieses Fehlers bereits vorgeschlagen worden, die Kathode in bezug auf die   Anodenöffnung   genau zentrisch anzuordnen. Diese bekannten Anordnungen haben sich jedoch nicht als ausreichend erwiesen, den Seitenzugfehler zu beheben. 



   Für die Entstehung dieses Fehlers ist nicht die Anordnung der   Gesamtkathode,   sondern vielmehr die Form, Grösse und Lage der Emissionsschicht bestimmend. 



   Es soll also die Emissionsschicht auf der Kathode in bezug auf die Röhrenachse   symmetrisch   ausgebildet und angeordnet sein. derart. dass die Normale im Halbierungspunkt aller Verbindungslinien je zweier entsprechender Punkte der die   Emissionsschieht begrenzenden Kurve   in die Richtung der Systemachse fällt. Dabei wird die Grösse der Emissionssehieht derart bemessen, dass die Emission aller emittierenden Punkte von der Elektronenoptik erfasst wird. 



   Das elektronenoptische System der   Fernsehröhren-welches   beispielsweise aus Wehneltzylinder,   Vor-oder Abschirmanode, zweitem   Zylinder und   Nachbeschleunigungsanode   bestehen kann, wobei die Voranode positiv gegenüber dem Wehneltzylinder. der zweite Zylinder schwach negativ gegenüber der Abschirmanode ist und die Nachbeschleunigungsanode das höchste vorkommende positive Potential aufweist-besitzt praktisch eine verhältnismässig geringe Apertur von beispielsweise etwa 10 , d. h. also, es ist nicht mehr in der Lage. derartige Strahlen zu konzentrieren, deren Einfallwinkel grösser als 10  ist. 



   Die   Emissionsfläche   muss daher derart ausgebildet sein. dass keine der Austrittsnormalen eine Neigung gegenüber einer   Röhrenaehse aufweist, welche grösser   ist als die Apertur des verwendeten elektronenoptischen Systems. 
 EMI1.1 
 als die Krümmung der genannten Niveaulinie in der genannten Lage. 



   Die Erfindung betrifft nun   Massnahmen,   die eine besonders gut symmetrische Lage der emittierenden Schicht sichern. Zu diesem Zweck wird bei einer Kathodenanordnung für Braunsehe Röhren, bei der die Emissionsfläche   symmetrisch   zur Achse des elektronenoptischen Systems angeordnet und die Grösse der gekrümmten Emissionsschicht derart bemessen ist, dass die von allen Emissionszentren kommende Emission von der Elektronenoptik erfasst wird, erfindungsgemäss die Emissionsschicht in die Oberfläche des zweckmässig hohlspiegelartig gekrümmten Kathodenkörpers eingelagert. 



   Durch Anwendung der erfindungsgemässen Massnahme bei der Kathodenherstellung gelingt es, Röhren herzustellen, welche vollkommen seitenzugfrei sind und bei denen der Seitenzug auch bei partieller Halterung der Kathode nicht auftritt. 



   In den Figuren ist eine   Ausführungsform   der erfindungsgemässen Kathode beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die vollständige Kathodenanordnung,   Fig. 2   eine Aufsieht auf die gleiche Anordnung, während in Fig. 3 eine besondere Ausführungsform des Kathodenkörpers und in Fig. 4 eine Aufsicht auf diesen Körper dargestellt ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In den Figuren bedeutet 1 den Wehneltzylinder, der mittels des Halters 10 derart zentriert wird, dass seine Achse mit   der Röhrenachse   zusammenfällt. In diesen Wehneltzylinder ist ein   Topf' ?   
 EMI2.1 
 
Braunschen Röhre dient. Die Zuleitungen 6 und 7 für die Heizspirale 8 sind durch Röhrchen aus keramischem Material 4 und 5 hindurchgeführt. Das Röhrchen 5 trägt an seinem aus dem Topf hervor- ragenden oberen Ende ein   Nickelröhrchen   9, welches als   Rückleitung   für den Heizstrom dient und den metallischen, vorzugsweise aus Nickel bestehenden Kathodenkörper 3 trägt.

   Der   hülsenförmige     Kathodenkörper   3 ist an seinem zweckmässig verbreiterten oberen Ende hohlspiegelartig ausgestaltet. wobei der Krümmungsmittelpunkt auf der Röhrenachse zwischen dem Mittelpunkt der Anode und der den Kathodenkörper senkrecht zur Röhrenachse begrenzenden Fläche gelegen ist. Die emittierende
Substanz, beispielsweise ein Erdalkalioxyd oder ein Gemisch von Erdalkalimetalloxyden mit Erdalkali- metallen, kann durch Aufstreichen od. dgl. auf die Fläche des Hohlspiegels aufgebracht werden. Es hat sich jedoch erwiesen, dass auf diese Weise eine exakte Begrenzung der Emissionsfläche nicht zu erreichen ist.

   Erfindungsgemäss wird daher in der   Hohlspiegelfläche   die zur Aufnahme der emittierenden
Substanz bestimmte Fläche durch Ankörnen, Gravieren, Einfräsen od. dgl. hergestellt und die auf diese Weise entstandene Vertiefung mit der emittierenden Substanz ausgefüllt. Nach dem Einfüllen und Trocknen der emittierenden Substanz kann die Fläche gegebenenfalls nochmals nachpoliert werden, so dass die emittierende Substanz selbst einen Teil des Hohlspiegels bildet und   ausschliesslich   in den für sie vorgesehenen Vertiefungen, welche eine genau vorbestimmte Form aufweisen, enthalten ist. Auf diese Weise gelingt es, die Form der Emissionsfläche genau festzulegen. 



   Besonders   zweckmässig   ist es, auf der Hohlspiegelfläche, beispielsweise durch Fräsen, einen langgestreckten Schlitz zu erzeugen, welcher beispielsweise die Abmessungen von   0'5-1 mm Breite   und 2-3 mm Länge aufweist und dessen grösste Ausdehnung senkrecht zur Zeilenrichtung gelegen ist. 



   Bei Verwendung derartiger Kathoden gelingt es, Punkte der entsprechenden   Stäbchenform   herzustellen. welche erstmalig die Erzeugung eines zwischenraumfreien Fernsehrasters gestatten. 



   Eine derartige Ausführungsform ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Die emittierende Substanz ist in dem vorgravierten bzw. eingefrästen Schlitz 11 derart angeordnet, dass die   Emissionsfläche   die erforderliche Krümmung aufweist und dass ausserhalb dieser   Emissionsfläche   keinerlei weitere Emissions- zentren vorhanden sind. 



   Bei der   Ausführungsform   nach Fig. 1 ist die emittierende Substanz als Körnerpunkt 11 dar- gestellt. 



   Die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Kathode mit dem massiven, metallischen Kathoden- körper 3 verhindert mit Sicherheit eine Veränderung der Emissionsflächenform bei der Montage. 



   Dadurch, dass dickere Emissionsschiehten-welche ein grosses Reservoir darstellen-verwendet werden, wird ein partielles Ausbrennen der   Emissionsfläche   und damit eine Veränderung der wirksamen
Fläche im Betriebe für eine Dauer von mehreren 1000 Stunden mit Sicherheit vermieden. 



   Selbstverständlich ist es möglich, den Kathodenkörper 3 auch auf andere Weise zu haltern. 



   Wesentlich ist, dass dieser Kathodenkörper derart stabil ist, dass er sich weder bei der Montage noch im Betriebe verziehen oder sonst seine Form verändern kann. 



  Die zentrierende   Wirkung,   die sich mit Hilfe der erfindungsgemässen Kathodenanordnung er- zielen lässt, ist so stark, dass es, insbesondere bei Verwendung der Braunschen Röhre für Oszillographen- zwecke,   möglich   ist, ohne Wehneltzylinder auszukommen bzw. den Wehneltzylinder auf das Potential
Null zu bringen und ihn nur als Lichtschirm zu verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Kathodenanordnung für   Braunsche   Röhren, bei der die Emissionsfläche symmetrisch zur
Achse des elektronenoptischen Systems angeordnet und die Grösse der gekrümmten Emissionsschieht derart bemessen ist, dass die von allen Emissionszentren kommende Emission von der Elektronenoptik erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die   Emissionsschicht   in die Oberfläche des zweckmässig hohlspiegelartig gekrümmten Kathodenkörpers eingelagert ist.

Claims (1)

  1. 2. Kathodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Emissionssehicht eine Dicke von mehr als yo mm, zweckmässig eine Dicke von 2/10 mm oder darüber aufweist.
    3. Kathodenanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb der für die Emissionsschicht vorgesehenen Vertiefungen bzw. Fläche des Kathodenkörpers keine Emissionszentren vorhanden sind.
    4. Kathodenanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Emissions- schicht die Form eines gewölbten Schlitzes, dessen Krümmung gleich der Krümmung des Kathoden- körpers ist und dessen Breite 0'5-l mm beträgt, während seine Länge auf 1'5-3 mm bemessen ist. aufweist.
    5. Kathodenanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Emissions- sehicht auf einem indirekt geheizten, massiven, metallischen Kathodenkörper angeordnet ist, welcher EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> 6. Verfahren zur Herstellung von Kathoden für Anordnungen nach den Ansprüchen 1 bis Ï, dadurch gekennzeichnet, dass in die gegebenenfalls hohlspiegelartig ausgestaltete Kathodenträgerfläche eine Vertiefung bzw. Vertiefungen eingraviert oder eingefräst werden, deren Form der Form der zu erzeugenden Emissionsschicht entspricht, und dass diese Vertiefungen mit hochemittierenden Substanzen ausgefüllt werden.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen mit der hochemissionsfähigen Substanz derart ausgefüllt werden, dass die Krümmung der Oberfläche der Emissionsschicht der Krümmung des Kathodenkörpers entspricht.
    8. Braunsche Röhre, insbesondere für Oszillographenzwecke mit einer Kathodenanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie keinen Wehneltzylinder bzw. einen auf Nullpotential befindlichen Wehneltzylinder aufweist.
    9. Braunsche Röhre mit einer Kathodenanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode an einem topfähnlichen Halter befestigt wird, welcher derart ausgebildet ist, dass er durch einfaches Einschieben in den Wehneltzylinder in diesem befestigt werden kann.
    10. Braunsche Röhre nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode gegenüber dem Halter zentriert ist, so dass die Zentrierung gegenüber dem Wehneltzylinder durch einfaches Einschieben des Halters in den Wehneltzylinder erfolgt.
    11. Braunsche Röhre nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass Wehneltzylinder, Kathodenhalter und Kathode derart ausgebildet sind, dass sie durch einfaches In-bzw. Aufeinanderschieben miteinander verbunden und gegeneinander zentriert werden. EMI3.1
AT148360D 1932-10-21 1933-10-17 Kathodenanordnung zur Beseitigung des Seitenzuges in Braunschen Röhren. AT148360B (de)

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