<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren Ulul Y orrichtung zum Herstellen von nahtlosen Tauchgummigegenständen.
Es ist bereits bekannt, gruppenweise auf einem Tragbrett angeordnete Tauehfornen bei dem Herstellen von nahtlosen Tauchgummiartikeln während und nach dem Eintauchen in die Kautschuklösung beständig um ihre Achse zu drehen, doch bleiben dabei die Achsen stets inlotrechter Lage, wodurch die Lösung sich an dem unteren Teil des Tauchkörpers ansammelt und beim Trocknen konzentriert.
Eine gleichmässige Dicke des Gegenstandes soll hiedurch nicht erreicht werden können. Ferner ist bereits
EMI1.1
kette frei hängend angelenkt sind und stets eine lotrechte Lage einnehmen, wodurch es möglich wird, die Enden der eingetauchten Formstücke nach dem Herausziehen aus der Kautschuklösung mit der Lösungsoberfläche noch eine gewisse Zeit in Berührung zu belassen und nach vollständigem Ablösen von der Flüssigkeit noch einige Zeit über die Flüssigkeit entlang zu führen, damit durch langsames Emportauchen die auf die Form aufgetragene Flüssigkeit sofort zum Trocknen kommt und nicht abfliesst, so dass eine gleichmässige Dicke des Formstückes ermöglicht wird.
Es ist ersichtlich, dass die Bewegungsgeschwindigkeit der Förderkette von der Konsistenz der Lösung abhängt und daher jeweilig geändert werden muss und dass ein anderweitiges mechanisches Bearbeiten des nahtlosen Kautschukgegenstandes, z. B. durch Bürsten zum Wulstanrollen u. dgl., infolge ihrer frei schwebenden Lage nicht ausgeführt werden kann. Schliesslich sind Hohlkugeln durch Tauehen in eine Gelatinelösung von Tauchformen hergestellt worden, die ausser ihrer Drehbewegung um ihre eigene Achse noch durch ein im Schraubengang geführtes Förderband eine Schwenkbewegung um die Achse eines Trägers erhalten, u. zw. so, dass die Schwenkungen aus der aufrecht lotrechten Lage in die abwärts lotrechte Lage über eine waagrechte Lage erfolgen.
Eine solche an die Schraubenbahn gebundene Führung der Form hat den Nachteil, dass die Dauer des Eintauchens und der Betrag der Neigung der Form im Tauehbehälter durch die Charakteristik der Schraubenlinie unveränderlich festgesetzt sind. Soll eine Anzahl von gemeinsam, z. B. durch eine Förderkette, bewegten Formen durch aufeinanderfolgende Bäder oder sonstige Behandlungsräume geführt werden, so lässt sieh eine beliebige Behandlungsdauer und unabhängige Lenkung jeder Form in den einzelnen dieser Räume nicht ausführen. Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil dadurch, dass jeder Form während beliebiger Zeit jede beliebige Schwenkung mitgeteilt wird und so durch Behälter beliebiger Länge und beliebiger gegenseitiger Anordnung hindurchgeleitet werden kann.
Ermöglicht wird diese Arbeitsweise dadurch, dass die Tauchform durch zwangsläufige Führung derart in gesteuerter Weise geschwenkt wird, dass sie eine beliebige Zeit hindurch, sei es eine waagrechte, sei es eine aufwärts oder abwärts lotrechte, sei es eine beliebig geneigte Zwischenlage zwischen den genannten Lagen einnehmen kann.
Auf diese Weise können die Tauchformen, wenn eine grössere Anzahl davon durch einen Förderer untereinander verbunden ist, an beliebigen Stellen ihres Laufes in Tauchbehältern, Trockenkammern u. dgl. durch im voraus bestimmte, voneinander unabhängige Führungsbahnen in die betreffende Zwischenlage gebracht werden, um die Neigung der Achse als auch die Zeitdauer der jeweiligen Behandlung beliebig wählen zu können.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
teilen 18 verbunden sind. Um die Kettenräder M und 27 läuft eine endlose Kette Die in Fig. 13 ausführlich dargestellten Förderelemente weisen eine Anzahl von Gliedern 34 auf, die durch Zapfen od. dgl. miteinander verbunden sind.
Jedes Glied 34 besteht aus Seitenteilen 35, die durch einen seitlichen, L-förmigen Teil 36 miteinander
EMI3.1
vorgesehen. Die Enden eines jeden Armes 37 sind gabelförmig und bilden einen Sitz 41, in dem ein Formhalter 42 schwenkbar gelagert ist. Der Formhalter 42 ist bei 43 (Fig. 15) mit einem Auge versehen, und die Verbindung zwischen dem Halter 42 und dem Arm 37 wird durch einen Zapfen 44 hergestellt, der durch die Bohrung 40 und das Auge 43 eingeführt wird. Der Formhalter 42 ist ferner mit einem Zapfen 42 a versehen, der rechtwinklig zu dem Zapfen 44 gerichtet ist.
45 ist ein Ansatz, welcher den Bodenteil der Tauchform 46 bildet. Die Form 46 hat in üblicher Weise einen Halsteil 47 zur Aufnahme des nach aussen ragenden Endes des Ansatzes 45 (Fig. 15).
EMI3.2
Mutter od. dgl. 49 befestigt, um die Form auf dem Halter 42 drehbar festzuhalten. In der Mitte des
Ansatzes 45 ist vorzugsweise eine ringförmige Vertiefung 50 zur Aufnahme einer Schiene 51 vorgesehen.
Auf der einen Seite der Vorrichtung ragt die Welle 26 nach aussen und trägt hier ein Zahnrad 52 (Fig. 12). Ein Motor 53 trägt auf seiner Antriebswelle 54 ein Zahnrad 55, das mit dem Zahnrad 52 in
Eingriff steht. Durch diese Anordnung werden die Kettenräder 24, 27 und die Förderkette j. 3 angetrieben.
Die Tauchbehälter 60, 61 sind in der in Fig. 7 angedeuteten Weise unterhalb der Formen 46 ange- ordnet. Die unteren Behälter 60 werden vorzugsweise von Querteilen 62 getragen, während die oberen
Behälter 61 von andern in der Querrichtung liegenden Trägern 63 unterstützt werden.
Der obere innere Rand des Behälters 60 trägt die obenerwähnte Schiene 51 von dreieckigem
Querschnitt. Oberhalb der Ansätze 45 sind ähnliche Reibungsschienen 65 auf Trägern 66 befestigt. Wenn die Formen 46 von den Förderketten 33 den Behältern 60 zugeführt werden, nimmt die Reibungsschiene 51 im wesentlichen die in Fig. 13 angedeutete Stellung ein.
Wenn die Formen über den Rand des Behälters 60 geführt werden, kommen sie über die nach unten gekrümmten Schienen M mit der im Behälter 60 vorhandenen Kautschukmilch od. dgl. in Berührung.
Sind die Formen 46 hohl, so dass sie Auftrieb haben, so wird die Schiene 65 derart eingestellt, dass sie die
Formen 46 nach unten in die Flüssigkeit im Behälter 60 drückt. Da die Formen 46 auf den Haltern 42 drehbar gelagert sind, so werden sie durch die Schienen 51 und 65 gedreht, wenn sie sich im Tauchbehälter befinden. Am andern Ende des Behälters ist die Schiene 51 nach aufwärts gebogen, und die Formen werden in eine waagrechte Stellung geschwenkt, so dass die überschüssige Lösung abtropfen kann. Da die Formen auch während dieser Zeit gedreht werden, wird die Lösung gleichmässig über die gesamte
Oberfläche der Formen verteilt. Da die Schiene 51 weiter nach oben gekrümmt ist, werden die Formen 46 über den Rand des Behälters 60 gehoben, so dass sie sich frei weiterbewegen können.
Die Förderkette führt jetzt die Formen 46 in die Trockenrohre 68 hinein, die vorzugsweise viereckigen Querschnitt haben und auf beiden Seiten des Rades 24 so angeordnet sind, dass die Formen 46 in waagrechter Lage durch sie hindurchbewegt werden. Das vordere Ende eines jeden Trockenrohres 68 ist mit dem Rahmen der Maschine starr verbunden, und der U-förmige mittlere Teil umgibt das Kettenrad 24. Der U-förmige Teil 69 der Vorrichtung ist auf die Enden der Rohre 68 teleskopartig aufgeschoben, so dass eine zusammenhängende Trockenkammer entsteht. Diese bleibt auch bestehen, wenn das Rad 22 (Fig. 4) gedreht wird, um das Rad 24 zu verstellen und die Spannung der Förderketten 33 zu ändern.
Die Trockenvorrichtung weist, wie üblich, einen durch Dampf beheizten Heizkörper 70 (Fig. 6) auf. Ein Gebläse 71 od. dgl. presst Luft über den Heizkörper 70 und durch die Rohre 72 und 73, welche die heisse Luft an den oberen Teil der Rohre 68 abgeben. Die Heissluft strömt entgegen der Bewegungrichtung der Förderkette- ? und wird mit den Formen 46 erst in Berührung gebracht, wenn diese fast trocken sind. Die Luft wird schliesslich nach unten geleitet und entweicht durch das Rohr 74.
Die Formen werden jetzt in einen Tauchbehälter 61 (Fig. 7) gebracht, in dem sie einen zweiten Überzug erhalten. Sie werden in ähnlicher Weise wie bei dem Tauehbehälter 60 durch die Reibungsschiene 65 nach abwärts geneigt und in Drehung gehalten. Die Formen gelangen dann in die Trockenkammer 76, in der sie durch die Schienen 51 und 65 in die gezeigten wechselnden Stellungen geschwenkt werden.
Das Rohr 78 enthält einen Heizkörper 77, und ein Gebläse 80 (Fig. 8) presst Luft durch das Rohr 78 in die Kammern 76 hinein. Die Luft bewegt sich hiebei im Gegenstrom zu der Förderkette 33. Die vom Rohr 78 gelieferte Heissluft fliesst nach oben und hinten durch die Kammer 76 und entweicht durch das Abzugsrohr 79.
Bevor die Formen 46 in den Hauptteil des Rohres 76 hineingelangen, wandern sie durch eine erweiterte viereckige Kammer'76 a hindurch, deren vordere Wand eine Öffnung 81 aufweist, durch die
<Desc/Clms Page number 4>
die Formen 46 in waagrechter Lage in die Kammer hineingeführt werden. Die Schiene 51 ist hier nach aufwärts gerichtet, und die Formen gelangen daher in das Hauptrohr oder die Hauptkammer 76 in der gezeigten aufrechten Lage. Jede Kammer 76 besteht aus einem zylindrischen Rohr mit einem in der Längsrichtung verlaufenden Schlitz 82 (Fig. 15). Die Reibungsschiene verläuft längs der Unterkante dieses Schlitzes, um den Ansatz 45 zu unterstützen und die Form 46 während ihrer Vorwärtsbewegung ununterbrochen zu drehen.
Der Schlitz g2 ist kurvenförmig und bewirkt, dass die Formen 46 in die verschiedenen Stellungen geschwenkt werden, wodurch der neue Belag auf den Formen sich in der gewünschten Weise über den zuerst angebrachten Überzug verteilt.
Wenn die Formen die Kammer 76 verlassen, ist der Überzug gleichförmig über die Oberflächen verteilt, und der Halsteil 47 der Formen ist so weit trocken, dass ein Wulstrand angerollt werden kann.
Die Wulsträndelvorrichtung besteht aus einer üblichen zylindrischen umlaufenden Bürste 8 :) (Fig. 10), die in der Bahn der Formen 46 liegt. Die Bürste 83 ist in bekannter Weise vorzugsweise derart eingestellt, dass sie mit der Bewegungsrichtung der Kette einen kleinen Winkel bildet, so dass zunächst ein Teil eines auf einer Form befindlichen Artikels mit der Bürste in Eingriff gelangt und auf der Form
EMI4.1
zu bringen. Bei der Einwirkung der Wulstrollvorrichtung auf die Formen können die Formen beliebige Stellungen einnehmen. Bei der dargestellten Ausführungsform nehmen die Feiten eine waagrechte Lage ein, wenn sie in der Längsrichtung der Bürste 8. 3 bewegt werden.
Wie leicht ersichtlich, erhält jeder der auf den Formen sitzenden Gegenstände durch die Bürste ? einen umgelegten Rand.
Die von der Bürste freigegebenen Formen gelangen in die Vulkanisierkammer 84, deren. Hauptteil Zylinderform hat und der oben beschriebenen Kammer 76 entspricht. Die Kammer 84ist durch Rohre 85 (Fig. 11) mit einer Dampfleitung verbunden. Die das Kettenrad 27 zum Teil umschliessende Kammer 86 stellt gewissermassen eine Fortsetzung der Kammer 84 dar. Die Kammer 86 kann beliebige, z. B. vier-
EMI4.2
zur Aufnahme von Wasser untergebracht, das auf der zum Vulkanisieren notwendigen Temperatur gehalten wird. Fig-11, 12 zeigen die Lagen der Formen beim Durchgang durch den Behälter 88.
Der Behälter 88 hat eine derartige Länge, dass die von der Forderkette- ? durch den Behälter bewegten Gegenstände vollständig vulkanisiert werden. Eine eine Fortsetzung der Kammer 87 bildende Dampfkammer 89 kann zum Vollenden des Vulkanisiervorganges benutzt werden. Die Kammer 89 kann mit Dampf durch ein Rohr 90 gespeist werden.
Von der Kammer 89 werden die Formen in eine Puderkammer 91 (Fig. 14) eingeführt. Letztere ist mit einer Pudervorriehtung od. dgl. ausgestattet, die Stärke oder einen ändern pulverförmigen Stoff auf die Artikel streut. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Kammer 91 verwendet, deren obere Wandung 92 dicht nebeneinanderliegende Durchbrechungen 9. 3 aufweist. Die Wandung 92 trägt ferner einen Siebkasten 94 mit einem Siebboden 95. Der Siebkasten 94 kann hin und her bewegt werden.
Das verwendete Pudermittel (Stärke, Talkum u. dgl. ) fällt in einen Aufnahmebellälter 96 und kann später aus diesem Behälter entfernt und wieder in den Siebkasten 94 gefüllt werden.
Die Schüttelvorrichtung besteht aus einer von einem Motor 101 angetriebenen Kurbelwelle 100, die durch die Stangen 102 mit den Siebkasten 94 verbunden ist. Wenn die Formen durch die Puder- vorriehtung hindurchbewegt worden sind, werden sie von der Förderkette mit der Abziehvorrichtung 97 (Fig. 9) in Berührung gebracht, die aus einer üblichen, schräg stehenden Bürste 98 besteht und so angeordnet ist, dass sie mit den auf den Formen sitzenden Artikeln in Berührung kommt, diese zusammenrollt und von den Formen trennt.
Wie Fig. 9 zeigt, ist die Schiene 51 derart angeordnet, dass sie mit den Formen 46 in Berührung steht und diese dreht, wenn sie mit der Bürste 98 in Eingriff kommen. Die Schiene 51 ist dann nach oben gebogen, und die Formen werden daher in eine waagrechte Lage gebracht, in der sie durch die umlaufende Bürste 99 gründlich gereinigt werden. Die Bürste 99 ist in bekannter Weise derart gelagert, dass sie einen Winkel mit der Fördervorrichtung bildet, so dass sie jede Form in Richtung gegen das freie Ende bestreicht. Sobald die Formen gereinigt sind, werden sie dem Tauehbehälter 60 zugeführt, worauf die beschriebenen Vorgänge sich wiederholen.
Die gesamte Einrichtung ist in einem Gehäuse vollständig eingeschlossen, das aus auf die Rahmenteile 16, 17 und 18 gelegten und an diesen befestigten Blechplatten 105 besteht.
Die Vorrichtung nach den Fig. 4-15 ist somit zum Herstellen von nahtlosen Kautschukgegenständen beliebiger Art vollkommen geschlossen. Die Vorrichtung arbeitet selbsttätig, da die Behälter 60, 61 und 88 mit Zuleitungen versehen werden können, welche die erforderlichen Flüssigkeitsmengen liefern. Ferner kann die Abstreifvorrichtung 97 mit Rinnen od. dgl. versehen werden, durch die hindurch die fertigen Gegenstände abgeliefert werden.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Formen 46 kann verändert werden, dadurch, dass der Durchmesser der Ansätze 45 oder der mit den Schienen 51 oder 65 in Berührung kommenden Teile der Ansätze 45 geändert wird. Die Art der Artikel, die Konsistenz der Lösungen oder ein anderer Grund kann es notwendig machen, den Formen eine raschere Drehbewegung zu geben. In diesem Falle können anstatt Schienen 51 oder 65 teilweise Riemenantriebe Verwendung finden, so dass die Formen dann während
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Tauchgummigegenständen, bei welchem die Tauchform gleichzeitig eine Drehbewegung um ihre Achse und Schwenkungen aus der aufrecht lotrechten Lage in die abwärts lotrechte Lage über eine waagrechte Lage ausführen kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauchform durch zwangsläufige Führung derart in gesteuerter Weise geschwenkt wird, dass sie eine beliebige Zeit hindurch sei es eine waagrechte, sei es eine aufwärts oder abwärts lotrechte, sei es eine beliebig geneigte Zwischenlage zwischen den genannten Lagen einnehmen kann.