AT147468B - Verfahren zum Mattieren von glänzenden, dunkel gefärbten Faserstoffen. - Google Patents

Verfahren zum Mattieren von glänzenden, dunkel gefärbten Faserstoffen.

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  Verfahren zum Mattieren von glänzenden, dunkel gefärbten Faserstoffen. 



   Es wurde gefunden, dass man auf glänzenden, dunkel vorgefärbten Faserstoffen, insbesondere Kunstseide, eine intensive, haltbare und nicht abreibende dunkle Mattierung erzeugen kann, indem man auf den Fasern Fällungen von   oberflächenaktive   Kationen abgebenden, sogenannten kationaktiven Substanzen mit Gerbstoffen bzw. Farbholzextrakten und mit Eisensalzen bewirkt. 



   Das Verfahren kann zweckmässig in der Weise durchgeführt werden, dass man die Ware mit einer Lösung tränkt, die kationaktive Substanz und das Eisensalz enthält. Dann kann abgeschleudert oder abgepresst, gegebenenfalls auch getrocknet werden. Es folgt dann die Behandlung in einem Bade, das eine Lösung des Gerbstoffes oder Farbholzextraktes enthält. 



   Es ist auch möglich, das Eisensalz im ersten Bade fortzulassen und es erst nach der Behandlung mit der   Gerbstoff-bzw. Farbholzextraktlosung   einwirken zu lassen. 



   Die erzielten mattierten Faserstoffe sind reibecht und waschecht. Sie können sogar bei erhöhter Temperatur geseift werden, wobei nicht nur die Mattierung keinen Schaden leidet, sondern in vielen Fällen ausserdem eine Vertiefung des Farbtones eintritt. 



   Die Farbe des mattierenden Pigmentes hängt von der Art des verwendeten Farbholzextraktes ab. Die stärksten Matteffekte werden bei Verwendung von Eisensalzen in Verbindung mit kationaktiven Substanzen im ersten Behandlungsbade erreicht. 



   Bei schwarzer Vorfärbung sind im zweiten Bade z. B. folgende Gerbstoffe brauchbar : Kastanienholzextrakt, Valoneaextrakt, Sumach, Gallusextrakt. Bei dunkelgrüner Vorfärbung kommen u. a. folgende Gerbstoffe bzw. Farbholzextrakte in Betracht : Gambir, Quebracho, Fisetholzextrakt, Gelbholzextrakt. Bei dunkelblauer Vorfärbung eignet sich zur Nachbehandlung Blauholzextrakt, bei dunkelroter Vorfärbung Rotholzextrakt. Zur Nuancierung können sämtliche der genannten Extrakte gemischt werden. Auch synthetische Gerbstoffe sind brauchbar. 



   Unter kationaktiven Stoffen werden Verbindungen verstanden, die oberflächenaktive Eigenschaften aufweisen und bei welchen der oberflächenwirksame Teil des Moleküls das Kation ist. Geeignete kationaktive Stoffe sind beispielsweise die   quaternären hochmolekularen Ammonium- und   Phosphoriumverbindungen, die hochmolekularen ternären Sulfoniumverbindungen, die Körper vom Typus des asymmetrischen Oleyldiäthyl-äthylendiamins, die unter der Marke"Sapamin"im Verkehr sind, die durch hochmolekulare organische Reste substituierten Isoharnstoffe und Isothioharnstoffe, die Additionsprodukte hochmolekularer Alkyl-und Arylhalogenide an Hexamethylentetramin, hochmolekulare Alkyl und Arylguanidine und ähnliche Verbindungen. 



   Es ist unter Umständen zweckmässig, im Rahmen des beschriebenen Verfahrens die Eisensalze durch Salze des Aluminiums zu ersetzen, wobei sich die Möglichkeit ergibt, glänzende Faserstoffe sowohl heller als auch dunkler Färbung zu mattieren. 



   Die folgenden Beispiele zeigen, wie das Verfahren zweckmässig durchgeführt werden kann. 



   1. Die in üblicher Weise schwarz gefärbte Ware, Viscose-Kunstseide im Strang, wird zehn Minuten 
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 und   400 gehalten,   da das Pigment um so gröber ausfällt und um so besser mattierend wirkt, je tiefer die Temperatur dieses Bades gewählt wird. Dann wird die Ware zweckmässig heiss gespült oder auch mit 

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 einer Lösung von 10 g Natronseife im Liter bei   800 nachgeseift,   wobei der schwarze Farbton sich noch vertieft, während die Mattierung unverändert erhalten bleibt. 
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   3. Die in üblicher Weise dunkelbordeaurot   gefärbte   Ware, Viscose-Kunstseide im Strang, wird mit einer Lösung von 12 g   Tetradecylpyridiniumjodid   60% ig im Liter bei 30 bis   40"7ex   n Minuten lang behandelt, abgequetscht und dann fünf Minuten bei 30 bis 400 in einem 5 g pro Liter Sumachextrakt enthaltenden Bade behandelt. Die Ware wird wieder abgequetscht und mit einer Lösung von 0'25 bis   0'5 g   Alaun pro Liter behandelt, abgequetscht und bei 80 , wie in Beispiel 1 beschrieben, geseift. 



   In der deutschen Patentschrift Nr. 508270 ist beschrieben, hellfarbige Ware mit Gerbstofflösung und mit einem Schwermetallsalz, das mit Gerbstoff einen farblosen Niederschlag gibt, zu behandeln. 



  Dieses bekannte Verfahren zur Mattierung hellfarbiger Faserstoffe ist auf die Mattierung dunkelgefärbter Stoffe nicht übertragbar. Es ist also in seiner Anwendung stark beschränkt. Überdies ist die erzielbare Mattierung wesentlich weniger tief und auch weniger waschbeständig als bei Mitverwendung kationaktiver Stoffe gemäss der Erfindung.   Schliesslich   ist das bekannte Verfahren, insbesondere bei Verwendung angesäuerter   Zinnehlorürlösung,   deshalb nachteilig, weil es leicht zu   Faserschädigungen   führt. Im Gegensatz hiezu gibt das Verfahren gemäss der Erfindung sehr tiefe und haltbare Mattierungen, die auch waschecht sind, und vermeidet mit Sicherheit jede Faserschädigung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Mattieren von glänzenden, dunkel   gefärbten   Faserstoffen, insbesondere Kunstseide, unter Verwendung von Gerbstoffen und Metallsalzlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf den Faserstoffen Fällungen von kationaktiven Substanzen mit Gerbstoffen bzw. Farbholzextrakten und mit Eisensalzen erzeugt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Faserstoffe nach dem Aufbringen der Mattierung einem Seifprozess bei erhöhter Temperatur unterwirft.
    3. Abänderung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei glänzende Faserstoffe heller oder dunkler Färbung behandelt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Eisensalze durch Salze des Aluminiums ersetzt sind.
AT147468D 1934-05-15 1935-04-27 Verfahren zum Mattieren von glänzenden, dunkel gefärbten Faserstoffen. AT147468B (de)

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