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Steuerung für schwungradlose Kolbenkraftmaschinen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Steuerung für schwungradlose Kolbenkraftmaschinen, die aus einem durch Druckmittel bewegten Hauptsteuerschieber und einem Hilfssteuerschieber besteht, der nach der einen Richtung hin durch Druckmittelbeaufschlagung, nach der anderen Richtung hin mechanisch, nämlich durch den Arbeitskolben der Maschine, bewegt wird. Der Hilfssteuerschieber regelt dabei lediglich die Beaufschlagung und die Entlüftung der grösseren Stirnfläche des als Differentialkolben ausgeführten Hauptsteuerschiebers, dessen kleinere Stirnfläche ständig unter der Wirkung des der Druckmittelquelle unmittelbar entnommenen Treibmittels (Frischdampf) steht, wohingegen die grössere Stirnfläche abwechselnd unter Treibmitteldruck und Ausströmdruck gesetzt wird.
Die Steuerung ist besonders für Tandem-Verbundmaschinen und Duplex-Verbundmaschinen sowie für Zwillingsmaschinen bestimmt.
Das Neue an der Steuerung nach der Erfindung ist in der Art und Weise zu erblicken, wie bei in Mittellage befindlichem Hauptsteuerschieber die Durchführung der Steuerbewegung, also das Anlaufen der Maschine aus dem Stillstand, sichergestellt wird, ohne dass hiefür die Tätigkeit der Arbeitskolben in Anspruch genommen werden muss.
Es ist bei Tandem-Verbundmaschinen bereits vorgeschlagen worden, die aus der Mittelstellung des Hauptsteuerschiebers sich ergebenden Schwierigkeiten bezüglich des Anlaufens der Maschine dadurch zu beheben, dass man den Hauptsteuerschieber so ausbildet, dass er in seiner Mittelstellung die Füllung von drei von den vier Zylinderräumen der Maschine mit Treibmittel zulässt, so dass die Arbeitskolben in die Endlage verschoben werden, in der sie die Beaufschlagung der einen Steuerfläche des Hauptsteuerschiebers mit Treibmittel über einen Hilfsschieber verursachen.
Diese Art der Sicherung des Anlaufens der Maschine bei in Mittelstellung befindlichem Hauptsteuerschieber ist unwirtschaftlich, weil drei Zylinderräume mit Treibmittel gefüllt werden müssen, wohingegen zur Durchführung der erforderlichen Bewegung der Arbeitskolben nur die einseitige Beaufschlagung eines Arbeitskolbens bei gleichzeitiger Entlüftung seiner andern Seite und der beiden Seiten des andern Arbeitskolbens notwendig wären.
Die Steuerung nach der Erfindung schafft nun eine wesentliche Verbesserung der Verhältnisse, indem sie bei in Mittelstellung befindlichem Hauptsteuerschieber sämtliche Räume der Arbeitszylinder
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die Durchführung der Umsteuerbewegung des Hilfssteuerschiebers unter Treibmitteleinfluss vereiteln würde. Der einseitig unter Treibmitteleinfluss gelangende Hilfssteuerschieber muss dann zwangsweise seine Steuerbewegung durchführen, was unter allen Umständen die Entlüftung derjenigen Stirnseite des Hauptsteuerschiebers zur Folge hat, deren Beaufschlagung mit Druckmittel, etwa mit Staudruck, die Durchführung der Steuerbewegung des Hauptsteuerschtebers verhindern würde.
Demgemäss ist der Hauptsteuerschieber so ausgebildet, dass er in der Mittelstellung den Treibmitteleintritt in das Schiebergehäuse und somit zu sämtlichen Räumen der Arbeitszylinder sperrt, wohingegen die Steuerkolben des Hauptsteuerschiebers, die sich über den mit den Arbeitsräumen des Zylinders in Verbindung stehenden Steuerschlitzen des Schiebergehäuses befinden, schmäler sind als diese Schlitze und dadurch die Zylinderräume mit dem Ausströmkanal des Steuerschiebergehäuses verbinden.
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Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung die Steuerung einer Tandem-Verbundmaschine schematisch veranschaulicht.
Die Arbeitskolben 1 und 2 befinden sich im unteren Totpunkt, der Hauptsteuerschieber 3 ist ebenso wie der Hilfssteuerschieber 4 in der ungünstigsten Stellung dargestellt, die diese Schieber durch irgendwelche Umstände einnehmen können, nämlich in der Mittelstellung. Wird bei in dieser Stellung befindlichen Steuerschiebern das Dampfventil geöffnet, so hält der mittlere Steuerkolben 5 der drei
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lich mit der Ausströmung A verbunden, u. zw. über die die Mündungsschlitze nicht schliessenden, schmäleren Steuerkolben 6 und 7, also ruckfrei. Infolgedessen ist auch die obere Stirnfläche des Hilfssteuerschiebers 4 ruckfrei. Die untere, schmälere, ringförmige Stirnfläche des Hilfssteuersehiebers 4 steht unter Frischdampfdruck.
Der Hilfssteuerschieber 4 wird daher aufwärts bewegt, er verbindet den Raum vor der grossen linken Stirnfläche des Hauptsteuerschiebers mit der Ausströmung A, und der Hauptsteuerschieber J muss unter allen Umständen seine Bewegung nach links ausführen, wodurch er die Einströmung E mit dem oberen Einströmkanal des Hochdruckzylinders, den in das untere Ende des Hochdruckzylinders mündenden Kanal mit dem zum oberen Ende des Niederdruckzylinders führenden Kanal und den zum unteren Ende des Niederdruckzylinders führenden Kanal mit der Ausströmung verbindet, wodurch das Anlaufen der Maschine gesichert ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Steuerung für schwungradlose Kolbenkraftmaschinen mit einem durch Druckmittel bewegten Hauptsteuerschieber und einem einerseits durch Druckmittel, anderseits mechanisch bewegten Hilfssteuerschieber, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Sicherung des Anlaufens der Maschine aus allen Lagen der Steuerungsteile der Hauptsteuerschieber in der Mittelstellung die Treibmittelzufuhr zum Schiebergehäuse versperrt und sämtliche Räume des Arbeitszylinders und damit den mit Druckmittel beaufschlagten Steuerraum im Gehäuse des Hilfssteuerschiebers entlüftet, so dass der letztere unter dem
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muss, in der er die eine Endsteuerkammer des Hauptsteuerschiebergehäuses entlüftet, so dass der Hauptsteuerschieber unter dem ständig auf seiner andern Stirnfläche lastenden Treibmitteldruck seine Umsteuerbewegung durchführen muss.