AT146988B - Verfahren zur Beseitigung von Feuchtigkeitsresten aus elektrischen Glühlampen. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Feuchtigkeitsresten aus elektrischen Glühlampen.

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  Verfahren zur Beseitigung von Feuehtigkeitsresten aus elektrischen Glühlampen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beseitigung von Feuchtigkeitsresten aus elektrischen Glühlampen. 



   Die üblichen Verfahren haben den Nachteil, dass die Trockenmittel, ehe sie noch in die Lampen eingebracht und diese abgeschmolzen sind, Feuchtigkeit anziehen und daher einen Teil ihrer Wasserbindefähigkeit verlieren. Man hat daher bereits vorgeschlagen, Mittel zu verwenden, die an sich noch keine Trockenmittel sind, sich aber in der Glühlampe in solche durch Einwirkung der Hitze des Leuchtdrahtes umwandeln. So hat man z. B. vorgeschlagen, Phosphorsuboxyd zu verwenden, welches an sich noch kein Trockenmittel ist, jedoch in der Lampe bei etwa   300  in   Phosphor und Phosphorpentoxyd zerfällt. Dieses Mittel hat den Nachteil, dass die Zerfallstemperatur zu niedrig ist, so dass dieser Zerfall schon zum Teil beim Einschmelzen des Leuchtdrahtes in den Kolben eintritt, wodurch die Wirkung des Trockenmittels zum grossen Teil verloren geht.

   Man hat weiterhin vorgeschlagen, BariumAzid zu verwenden, welches in der Lampe in metallisches Barium und Stickstoff zerfällt. Dieses Mittel hat den grossen Nachteil, dass es beim Zerfallen eine beträchtliche Menge Gas frei gibt, welches erst, da es sich ja meist um Vakuumlampen handelt, durch besondere Getter-Substanzen gebunden werden müsste. 



   Diese Nachteile werden nach vorliegendem Verfahren vermieden. Erfindungsgemäss werden zur Beseitigung der Feuchtigkeitsreste aus elektrischen Glühlampen ein oder mehrere Superoxyde von Metallen verwendet, welche sich beim Erhitzen der Lampen zersetzen und unter Sauerstoffabgabe Metalloxyde bilden, die als Trockenmittel wirken. 



   Als solche Superoxyde kommen, beispielsweise Superoxyde der Erdalkalimetalle in Betracht. 



  Vorzugsweise wird Bariumsuperoxyd verwendet. Es können aber auch andere Superoxyde benutzt werden, soweit die durch Zerfall entstehenden Metalloxyde wasserbindende Eigenschaften haben. Es kann beispielsweise Cerdioxyd mit gutem Erfolg verwendet werden. 



   Wohl findet auch bei diesen Metallsuperoxyden eine Gasentwicklung statt, die aber dem Quantum nach viel geringer ist als bei Bariumazid. Überdies hat der entwickelte Sauerstoff gegenüber dem beim Azid frei werdenden Stickstoff den grossen Vorteil, dass er durch den Phosphor, den man ja bei der bisher üblichen Arbeitsweise ebenfalls stets in die Lampe hinein gibt, gebunden wird, wobei überdies noch ein zweites Trockenmittel, Phosphorpentoxyd in der Lampe selbst entsteht. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, das Metallsuperoxyd im Verhältnis von etwa 1 Teil Superoxyd zu 10 Teilen Phosphor zu verwenden. Die Erfindung ist aber nicht auf dieses Mengenverhältnis   eingeschränkt   zu verstehen. 



   Das Metallsuperoxyd wird an irgendeiner geeigneten Stelle in die Lampen eingebracht, woselbst die Temperatur während des Klarbrennens oder Brennens zu hoch ist, dass Zersetzung des Superoxydes und Bildung der wasserbindenden Substanz eintritt. 



   Ausführungsbeispiel : 16g Kryolith oder Natrium-Silizium-Fluorid als Entschwärzungsmittel werden mit 4 g Phosphor und mit etwa 0'5 g Bariumsuperoxyd unter Alkohol fein vermahlen und in   200 cm3   Alkohol eingetragen. Man kann selbstverständlich auch einen Teil, beispielsweise die Hälfte obiger Kryolithmenge separat mit Phosphor und die andere Hälfte mit Bariumsuperoxyd, beide unter   Alkoholabschluss   fein vermahlen und dann in obige Alkoholmenge eintragen. Die erhaltene Suspension wird vermittels einer Düse von etwa   : 1-1'2 mm Durchmesser   auf das ganze Aggregat, bestehend aus Traggestell, Zuführungsdrähten und   Glühfäden,   aufgespritzt.

   Sodann erfolgt in üblicher Weise das Einbringen des Aggregates in den   Glasballon   und das Einschmelzen des Füsschens, das Evakuieren des 

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 Ballons unter Erhitzung auf   450-500  C   und das Trennen der Lampe von der Pumpe durch Abschmelzen Die Weiterbehandlung erfolgt in üblicher Weise. 



   Die Erfindung umfasst selbstverständlich auch Ausführungsformen, bei welchen die anmeldunggemässen Substanzen in Kombination mit andern an sich bekannten Trockenmitteln und/oder Ent-   schwärzungsmitteln und/oder   Gasbindemitteln od. dgl. mehr verwendet werden. Die Erfindung ist offenbar zahlreicher Ausgestaltung fähig und soll nicht auf das Ausführungsbeispiel eingeschränkt verstanden werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur   Beseitigung-von Feuehtigkeitsresten   aus elektrischen Glühlampen durch in die Lampen eingebrachte Verbindungen, die erst beim Erhitzen der Lampe in Trockenmittel umgewandelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Superoxyde von Metallen verwendet werden, welche sich beim Erhitzen der Lampe zersetzen und unter Sauerstoffabgabe Metalloxyde bilden, die als Trockenmittel wirken.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Superoxyde der Erdalkalimetalle, vorzugsweise Bariumsuperoxyd, verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Cerdioxyd verwendet wird.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, EMI2.1
AT146988D 1934-08-01 1934-08-01 Verfahren zur Beseitigung von Feuchtigkeitsresten aus elektrischen Glühlampen. AT146988B (de)

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