AT146808B - Verfahren zur Herstellung von gußeisernen, durch Nitrieren zu härtenden Gegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gußeisernen, durch Nitrieren zu härtenden Gegenständen.

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AT146808B
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  Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren zu härtenden Gegenständen. 



   Es ist bekannt, zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen ein mit Aluminium und gegebenenfalls weiteren Elementen legiertes Gusseisen zu verwenden. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, zur Herstellung solcher Gegenstände ein legiertes Gusseisen zu verwenden, das den Graphit in feiner Verteilung enthält. Die so hergestellten Gegenstände lassen sich zwar gut durch Nitrieren härten, jedoch sind ihre mechanischen Eigenschaften infolge der feindendritischen netzförmigen Verteilung des freien Kohlenstoffes nicht für alle Verwendungszwecke befriedigend. 



   Die Erfindung bezweckt nun, ein Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen zu schaffen, die neben einer guten Härtbarkeit durch Nitrieren sehr gute mechanische Eigenschaften, insbesondere eine erhöhte elastische Formänderungsfähigkeit besitzen. 



  Dieser Zweck wird erfindungsgemäss durch die Verwendung eines legierten Gusseisens erreicht, das den Graphit in   temperkohleähnlicher   Form enthält. Eine solche Ausbildung des Graphits wird erreicht, wenn man das Gussstück durch geeignete Zusammensetzung und Abkühlungsbedingungen in Sand oder metallischen Dauerformen weiss erstarren lässt und nach der Glühbehandlung oberhalb des   A, 7Punktes   (z. B. bei 9500 C) durch nachfolgende langsame Abkühlung oder schnelle Abkühlung und Anlassen bei etwa 750-8500 C den Graphit zur Abscheidung bringt. 



   Bei der Herstellung eines zylindrischen Hohlkörpers von etwa 15 mm Wandstärke kann man beispielsweise folgendermassen verfahren. Man verwendet eine Gusseisenlegierung, die etwa   2-5-2-8%   C, 1-5-2% Si, 0-8-1% Mn, 1-5-2% Al und   1-5-1-75% Cr enthält,   wie sie in ähnlicher Zusammensetzung bereits für'durch Nitrieren zu härtende Gegenstände vorgeschlagen worden ist. Diese Gusseisenlegierung kann nach dem Schleudergussverfahren in eine auf etwa   100-150  C   erwärmte Kokille von 20-35 mm Wandstärke vergossen werden, wobei sie vollständig weiss erstarrt.   Gussstücke   mit grösseren Abmessungen erfordern grössere Kokillenquerschnitte und geringe Vorwärmung der Kokillen,   Gussstücke   mit kleineren Abmessungen umgekehrte Verhältnisse.

   Der gegossene Gegenstand wird nach dem Erstarren bei einer über dem   J. g-Punkt   liegenden Temperatur (z. B. etwa 950  C) geglüht und langsam (z. B. mit einer   Abkühlungsgeschwindigkeit   von   4-5 /Min.)   abgekühlt, wobei der ursprünglich gebundene Kohlenstoff zum überwiegenden Teil in knötchenartiger Form zur Abscheidung gelangt. Statt der langsamen Abkühlung kann man auch eine schnelle   Abkühlung   mit nachfolgendem Anlassen bei etwa   750-850  C   vornehmen. Nach dem Bearbeiten wird das Gussstück zweckmässig von einer Temperatur, die niedriger als die Glühtemperatur, aber oberhalb der Perlitumwandlungstemperatur liegt (z. B. von etwa 8750 C), abgeschreckt und (z. B. bei etwa   700-750  C)   angelassen.

   Dadurch wird eine Homogenisierung des Gefüges und bei der nachträglichen Nitrierung eine zähere Härtungszone erzielt. 



   In der angegebenen   Guss3isenlegierung   kann das die Härtbarkeit durch Nitrieren fördernde Chrom ganz oder teilweise durch   ähnlich wirkende   Elemente, wie Wolfram, Molybdän, Vanadium oder Titan oder mehrere dieser Elemente, ersetzt werden. Die Zusammensetzung muss jedoch immer so sein, dass das Gusseisen bei den gewählten Giessbedingungen weiss erstarrt. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Gegenstände zeichnen sich durch gute Nitrierhärtbarkeit, gute Bearbeitbarkeit und hohe mechanische und elastische Gütezahlen aus. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren zu härtenden Gegenständen, gekennzeichnet durch die Verwendung eines legierten Gusseisens, das den Graphit in temperkohle- ähnlicher Form enthält. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weisserstarrten Gussstück nach der Glühbehandlung oberhalb des . g-Punktes (z. B. bei 9500 C) durch nachfolgende langsame Abkühlung oder schnelle Abkühlung und Anlassen bei etwa 750-850 C der Graphit in temperkohleartiger Form zur Abscheidung gebracht wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT146808D 1933-09-15 1934-09-01 Verfahren zur Herstellung von gußeisernen, durch Nitrieren zu härtenden Gegenständen. AT146808B (de)

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