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Mechanischer Schuhsohlenreiniger.
Die Erfindung betrifft solche mechanische Vorrichtungen zum Reinigen der Schuhsohlen, welche ein beim Darauftreten sieh senkendes Auftrittgitter und in den Zwischenräumen des Gitters liegende, beim Senken des Gitters sich hin und her bewegende Bürsten aufweisen. Bei diesen bekannten Vor- richtungen ist das Getriebe zur Bewegung der Bürsten unterhalb des Auftrittgitters angebracht und daher der Verschmutzung ausgesetzt, welche die Funktion des Getriebes stört.
Die Erfindung besteht in der seitlichen Anordnung des Getriebes, ferner in einer solchen Lagerung des Gitters samt Bürsten, dass ein Neigen des Auftrittgitters beim Darauftreten infolge des durch die seitliche Getriebeanordnung auftretenden seitlichen Widerstandes verhindert ist. Ein weiteres Kenn- zeichen der Erfindung ist der im Getriebe eingeschaltete Freilauf, welcher das gesamte Getriebe und die
Bürsten nach der Entlastung ausschaltet, so dass das Gitter samt Bürsten mit Hilfe von Federn rasch in die Anfangsstellung zurückgehen kann. Die Bürsten sind nach der Erfindung einzeln und an beiden Enden der Höhe nach verstellbar und die Bewegung der Bürsten erfolgt geradlinig in waagrechter Richtung in bezug auf das Auftrittgitter ohne jede lotrechte Verschiebung gegenüber diesem.
Bei den bekannten mechanischen Schuhsohlenreinigern erhalten die Bürsten eine Pendelbewegung, wodurch sie sich gegen- über dem Auftrittgitter auch in lotrechter Richtung verstellen, so dass der Anpressdruck an den Schuh während der Bürstenbewegung sich verändert, was störend für den Benutzer ist. Ohne die Verstellbarkeit der Bürsten ist es auch nicht möglich, den Abstreifungswiderstand richtig einzustellen und der allfälligen Abnutzung der Bürsten Rechnung zu tragen. Ohne den Freilauf würde der durch das Körpergewicht betriebene Schuhsohlenreiniger zuviel Kraft verbrauchen. Alle diese Nachteile sind durch die Erfindung behoben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des mechanischen Schuhsohlenabstreifers in Fig. 1 in Draufsicht dargestellt ; Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie 4-4 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 1.
Das Gitter T, welches aus parallelgelegten Längsstäben besteht, liegt auf den Stützen N, welche an zwei Seiten innerhalb des rechteckigen Rahmens R befestigt sind. Das Gitter ist an der Trittfläche zwecks eines guten Standes des Fusses aufgerauht und erlaubt den zwischen den Gitterstäben durchragenden Bürsten ein freies Bewegen. Die Bürsten B sind unmittelbar unter dem Trittgitter mittels der Schrauben S an dem Tragrahmen 0 befestigt und können an diesem an beiden Enden der Höhe nach verstellt werden. Der Rahmen 0 verbindet also die einzelnen Bürsten zu einem festen System, welches durch Zapfen Z in Schlitzen des Rahmens R nach der Länge der Gitterstäbe geradlinig geführt wird.
Ein Gelenk H verbindet den Tragrahmen 0 mit der Treibstange E, welche über die Kurbelwelle W2, Zahnrad übersetzungen A3, A2, Al, AFreilauf L und denAntriebsarmK an den versenkbaren Rahmen R angeschlossen ist. Der Freilauf L ist mit dem Arm K mittels eines exzentrischen Zapfens verbunden und mit dem Zahnrad A durch eine federnde Sperrklinke gekuppelt. Der Rahmen R ist ein starker, an zwei gegenüberliegenden Flächen geöffneter Kasten, der das Trittgitter und das Bürstensystem trägt und in gleichbleibender Entfernung voneinander hält. Der Rahmen R hat ferner auch das Getriebe vor einer Verstaubung zu schützen und den durch die Bürsten abgestreiften Staub in den Staubsammler Y zu leiten. Der versteifte Rahmen R wird an jeder der beiden Längsseiten von einem längeren und einem kürzeren Hebel P und PI getragen.
Die zwei längeren mit der Achse V verbundenen Hebel P sind bei M am Gehäuse G gelagert, mit den Zapfen C an den Rahmen R gelenkig angeschlossen und bei D mit den kürzeren Hebeln Ph durch ein Zwischenglied verbunden. Die kürzeren Hebel Pj sind ebenfalls
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durch eine Achse Vj miteinander und durch das Zwischenglied D mit dem Rahmen R verbunden. Die so gegenseitig und parallelgelegten Hebel P und Pjf werden von Federn F emporgedrückt, deren Stärke etwas grösser ist als die Last des Rahmens R mit dem Trittgitter und dem Bürstensystem. Mit den ungleich langen Hebeln P und P. wird beim Versenken des Gitters ein möglichst senkrechtes Verschieben desselben ohne Neigen erzielt.
Unter dem Rahmen R ist ein Staubsa, mmler Y eingeschoben, der zur Entleerung herausziehbar ist. Die gesamte Vorrichtung ist in ein Gehäuse G eingeschlossen, welches nur für das Trittgitter T und den Staubsammler Y offen liegt.
Der mechanische Schuhsohlenreiniger nach der Erfindung kann auch mit selbsttätig ein-und ausschaltbarem Elektromotor betrieben werden. Der Motor wird über eine Übersetzung oder direkt an die Kurbelwelle W2 angekuppelt und mittels eines durch den versenkbaren Rahmen R betätigten Schalters elektrisch geschlossen. Die gesamte Vorrichtung wird beim elektrischen Antrieb zweckmässig stärker ausgeführt als beim Gewichtsantrieb.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mechanischer Schuhsohlenreiniger mit beim Darauftreten sich senkendem Auftrittgitter und zwischen den Gitterstäben liegenden, beim Senken des Gitters hin und her bewegten Bürsten, dadurch gekennzeichnet, dass beim Senken des Gitters mittels eines seitwärts am Gitter angebrachten Armes oder einer andern Einrichtung ein neben dem Gitter angeordnetes Zahnradgetriebe betätigt wird, welches auf eine waagrecht neben dem Gitter liegende Kurbelwelle einwirkt, von der aus die Hin-und Herbewegung der Bürsten erfolgt.