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Mikrotelephon.
Das Mikrotelephon nach dem österr. Patente Nr. 126811 hat bei der Ingebrauchnahme u. a. den wesentlichen Vorteil gezeigt, dass es leicht auseinandergenommen und ohne irgendwelche Schwierigkeiten wieder zusammengesetzt werden kann. Dies ist für jede Art von Reparaturen von ausschlaggebender Wichtigkeit. Schraubt man beispielsweise den Deckel des im genannten Patent beschriebenen Mikrophons ab, so hat man nur drei Teile in der Hand : Griff, Deckel und Mikrophonkapsel ; dabei sind sämtliche Anschlüsse frei zugänglich.
Bei der Massenerzeugung hat sich nun eine Schwierigkeit ergeben. Beim Aufschrauben des Deckels muss die Öffnung des Deckels auf den Sprechenden zu gerichtet sein. Die Einspraehe soll daher im wesentlichen symmetrisch zur Griffachse liegen. Diese Lage bestimmt hauptsächlich das am offenen Boden des Deckels eingepresste Gewinde. Bei Mikrotelephonen aus Pressmasse reicht aber im Falle der Massenfabrikation die erzielbare Genauigkeit nicht immer aus, um mit absoluter Sicherheit zu verhindern, dass die Einsprache von der Symmetrielinie mehr oder weniger abweicht.
Diese Schwierigkeit ist auch schon bei andern Formen von Mikrotelephonen vorgekommen und man hat sich so beholfen, dass man den Mikrophondeckel zweigeteilt hat ; die Einsprache wurde unabhängig vom ringförmigen Teil des Deckels gemacht. Zerlegen und Zusammensetzen machten jetzt aber grössere Schwierigkeiten, da vier Teile in die richtige Lage zueinander gebracht werden müssen ; ohne eigene Ansätze, Rillen, Anschläge usw. wäre diese Aufgabe gar nicht lösbar.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung richtet sich darauf, die Dreiteilung des Mikrotelephons nach dem österr. Patente Nr. 126811 aufrechtzuerhalten und dabei doch die Einsprache unabhängig vom eigentlichen Deckel beweglich zu machen. Dies wird durch eine mechanische Kupplung der beiden Teile - Einsprache und Deckelbefestigungsrand-erzielt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung, in welcher ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, näher erklärt.
Fig. 1 stellt den Teil des Mikrotelephons in der Vorderansicht dar, in dem das Mikrophon enthalten ist. Fig. 2 ist ein Schnitt in der Ebene 1 der Fig. 1. In Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Ebene 11 in der Fig. 2 dargestellt. Alle für die Erklärung nicht wesentlichen Einzelheiten sind fortgelassen.
Der Mikrophondeckel besteht in dem gezeichneten Beispiel aus zwei Teilen : 2 a und 2 2 b. Der Teil 2 a ist in bekannter Weise auf dem Ansatz des Mikrotelephongriffes J ! festgeschraubt. Der Teil 2 b - die eigentliche Einsprache-hat bei 3 Öffnungen für den Sehallzutritt. Der Rand 4 des Teiles 2 b wird gegen den Rand 5 des Teiles 2 2 a mittels eines Spannringes 6 gepresst, welcher in eine Rille 7 eingelegt ist. Der Spannring federt einerseits nach aussen, um sich fest in die Rille einzulegen, und ist anderseits so geformt, dass er die beiden Teile des Deckels mit starkem oder schwächerem Druck aneinanderpresst.
Beim Auseinandernehmen zerfällt also das Mikrotelephon wieder in drei Teile : Griff 1, Kapsel 8 und Deckel : 2 a, : 2 b. Der Einspracheteil 2 b des Deckels ist vom Randteil 2 a unabhängig verdrehbar.
Beide Teile lassen sich voneinander durch Herausnehmen des Spannringes trennen ; dies geschieht dadurch, dass er mittels einer Zange an den Nasen 9 zusammengepresst und aus der Rille 7 herausgehoben wird.
Dadurch, dass bei dem Mikrotelephon nach der Erfindung die eigentliche Einsprache vom Befestigungsrand des Deckels unabhängig ist und nach der Montage entsprechend der Griffachse gedreht werden
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kann, genügt die beim Pressverfahren erzielbare Genauigkeit vollauf. Durch die Reibungskupplung der beiden Deckelteile ist dabei aber auch die einfache Montage gewahrt geblieben. Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass Hörer, die beim Sprechen eine von der normalen Haltung des Mikrotelephons abweichende bevorzugen, sich die Einsprache nach ihren eigenen Bedürfnissen einstellen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mikrotelephon aus Pressmasse nach Patent Nr. 126811, bei welchem die Mikrophonkapsel von einem dosenförmigen und auf einem Ansatz des Griffes aufgeschraubten Deckel umhüllt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel aus mehreren Teilen besteht, welche mittels Kupplungsvorrichtungen so zusammengehalten sind, dass sie eine Einheit bilden.