AT146417B - Kathodenstrahlröhre. - Google Patents

Kathodenstrahlröhre.

Info

Publication number
AT146417B
AT146417B AT146417DA AT146417B AT 146417 B AT146417 B AT 146417B AT 146417D A AT146417D A AT 146417DA AT 146417 B AT146417 B AT 146417B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cathode ray
ray tube
deflection
tube
layers
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Telefunken Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Gmbh filed Critical Telefunken Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT146417B publication Critical patent/AT146417B/de

Links

Landscapes

  • Vessels, Lead-In Wires, Accessory Apparatuses For Cathode-Ray Tubes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kathodenstrahlröhre.   



   Bei der bisher bekannten Kathodenstrahlröhre mit magnetischer Strahlablenkung arbeitete man   gewöhnlich   mit relativ niedrigen Ablenkfrequenzen, da deren Höhe durch die Selbstinduktion der Ablenkspulen begrenzt war. Durch verschiedene neuerdings angewendete Mittel ist es möglich geworden, eine magnetische Ablenkung für Kathodenstrahlröhren auch bei sehr hohen Frequenzen durchzuführen. 



   Dabei hat sich gezeigt, dass   namentlich   bei Hochvakuumröhren die zur Vermeidung von Wandladungen nötigen, innerhalb oder ausserhalb der Wandung der Braunschen Röhre angebrachten Metallschichten in der Weise wirken, dass nur die niedrigen Frequenzen in einer vollen, der Stärke des magnetischen Feldes entsprechenden Amplitude den Kathodenstrahl beeinflussen, während die höheren Frequenzen in mit der Frequenz   zunehmendem Masse geschwächt   werden. Die Ursache hiefür sind Wirbelströme, welche in den den Kathodenstrahl umgebenden leitenden Schichten entstehen. 



   Besonders stark macht sich diese Erscheinung bemerkbar bei Fernsehröhren, bei denen zur zeitproportionalen Ablenkung des Kathodenstrahl eine sägezahnartige Kurve benutzt werden muss. Diese sägezahnartige Kurve ist aus einer grossen Zahl übereinandergelagerter   Sinussehwingungen   aufgebaut, deren niedrigste Frequenz (Grundschwingung) z. B. beim 180-Zeilenbild etwa 5000 Hertz und deren höchste für die Gestalt der   Sägezahnkurve   wesentliche Frequenz (Harmonische) etwa   100 000   Hertz beträgt. 



   Befinden sich nun leitende Metallschichten von erheblicher Dicke zwischen dem Kathodenstrahl und den Ablenkspulen, so nähert sich die Sägezahnkurve für den Kathodenstrahl mehr oder weniger der Sinusform der Grundwelle an, wodurch das Bild in der betreffenden Richtung nicht mehr linear, sondern je nach der Form der Kurve mehr oder weniger gestaucht erscheint. Ähnliche Effekte treten auf bei der Aufnahme von Oszillogrammen durch eine Kathodenstrahlröhre mit magnetischer Ablenkung, wenn die Zeitachse durch eine Sägezahnkurve geschrieben wird. 



   Zur Abhilfe schlägt die Erfindung vor, leitenden Schichten, die-zwischen den Ablenkspulen und dem Kathodenstrahl innerhalb des Feldbereiches der Ablenkspulen Verwendung finden,   einen mec   elektrischen Widerstand für die in ihnen induzierten Wirbelströme zu geben. Zu diesem Zwecke können entweder leitende Schichten von sehr geringer Dicke und entsprechend hohem elektrischem Widerstand oder Schichten aus schlechten Leitern bzw. Halbleitern benutzt werden. Einen hohen Widerstand für die induzierten Wirbelströme erzielt man ferner durch Gitter oder netzartige Leiter. Es können z. B. 



  Leiter, die aus einem System von zur   Röhrenachse   parallel laufenden Drähten bestehen, Verwendung finden. Als sehr wirkungsvoll haben sich spinnwebartige Netze erwiesen, deren Mittelpunkte auf der Spulenachse der Ablenkspulen liegen. 



   Besonders wichtig ist die Anwendung des   Erfindungsgedankens,   wenn die magnetische Ablenkung innerhalb des Feldes einer elektrischen Konzentrationslinse erfolgt. In diesem Falle ist es notwendig, die Linsenelektroden nicht etwa wie bisher aus gut leitendem Material von relativ grosser Wandstärke, sondern z. B. aus sehr dünnen Rohren aus Material von sehr geringer Leitfähigkeit (z. B. Graphit) oder aus Isoliermaterial mit einem sehr dünnen leitenden Überzug herzustellen. 



   Ein Anwendungsbeispiel für den erwähnten Fall der magnetischen Ablenkung innerhalb des Feldes einer elektrostatischen Konzentrationslinse, z. B. bei Fernsehröhren, ist in Fig. 1 dargestellt. 



    81   und   82   bedeuten die Ablenkspulen, die innerhalb des Feldes einer elektrischen Konzentrationslinse 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 zur Wirkung kommen sollen. Die Konzentrationslinse wird gebildet durch das elektrische Feld, das zwischen den Elektroden EI und   Ei, liegt,   die sich auf verschiedenem Potential befinden. Die Linsenelektroden Ei und   E2   sollen, soweit sie der Wirkung des magnetischen Feldes der Ablenkspulen unterliegen, gemäss der Erfindung aus einem Material geringer Leitfähigkeit hergestellt werden. Als besonders zweckmässig hat sich hiefür eine Schicht von Graphit erwiesen. Die Elektrode Ei kann z. B. ein dünner Graphitniederschlag im Innern eines Glaszylinders, die Elektrode   E2   ein ebensolcher Niederschlag auf der Innenwandung der Braunschen Röhre sein.

   Bei einer   Hochvakuumröhre   wird man zweckmässig, wie in der Fig. 1 dargestellt, dafür sorgen, dass die Elektrode   E2   sich über den grössten Teil des Glaskolbens erstreckt, damit während des Betriebes störende Aufladungen der Innenwandung vermieden werden. 



   Als ein weiteres Beispiel wird im folgenden die Anwendung des Erfindungsgedankens auf Kathodenstrahlröhren zur Frequenzvervielfachung dargestellt. 



   Es ist bekannt, Kathodenstrahlröhren zur Frequenzvervielfachung in der Weise zu verwenden, dass der Kathodenstrahl einem magnetischen Steuerfeld (z. B. einem Drehfeld), welches den Kathodenstrahl (z. B. auf einer Kreisbahn) bewegt, ausgesetzt wird, wobei er während eines Umlaufs auf der Kreisbahn eine grössere Anzahl von Elektroden überstreicht, deren Zahl der Höhe der gewünschten Frequenz entspricht. 



   Es hat sich einerseits gezeigt, dass Elektronenlinsen und Metallisierungen der Glaswand für derartige Röhren zur Erreichung stabiler Betriebsbedingungen einer genügend hohen Frequenz und einer genügend grossen Lebensdauer unbedingt erforderlich sind. Anderseits hat sich aber auch ergeben, dass die zur Herstellung der Elektronenlinsen gewöhnlich verwendeten gut leitenden Metalle infolge der in ihnen induzierten Wirbelströme den grössten Teil des Steuerfeldes vom Kathodenstrahl abschirmen, so dass bei hohen Steuerfrequenzen die erforderliche Ablenkamplitude nicht mehr erreicht werden kann. 



   Gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen, zur Abhilfe entweder die Elektronenlinse oder die auf der Innenwand der Röhre aufgebrachte Metallschicht, soweit die betreffenden Metallschichten der Wirkung des Steuerfeldes unterliegen, so auszubilden, dass die leitende Schicht einen hohen elektrischen Widerstand für die in ihr induzierten Wirbelströme bildet. 



   In Fig. 2 ist eine derartige Röhre zur Frequenzvervielfachung dargestellt. Der Kathodenstrahl wird durch das vermittels geeigneter Spulen 81 und   82   erzeugte Drehfeld über eine Mehrzahl von Elektroden a hinweggeführt. Entsprechend der Fig. 1 bedeuten Ei und   E2   Linsenelektroden geringer Leitfähigkeit, z. B. aus einer dünnen Graphitschicht. Derartige Elektroden besitzen selbst bei hohen Steuerfrequenzen keine störende Abschirmwirkung für das von den Spulen erzeugte Steuerfeld. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kathodenstrahlröhre, z. B. für die Zwecke der Fernbildübertragung, der Oszillographenaufnahme oder der Schwingungserzeugung mit magnetischer Ablenkung des Kathodenstrahles, bei der das magnetische Feld der Ablenkspule zwischen dieser und dem Kathodenstrahl eine oder mehrere Schichten durchsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schichten aus schlecht leitendem oder halb leitendem Material (z. B. Graphit) oder aus Leitern von netzartiger Form bestehen.

Claims (1)

  1. 2. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Linsenelektroden von geringerem Durchmesser als der Röhrenhals aus einem Isolierrohr bestehen, das mit einer sehr dünnen Schicht eines guten Leiters (z. B. aus Silber oder Magnesium) überzogen ist.
    3. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten ganz oder teilweise aus einem System von zur Röhrenachse parallelen Drähten bestehen.
    4. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten gegenüber den Ablenkspulen an der Durchtrittsstelle des magnetischen Feldes ein spinnwebartiges Netz radial gespannter Drähte aufweisen, dessen Mittelpunkt auf der Verbindungslinie der Spulenachse beider Ablenkspulen liegt.
AT146417D 1934-02-06 1935-02-06 Kathodenstrahlröhre. AT146417B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE146417T 1934-02-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT146417B true AT146417B (de) 1936-07-10

Family

ID=34257881

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT146417D AT146417B (de) 1934-02-06 1935-02-06 Kathodenstrahlröhre.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT146417B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1965388A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Farbfernsehbildroehre und eine durch dieses Verfahren hergestellte Farbfernsehbildroehre
DE2738918A1 (de) Ionisationskammer
DE665619C (de) Ultrakurzwellenroehre
AT146417B (de) Kathodenstrahlröhre.
DE2128921A1 (de) Vorrichtung mit einer elektrischen Hochvakuum-Entladungsröhre mit mindestens zwei nicht für Emission bestimmten Elektroden und eine Entladungsröhre zur Anwendung in einer solchen Vorrichtung
DE1953659B2 (de) Ionenquelle für die Zerstäubung mit langsamen Ionen
DE839837C (de) Kathodenstrahlroehre
CH158401A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Empfangen von telegraphisch übermittelten Bildern mittelst einer Kathodenstrahlröhre.
DE744196C (de) Kathodenstrahlroehre, bei der ein z. B. intensitaetsgesteuerter Elektronenstrahl auf einem Isolator ein Ladungsbild erzeugt
DE901447C (de) Entladungsroehre mit zu einem Elektronenstrahl gebuendelter Entladung
AT115774B (de) Abgeschirmte Mehrfachröhre.
AT151610B (de) Ablenkspulensystem für Kathodenstrahlröhren.
DE730106C (de) Magnetfeldroehre zur Erzeugung und zum Empfang von Ultrakurzwellen, insbesondere Zentimeterwellen
DE612545C (de) Elektronenstrahlroehre
DE689532C (de) Einrichtung zur Erzeugung positiver Ionen
DE721774C (de) Entladungsroehre mit einer mittelbar geheizten Gluehkathode
DE927589C (de) Strahlerzeugungssystem fuer Kathodenstrahlroehren
DE927587C (de) Kathodenstrahlroehre mit Ionenfalle
DE532638C (de) Mehrfachroehre
DE2904865A1 (de) Vorrichtung mit einer fernsehkameraroehre und fernsehkameraroehre fuer eine derartige vorrichtung
DE755828C (de) Kathodenstrahlroehre fuer Fernsehzwecke, bei der ein Gluehschirm von einem modulierten Kathodenstrahl abgetastet wird
AT216646B (de) Röntgenschattenmikroskop mit einem elektronenoptischen System und einer Vorrichtung zur Beseitigung von Astigmatismus
AT160910B (de) Elektrische Entladungsröhre zur Bildübertragung
DE750380C (de) Schwingungserzeugerschaltung fuer kurze oder ultrakurze Wellen
DE756572C (de) Kanalstrahlroehre zur Erzeugung eines Ionenstrahles, in deren von der Kathode umgebenen Anode sich der Ionenerzeugungsraum befindet