AT146353B - Verfahren zur Herstellung von in unpoliertem Zustande rostfreien Formgußstücken aus Chrom-Eisen-Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in unpoliertem Zustande rostfreien Formgußstücken aus Chrom-Eisen-Legierungen.

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AT146353B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von in unpoliertem Zustande rostfreien   Formgussstücken   aus Chrom-
Eisen-Legierungen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von in unpoliertem Zustande rostsicheren Formgussstücken unter Verwendung von Chrom-Eisen-Legierungen von besonderer Zusammensetzung, welche leichte Vergiessbarkeit mit guten Festigkeitseigenschaften, leichter Bearbeitbarkeit und Billigkeit vereinigt. 



   Man hat bereits zahlreiche Chrom-Eisen-Legierungen mit den verschiedensten Kohlenstoffgehalten und Chromgehalten zur Herstellung von Stahl wie auch von Gussstücken in Vorschlag gebracht. Trotz der mannigfache   Vorschläge   und Arbeiten auf diesem Gebiete hat man aber bisher niemals klar die Gesetzmässigkeiten erkannt, die für die Herstellung rostsicherer Gussstücke aus derartigen Legierungen massgebend sind, so dass die mehr oder weniger vorhandene   Rostsieherheit   eines Gussstückes rein zufällig, nicht aber das Ergebnis einer zielbewussten technischen Regel war. 



   Um gegenüber den bisherigen Versuchen und Vorschlägen das Ziel der vorliegenden Erfindung klarzustellen, ist hervorzuheben, dass bei der Beurteilung der Widerstandsfähigkeit einer Eisenlegierung in chemischer Hinsicht scharf zwischen den folgenden Eigenschaften oder Arten von Legierungen unterschieden werden muss :
1. nichtoxydierende, d. h. feuerbeständige und auch bei höherer Temperatur nichtzundernde Legierungen ;
2.   nichtverrostende,   d. h. korrosions-und erosionsbeständige Legierungen ;
3. nichtanrostende, d. h. rostfreie Legierungen. 



   Besonders zwischen den beiden letzten Arten, d. h. zwischen nichtverrostenden und nichtanrostenden Legierungen, besteht praktisch ein gewaltiger Unterschied. Für viele Gebrauchsgegenstände, z. B. für Beschläge, Tür-und Fenstergriffe und ähnliche Teile, die aus ästhetischen Gründen oder andern Rücksichten mit blanker Oberfläche versehen sein müssen, würde ein Material, das nicht verrostet, aber, der Feuchtigkeit ausgesetzt, anrostet, in keiner Weise brauchbar sein. Hiezu genügt nur ein Material, das nicht anrostet, also rostfrei ist. 



   Die Herstellung von Gebrauchsgegenständen und Metallteilen, die bisher aus Messing oder Rotguss hergestellt werden, die poliert sind und dauernd geputzt werden müssen, aus einem schon in unpoliertem Zustande rostfreien Eisenformguss ist schon wegen der mit dieser Verwendung verbundenen Kostenersparnis und wegen der Ersparung von Putzmitteln, Putzlöhnen usw. von ausserordentlicher volkswirtschaftlicher Bedeutung. Ähnliches gilt auch bei einem solchen Ersatz von bisher aus Temperguss z. B. verzinkt oder vernickelt hergestellten oder aus Leichtmetall bestehenden Gegenständen. 



   Bei der bisherigen Verwendung von kohlenstoff-und siliziumhaltigen Chrom-Eisen-Legierungen für Formguss hat man nun lediglich angestrebt und erreicht, den Guss widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen, d. h. zunderfest, sowie korrosionsbeständig zu machen. Der Schutz gegen Oxydation wird dabei durch eine auf der Oberfläche des Gussstückes entstehende dichte und feste Oxydhaut gebildet, deren Entstehung beim Arbeiten nach der vorliegenden Erfindung vollkommen vermieden werden soll. Dagegen konnte man einen nichtanrostenden, bereits in unpoliertem Zustande vollkommen rostsicheren Chromeisenguss bisher nicht treffsicher herstellen. Hiezu fehlte nicht nur die Erkenntnis der Grenzen, die für den Kohlenstoffgehalt und für den Chromzusatz zur Erreichung des Zieles einzuhalten sind, sondern auch die der gesetzmässigen Verknüpfung beider miteinander.

   Ausser auf die Erzielung der 

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   Rostsieherheit   ist in den meisten praktischen Fällen auch auf die Vergiessbarkeit und Bearbeitbarkeit der   Gussstücke   Rücksicht zu nehmen.'
Es wurde nun durch ausgedehnte Versuche gefunden, dass in dem grossen Gebiet der für den Erfindungszweck im allgemeinen nicht brauchbaren Chrom-Eisen-Legierungen inselartig ein ganz besonderer Bereich gelegen ist, der Zusammensetzungen einschliesst, mit denen es gelingt, bereits in unpoliertem Zustande rostfreien Formguss zu erzeugen, der überraschenderweise gleichzeitig auch hohen Anforderungen an Vergiessbarkeit und Bearbeitbarkeit bei guten Festigkeitseigenschaften genügt und ausserdem auch noch den Vorzug grosser Billigkeit hat.

   Dabei ist Bedingung, dass die in dem erwähnten besonderen Bereich gelegenen Zusammensetzungen die erfindungsgemäss festgestellte gesetzmässige Verknüpfung zwischen Kohlenstoffgehalt und dem anzuwendenden Chromgehalt aufweisen. 



   Dieser Bereich ist durch einen Kohlenstoffgehalt von 1 bis   2'3%   und einen Chromgehalt von 20 bis   40%   bestimmt, wobei der   Mindestehromgehalt   dem zugeordneten Punkte einer Linie entspricht, die, von   1 %   Kohlenstoff und 20% Chrom ausgehend, bis zu   2'3% Kohlenstoff   und   30%   Chrom ansteigt. 



   Der Siliziumgehalt der Gussstücke ist in jedem einzelnen Falle mit Rücksicht auf die gewünschten   giesstechnische   und bearbeitungstechnisehen Eigenschaften der Produkte einzustellen und kann demgemäss verschiedene Höhe innerhalb des Intervalles   0'4   bis 3% betragen. 



   Die Anwendbarkeit des erfindungsgemäss hergestellten rostfreien Formgusses ist eine ausserordentlich grosse. Derselbe ist z. B. zur Herstellung von Massengütern vorzüglich geeignet, z. B. für Beschlagteile für Strassenbahn-und Eisenbahnwagen, Automobile, Armaturen,   Schiffs beschläge   und sonstige Teile, die dem Seewasser ausgesetzt sind, ferner für Gegenstände des täglichen Gebrauches, wie Messer, Löffel,   Gabeln,'Menageplatten,'Geschirre, Schüsseln, Haarschneidemaschinen,   Apparateund Maschinenteile, Kolben und Zylinder   für. Verbrennungskraftmaschinen,   z. B. Automobilzylinder, usw. 



   Gegebenenfalls kann man die Eigenschaften der   Gussstücke   durch Zugabe geringer Mengen anderer Legierungsmetalle, z. B. von Nickel, Kobalt, Wolfram, Molybdän, Kupfer usw., in an sich bekannter Weise beeinflussen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von in unpoliertem Zustande rostfreien Formgussstücken aus ChromEisen-Legierungen mit bis zu 2'3% Kohlenstoff und bis zu 40% Chrom, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Siliziumgehalt von 0'4 bis 3% ein Kohlenstoffgehalt von 1 bis 2'3% und ein Chromgehalt von 20 bis 40% verwendet werden, aber ein Mindestehromgehalt, der dem zugeordneten Punkte einer Linie entspricht, die, von 1% Kohlenstoff und 20% Chrom ausgehend, bis zu 2'3% Kohlenstoff und 30% Chrom ansteigt.
AT146353D 1930-05-19 1930-11-17 Verfahren zur Herstellung von in unpoliertem Zustande rostfreien Formgußstücken aus Chrom-Eisen-Legierungen. AT146353B (de)

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