AT146250B - Sicherheitseinrichtung an Behältern für feuergefährliche Flüssigkeiten. - Google Patents
Sicherheitseinrichtung an Behältern für feuergefährliche Flüssigkeiten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Sicherheitseinrichtung an Behältern für feuergefährliche Flüssigkeiten. Gegenstand der Erfindung ist eine Sicherheitseinrichtung an Behältern für Flüssigkeiten, die für die Aufnahme beliebiger gasförmiger, flüssiger oder fester, brennbarer und explosionsgefährlicher Stoffe bestimmt sind. Derartige Behälter werden vorteilhafterweise aus Blechen oder Metallplatten, zähen Legierungen, z. B. Bronzen, oder aus Stahl (z. B. Spezialstahl) hergestellt, welche Stoffe eine grosse Widerstandsfähigkeit des Behälters gegen Beanspruchung durch inneren Druck gewährleisten. Gemäss der Erfindung sind in Verbindung mit dem Behälter besondere Mittel vorgesehen, um den bei einer Entzündung im Behälter auftretenden Anfangsdruck der Verbrennungsgase möglichst geringzuhalten und die Entwicklung von Wärme entweder vollständig zu verhindern oder nach Möglichkeit zu reduzieren, was dadurch erreicht wird, dass die Wärme der Verbrennungsgase auf mechanischem oder thermischem Wege aufgespeichert wird und das Fortschreiten der Entzündung des explosiblen Gemisches auf chemischem Wege verhindert wird. In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen stabilen Lagerbehälter gemäss der Erfindung im Aufriss. Fig. 2 und 3 zeigen verschiedenartig ausgebildete aus schmelzbarer Masse bestehende Scheiben. In Fig. 1 ist 1 der Behälter, welcher aus dem Mantel 2, dem Boden 3 und dem. deckelartigen fest mit dem Mantel verbundenen Teile 4 besteht. Die Oberseite des Behälters trägt vier nach Art eines Armkreuzes angeordnete gebogene Rohrstutzen 5. An diesen Rohrstutzen sind nach abwärts gehende Rohre 6 angeschlossen, welche durch eine Ringscheibe 7 gegen die Behälterwand 1 abgestützt sind. 8 ist ein gemäss der Erfindung zwischen dem oberen Teil 4 des Behälters und den vier Rohrstutzen 5 angeordnetes Drucklager, welches zwei Reihen von Kugeln 9, 10 aufweist. Dieses ringförmige Kugellager 8, 9, 10 gewährleistet eine nachgiebige Verbindung und Abstützung zwischen den wellenförmigen federnden Teilen 4 und dem Rohrstutzen 5. Der verstärkte Teil 4 ist mit einer Mittelöffnung 15 versehen und weist Einbeulungen 13 auf. Im Innern der Rohre 6 befindet sich unten je ein Kolben 16 mit einer Kolbenstange 17, welche an ihrem oberen Ende einen zweiten Kolben 18 trägt. Dieser Kolben 18 ist im Ausführungsbeispiel mit Perforierungen versehen und aus einer schmelzbaren Legierung hergestellt. 19 ist ein zur Aufnahme eines Löschmittel beliebiger Art dienender Schwimmer, der an seiner unteren Seite ein perforiertes Rohr 20 trägt. Der das Löschmittel aufnehmende Schwimmer kann in beliebiger Grössen-und Breitenausdehnung angeordnet sein. 21 ist eine mit einem Löschmittel gefüllte Tasche, deren Wand Perforierungen aufweist, durch welche sie mit dem Innenraum X des Behälters in Verbindung steht. Mit 22 ist ein zur Füllung bzw. Entleerung des Behälters dienendes Steigrohr bezeichnet. Die Behälterwände werden vorteilhaft an denjenigen Stellen, an denen sie gegen Wärmezutritt von aussen geschützt sein sollen, also z. B. in der Nähe der Legierungsscheiben, deren Löcher mit Wachs oder Paraffin ausgefüllt sind, mit einem Belag aus Wärmeschutzmaterial beliebiger Art versehen. Der stabil zu denkende Behälter nach Fig. 1 kann sinngemäss auch für grössere Behälter, Tanks u. dgl. ausgestaltet und verwendet werden. Die Wirkungsweise des in Fig. 1 dargestellten Behälters ist folgende : Im Falle einer Entzündung treten die Verbrennungsgase durch die Perforierungen in den Schwimmer 19 und in die Tasche 21, wodurch Löschmittel beliebiger Art aktiviert werden und die Verbrennung dadurch gehemmt bzw. verhindert wird. Ferner treten die Verbrennungsgase durch die Stutzen 5 über die Kolben 18, deren Löcher mit Paraffin ausgefüllt sind. Unter dem Druck der Verbrennungsgase werden die Kolben 18samt den Stangen 17 und den Kolben 16 nach abwärts bewegt, wodurch eine Umsetzung der Expansionskraft der Gase durch Abbremsung der Bewegung der Kolben nach abwärts eintritt. Die Abbremsung kann z. B. dadurch <Desc/Clms Page number 2> erfolgen, dass die unter den Kolben 16 befindliche Luft durch Öffnungen des Bodens 23'der Röhren 6 hindurchgepresst wird, so dass ein Teil der Energie der Verbrennungsgase in mechanische Arbeit umgesetzt, wird. Ferner findet ein Schmelzen der Paraffinasse in den Löchern und in weiterer Folge auch ein Schmelzen der Kolben 18 statt, wodurch ein weiterer Teil der Energie der Gase auf thermischem Wege gebunden wird, endlich kann noch ein zweiter Satz von perforierten Legierungsscheiben 24 in den Röhren 6 angeordnet sein, welcher ebenfalls Schmelzwärme absorbiert. In Fig. 2 und 3 sind mit den Verbrennungsgasen nacheinander in Berührung kommende Legierungscheiben dargestellt. Erfindungsgemäss weist die zuerst mit den Gasen in Berührung kommende Scheibe 35 (Fig. 2) weiter voneinander entfernte Löcher grösseren Durchmessers und die danach mit den Gasen in Berührung kommende Scheibe J6 weniger voneinander entfernte Löcher kleineren Durchmessers auf, so dass das Abschmelzen beider Scheiben annähernd eine gleiche Zeitdauer hindurch erfolgt. Ferner können als Löschmittel im Feuer rasch aktiv werdende Sauerstoffreduktoren, mit flüssiger oder fester Kohlensäure gefüllte gegen Wärmezutritt geschützte Ampullen u. dgl. vorgesehen sein, die in den mit dem Behälter in Verbindung stehenden, nach aussen führenden die Dämpfungskolben enthaltenden Rohren angeordnet sind. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Sicherheitseinrichtung an Behältern für feuergefährliche Flüssigkeiten, insbesondere für Benzin, dadurch gekennzeichnet, dass chemisch, mechanisch oder thermisch wirkende Mittel, wie in Hohlkörpern angeordnete Löschmittel, bewegbare Kolben, Schmelzscheiben u. dgl. (19, 21, 16, 18), vorgesehen sind, um den bei einer Entzündung im Behälter entstehenden Anfangsdruck und die entwickelte Wärmemenge auf chemischem Wege möglichst geringzuhalten und auf mechanischem oder thermischem Wege zu binden, so dass eine Beschädigung des Behälters mit Sicherheit vermieden ist.
Claims (1)
- 2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände (2, 3, 4) des Behälters (1) mit Verstärkungen tel), Einbeulungen (13), Wellungen (4) od. dgl. versehen sind, um die Expansionskraft der Gase auf mechanischem Wege in elastische Deformationsarbeit umzusetzen.3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel desselben an seinem oberen Teil mit einer zentralen Öffnung (15) versehen und Leitungen angeordnet sind, die in Rohre (6) münden, welche Kolben (16) und kolbenartige aus schmelzbaren Legierungen bestehende mit Perforierungen versehene Teile (18) aufweisen, und dass im Innern des Behälters Hohlkörper, z. B. ein Schwimmer (19) und'eine Tasche (21) mit perforierten Wänden angeordnet sind, in denen sich in an sich bekannter Weise Löschmittel befinden.4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Innenraum (X) des Behälters (1) in Verbindung stehende weitere Räume (6) vorgesehen sind, welche durch bewegliche Wandteile, z. B. Kolben (18, 16), abgeschlossen sind.5. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit den Verbrennungsgasen in Berührung kommende Teile (18, 24) aus schmelzbaren Stoffen vorgesehen sind, durch deren Schmelzung die bei der Entzündung im Behälter entstehende Wärme absorbiert wird (Fig. 1, 2,3).6. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus schmelzbaren Stoffen bestehenden Teile in Form von perforierten Scheiben (35, 36) ausgebildet sind, wobei die zuerst mit den Gasen in Berührung kommende dickere Scheibe (35) weiter voneinander entfernte Löcher grösseren Durchmessers und die danach mit den Gasen in Berührung kommende dünnere Scheibe (36) weniger voneinander entfernte Löcher kleineren Durchmessers aufweist, welche durch Paraffin od. dgl. ausgefüllt sind.7. Sicherheitseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Löschmittel in an sich bekannter Weise Sauerstoffreduktoren in mit dem Behälter verbundenen Hohlräumen vorgesehen sind.
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