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Einrichtung für Abortspülanlagen in Eisenbahnfahrzeugen.
Bei Eisenbahnfahrzeugen ist es üblich, den Wasserbehälter für die Abortspülanlage oben an der Decke des Abortes anzubringen und zum Füllen desselben an jeder Seite des Wagens vom Längsträger eine Leitung bis in die Höhe des höchsten zulässigen Wasserspiegels des Behälters zu führen. Vor Inbetriebsetzung der Wagen und während längerer Aufenthalte in den Stationen wird das Füllen mittels einer Handpumpe oder einer Druckwasserleitung am Bahnsteig des Bahnhofes besorgt, indem die Druckleitung der Pumpe oder die Wasserleitung durch Bajonett-oder Bügelanschluss mit einer der beiden Fülleitungen verbunden wird. Dabei dient die auf der andern Wagenseite verlegte Fülleitung als Überlauf.
Da das Füllen immer so lange geschieht, bis aus dem Überlauf reichlich Wasser abläuft, geht eine gewisse Wassermenge bei jedem Füllvorgang nutzlos verloren, was bei den reichlich auf Bahnhöfen zur Verfügung stehenden. Wasservorräten zwar nicht ins Gewicht fällt, aber in lästiger Weise zur Benetzung des Bahnsteiges führt und in der kalten Jahreszeit auch zu Eisbildungen, die das Reisepublikum gefährden.
Bei neueren Wagen wird daher eine besondere Überlaufleitung vorgesehen, die das Überlaufwasser zwischen die Schienen auf den Bahnkörper abfliessen lässt, wobei aber immer eine gewisse Wassermenge nutzlos verlorengeht.
Die Erfindung besteht nun darin, dass dieses überflüssig vergeudete Überlaufwasser dadurch nutzbar gemacht wird, dass es zur Durchspülung der Abortschale, also zur Reinigung dieser Schale bei jedem Füllvorgang, verwendet wird. Erfindungsgemäss wird vom höchsten zulässigen Wasserspiegel im Wasserbehälter ein Überlaufrohr in das zur Abortschale geführte Spülrohr oder direkt in die Abortschale geführt, so dass bei jedem Füllvorgang selbsttätig die Abortschale gespült wird, wobei diese zwangläufige Reinigung gerade dann erfolgt, wenn Wasser hiefür reichlich zur Verfügung steht. Der letztere Vorteil fällt besonders ins Gewicht, wenn, wie dies neuerer Zeit geschieht, jeder Betätigung der Spülvorrichtung selbsttätig nur eine begrenzte Wassermenge zugemessen wird, um an Spülwasser während der Fahrt zu sparen.
Das erwähnte Überlaufrohr bildet auch eine gute Sicherung gegen die Gefahr, dass sich in einem durch eine Heizschlange oder durch eingeleiteten Dampf geheizten Behälter dadurch Überdruck bildet, dass die Fülleitungen durch absickerndes Kondenswasser bei Frost zufrieren, so dass die Verbindung des Behälterinnern mit der freien Luft unterbunden ist. Durch das Überlaufrohr bleibt in diesem Fall die Verbindung mit der freien Luft trotzdem aufrecht, weil das Rohr zur Gänze im geheizten Abortraum liegt und daher nie verfrieren kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in anliegender Skizze dargestellt.
Die Skizze zeigt einen Querschnitt durch den Abort eines Eisenbahnwagens.
Die Abortschale 1 erhält durch die Spülleitung 2 nach Betätigung des Griffes 3 das Spülwasser aus dem Behälter 4 zugeleitet. Zum Füllen des Behälters 4 sind Leitungen 5 und 5'von den Längsträgern des Eisenbahnwagens bis über den höchsten Wasserspiegel in den Behälter 4 geführt. Das am Längsträger 6 liegende Ende der Leitung 5 ist mit einem Armaturstück 7 versehen, an welches der Druckwasserschlauch einer Pumpe oder eine Wasserleitung mittels eines Bajonett-oder Bügelverschlusses angeschlossen werden kann. Ein ganz gleiches Armaturstück ist am unteren Ende der Fülleitung 5' angebracht.
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Vom zugelassenen höchsten Wasserspiegel S führt nun aus dem Behälter ein Überlaufrohr 8 hinab zur Abortschale 1 oder in den unteren Teil der Spülleitung 2. Ist der Behälter durch eine der Leitungen 5 oder y angefüllt worden, so läuft das Überlaufwasser durch die Leitung 8 zur Abortschale 1 ab und spült diese aus.
Ist der Behälter 4 heizbar eingerichtet, z. B. durch Vorsehung einer Heizschlange bzw. durch direkte Einführung des Dampfes in den Behälterraum, wie dies durch das in der Skizze gezeichnete, von der Dampfheizeinrichtung bis in den Behälter geführte Rohr 9 angedeutet ist, so besteht die Gefahr, dass bei Frost durch Sickerwasser, das sich durch Kondensation der dem heissen Wasser entsteigenden Dämpfe bzw. des eingeleitenden Dampfüberschusses bildet, die Leitungen 5 und 5'zufrieren. Ein Überdruck kann sich im Behälter 4 trotzdem nicht bilden, weil das Überlaufrohr 8, welches, wie die Skizze zeigt, immer zur Gänze im geheizten Abortraum liegt, nicht verfrieren kann und durch dasselbe daher stets eine Verbindung des Behälterinneren mit der Aussenluft besteht.