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Elektrischer Sehalter.
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schalter, der hauptsächlich zur Verwendung in Vertikalstellung geeignet ist, d. h. als Wandsehalter Verwendung finden soll.
Bei den derzeit gebräuchlichen Installationsschaltern erfolgt die Schaltung derart, dass durch die manuelle Betätigung, wie das Drehen des Griffes bei Drehschaltern, respektive Drücken des Knopfes bei Druckknopfschaltern oder durch Betätigung des Kippers bei Kippschaltern, nur eine Feder od. dgl. gespannt bzw. ausgelöst wird, welche durch ihre Entspannung (Auslösung) erst den eigentlichen Schaltvorgang, d. h. die Verbindung, respektive Lösung der Kontakte bewirkt.
Da diese Schaltbewegung sehr rasch erfolgen muss, um ein Nachziehen des Flammenbogens zu vermeiden, verursacht dieser Vorgang ein Anschlaggeräusch, das hauptsächliehst durch das Abstoppen der Federentspannungsbewegung hervorgerufen wird, während die Drehbewegung oder Druckbetätigung fast kein Geräusch verursacht.
Der Erfindungsgedanke liegt nun darin, dass die lärmverursachende Bewegung der sich entspannenden und plötzlich gehemmten Feder durch die geräuschlose Bewegung einer schweren Flüssigkeit (z. B. Quecksilber) ersetzt werden soll. Die Rastenhemmung ist hiebei auch nicht unbedingt notwendig, da durch die Bewegung der Flüssigkeit infolge der Schwerkraft automatisch eine Weiterbewegung des Schaltrades verhindert wird, ohne dass durch Anstossen an eine Klinke, Raste oder Nase die Drehbewegung zum Stillstand gebracht werden muss. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäss der eigentliche Schaltvorgang, d. h. die Verbindung der Kontakte miteinander durch die Sehwerpunktverlegung einer schweren Flüssigkeit, welche sich in einem Hohlkörper befindet, ausgelöst.
Diese Bauart des elektrischen Schalters hat ausser der Geräuschlosigkeit, welche ihn für alle Spitäler, Hotels, Gefangenhäuser usw. besonders geeignet macht, noch überdies nachfolgende Vorteile, u. zw. weniger Teile im Gesamtaufbau, fast keine Abnutzung, Verminderung der Bruchmöglichkeit von Federn und andern mechanischen Teilen (Klinken usw. ), da der Gebrauch von solchen Teilen stark herab- gesetzt ist. Ferner ist der Kraftbedarf bei der Druck-, Dreh-oder Kippbetätigung geringer als bei den derzeitigen Erzeugnissen, daher eine viel weichere Schaltung möglich.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel als Druckknopfschalter dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Schalter in Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt nach Linie A-A'der Fig. 1. Fig. 3 zeigt den Schalter im Querschnitt nach Linie B-B'der Fig. 1 mit zwei Stellungen des Schaltrades, von denen eine strichpunktiert dargestellt ist. 1 ist der beispielsweise als Bakelitpressstück ausgebildete Sockel, 6 sind an dem Sockel wie üblich mittels Schrauben befestigte Stromzuführungskontakte. Der Hohlkörper 3 ist gleichzeitig als Schaltrad ausgebildet und trägt die Kontaktstreifen 4. Er ist mittels seiner Zapfen 5, 5'in Lagerungen 2,2'des Sockels drehbar.
Die Gegenkontakte werden von Kontaktfedern 6'gebildet, welche an dem Kontaktstreifen 4 respektive an dem Bakelitteil des Schaltrades 3-wie die Zuführungskontakte-anliegen. ist die Schaltwelle, welche einen Anschlag 9 und einen Mitnehmer 10 trägt, welch letzterer durch Eingriff in die Nasen 11, 11'die drehende Bewegung der Schaltwelle auf das Schaltrad überträgt.
Durch ein Drücken auf den Knopf wird die Welle 8 zunächst in Richtung ihrer Achse verschoben, wobei sie von der Platte 12 durch Reibung mitgenommen wird, so lange, bis der Anschlag 9 an die Platte 13 anstösst. Infolge Weiterbewegung des Knopfes wird hierauf die Drehbewegung der Welle herbeigeführt, wobei diese drillbohrerartig oder mittels eines Schraubenganges in der im Knopf unverdrehbar befestigten oder in dessen Führungsbrücke in Schlitzen geführten Platte gedreht wird.
Diese durch Betätigung
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des Druekknopfes herbeigeführte Drehung der Schaltwelle wird mittels des an der Schaltwelle befestigten Mitnehmers 10, der an die Nasen 11 bzw. 11'des Schaltrades 3 angreift, auf diese übertragen und stellt die erste etwas mehr als 900 betragende Drehung des Schaltrades dar, bei welcher ein Kontakt noch nicht in Wirksamkeit tritt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die erste Teildrehung des Schaltrades 3 mittels einer durch einen Druckknopf 7 betätigten, drillbohrerartig angetriebenen Schaltwelle.
Die Wirkungsweise des Schalters ist folgende : Durch Drücken auf den Druckknopf 7 bzw. bei Ausbildung als Drehschalter durch Drehen des Griffes wird der Hohlkörper 3 aus der Stellung I in die Stellung II gebracht (Fig. 3), d. h. um geringes mehr als 900 gegen die Stellung I gedreht. Die dabei Verwendung findenden trbertragungsteile sind an sich bekannt.
Ist das Schaltrad nunmehr in die über die horizontale Stellung um geringes hinausgedrehte Lage gebracht, beginnt die in seinem Inneren eingebrachte schwere Flüssigkeit, beispielsweise Quecksilber, infolge seiner Schwere gegen das tieferliegende Ende des Hohlkörpers abzufliessen und bewirkt eine nunmehr rasch vor sich gehende weitere Drehung des Schaltrades bis zu seiner Einschaltstellung, in welcher der Hohlkörper nunmehr in die vertikale Lage aussehwingt. Bei dieser Drehbewegung kommen die Kontaktstreifen 4 in Kontakt mit den Kontaktabnehmern 6,6'und schleifen entlang derselben.
Während die durch den Druckknopf bzw. Drehgriff betätigte Bewegung eventuell auch langsam erfolgen kann, was für die Funktion des Schalters ohne Belang ist, ist die eigentliche vorschriftsmässige Einschaltbewegung von der den Schalter betätigenden Person nunmehr unabhängig, da sie zwangläufig durch die infolge Abfliessens der Schwerflüssigkeit erfolgende Sehwerpunktsverlegung erfolgt. Hiedurch entfällt die sonst nötige Anspannung der Sehaltfeder und das bei den nach der Entspannung erfolgenden Ansehlag der Feder hervorgerufene Anschlaggeräusch. Hierin ist der Haupteffekt der erfindungsgemässen Ausbildung des Schalters zu erblicken.
Als Schwerflüssigkeit kann, wie schon oben erwähnt wurde, Quecksilber verwendet werden.
Gemäss der Erfindung kann jedoch auch Quecksilber oder eine andere Flüssigkeit mit einem in diese eingebrachten schweren festen Körper Verwendung finden oder in bzw. an dem Schaltrad ein schwerer Gleitkörper, beispielsweise in Zylinder-oder Kugelform, angebracht sein, dessen Gleitfähigkeit gegebenen-
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