AT144937B - Freilaufnabe mit Rücktrittbremse. - Google Patents

Freilaufnabe mit Rücktrittbremse.

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AT144937B
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Richard Gottschalk
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Richard Gottschalk
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Bei Freilaufnaben mit Rücktrittbremse, deren als ringförmiger Satz angeordnete schalenförmige Bremsbacken durch axiale Annäherung einer kegeligen Kuppelmuffe an ein kegeliges Widerlager nach aussen gedrängt und gegen die Innenfläche des Nabenkörpers angepresst werden, ist eine Federanordnung erforderlich, die beim Aufhören der Bremsung den Backensatz radial zusammenzieht, ihn auch mit der Kuppelmuffe in axialer Richtung zurückgehen lässt und womöglich gleichzeitig auch als Sehleifkupplung wirkt, d. h. durch die Reibung zwischen den Bremsbacken und der Kuppelmuffe deren wirkungslose Mitdrehung mit dem Steilgewinde beim Übergang von Bremsung zu Antrieb und umgekehrt verhindern soll.

   Diese Federanordnung bestand bisher aus einem aufgeschnittenen federnden Ring (Ringfeder), der entweder, in rundlaufenden Nuten im Rücken der Bremsbacken liegend, den Backensatz umfasste oder innerhalb des Backensatzes lag und durch auf der Innenseite der Backen vorgesehene Ösen hindurchging. Diese zweite Anordnung der Ringfeder verdient deshalb den Vorzug, weil die Bremsbacken allseitig beweglich an der Feder hängen, deshalb in jeder Richtung pendeln und sich an die   Bremsfläche   des Nabenkörpers wie auch an die Kuppelmuffe und das Widerlager heranfühlen können.

   Die Ringfeder hat aber in jedem Fall zunächst den Nachteil, dass sie nicht anders als eine U-förmige Biegungsfeder wirkt, die unmöglich auf die meist vier Backen mit gleicher Kraft wirken kann, weil ja die Angriffsstellen mit Bezug auf den Scheitel (die dem Schlitz gegenüberliegende Stelle) der Feder verschieden liegen. Die Ringfeder verschiebt sich ferner beim Nachgeben wie beim Wiederzusammenziehen der 
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 Beides wirkt der gleichmässigen Bewegung der Backen und insbesondere auch dem gleichmässigen Anlegen der (rechten) Backenenden an die Kuppelmuffe beim Aufhören der Bremsung und Zurückgehen der Kuppelmuffe entgegen, so dass man sich auf die Ringfeder in ihrer Eigenschaft als Schleifkupplung nicht verlassen kann und schon einen besonderen Ring als Schleifkupplung auf dem Hals der Kuppelmuffe angeordnet hat.

   Es ergeben sich ausserdem Schwierigkeiten bei der Zusammenfügung der Nabe, insbesondere beim Ersatz eines abgenutzten Bremsbackensatzes durch einen neuen seitens der Fahrradhändler oder Mechaniker, die auf den fabriksmässigen Zusammenbau der Naben nicht eingerichtet sind und darin nicht erfahren sind. Der durch die lose Ringfeder zusammengezogene bzw. auf der Feder ungeregelt bewegliche Backensatz ist, nachdem er mit dem einen (linken) Ende über das Widerlager geschoben wurde, nur schwierig mit dem andern (rechten) Ende über die Kuppelmuffe zu bringen. Hiebei sind des öfteren Verbiegungen und Brüche der Ringfeder vorgekommen ; Verbiegungen und   Brüche   können aber für den Radfahrer gefährlich werden. 



   Erfindungsgemäss sind die benachbarten Bremsbacken durch Federn miteinander verbunden, deren klauenartig ausgebildete Enden in die Flanken der Bremsbacken eingreifen. 



   Mit diesen Federn, deren unter sich gleich starke Wirkung durch die fabriksmässige Herstellung gewährleistet wird, ist eine bestimmte Lage der Backen zueinander von vornherein gegeben, wobei die Zusammenziehung des Backensatzes durch Aufeinandertreffen der die Federösen bildenden Nasen an den Backenflanken begrenzt ist. Die Federanordnung sichert die notwendige, regelrecht und gleichförmige Bewegung der Backen beim Bremsen und beim Aufhören der Bremsung und ergibt hiebei auch die gleichmässige Anpressung an den zylindrischen oder konisehen Hals der Kuppelmuffe, so dass nunmehr eine besondere Schleifkupplung erspart werden kann.

   Auch das Einfügen des Bremsbackensatzes 

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 in die Nabe wird wegen der sich hiebei günstig äussernden geregelten Lage und geregelten gegenseitigen Bewegung erleichtert, denn je zwei einander gegenüberliegende Backen verhalten sich nunmehr ähnlich wie die durch ein Scharniergelenk verbundenen Schenkel einer Zange oder Klemme, wodurch ein Verecken und Zwängen wie bei der ungeregelten Erfassung seitens der Ringfeder verhindert wird, während doch die von den Federn gebildeten Gelenke radial auseinander gehen können. Im Gegensatz dazu fallen die Backen, wenn sie von   der Ringfeder umfasst   werden, zusammen, während die in Ösen an der Innenseite der Backen eingezogene Feder zwar den Backensatz zusammenhält, aber doch nicht die gegenseitige Lage der Backen zur Feder bestimmt. 



   Zweckmässig werden die Federn als   S1-förmige   Klammern ausgebildet. In dieser Ausführung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Zeichnung dargestellt. 



   Fig. 1 ist der Längsschnitt einer vollständigen Freilaufnabe.   Fig. 8   zeigt einen Querschnitt nach der Linie   II-II   der Fig. 1. Fig. 3 zeigt die durch die erfindungsgemässe Federanordnung zusammengehaltenen Bremsbacken in einer Draufsicht. 



   Auf dem linken Ende der ruhenden Achse 1 ist das Widerlager 2 befestigt und auf dem rechten Ende das Kettenrad 3 mit seiner steilgängigen   Gewindebüchse   4 drehbar gelagert. Der auf den Kugeln 5' gelagerte Nabenkörper 7 ist an seiner Innenfläche mit einem konischen Ansatz 8 versehen, in dessen Bereich die auf dem Steilgewinde der Gewindebüchse 4 sitzende Kuppelmuffe 9 mit einer entsprechend 
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 die schalenförmigen Bremsbacken 11 angeordnet, die sich mit ihren linken Enden auf das Widerlager 2 auflegen, wobei an den Bremsbacken 11 vorgesehene Nasen 12 in entsprechende, im wesentlichen axial liegende Nuten 13 des Widerlagers 2 eingreifen.

   Diese Nasen 12 werden zweckmässig durch Pressen, Stanzen   od.   dgl. an der Innenfläche der Backen 11 hervorgerufen, wobei aus arbeitstechnischen Gründen an der der Nase gegenüberliegenden Aussenfläche des Backens eine Ausnehmung 11'entsteht. 



   Während bisher die Bremsbacken durch eine sie von aussen umfassende oder innen durch entsprechend Ösen gehende Ringfeder zusammengezogen wurden, werden erfindungsgemäss die schalen-   förmigen Bremsbacken 77 durch   die   -formigen     Federn 14,   deren Form insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, zusammengezogen, indem   die Enden 15   der Federn   inAusnehmungen   16 der Bremsbacken 11 eingreifen. Da die Federn 14 das Bestreben haben, mit ihren klauenartigen Enden 15 zusammenzugehen, wird den Bremsbacken 11 das Bestreben erteilt, sich mit ihren zugekehrten Seitenkanten zu nähern, was sich mit Bezug auf den gesamten   Bremsbackensatz   so äussert, dass die Bremsbacken radial zusammengezogen werden. 



   Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden die rechten Enden der Bremsbacken   11,   auch wenn die Backen ausser Wirkung gesetzt sind, an den an der Kuppelmuffe vorgesehenen Fortsatz 92 angepresst, so dass eine besondere   Sehleifkupplung   erspart wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : ]. Freilaufnabe mit   Rücktrittbremse,   dadurch gekennzeichnet, dass je zwei benachbarte Bremsbacken durch eine Feder (14) miteinander verbunden sind, deren klauenartig ausgebildete Enden (15) in an den Flanken der Bremsbacken vorgesehene Ausnehmungen (16) eingreifen.

Claims (1)

  1. 2. Freilaufnabe mit Rücktrittbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (14) als se-förmige Klammern ausgebildet sind.
AT144937D 1934-02-13 1934-11-12 Freilaufnabe mit Rücktrittbremse. AT144937B (de)

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AT144937B true AT144937B (de) 1936-03-10

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