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Verfahren zur Herstellung eines Boden-od. dgl. Belages.
Die bisher bekanntgewordenen Bodenbeläge aus Gummi haben den Nachteil, dass sie sowohl im
Preis des Belages selbst als auch durch die notwendige Verwendung besonderer Lösungen, meist Gummi- lösungen, zum Verlegen verhältnismässig zu teuer sind. Auch wenn man, wie dies meist geschieht, nur etwa die Hälfte der Gesamtstärke des Belages aus schönem Material und die andere Hälfte aus einem billigeren, unansehnlichen, meist schwarzen Regeneratmaterial herstellt, ist der Preis noch immer so hoch,. dass in vielen Fällen andere Bodenbeläge wirtschaftlicher in der Anschaffung sind.
Gegenstand der Erfindung ist ein Bodenbelag, der im wesentlichen aus zwei miteinander vereinigten, am besten gleichzeitig mit der Vulkanisation des Gummis zusammenvulkanisierten Schichten besteht, zweckmässig so, dass der Belag in der Gesamtstärke der Stärke der üblichen Gummibeläge entspricht, aber nur zu einem Bruchteil dieser Stärke aus Gummi od. dgl. besteht, u. zw. einer Schichte, die von einer Gummiplatte gebildet ist, und einer Schichte aus einem andern biegsamen Stoff, wie insbesondere Pappe od. dgl., die durch Imprägnierung solcher Art gegen Feuchtigkeit widerstandsfähig, zweckmässig wasserabstossend gemacht ist, dass durch die Imprägnierung die Verwendung der in der Linoleumindustrie zum Aufkleben auf dem Boden üblichen Klebstoffe, wie z. B. Harzkitt, möglich ist.
So erreicht man durch diese Kombination von Gummiplatte und imprägnierter Pappe eine bedeutende Verbilligung sowohl des Belagmaterials selbst als auch der Verlegekosten.
Zweckmässig wird die Vereinigung unter Vermittlung einer Gummilösung bewerkstelligt, deren Trockenrückstand gar nicht oder selbst vulkanisiert oder kalt oder warm vulkanisiert wird. Die Warmvulkanisation des Lösungsrückstandes erfolgt zweckmässig zugleich mit jener der Gummischicht.
Gemäss der Erfindung wird von einem nicht vulkanisierbaren Imprägniermittel für die Unterlage, wie der Pappe od. dgl., Gebrauch gemacht, welches auch bei einer Warmvulkanisation von der Unterlage (Pappe) bei der Vulkanisationstemperatur und dem Vulkanisationsdruck nicht abgegeben wird, also einen entsprechend hohen Schmelzpunkt besitzt und auch in den Mengen, in denen es angewendet wird, bei der Vulkanisation nicht abgegeben wird. Als solche Imprägniermittel kommen insbesondere in Betracht wasserunlösliche und wasserabstossende Stoffe mit entsprechend hohem Schmelzpunkt, wie z. B. Bitumina, Asphalte, verschiedene Kunststoffe u. dgl., die gleichzeitig auch die Verwendung der in der Linoleumindustrie zum Aufkleben auf dem Boden üblichen Mittel, wie z. B. Harzkitt, gestatten und diese nicht abstossen.
Bei der Ausführung des Imprägnierverfahrens kann das überschüssige Imprägniermittel aus der imprägnierten Pappe od. dgl. vor der Vereinigung mit der Gummiplatte, was zweckmässig gleichzeitig mit der Vulkanisation erfolgt, herausgequetscht werden.
Derartig imprägnierte Schichten, wie Pappen, sind wesentlich billiger als die bisher verwendeten dunklen bzw. Regeneratmaterialien der Unterplatte von Gummifussbodenbelägen, so dass auch der ganze Gummibelag gemäss der Erfindung erheblich billiger als die bisher bekannten ist.
Die Erzeugung des Belages gemäss der Erfindung kann verhältnismässig einfach und billig beispielsweise in folgender Weise vorgenommen werden :
Die Gummioberplatte und die auf einer Seite mit Gummilösung bestrichene imprägnierte Pappe od. dgl. werden in einem Arbeitsgang auf einer Vulkanisiermaschine mit geheizter, sich drehender Walze aufeinander doubliert und vulkanisiert.
Man kann aber auch die Gummioberplatte und die imprägnierte Pappe od. dgl. auf andere Weise miteinander verkleben oder auch die Pappe zuerst mit der Gummiplatte verbinden und dann imprägnieren.
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Gegebenenfalls kann an Stelle der Gummiplatte auch eine Platte aus Gummiersatz od. dgl. verwendet werden.
Die verwendeten Gummiplatten unterscheiden sieh in der Zusammensetzung gar nicht von den
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Schwefel, Beschleuniger, Füll-und Farbstoffe, eventuell Erweichungsmittel u. dgl. Wenn eine Gummilösung auf die imprägnierte Pappe aufgestrichen wird, so soll dieselbe eine der Gummiplatte ähnliche Zusammensetzung haben, eventuell mit etwas höherem Gummigehalt. Als Pappe ist die Verwendung einer Hadernpappe zweckmässig, die mit einem hochsehmelzenden Bitumen getränkt wird, wobei das Bitumen in gelöster Form der Pappe einverleibt wird. Als Lösungsmittel können z. B.
Benzin, Petrol- äther oder Trichloräthylen verwendet werden.
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Hadernpappe verwendet werden, der mittels Benzin als Lösungsmittel ein über 1300 schmelzendes Bitumen, wie Panmax Nr. 13, in einer Menge von 15% einverleibt wurde.
Bei einer nur 1 mm starken Pappe kann die Imprägnierungsmenge beispielsweise mit Hochvakuumbitumen auf 30% erhöht werden.
Als weitere Tränkungsmittel kommen noch künstliche Asphalte, wie Asphalt-Goudron oder Petrolpee, h, ferner wasserunlösliche Kitte bzw. deren Basen, wie z. B. Leinöl, in denselben Mengengrenzen
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reinem Leinölfirnis in Mengen von 3-15 Gewichtsprozent getränkt werden. In dem Firnis können auch z. B. 5% Kolophonium oder ein anderes Harz oder auch Kautschuk aufgelöst sein.