AT144817B - Verfahren zum Schalten von gesteuerten Stromrichtern. - Google Patents

Verfahren zum Schalten von gesteuerten Stromrichtern.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schalten von gesteuerten   Stromrichtern.   
 EMI1.1 
 
Es sind verschiedene Verfahren und Einrichtungen angegeben worden, welche den Zweck haben, bei gittergesteuerten Stromrichtern im Störungsfall sofortige Sperrung des Stromdurchganges zu erzielen. Man verwendet dazu meist geeignete Relais, welche z. B. bei Auftreten eines Kurzschlusses ansprechen und dabei an die Gitter Sperrspannung legen. 



   Das den Gegenstand dieser Erfindung bildende neue Verfahren zum Schalten von gesteuerten Stromrichtern weist gegenüber den bekannten Verfahren eine Reihe von Vorteilen auf und ist dadurch gekennzeichnet, dass man einen von kontinuierlichem Gleichstrom   durchflossenen Hilfsstromkreis,   welcher mit der Kathode und mit den Gitterkreisen des Stromrichters in Verbindung steht, durch einen Schaltvorgang einfachster Art, nämlich die Unterbrechung eines einzigen Kontaktes, derart verändert, dass der Stromrichter durch eine dabei auftretende hinreichend hohe negative Spannung an den Gittern gesperrt wird. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich durch grosse Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit aus, vor allem aber dadurch, dass es eine ausserordentlich rasche Abschaltung ermöglicht. Da nämlich nur ein einziger Kontakt von ganz geringer Schaltleistung geöffnet werden muss, können die bei der Abschaltung des Stromrichters zu bewegenden Massen auf ein Minimum reduziert werden. Es ist daher möglich ein ausserordentlich rasch und sicher ansprechendes Schnellrelais zu verwenden und dadurch z. B. einen anwachsenden   Kurzschlussstrom   in allerkürzester Zeit zu unterbrechen. 



   Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass der Absehaltvorgang auch in elektrischer Hinsicht   ausserordentlich   rasch und sicher erfolgt, u. zw. deshalb, weil die Sperrung des Stromrichters durch Öffnung eines Kontaktes in einem Hilfsstromkreis erfolgt, welcher bereits vor Beginn des Abschaltvorganges von Gleichstrom   durehflossen   war. Ganz allgemein wird daher der die Sperrung des Stromrichters bezweckende elektrische Schaltvorgang, da es sich um die Einwirkung auf einen schon bestehenden von der Hilfsstromquelle gelieferten Gleichstrom handelt, von den Induktivitäten des Stromkreises nur wenig gehemmt und daher im wesentlichen sehr rasch beendet sein. Dies gilt insbesonders deshalb, weil die Einwirkung auf den Hilfsstromkreis nicht in der Schliessung, sondern in der Öffnung eines Kontaktes besteht. 



   Die Fig. 1 zeigt eine Schaltung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, Fig. 2 dient zur Erläuterung der Schaltung nach Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine andere Möglichkeit der Realisierung des Erfindungsgedankens. 



   In Fig. 1 bedeutet Gl eine Hilfsgleichstromquelle stark fallender Stromspannungscharakteristik, z. B. einen kleinen Hilfsgleichrichter, welcher bei normalem Betrieb des Stromrichters mit dem Widerstand 'belastet ist ; der   Widerstand'1'1   ist dabei durch den Kontakt k kurzgeschlossen. Das Abschalten des   Hauptstromrichters   erfolgt durch Öffnen des Kontaktes k, welcher eine verschwindend kleine Schaltleistung besitzt und daher einem sehr rasch wirkenden Schnellrelais angehören kann. Durch die Ver- 
 EMI1.2 
 vermindert und dadurch ihre Klemmenspannung bedeutend erhöht.

   Die Folge davon ist, dass die an sich unverändert bleibenden, zur Zündung dienenden Spannungen der Gitterkreise infolge der stark erhöhten negativen   Vorspannung plötzlich   wirkungslos werden, was die sofortige Unterbrechung des Stromdurchganges durch das Hauptentladungsgefäss nach sich zieht. 



   Fig. 2 zeigt die stark fallende Stromspannungscharakteristik C des Hilfsgleichriehters Gl, welche 
 EMI1.3 
 

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 EMI2.1 
 und Sperren (Sp) darstellt. 



   Fig. 3 zeigt ein anderes Beispiel für das erfindungsgemässe   Abschaltverfahren, welches sich zunächst   von dem nach Fig. 1 dadurch unterscheidet, dass der   Widerstand 1'1 unendlich   geworden ist. Bei Verwendung von Gleichrichtern als   Hilfsstromquelle   ist es jedoch möglich, diese Schaltung in anderer Weise als die nach Fig. 1 arbeiten zu lassen, u. zw. derart, dass es nicht oder nicht allein auf die fallende Charakteristik des Hilfsgleiehriehters ankommt, sondern vielmehr darauf, dass der Rückstrom des Hilfsgleiehrichters um mehrere   Grössenordnungen   geringer ist als der Arbeitsstrom.

   Ist dies letztere nämlich der Fall, so werden die bei Betrieb des Stromrichters auftretenden Gitterströme nach Öffnung des Kontaktes k praktisch keinen   Rückschluss   zur Kathode mehr finden und daher zu fliessen aufhören, was die sofortige Sperrung des Stromes zur Folge hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Schalten von gesteuerten Stromrichtern mit Hilfe der Steuergitter, dadurch gekennzeichnet, dass ein von kontinuierlichem Gleichstrom durchflossener Hilfsstromkreis, welcher mit der Kathode und mit den Gitterkreisen des Stromrichters in Verbindung steht, durch einen Schaltvorgang einfachster Art, nämlich die   Unterbrechung   eines einzigen Kontaktes eine derartige Veränderung erfährt, dass der Stromrichter durch eine dabei auftretende hinreichend hohe negative Spannung an den Gittern gesperrt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung einer eine Gittervorspannung erzeugenden Hilfsstromquelle mit stark fallender Stromspannungscharakteristik durch Öffnung eines Kontaktes derart vermindert wird, dass die Gittervorspannung einen zur Sperrung des Stromrichters ausreichenden negativen Wert annimmt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Belastungskreis eines eine Gittervorspannung erzeugenden Hilfsgleiehriehters, der in der Sperrichtung fast vollkommen stromundurch- lässig ist, durch Öffnung eines Kontaktes unterbrochen wird, so dass die Gitterströme des Hauptstrom- richters keinen Rückschluss zur Kathode finden. EMI2.2
AT144817D 1933-11-28 1933-11-28 Verfahren zum Schalten von gesteuerten Stromrichtern. AT144817B (de)

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