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Verfahren und Einrichtung zum Leiten von Flugzeugen mittels kurzer, insbesondere ultrakurzer
Wellen.
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in ihrer Länge nicht ausreichen.
Man beschränkt sieh daher in vielen Fällen darauf, das Flugzeug in einer bestimmten Richtung an den Platz heranzubringen und ihm das Überfliegen der Platzgrenze durch ein besonderes Zeichen
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Flugplatz angeben. Das Niedergehen selbst erfolgt dann in einem bestimmten Winkel, der für eine bestimmte Flugzeugtype und jeden besonderen Flughäfen festgelegt ist. In besonderen Fällen kann auch noch eine Gleitwegbake oder eine ähnlich wirkende Einrichtung vorgesehen sein, wobei vorteilhaft auch während des Niedergehens dem Flugzeug die Richtung angegeben wird.
Gemäss der Erfindung wird im eingangs erwähnten einfachen Fall dem Flugzeugführer nur die Richtung auf den Landeplatz und das Überfliegen der Platzgrenze angezeigt. Der Flugzeugführer empfängt also während des Anfliegens des Flugplatzes bestimmte Zeichen, aus denen er die Richtung auf dem Flugplatz entnehmen kann. Weiterhin wird ihm beim Überfliegen der Platzgrenze ein zusätzliches Zeichen gegeben, das z. B. durch kurzzeitiges Aussetzen der zur Riehtungsbestimmung dienenden Zeichen hervorgerufen werden kann.
Nach der Überfliegung der Platzgrenze setzt dann der Empfang der zur Richtungsbestimmung dienenden Zeichen wieder ein, so dass auf diese Weise der Flugzeugführer auch noch bei der Landung die einmal eingeschlagene Richtung beibehalten kann. Die Landung selbst erfolgt
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des Flugzeuges bewirkende Einrichtungen vorgesehen sind. Durch die Verwendung der gleichen Einrichtung für die Führung des Flugzeuges zum Flugplatz und für die Anzeige des Überfliegens der Platzgrenze wird eine einfache Anordnung erzielt und auch die Bedienung der Apparatur im Flugzeug vereinfacht.
Als Einrichtung hiefür eignen wie weiterhin gezeigt ist, vorzugsweise jene an sich bekannten
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angegeben werden bzw. soll das Flugzeug beim Landen noch auf einer bestimmten Leitlinie oder innerhalb einer bestimmten Fläche gleicher Feldstärke geführt werden, so muss noch eine zusätzliche Einrichtung vorgesehen sein, durch die ein besonderes Strahlenbündel bzw. durch die besondere Strahlenebenen zur Aussendung kommen.
Im folgenden sind einige Beispiele erläutert.
Fig. 1 ist ein schematischer Grundriss der neuen Anlage, Fig.2 ein Aufriss dazu. Fig. 3 ist das Schaltbild einer Funkbake, die auch in Fig. 1 angedeutet ist. Fig. 4 ist das Schaltbild einer zweiten Art von Funkbake. Fig. 5 zeigt eine Abart der in Fig. 4 dargestellten Einrichtung.
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hat, wie auch Fig. 3 zeigt, drei senkrechte Dipole D, Ra, Rb, die in einer Ebene liegen. Der Dipol D ist an einen Hochfrequenzerzeuger S angeschlossen. Die Dipole Ra, Rb sind in der Mitte unterbrochen und können durch je ein Relais Ma oder Mb geschlossen, d. h. getastet werden. Diese Relais können durch einen Kommutator/ (, den ein Motor J. antreibt, abwechselnd ein-und ausgeschaltet werden.
In der Zeichnung ist angenommen, dass der Dipol Ra geöffnet und hiedurch untätig, der Dipol Bb geschlossen, also wirksam ist. Gleichstromquellen B, C dienen dazu, die Relais jMn, Mb zu speisen.
Statt des Kommutators K kann irgendeine andere Einrichtung vorhanden sein, die geeignet ist, die in den Dipolen Ra, Rb liegenden Kontakte der Relais lla, illb abwechselnd züi öffnen und zu schliessen.
Der Dipol D sucht eine Strahlung zu erzeugen, die im Grundriss kreisförmig ist. Dieses Strahlungsdiagramm wird durch jenes Tasten der Dipole Ra, Rb in die Kurven e, übergeführt, nämlich unter Änderung seiner Form abwechselnd nach der einen und der andern Seite hin gerückt. Die Dipole Ra, Rb wirken so als Reflektoren. In der Mitte entsteht dabei in bekannter Weise eine Zone e gleicher Feldstärke, der sogenannte Dauerstrich.
Es ist auch möglich, mit sogenannten Kenntönen zu arbeiten. Hiefür wird beim Tasten der Reflektoren Ra, Rb der Sender G abwechselnd mit verschiedenen Niederfrequenztönen moduliert, u. zw. so. dass immer dem einen Reflektor ein bestimmter Kennton zugeordnet ist.
Die Bake G arbeitet mit senkrechter Polarisation. Der Empfang auf dem Flugzeuge 1 setzt infolgedessen aus, sobald es in die Stellung ? kommt, also die Grenze des Platzes L überfliegt. Der Führer weiss dann, dass er mit dem Landen beginnen muss. Das Aussetzen des Empfanges wird ihm um so deutlicher, als der Empfang beim Näherkommen an die Platzgrenze zugenommen hat. Beim Landen, z. B. in der Stellung 3, kann er sieh wieder nach der Bake G richten, da auf dem Flugzeuge nach dem Überfliegen der Platzgrenze der Empfang wieder einsetzt.
Die geschilderte Anordnung hat dabei den Vorteil, dass die Seiten nach wie vor stimmen. Bei
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durch können Unklarheiten entstehen.
Dass der Flugplatz in einer bestimmten Höhe erreicht wird, kann durch folgende Einrichtung bewirkt werden. An dem der Bake G gegenüberliegenden Rande des Landeplatzes L befindet sieh eine Bake H, die ein Strahlenbündel f aussendet. Dieses hat über der Bake G die Höhe, in der das Landen beginnen soll.
Das Flugzeug wird auch hier mittels der Bake G, die ihm in bekannter Weise die Richtung angibt, nach dem Platze L geleitet. Der von dieser Bake stammende Empfang auf dem Flugzeuge setzt aus dem beschriebenen Grunde aus, sobald die Grenze des Platzes L überflogen wird. Dafür setzt beim Durchfliegen der Strahlung f der Empfang ein, welcher von der Bake H stammt. Der Flugzeugführer erkennt hieran, dass er niedergehen muss.
Das Strahlenbündel j kann eine Kennung haben, die es erlaubt, dass die Baken R. H auf derselben Welle arbeiten. In diesem Falle wird empfangsseitig durch Ketten usw. getrennt.
Fliegt ein Flugzeug in der in Fig. 2 mit 1-2 dargestellten Richtung und Höhe, so erhält der Flugzeugführer beim Überfliegen der Platzgrenze einmal das Zeichen, dass er diese Platzgrenze überfliegt. weiterhin empfängt er aber auch die Zeichen der Strahlung t. Da die Neigung der Strahlung t für deli Flugplatz festgelegt ist, ist somit auch die Höhe, in der die Strahlung t die Grenze des Flugplatzes bei der Einrichtung G überstreicht, d. h. der Abstand des Punktes vom Erdboden festgelegt. Der Flugzeugführer weiss also, wenn er die obenerwähnten beiden Zeichen erhält, in welcher Höhe er sieh über dem Flugplatz befindet.
Fliegt das Flugzeug vom Punkte 4 aus den Flugplatz an, so gelangt es zunächst in das Strahlen- bündel j. Es wird nun in diesem Strahlenbündel so lange geführt, bis das Flugzeug wiederum den Punkt 2 erreicht und damit das Zeichen für das Überfliegen der Platzgrenze erhält.
In gleicher Weise, wie oben beschrieben, ist damit dem Flugzeugführer die Höhe über dem Erdboden gegeben.
Fliegt schliesslich das Flugzeug tiefer, als durch den Punkt 2 angegeben, so erhält der Flugzeugführer zunächst das Zeichen für das Überfliegen der Platzgrenze und etwas später die Zeichen der Strahlung t, Aus dem Zeitunterschied zwischen dem Einlaufen der beiden Zeichen kann der Flugzeugführer, da er seine Geschwindigkeit kennt, die Höhe über dem Erdboden ebenfalls bestimmen. Es ist also möglich, durch die Verbindung der Strahlung t und der Strahlung der Bake G dem Flugzeugführer eine tatsächliche Höhenangabe zu übermitteln, gleichzeitig aber auch das Flugzeug auf einer bestimmten Linie zu führen.
Die Bake G übernimmt dabei die Führung des Flugzeuges bis an den Flugplatz heran,
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Statt der Strahlung f kann die Strahlung einer Gleitwegbake vorgesehen sein oder für eine schräge Strahlenebene gesorgt werden. Eine solche Ebene zu verwenden ist möglich, weil die Richtung
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Erzeugen einer Leitlinie wirkt. Die Anwendung einer solchen Leitlinie ist jedoeh keineswegs beschränkt auf die gleichzeitige Anwendung der Einrichtung, durch welche die zu überfliegende Platzgrenze gekennzeichnet wird, sondern kann auch andere Aufgaben allein erfüllen.
Der Erfindung gemäss wird zur Erzeugung der Leitlinie vorgeschlagen, die zur Richtungsbestimmung bekannten Verfahren, durch welche eine Zone gleicher Intensität hervorgerufen wird, zweimal räumlich unter einem geeigneten Winkel zueinander anzuwenden. Für die Erzielung dieser Leitlinie können alle für den Richtungsflug bekannten Verfahren der festen Funkbaken Verwendung finden.
Überdies wird jedoch durch die zweimalige Anwendung eine Orientierung in der dritten Dimension geschaffen.
Die Leitlinie gestattet ebenfalls das. Niedergehen des Flugzeuges, da es für die flugtechnischen Bedürfnisse vollauf genügt, in einer geraden Linie niederzugehen. Es ist nicht notwendig, wie bei der Gleitwegbake in einer Kurve niederzugehen, sofern die Leitlinie unter einem geeigneten Winkel (in der Praxis wird dieser meist zwischen 8'und 11'betragen) zur Erdoberfläche gele-t wird. Dies hängt damit zusammen, dass das Flugzeug kurz vor der Erdoberfläche abgefangen werden muss und der Flugzeugführer durch Herabsehen auf den Flugplatz das eigentliche Aufsetzen vornehmen muss.
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ausgeschaltet. In der Zeichnung ist angenommen, dass die Dipole Ru, ru geöffnet, also untätig, die Dipole R/, R2'geschlossen, also wirksam sind.
Statt der Kommutatoren K1, K2 kann irgendeine andere Einrichtung vorhanden sein, die geeignet
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Die auf dem Flugzeug untergebrachten Empfangsanordnungen werden so ausgebildet, dass sowohl die Seitenbestimmung als auch die Höhenbestimmung voneinander unterschieden werden. Man wird hier vorzugsweise mit Kenntönen arbeiten, wie vorstehend kurz angegeben, und Empfangseinrichtungen verwenden, welche auf die verschiedenen Kenntöne abgestimmt sind. Es ist auch möglich, mit entsprechender Tastung und Zeiehenbildung zu arbeiten. Nähere Einzelheiten nach dieser Richtung hin sind jedoch für den Erfindungsgedanken unwesentlich.
Sofern die Leitlinie und die Einrichtung, durch welche das Überfliegen der Platzgrenze angezeigt wird, gleichzeitig angewandt werden, ist es vorteilhaft, die Empfangseimichtungen so auszubilden, dass die verschiedenen Anzeigeinstrumente oder die zugehörigen Empfangseinrichtungen wahlweise vom Flugzeugführer eingeschaltet werden können.
Um eine genügende Konstanz der gesamten Einrichtung zu erzielen, ist es vorteilhaft, für die Sendeanordnungen ein gemeinsames Steuerorgan zu verwenden. Arbeiten die Einrichtungen mit gleichen Wellen, so ist es ohne weiteres gegeben, einen gemeinsamen Steuersender zu verwenden ; arbeiten sie mit verschiedenen Wellen, so ist es auch hier unter Umständen vorteilhaft, einen gemeinsamen Steuersender zu verwenden und entsprechend zu vervielfachen od. dgl.
Es ist eine Frage der Betriebsorganisation, ob die verschiedenen Einrichtungen ortsfest eingebaut werden sollen oder beweglich ausgerüstet werden, damit bei verschiedenen Windverhältnissen gelandet werden kann. Die Windverhältnisse brauchen jedoch meist nicht in Betracht gezogen zu werden, da die geschilderten Einrichtungen vorzugsweise bei Nebellandung Verwendung finden sollen, wo ohnedies kein Wind herrscht. In diesem Fall wird man meist lediglieh nach den günstigsten Platzverhältnissen, d. h. der längsten Platzausdehnung landen, so dass die Stationen ortsfest sein können.
Sind jedoch be- wegliche Anlagen gefordert, so ist es gleichgültig, ob man den Hochfrequenzerzeuger mitbewegt oder ihn ortsfest aufbaut und die Antennendipole über geeignete Energieleitungen mit ihm verbindet.
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