AT143835B - Verfahren zum Herstellen von Wänden und Decken aus Beton. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Wänden und Decken aus Beton.Info
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Description
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Verfahren zum Herstellen von Wänden und Decken aus Beton.
Das Herstellen von Wänden und Decken in der Art, dass ein Gewebe aus Hanf, Flachs u. dgl. gespannt und mit Mörtel durchsetzt wird, ist bekannt. Das hiebei nass werdende Gewebe zieht sich zusammen und spannt sich noch straffer an. Der bindende Mörtel erhält das Gewebe in dieser Spannung.
Bei diesen bekannten Verfahren wurden bisher nur weitmaschige Gewebe und schnell bindender Gipsmörtel normaler Konsistenz verwendet. Die Erfindung liegt in einer weiteren, vorteilhaften Abänderung dieses Verfahrens und besteht darin, dass zumindest zwei Schichten aus Beton aufgebracht werden, von denen die erste in möglichst dünnflüssigem Zustand aufgetragen wird, während die zweite Schicht in normaler Konsistenz erst aufgetragen wird, wenn der erste auf das Gewebe aufgebrachte Überzug eine Festigkeit erreicht hat, welche ihn zum Tragen der zweiten Schicht befähigt.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen waagrechten Schnitt durch einen Teil einer Doppelwand und Fig. 2 einen lotrechten Schnitt durch ein Dach.
In Fig. 1 ist 5 einer der Träger, an welchen das Gewebe aus Hanf od. dgl. befestigt ist, während die andern Enden des Gewebes gespannt und je nach der Länge der Wand an einem oder mehreren Trägern befestigt sind. Das Gewebe 2 wird dadurch in die Betonsäule oder den Betonträger 5 fest eingebettet, dass man es in die Holzverschalung einschliesst, wenn der Träger gegossen wird. Die gegenüberliegende Seite des Trägers ist mit einer Holzleiste 6 versehen, welche an dem Träger 5 mittels Nägel 7, 8 befestigt ist. Bei einer Doppelwand wird das Gewebe 2 für die zweite Wand an dieser Holzleiste befestigt.
Das Gewebe 2 wird nun gemäss der Erfindung zunächst mit einer möglichst dünnflüssigen Betonmasse bedeckt. Durch die in dem Beton enthaltene Flüssigkeit wird das Hanfgewebe zum Schrumpfen gebracht und ihm eine anfängliche Zugspannung erteilt. Sobald diese erste Schicht trocken geworden ist und damit gesichert ist, dass die dem Hanfzeug erteilte Anfangsspannung in dem fertigen Produkt als dauernde Spannung der Armierung aufrecht bleibt und die so entstandene Wand eine genügend grosse Eigenfestigkeit hat, die zur Aufnahme der Belastung erforderliche Betonschichte zu tragen, wird der Körper an der Aussenseite mit einer Schichte 1,, aus Beton normaler Konsistenz überzogen, um die Aussenwandung 0 zu bilden.
Eine dünne Verputzschicht 14 wird sodann auf der Innenseite des Hanfzeuges 2 aufgetragen. Bei einer Doppelwand wird die zweite Wand in gleicher Weise hergestellt. Statt die Säulen oder Träger aus Beton herzustellen, kann man dieselben auch aus Holz verfertigen, an welchem das Zeug angenagelt wird.
Dächer können sehr einfach und leicht auf die in Fig. 2 dargestellte Art hergestellt werden. Hiebei wird ein Firstbalken 20 in der erforderlichen Stellung angebracht und über diesen das Hanfgewebe gelegt, nach unten gezogen und über den Wänden bei ; H befestigt. Gewünschtenfalls kann das Zeug auch noch, wie in strichlierten Linien dargestellt, weiter vorgezogen werden, um die Dachrinne zu bilden, wobei es an geeigneten Pfetten od. dgl. befestigt wird, damit es in der gewünschten Kurve gespannt gehalten wird. Sodann wird wieder zunächst eine Schichte von dünnflüssigem Beton. 34 über die ganze Aussenseite des Zeuges 2 gelegt, welches als Armierungs-und auch als Stützmittel dient.
Wenn diese Aussenschicht genügend fest geworden ist, wird eine Betonschichte 2- ? normaler Konsistenz an der Unterseite des Zeuges angebracht. Nach Wegnahme der Pfetten hat man dann ein monolitisehes Dach, das sich durch grosse Festigkeit und Leichtigkeit auszeichnet.
Der Vorteil des neuen Verfahrens liegt in der Möglichkeit, Wände und Decken von verhältnismässig grösserer Dicke ohne Schalung rasch herstellen zu können.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : . Verfahren zum Herstellen von Wänden und Decken aus Beton, bei dem der Beton auf ein zwischen festen Stützen ausgespanntes, als Bewehrung und Stütze für den Beton dienendes vegetabilisches Gewebe aufgebracht wird, welches durch das in dem Beton enthaltene Wasser zum Einschrumpfen gebracht EMI2.1 EMI2.2
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