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Spundverscluss.
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Zur Befestigung der Büchse ist ihre obere Kante in der Dicke allmählich herabgesetzt und nach oben verlängert und über die obere Kante des Flansches 2 gebördelt, so dass sie dort einen Wulst 9 bildet. Dadurch wird eine leekdichte Verbindung zwischen der Büchse 7, dem Trommelboden und dem Flansch 2 hergestellt. Zur weiteren Sicherung gegen Lecken kann jedoch auf Wunsch eine geeignete Dichtung. 10 (oder ein geeignetes leekdiehtes Material) zwischen dem Büchsenflansch 6 und dem Sitz. 5 angeordnet werden (Fig. 2).
Die Öffnung in der Büchse 7 kann durch einen 1'i1etallschraubspund 11 verschlossen werden, der z. B. die in den Fig. 2 und 4 dargestellte Form hat. Der Spund 11 weist ein Aussengewinde zum Eingriff in das BÜehsellgewinde 12 auf und oben einen Flansch oder Kopf 13. Der mittlere Teil des Spundes hat eine nach aussen zugängliche Öffnung 14 von unregelmässiger Form zur Aufnahme eines geeigneten Werkzeuges, um ihn in die Büchse 7 ein-und herauszuschrauben. Dieser Spund weist ferner eine Ringnut 15 zwischen seinem Kopf 13 und dem Gewinde zur Aufnahme einer Dichtung 19 auf, die aus zusammendrüek- barem Material, wie Fiber, Gummi usw., bestehen kann.
Die Büchse 7 bildet am Wulst 9 über ihrem Gewinde 12 einen Sitz 26, mit dem die Spundnut 15 ausgerichtet ist, wenn der Spund 11 in seiner Ver-
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Der in die Büchse 7 geschraubte Spund 11 bildet einen leekdichten und luftdiehten Verschluss des Behälters.
Der beschriebene Verschluss kann als wirksames Mittel zum Verschliessen der Behälteröffnung während der Beförderung und Aufbewahrung dienen. Es ist aber auch äusserst erwünscht, ein weiteres Diehtungsmittel anzuwenden, das den Spund 11 nicht nur gegen ein unbefugtes Herausnehmen oder Lockern schützt, sondern auch bequem schnell ein unbefugtes Hantieren an dem Behälterversehluss anzeigt.
Zu diesem Zwecke wird eine verhältnismässig dünne Dichtungskappe. 80 aus Metall verwendet, deren Seitenwand in ihrer Form vor der Befestigung frei nach unten über den Wulstring 9 der Büchse 7 hinweggeht. Bevor die Kappe 20 an ihrer Stelle befestigt wird, wird eine Dichtung 21 von zusammen- drüekbarem Material auf die obere gerundete Kante des Wulstes 9 aufgelegt. Der mittlere Teil der Oberfläche der Kappe ist ein wenig versenkt und bildet eine Eingtasche 22, in der die Dichtung 21 gegen eine seitliche Verlagerung gesichert wird, wenn sie auf der oberen Fläche des Wulstes durch Niederdrücken der Kappe zusammengedrückt wird.
Der Spund 11 kann so bemessen werden, dass sein Kopf 13 nach dem vollkommenen Einschrauben entweder mit der oberen Fläche des Wulstes bündig, über dem Wulst oder darunter liegt. In jedem Falle hat die Diehtungskappe 20 vorzugsweise eine solche Form und Lage zu dem Spund, dass ihre obere Fläche auf dem Spund sitzt (Fig. 2) und hiedurch ein weiteres Mittel bildet, um eine Lockerung des Spundes zu verhindern.
Zur Befestigung wird die ganze Kappe auf den Wulst 9 niedergedrückt, um die Dichtung 21 zu- sammenzudrücken. Dieses Festmachen soll ohne Ausübung eines axialen Druckes auf den Flanseh 2, die Büchse 7 und die Behälterwand 1 geschehen, damit die Behälterwand nicht eingebeult wird, wodurch der Behälter unbrauchbar werden würde. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird der Stulpen 2. 3 der Kappe rund um und hinter dem Wulst 9 mit einem geeigneten Werkzeug zusammengezogen, das mit der äusseren abgerundeten Seitenkante des Wulstes zusammenwirkt. Um ein gleichmässiges Zusammenziehen des Kappenstulpes zu erleichtern, kann derselbe gemäss Fig. 6 gewellt oder ausgezaekt werden.
In der endgültigen Befestigungslage der Kappe liegt die freie Kante ihres Stulpes fest und gleichmässig auf den Flansch unterhalb des Wulstes 9 an. Auf diese Weise ist die Kappe so gesichert befestigt, dass ihr Wegnehmen äusserst schwierig ist. Sie kann nicht entfernt werden, ohne sie so zu verbiegen oder zu beschädigen. Diese Anordnung schützt vollkommen gegen ein unbefugtes und unbemerktes Öffnen des Verschlusses. Zur bequemen befugten Entfernung der Kappe sind auf der oberen Fläche derselben Längskerben 24 vorgesehen, die einen Reissstreifenmit einem erweiterten mittleren, direkt Über der Öffnung 14 des Spundes 11 gelegenen Teil bilden.
Der erweiterte Teil dieses Reissstreifens hat bei 25 eine Querkerbe, und diese Kerblinie kann durch einen Schraubenzieher oder ein anderes geeignetes angesehärftes Werkzeug bequem durchstossen werden. Die Enden des weggebroehenen Teiles können bequem mit einem geeigneten Werkzeug gefasst werden, um den Reissabsehnitt längs der Kerblinien 24 nach aussen abzu-
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von dem Verschluss bequem abgehoben werden kann.
Die Vorteile der Erfindung gehen aus dem Vorstehenden ohne weiteres hervor. Sie schafft eine doppelt wirksame Dichtung, die eine vollkommene Sicherung gegen Lecken und Verlust des Behälterinhaltes unter den härtesten Beförderungs-und Aufbewahrungsbedingungen bildet.
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die von einem auswärts ragenden, vorzugsweise aus der Behälterwand ausgepressten Ringflansch 28 umgeben ist.
Die Wandfläehe am Grunde des Flansches 28 ist nach aussen getrieben und bildet einen Absatz 29 und damit eine Tasche 30, die den waagerechten Flanseh. 31 einer mit Innengewinde versehenen Büchse. 32
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über dem Gewinde-M allmählich verjüngt, nach oben verlängert und über die äussere Kante des Flansches 28 gebördelt und bildet so einen Wulst. 3. 5. Eine geeignete Dichtung oder Verbindung. 36 kann zwischen der oberen Wand der Tasche 30 und dem Büehsenflansch 31 eingelegt werden.
Sind die Teile, wie beschrieben, befestigt, so ist eine leckdichte Verbindung zwischen dem Büehsenflanseh 31, der Behälterwand 2"1 und dem Flansch 28 hergestellt. Der Wulst. 35 bildet an der äusseren Kante der Behälter- öffnung einen abgerundeten winkeligen Sitz über dem Büehsengewinde, der in noch zu beschreibender Weise benutzt wird.
Die Büchsenöffnung kann durch einen Metallspund 37 verschlossen werden, der aus geeignetem Material und in geeigneter Form gemäss Fig. 7 und 9 hergestellt werden kann. Im besonderen hat dieser Spund einen kappenförmigen Körper 38, dessen unterer Teil Gewinde zum Eingriff in das Büchsengewinde. 34 hat. Ferner weist er einen Kopf. 39 von etwas grösserem Durchmesser als dem des Gewindeabsehnittes auf. Die Rille 40 zwischen dem Spundkopf 89 und dem Spundgewinde dient zum Halten einer aus geeignetem Material, wie Gummi, Fiber usw., hergestellten Dichtung 41, deren Aussendurehmesser ungefähr derselbe ist wie der des Spundkopfes 39.
Diese Dichtung dichtet, wie später ersichtlich wird, die Gewindeverbindung zwischen der Büchse-32 und dem Spund. 37 ab. Die Rille 40 hat ungefähr dieselbe Tiefe wie das Spundgewinde, der obere Teil derselben ist jedoch abgerundet und ein wenig tiefer als das Spundgewinde und bildet eine gut begrenzte Nut, in der die Diehtung festgehalten und zusammengedrückt wird, sobald der Spund in die Verschluss-Stellung geschraubt wird. Das Einsetzen und Herausnehmen des
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körpers (Fig. 7) nach innen vorstehen.
Um nun zu erreichen, dass der Spund stets in seine richtige und vorbestimmte Dichtungslage bewegt werden kann, werden der Spundkopf, 39, die Wulstsitzfläehe 43, die Dichtungsnut 40 und die Gewindeverbindung zwischen dem Spund 37 und der Büchse-32 zueinander abgestimmt, d. h. die Breite des Spundkopfes 39 ist z. B. so gross, dass seine untere Kante die innere abgerundete Wulstsitzfläche 4. 3 (Fig. 7) ein wenig unterhalb der oberen Fläche des Wulstes trifft, und die Spundnut 40 und Dichtung 41 sind in ihrer Grösse zueinander so bemessen, dass die Dichtung vollständig zusammengedrückt ist, wenn der Spundkopf die beschriebene Stellung erreicht.
Da ferner der Wulst mit seiner inneren abgerundeten (nach unten und innen geneigten) Sitzfläche am Kopf 39 anliegt, hat die so hergestellte Anlage eine keilähnhehe Wirkung, die ebenfalls die Dichtheit der Abdichtung sichert und dazu mitwirkt, eine Lockerung des Spundes infolge von Erschütterungen, Stössen und andern Ursachen zu verhindern.
Zur Vervollständigung der Verschlussanordnung wird eine Dichtungskappe 44 (Fig. 7 und 8) ver-
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wird und sich längs des Flansches 28 nach unten erstreckt. Hiedurch wird der Spund. 37 verhüllt und unzugänglich gemacht. Es ist notwendig, dass diese Dichtung so aufgebracht wird, dass sie, einmal aufgebracht, nicht entfernt und wieder aufgebracht werden kann, ohne dass dies in Erscheinung tritt. Zu diesem Zwecke wird eine Kappe vorgesehen, die ohne ihre Zerstörung nicht abgenommen werden kann. Die Kappe kann nur durch Wegreissen von eingekerbten Abschnitten entfernt werden, und der Kappenstulp ist so bemessen, dass die Kappe durch Einführung eines Gegenstandes unter die freie Kante des Stulps nicht abgehoben werden kann.
Im besonderen ist die obere Fläche der Kappe 44 etwas in die Höhe gezogen, so dass sie auf dem Spunde 37 aufliegt. Aussen ist sie bei 46 ein wenig abgesetzt und bildet dort eine Fläche, die eine Dichtung 47 aus geeignetem Material trägt. Diese Dichtung hat normal einen Innendurchmesser gleich dem Aussendurchmesser des Spundkopfes 39, so dass sie um die Kante des Spundkopfes und auf
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untere Kante so dicht an die Fläche des Absatzes 29 reicht, dass es unmöglich ist, zum Lockern der Kappe 44 einen Gegenstand unter diese Kante zu schieben. Ein weiterer Schutz vor unbefugtem Öffnen besteht darin, dass man dem Kappenstulp eine glatte Oberfläche gibt, so dass er satt am Flanseh 28 anliegt.
Es sind daher keine vorspringenden Teile oder Flächen vorhanden, die durch irgendeinen Gegenstand zu dem obenerwähnten Zweeke erfasst werden könnten.
Die Kappe 44 kann, bevor sie auf dem Verschluss befestigt wird, die in den Fig. 8 und 11 dargestellte Form haben. Man ersieht aus Fig. 8, dass sieh die Kappe nach ihrem Aufbringen auf den Verschluss haupt- sächlich wegen der Dicke der Dichtung 47, die erst während des Kappenbefestigungsvorganges zusammen- gedrückt wird, in einer etwas angehobenen Lage befindet. Beim Aufbringen der Kappe durch ein hiezu geeignetes Werkzeug wird der Kappenstulp radial nach innen gegen die äussere abgerundete Wulstfläche bewegt, bis der Kappenstulp gleichmässig unterhalb des Wulstes 35 satt am Flansch 28 anliegt (Fig. 7).
Während die Kappe befestigt wird, wird die Dichtung 47 auf der Oberfläche des Wulstes 35 zusammen- gedrückt und die Oberfläche der Kappe 44 auf den Spund'37 aufgesetzt. Hiedurch wird eine leckdichte Verbindung zwischen der Kappe 44 und dem WuM. 35 geschaffen.
Zum Entfernen der Kappe können auf der Oberfläche derselben und an deren Stulp Einkerbungen 48 und 49 (Fig. 10 und 11) vorgesehen werden. Die Kappe wird aus einem dünnen Werkstück (Fig. 10) hergestellt und mit Einkerbungslinien 50 und 51 versehen, die mit Ausnahme der kleinen Unterbrechungen 52
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Es hat sich gezeigt, dass eine in der beschrieben Art hergestellte Kappe aus metallblech in verhältnismässig starken Abmessungen hergestellt werden kann. Dies erhöht die Sicherheit der Abdichtung und verringert die Möglichkeit einer unbefugten Hantierung an dem Verschluss.
Fig. 12 zeigt eine Kappe, bei welcher nur ein gekerbter Abschnitt 54 verwendet wird, der mit dem Abschnitt 4S oder 49 der Fig. 11 völlig gleich ist. Man kann ferner eine in ähnlicher Weise wie in Fig. 12 gekerbte Kappe vorsehen, bei weleher im Stulp 56 eine Anzahl radialer Kerblinien 55 vorgesehen werden. Eine derartige Kappe und das Werkstück derselben sind in den Fig. 13 und 14 dargestellt. Diese Stulpkerbungen haben den Zweck, eine Sicherung gegen eine unauffällige Hantierung an der Kappendiehtung durch Einführen irgendeines Gegenstandes unter die freie Kante des Stulps herzustellen. Sollte in irgend-
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übt werden, um die Kappe loszumachen, so würde der Kappenstulp 56 längs der Kerblinie kreissen, ohne die Kappe loszumachen.
Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, kann beispielsweise die Büchse 7 (Fig. 1-6) fortfallen und das äussere Ende des Flansches 2 selbst derart gerollt werden, dass er einen Wulst bildet oder der Wulst kann in sonstiger geeigneter Weise vorgesehen werden. In diesem Falle kann ein Schraubspund nicht benutzt werden. Es kann jedoch ein glatter Spund (z. B. aus Holz od. dgl.) verwendet werden, der durch die Dichtungskappe gegen eine Lockerung gesichert wird. Die Kerblinien in der Oberfläche der Dichtungskappe können bis zu der freien Kante des Kappenstulps hindurch verlängert werden. In manchen Fällen kann die Kappendichtung 21 fortfallen und dabei der Stulp der Kappe 20 unterhalb des Wulstes 9 in geeigneter Weise umgekrempelt werden.
Der Spund 11 und die Kappe 20 können so zueinander geformt werden, dass die Kappe auf der oberen Fläche des Spundes aufliegt, wodurch eine Lockerung desselben verhindert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spundverschluss für Blechbehälter mit einem die Behälteröffnung umgebenden zylindrischen, nach aussen ragenden Stutzen, in den eine mit Innengewinde versehene, den Spund aufnehmende Büchse eingepasst ist, die unter Bildung eines Wulstes über den Aussenrand des Stutzens gebördelt ist oder welcher Stutzen selbst mit Innengewinde undam Aussenrand mit einem Wulst versehenist, dadurehgekennzeiehnet, dass auf dem Wulst (9, 35) eine Dichtung (21, 47) von einer als Sicherung gegen unbefugtes Hantieren dienende Kappe (24, 44) gepresst wird, deren nach unten ragender Stulp (2.
3, 45) bis unter den Wulst der Büchse ('1, 32) oder des Stutzens reicht und auf seinem Unfang stramm um den Wulst und darunter um den Stutzen (2, 28) zusammengezogen ist, wobei der Stulp vorzugsweise so lange ist, dass seine freie Kante bis dicht an die Behälterwand reicht, um einen Zugang zu der freien Kante zwecks Lösung der Kappe zu verhindern.
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