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Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Fernsprechnebenstellenanlagen, bei welchen die Haus- bzw. Amtsverbindungseinrichtung den einzelnen Teilnehmern durch Relais zugeschaltet wird.
Im besonderen betrifft sie die tbergabe von Amtsgesprächen von einer Nebenstelle zur ändern und besteht darin, dass durch eine 8chaltmassnahme (Tastendruck und dadurch Erdung der Stationsschleife) der übernehmenden Sprechstelle ein Kurzschluss auf der Amtsverbindungsleitung hervorgerufen wird, durch welchen das Amtsanschalterelais der von der Amtsverbindungseinrichtung abzuschaltenden Sprechstelle abfällt, während das der übernehmenden Sprechstelle über das bei dieser durch die Stationstaste angelegte Potential hält.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es ist nur die Amtsverbindungseinrichtung einer Nebenstellenanlage im Anschluss an ein Z. B.-Amt dargestellt. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende :
Wünscht ein Nebenstellenteilnehmer eine Amtsverbindung, so drückt er die bei der Station befindliehe Erdungstaste ET, bevor er den Handapparat abhebt. Dann hebt er diesen bei gedrückter Taste ab und lässt die Taste los. Währenddem gehen folgende Schaltvorgänge vor sich : Mit dem Drücken der
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und Erde an und legt die Kontakte 4 a und 5 a um.
Nach Abheben des Handapparates hält sich das Relais A mit der Wicklung A171 über Erde, ET, Stationsschleife, 5 a, 177, p 7, X I und Batterie weiter. In diesem Stromkreis sprechen auch die Relais Sp und X an. 18 sp bildet über die Drosselspule Dr die Schleife auf der Amtsleitung. Das Relais Sp erregt in bekannter Weise ein hier nicht gezeichnetes Relais Y1, welches über die Dauer der Verbindung hält. Der Kontakt. 3 tu, der für jeden Teilnehmer vorgesehen
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und den Widerstand Wi die Wicklungen Sp II und X II unter Strom. Das Relais X fällt ab, da seine beiden Wicklungen gegengeschaltet sind. Mit dem Ansprechen des Relais X wird über Erde, 9 b, 10 f, Y und Batterie das Relais Y erregt.
Nach dem Abfallen des Relais X spricht, da das Relais Y abfallverzögert
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Verbindung über 14 und 72 sp. Die Kontakte 1 b, die. für jeden Teilnehmer vorgesehen sind, sperren diese durch Abschaltung der Wicklungen Al für Amtsverkehr.
Wird eine Rückfrageverbindung gewünscht, so drückt der Teilnehmer wieder die Erdnngstaste El', wodurch die Wicklungen Sp II und X 11 kurzgeschlossen werden und das Relais X über die Wicklung X I
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spricht nun auch das Relasi R 2 an. 6 r 2 schliesst die Wicklung R 1 I kurz, das Relais hält jedoch über die Wicklung R 111 weiter. 16 r 2 und 17 r 2 schalten das Amt von der Verbindungseinrichtung ab.
17 r 2 überbrückt auch den Kontakt 18 sp, welcher während der Riickfragewahl impulsweise öffnet, so dass die Schlusszeiehengabe zum Amt verhindert wird. Jetzt wählt der Teilnehmer die gewünschte Rückfrageverbil1dung, was nicht näher beschrieben werden soll. Nach Melden des in Rückfrage angerufenen Teilnehmers wird dieser durch seine Kontakte 4 a und 5 a ebenfalls an die Amtsverbindungs-
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leitung angeschaltet, und das Gespräch wickelt sich ab. Das Anwerfen des Relais A des in Rückfrage angerufenen Teilnehmers kann auf irgendeine hier nicht interessierende Weise über eine weitere Wicklung erfolgen.
Nach dem Rückfragegespräch kann, falls beide Teilnehmer Nebenstellen sind, denn nur solche sind mit Erdungstasten ET ausgerüstet, einer der beiden Teilnehmer das Amtsgespräch fortsetzen.
Dieser drückt die Taste ET. Dadurch wird wie bei Einleitung der Riickfrage wieder das Relais X zum Ansprechen gebracht. 15 x stellt über 16 r 2 einen Kurzschluss auf der Amtsverbindungsleitung her, so dass das Relais A (Wicklung A II) desjenigen Teilnehmers, welcher die Erdungstaste nicht gedrückt hat, ebenfalls kurzgeschlossen wird und abfällt. Das Relais A des übernehmenden Teilnehmers (welcher
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Teilnehmer mit dem Amte verbunden und setzt das Gespräch fort.
Mit Gesprächsschluss legt der Teilnehmer seinen Handapparat auf, wodurch die Relais Sp und X stromlos werden. In weiterer Folge fallen auch die Relais V 1 und B ab, wodurch die Sperrung der Teilnehmer für Amtsverkehr wieder aufgehoben wird.
Die Art des Hausverkehres ist in der Zeichnung, da auf die Erfindung ohne Bezug, nur angedeutet.
Hebt der Teilnehmer nur den Handapparat ab, so spricht das Relais H an und schaltet mit 2 A die Wicklung A I ab und auf die Hausverbindungseinrichtung um. Die Relaiswiderstände sind so bemessen, dass nach dem Abheben des Handapparates bei der Station nur das Relais H und nicht das Relais A anspricht.
Falls die Amtsleitung belegt ist und die Wicklung A I durch 1 b abgetrennt ist, bleibt der Anreizstromkreis für den Hausverkehr batterieseitig über den Widerstand Wi 2 aufrecht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen, bei welchen die Haus-bzw. Amtsverbindungseinriehtung den einzelnen Spreehstellen durch Relais zugeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabe von Amtsgespräehen von einer Nebenstelle zur andern in der Weise bewirkt wird, dass durch eine vorübergehende Schaltmassnahme (Erdung der Sprechschleife) bei der übernehmenden Stelle ein Kurzschluss auf der Amtsverbindungsleitung bewirkt wird, durch welchen das Amtsansehalte- relais (A) der abzuschaltenden Stelle abfällt, während das der übernehmenden Spreehstelle über das bei dieser durch die Stationstaste (ET) angelegte Potential hält.