AT142372B - Verfahren zur Herstellung von 20- und mehrprozentigen Lösungen von Barbitursäureabkömmlingen, deren CC- Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 20- und mehrprozentigen Lösungen von Barbitursäureabkömmlingen, deren CC- Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen.

Info

Publication number
AT142372B
AT142372B AT142372DA AT142372B AT 142372 B AT142372 B AT 142372B AT 142372D A AT142372D A AT 142372DA AT 142372 B AT142372 B AT 142372B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
aliphatic
substituents
consist
acid derivatives
barbituric acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mag Pharm Franz Wratschko
Original Assignee
Eggochemia Fabrik Chem U Pharm
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eggochemia Fabrik Chem U Pharm filed Critical Eggochemia Fabrik Chem U Pharm
Application granted granted Critical
Publication of AT142372B publication Critical patent/AT142372B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung   von 20-und   mehrprozentigen Lösungen von   Barbiturs. iureabkömmlingen.   deren CC-Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen. 



   Es hat sich gezeigt, dass speziell für Injektionslösungen der   CC-disubstituierten Barbitursäure   das Lösungsvermögen der bisher verwendeten einfachen Amide der niederen   Fettsäure.   als welche bekanntlich Acetamid und Formamid verwendet werden, zu gering ist, um derart konzentrierte Lösungen zu erhalten, wie sie für therapeutische Zwecke notwendig sind, siehe z. B. die deutschen Patentschriften   Nr.     554083.   
 EMI1.1 
 



   Aus diesem Grunde wurde versucht, durch verschiedene Zusätze den beabsichtigten Zweck zu erreichen. So ist in der deutschen Patentschrift Nr. 524166 die Herstellung von 10% igen Lösungen von   Barbitursäurederivaten   mit Hilfe von Acetamid-Urethan bzw. Formamid-Urethan beschrieben. Praktisch beträgt die Höchstgrenze der mit Hilfe dieser niederen Fettsäureamide mit Urethanen herzustellenden Lösungen zirka 15% auf   CC-disubstituierte Barbitursäuren berechnet,   während die höchstmögliche Konzentration mit diesen Amiden allein nur ein Bruchteil des obigen Gehaltes aufweist. Heute verlangt die Therapie 20-und 30% ige Lösungen der substituierten Barbitursäure. Derartige Konzentrationen hat man aber, wie oben bemerkt, mit den unsubstituierten niederen Fettsäureamide bisher nicht erhalten können. 



   Gemäss der Erfindung gelingt es in überraschender Weise, sehr hochkonzentrierte Lösungen von in Wasser unlöslichen   CC- disubstituierten Barbitursäuren,   die als Substituenten eine aliphatische und eine zyklische Gruppe enthalten, mit Fettsäureamiden allein bzw. deren wässrigen Lösungen zu erhalten, wenn man nicht die Amide der niederen Glieder der Fettsäuren, sondern die Amide solcher von mindestens drei Kohlenstoffatomen verwendet. Man kann auf diese Weise, wie die unten angeführten Beispiele zeigen, schon mit Propionamid ohne irgendeinen Zusatz als etwa Wasser ganz bequem selbst 30-, aber auch mehrprozentige Lösungen von unbegrenzter Haltbarkeit herstellen.

   Interessanterweise gelingt es mit den Fettsäureamiden von   Cs   und aufwärts nicht. von Barbitursäurederivaten, die als CC-Substituenten zwei aliphatische Reste haben, Lösungen von auch nur 10% herzustellen. Die genannten Fettsäureamide sind also spezifische Lösungsmittel nur für die durch einen aliphatischen und einen zyklischen Rest gemeinsam substituierten Barbitursäuren, eine Erkenntnis. die durchaus neu ist. 



   Es ist bereits bekannt, die am Stickstoff dialkylierten Amide niederer Fettsäuren zur Lösung verschiedener Substanzen zu verwenden, wie auch bekannt, Propionamid unter Erwärmen und Einleiten von Kohlensäure zur   Herstellung injizierbarer Lösungen   aus den leicht löslichen Alkalisalzen der CC-disubstituierten Barbitursäure heranzuziehen, damit diese Alkalisalze vor allem haltbar werden. Man wusste angesichts dieser Arbeitsweise also nicht, dass der Zusatz von Propionamid zu den äusserst schwer   löslichen     CC-disubstituierten Barbitursäuren,   deren Substituenten aus einem   aliphatisehen   und einem zyklischen Rest bestehen, als solchen allein schon genügt, um sie injizierbar zu machen. 



   Im Verhalten der Fettsäureamide mit mehr als zwei Kohlenstoffatomen gegenüber den bisher zumeist verwendeten Amiden der niederen Glieder der Fettsäuren macht sich aber bei ersteren nicht nur ein gradueller, sondern ein sprunghafter Unterschied in mehrfacher Hinsicht bemerkbar. Einerseits entspricht die Erhöhung des Lösungsvermögens für die angeführten Barbitursäurederivate keineswegs nur der prozentuellen Zunahme wie zwischen Formamid und Acetamid, sondern es erfolgt ein momentaner Sprung auf das Vielfache. Ein weiterer Vorteil ist der, dass die genannten Amide bis zu einem gewissen Grad   ätherlöslich   sind, während die der niederen Glieder in Äther fast unlöslich sind.

   Dieser 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 letztere Umstand bedingt auch hinsichtlich der therapeutischen Verwendung einen wesentlichen Unterschied zwischen den mit diesen Lösungsmitteln hergestellten Injektionen gegenüber den mit Formamid und Acetamid erhaltenen, da der Verteilungskoeffizient zwischen Lipoid- und Wasserlöslichen im Verhältnis zu den mit Amiden der niederen Fettsäuren hergestellten Lösungen merklich zugunsten der ersteren Komponente verschoben wird. Der dadurch erzielte schwach hypnotische Effekt ergibt eine willkommene Komplettierung der mit der Anwendung der Barbitursäurederivate beabsichtigten Wirkung, also eine Addition zweier therapeutischer Effekte bei gleichzeitig geringerer Giftigkeit. Dieser Umstand wirkt sich, wie klinische Versuche gezeigt haben, in einer wesentlich rascher eintretenden Wirkung aus.

   Formamid und Acetamid zeigen übrigens in grösseren Dosen krampferregende.   pikrotoxinähnliehe   Wirkungen. was z. B. bei Propionamid nicht der Fall ist. 



   Es ist   natürlich   ohne weiteres   möglich,   die Amide von Propionamid aufwärts auch in Kombination mit andern Lösungshilfsmitteln, oder Verdünnungs- bzw. Verflüssigungsmitteln wie z. B. Betain. niederen Fettsäureamiden, Harnstoff, Alkohol, Wasser usw. oder Mischungen solcher, zu verwenden. Das kann in gewissen Fällen, insbesondere wenn es sich um Kombinationen mit andern therapeutischen wirksamen Stoffen handelt, sogar vom Vorteil sein. 



   Beispiele :
1. 20 g   Cyelohexyläthylbarbitursäure   werden in 80   g   eines Lösungsmittels gelöst, das zu 82% aus Propionamid,   3% Betain   und 15% Wasser besteht. 
 EMI2.1 
 Propionamid, 40% Acetamid und 10% Wasser besteht. 



   4.25   g Phenyläthylbarbitursäure   werden in 75 g eines Lösungsmittels gelöst, das zu 45% aus Aeetamid, 40% Butanamid und 15% Wasser besteht. 
 EMI2.2 
 aus Butanamid. 60% Propionamid und   20%   Wasser besteht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von 20-und mehrprozentigen Lösungen von Barbitursäureabkömmlingen, deren CC-Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungshilfsmittel nichtsubstituierte Amide von Fettsäuren mit mindestens drei Kohlenstoffatomen im Molekül verwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtsubstituierten Amide von Fettsäuren mit mindestens drei Kohlenstoffatomen in Verbindung mit andern Lösungshilfsmitteln oder Verdünnungs- bzw. Verflüssigungsmitteln oder mit Mischungen solcher zugesetzt werden.
AT142372D 1934-07-02 1934-07-02 Verfahren zur Herstellung von 20- und mehrprozentigen Lösungen von Barbitursäureabkömmlingen, deren CC- Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen. AT142372B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT142372T 1934-07-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT142372B true AT142372B (de) 1935-07-10

Family

ID=3642114

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT142372D AT142372B (de) 1934-07-02 1934-07-02 Verfahren zur Herstellung von 20- und mehrprozentigen Lösungen von Barbitursäureabkömmlingen, deren CC- Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT142372B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69423514T2 (de) Wässrige konzentratformulierungen mit reduzierter augenreizung
DE1925598A1 (de) Synergistische antibakterielle Zubereitungen
AT142372B (de) Verfahren zur Herstellung von 20- und mehrprozentigen Lösungen von Barbitursäureabkömmlingen, deren CC- Substituenten aus einem aliphatischen und einem zyklischen Rest bestehen.
DE753235C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Lactoflavinloesungen
DE940383C (de) Unkrautvernichtungsmittel
DE709176C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren, k-Strophanthin, Theophyllin und Traubenzucker enthaltenden waessrigen Loesungen
Strack et al. Über den Gehalt von Cholin, Acetylcholin und Carnitin im Muskel.
DE544921C (de) Netz-, Reinigungs- und Dispergiermittel
DE585532C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von 1-Phenyl-2íñ3-dialkyl-4-dialkylamino-pyrazolonen mit 1-phenyl-2íñ3-dialkylpyrazolon-4-aminomethansulfonsauren Salzen und deren Derivaten
AT134998B (de) Insektenvertilgungsmittel.
AT393454B (de) Augentropfenzusatz
CH629938A5 (en) Emulsion for flushing organs to be transplanted, and process for the preparation of the emulsion
Dale et al. Enthält das normale Blut Acetylcholin?[Mit Berücksichtigung der Arbeit von Kapfhammer und Bischoff.]
DE589519C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Loesungen von Aminobenzoesaeurealkaminestern
DE60010461T2 (de) Phytosanitäre zusammensetzung die einen wasserlöslichen wirkstoff und ein modifiziertes öl enthält
DE713917C (de) Verfahren zur Herstellung von medizinischen Salben aus therapeutisch wirksamen Farbstoffen und Farbstoffabkoemmlingen
DE1146693B (de) Verfahren zur Umwandlung zweijaehrig fruchttragender Obstbaeume, insbesondere Apfelbaeume, in einjaehrig fruchttragende
DE690111C (de) findlicher Loesungen beim Sterilisieren
AT136741B (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Lösungen von Aminobenzoesäurealkaminestern.
DE672494C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexamethylentetraminpraeparaten
DE767565C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von in Wasser schwerloeslichen Phenolen
AT136972B (de) Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Cellulose in Schwefelsäure und zur Darstellung von Kunstseidefäden, Filmen, Bändchen u. dgl. Kunstprodukten mehr aus diesen Lösungen.
DE712511C (de) Verfahren zur Erhoehung der Loeslichkeit von Coffein in Wasser
AT105804B (de) Verfahren zum Haltbarmachen von Zelluloseazetatlösungen oder Zelluloseazetylierungsmischungen.
DE271732C (de)