AT142188B - Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern. - Google Patents

Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern.

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AT142188B
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Telefunken Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern. 



   Beim Fernsehen mit Braunscher Röhre als Empfänger wird der bildschreibende Kathodenstrahl periodisch in Richtung der beiden Koordinaten des Bildfeldes auf elektrostatischem oder magnetischem Wege abgelenkt. Diese Bewegungen müssen vom Sender her in richtiger Frequenz und Phase gesteuert, d. h. synchronisiert, werden. Die Ablenkspannungen bzw.   Ablenkströme   sollen die bekannte Sägezahnform nach Fig. 1 haben, wodurch die   Lichtfleckversehiebung   während der Zeit T zeitproportional erfolgt und der Strahl in einem kurzen, bildfreien Intervall J auf den Ausgangspunkt zurückkehrt. 



   Man kann hiebei gemäss Fig. 2 das Zugeständnis machen, dass der Sägezahn eine gewisse Abrundung erfährt, was gleichbedeutend ist mit der Beseitigung einer Reihe von Oberschwingungen höherer Ordnungzahl der   Grundfrequenz l/T.   Dieses Zugeständnis bedeutet praktisch, dass von der Zeilenlänge (bzw. 
 EMI1.1 
 



   Die Ablenkung des Kathodenstrahles erfolgte bisher durch solche möglichst   sägezahnformigen  
Schwingungen zweier Kippkreise, die aus Kondensator, Aufladewiderstand und Entladeröhre bestanden. Der für diese Anordnungen in der Praxis benötigte Aufwand an Schaltelementen, Röhren, Netzanschlussteilen usw. war erheblich und verteuerte das Empfangsgerät wesentlich. 



   Zweck der Erfindung ist, den genannten grossen Aufwand an Mitteln beim Empfänger durch ein einfacheres Synchronisierverfahren zu vermindern. 



   Die Erfindung geht davon aus, dass es für Fernsehdarbietungen stets erwünscht ist, die akustische Begleitung zu übertragen. Hiezu wird eine besondere Tonträgerwelle ausgestrahlt, die mit Musik oder Sprache moduliert ist. Die Ausführbarkeit der Erfindung beruht darauf, dass man für gute akustische
Qualität mit einem Frequenzband bis zu etwa 4000 Hertz hinauf auskommt. Bei den heutigen Fernsehbildern mit 180 Bildzeilen und 25 Bildern in der Sekunde liegt die   Zeilengrundfrequenz 1fT   bereits bei 4500 Hertz. In naher Zukunft ist jedoch damit zu rechnen, dass sowohl die Zahl der Zeilen als auch die der Bildweehsel erhöht wird.

   Die Zeilengrundfrequenz wird daher künftig in bezug auf das akustische Frequenzband, selbst wenn dieses bis über 4000 Hertz hinaus ausgedehnt werden sollte, so weit verschoben sein, dass ihre Trennung von diesem mit verhältnismässig einfachen Siebmitteln möglich ist. 



   Unter dieser Voraussetzung ist die der Erfindung zugrunde liegende Überlegung folgende : Beim Bildempfänger ist weniger die Herstellung der Bildfrequenz als vielmehr die der Zeilenfrequenz kritisch. Die zur Querverschiebung der Zeile dienende Bildfrequenz kann in der richtigen Kurvenform entweder durch Fernsynchronisierung eines relativ trägen Kippschwingungskreises oder aus dem WechselstromLichtnetz über Verzerrungsmittel verhältnismässig bequem gewonnen werden, weil dabei für den Rücklauf des Kathodenstrahls, der sich über die Dauer einiger Bildzeilen erstrecken darf, noch keine hinderlichen Zeitkonstanten auftreten. Ferner ermöglicht die Erfindung in bezug auf die Herstellung der Querablenkung weitere, später erörterte Vereinfachungen.

   Schwierig und aufwandbedingend war dagegen bisher die Erzielung eines genügend raschen Rücklaufes des Lichtfleckes in der Zeilenbahn, weil dafür als Intervall nur die Grössenordnung 10-5 Sekunden oder noch weniger zur Verfügung steht. Diese Forderung bedingte nämlich eine Kippröhre von hoher momentaner Stromdurchlässigkeit oder zu deren Ersatz einen ziemlich komplizierten Röhrenaufbau. 



   Hier setzt nun die Erfindung ein. Erfindungsgemäss wird die Sägezahnkurve für die Zeilenfrequenz nicht erst beim Empfänger erzeugt, sondern, etwa in der Form der Fig. 2, vom Sender zum Empfänger 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 auf der Tonträgerwelle übertragen. D. h. die Tonträgerwelle wird ausser durch die Musik oder Sprache noch durch das Frequenzgemisch einer Sägezahnkurve gemäss Fig. 2 moduliert. Nach der Demodulation im Empfänger wird die gleichgerichtete Trägerfrequenz ausgefiltert, das akustische Frequenzband durch
Siebmittel getrennt und mit der   zurückgewonnenen   rein niederfrequenten Sägezahnkurve das Gitter eines Leitungsrohres gesteuert.

   Dieses bringt bei elektrischer Ablenkung die erforderliche Sägezahn- spannung unmittelbar am Anodenwiderstande hervor, dem die Ablenkplatten parallel geschaltet werden, während bei magnetischer Ablenkung der entsprechend geformte Anodenstrom selber, u. zw. ganz oder zu einem Bruchteil, die Feldspule   durchfliesst.   Somit fällt die Herstellung der Sägezahnkurve durch
Kippanordnungen im   Empfänger-weg, und, es können   alle dafür bisher notwendigen Mittel entbehrt werden. 



   Die zusätzliche Modulation durch die Zeilengrundfrequenz und deren Harmonische, die zusammen die resultierende Sägezahnform ergeben, bedingt natürlich theoretisch eine nicht unerhebliche Verbreiterung des Frequenzbandes der Tonträgerwelle. Da man indessen gemäss Fig. 2 die Kurve erheblich abrunden kann, kommt man in der Praxis mit einem Bande von etwa 50.000 Hertz aus. 



   Die Konstanz der Phasenlage der Sägezahnkurve zu dem auf einer andern Welle übertragenen Bilde ist bei Anwendung von Ultrakurzwellen gewährleistet, solange sich der Empfänger für beide Wellen, die Bildträgerwelle und die Tonträgerwelle, im direkten Strahlungsfelde beider Sendeantennen befindet. 



  Dadurch ist dann ohne weiteres sichergestellt, dass die Zeilenanfänge sich in richtiger zeitlicher Lage zu den von der Bildträgerwelle übertragenen Gruppen der Helligkeitsmodulation befinden, d. h. das Bild richtig in seinem Rahmen steht. 



   Indem gemäss der Erfindung die Bildträgerwelle nicht zusätzlich mit Synchronisierfrequenzen oder-impulsen moduliert wird, kann die Leistung des Bildsenders restlos für die Übertragung der Bildmodulation ausgenutzt und so die Reichweite der Sender unter sonst gleichen Bedingungen vergrössert werden. 



   Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die richtige Kurvenform der Sägezahnkurve beim Sender erzeugt wird und beim Empfänger nur eine verzerrungsfreie Verstärkung derselben stattzufinden braucht. Die Herstellung beim Sender kann mit normalen Kippschaltungen erfolgen, die mit der Funktion des Bildzerlegers in richtiger Phase gekoppelt sind. Sehr einfach lässt sich die benötigte Kurve auch auf lichtelektrischem Wege gewinnen, indem man z. B. die Lochscheibe des   Bildzerlegers   mit einer der Zeilenzahl entsprechenden Folge von   dreieckförmigen   Ausschnitten versieht, die an einer linearen, etwa   schlitzförmigen   Lichtquelle   vorbeirotie. ren, so dass   die auf eine Photozelle fallende Lichtmenge in der Kurvenform des Sägezahnes schwankt.

   Die gewünschte Abrundung desselben wird dann bequem durch Einstellung der Schlitzbreite der Lichtquelle relativ zur Grösse des Dreieckausschnittes dosiert. 
 EMI2.1 
 auf der Tonträgerwelle übermittelt, so sind selbstverständlich auch der senderseitige und der empfängerseitige Lichtfleck längs der Zeile stets zwangsläufig in Phase miteinander. Erfahrungsgemäss lässt sich 
 EMI2.2 
   einfachen.

   Lässt man nämlich am Ende jedes Bildes, d. h. zur Zeit nach je 180 Sägezähnen, ein Intervall von einigen Sägezähnen ausfallen, d. h. die den Lichtfleck in Richtung der Bildzeile ablenkende elektrische   Grösse auf dem Nullwert der Ablenkung verbleiben, während gleichzeitig der Strom des Bildsenders und damit der Lichtfleck des Empfängers auf Dunkel getastet wird, so kann eine nichtsynchronisierte Kippschwingung beim Empfänger so eingestellt werden, dass sie in dieses bildfreie Intervall hineinfällt und damit das   Zurückspringen   des bildschreibenden Lichtfleckes im richtigen Augenblick unsichtbar vor sich geht.

   Man benötigt dazu die normalen Mittel,   nämlich   Gleichstromquelle von genügender Spannung, Aufladewiderstand, Kondensator und Kippeinrichtung in Gestalt einer Entladungsröhre, die   zweckmässig   und am einfachsten eine Glimmlampe ist. 



   Um noch den Aufwand für eine zusätzliche Phasenregelung dieser   unabhängigen Kippschaltung   zu vermeiden und die richtige Phase zwangsläufig zu erhalten, verfährt man wie folgt : Als Entladeröhre für den Kondensator der Kippschaltung wird ein Glimmrelais oder ein Tyratron benutzt, d.   11.   ein gashaltiges Rohr mit besonderer   Zündelektrode   und kalter oder glühender Kathode. Die Gleichstromstösse der Zeilen-Sägezahnkurve laden die passend vorgespannte   Zündelektrode   (Gitter) des genannten Rohres über ein Zeitkónstantenglied geeigneter Grösse negativ auf und sperren so die   Zündung   bis zu dem Augenblick, wo am Ende jedes Bildes die Sägezähne für kurze Zeit aussetzen und damit auch die Zufuhr negativer Ladung durch diese unterbleibt.

   Es kann dann die positive Aufladung der Zündelektrode von einer Spannungsquelle her beginnen, so dass nach einer einstellbaren Zeitdauer die Entladung des Kondensators über die gezündete Röhre erfolgen muss. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern einer Braunschen Röhre unter Benutzung EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> lieh mit der Zeilenfrequenz in Sägezahnform moduliert ist, wodurch eine besondere Kippschaltung für die synchrone Zeilensteuerung im Empfänger wegfällt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Verminderung der Frequenzbandbreite der modulierten Tonträgerwelle die Sägezahnkurve um den Betrag abgerundet ist, der von der Breite (Zeilenlänge) des Empfangsbildes geopfert werden kann.
    3. Verfahren und Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Empfänger nach Demodulation der Tonträgerwelle das von dem akustischen Frequenzband durch Siebmittel abgetrennte, die Sägezahnkurve darstellende Frequenzgemisch in Gleichstromverstärkerschaltung auf ein Leitungsrohr wirkt, dessen Anodenkreis die benötigte formgerechte Spannungs-oder Stromkurve für die Ablenkung entnommen wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Herstellung der Sägezahnkurve beim Sender mit Hilfe einer mit dem Bildzerleger in richtiger Phase gekoppelten Kippschaltung bekannter Art.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Herstellung der Sägezahnkurve beim Sender auf lichtelektrischem Wege, indem man dreieckförmige Ausschnitte der Bildzerlegerscheibe an einer linearen Lichtquelle geeigneter Breite vorbeirotieren und die durchgelassene, in der Periode des Zeilenwechsels veränderliche Lichtmenge auf eine Photozelle einwirken lässt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Bildfrequenz (Querablenkung der Lichtfleckzeile im Takte des Bildwechsels) beim Empfänger eine nichtsynchronisierte Kippschaltung dient, deren Kondensatorentladungen in ein sägezahnfreies Intervall von wenigen Zeilen Dauer am Ende jedes Bildes hineinfallen.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass während des sägezahnfreien Intervalls die den bildschreibenden Lichtfleck in der Zeilenrichtung ablenkende elektrische Grösse auf dem Nullwert der Ablenkung gehalten und der Bildsender während dieser Zeit auf den Dunkelwert, d. h. Verschwinden des enpfängerseitigen Lichtfleckes, getastet wird.
    8. Verfahren und Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der selbsttätigen Intritthaltung des Fernbildwechsels mit dem senderseitigen Bildzerleger die Gleichstromstosse der Sägezähne das Entladerohr des Kippkondensators für den Bildwechsel durch negative Aufladung seiner Zündelektrode verriegeln, so dass die Zündung, die durch positive Aufladung dieser Elektrode mit passender Zeitkonstante erfolgt, in das sägezahnfreie Intervall verlegt wird. EMI3.1
AT142188D 1933-10-18 1934-10-06 Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern. AT142188B (de)

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AT142188D AT142188B (de) 1933-10-18 1934-10-06 Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741536C (de) * 1938-02-05 1943-11-12 Fernseh Gmbh Anordnung zum Erzeugen der Anodenspannung fuer Kathodenstrahlroehren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741536C (de) * 1938-02-05 1943-11-12 Fernseh Gmbh Anordnung zum Erzeugen der Anodenspannung fuer Kathodenstrahlroehren

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