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Spinnbrause zur Herstellung kilnstlicher Fädeii, küiistlielier Seide, kiinstliehem Rosshaar u. dgl.
Im Stanunpatent Nr. 138380 wurde die Herstellung einer Spinnbrause zur Erzeugung künst- licher Fäden, künstlicher Seide, künstlichem Rosshaar u. dgl. beschrieben, bei welcher als Bohrungsträger Edelsteine, Halbedelsteine oder künstliche derartige Steine oder andere stein-oder glasähnliehe Pro- dukte verwendet werden, die in einem Spinnbrausenkörper aus säurefestem Metall eingesetzt sind.
In der österr. Patentschrift Nr. 119 931 wird beschrieben, derartige Bohrungsträger mittels eines säurebeständigen Kittes zu befestigen.
Nach vorliegender Erfindung wurde gefunden, dass man diesen Bohrungsträgern auch durch Einlöten einen festen und bündigen Sitz geben kann.
Wie in Fig. 1 ersichtlich, haben die Bohrungsträger a eine konische Form, die ein Herausdrücken bzw. Herausfallen derselben nach vorne unmöglich macht. Der Spinnbrausenboden b besteht aus einer Platte, deren Dicke der der Bohrungsträger entspricht, in welcher die Löcher, die der jeweiligen Form der Bohrungsträger angepasst sind, gebohrt oder gefräst oder aber auch gestanzt werden. Nachdem nun die Bohrungsträger a in dem mit den passenden Löchern versehenen Spinnbrausenboden b eingesetzt sind, wird, um ein Herausfallen der Bohrungsträger nach rückwärts zu verhindern, die in Fig. 1 ersichtliche Rinne e, die infolge der abgeschrägten Kante der Bohrungsträger a zustande kommt, mit einem säurefesten Lot, z. B. wie Gold, ausgefüllt und der Bohrungsträger a eingelötet.
Man kann aber auch, wie in Fig. 2 ersichtlich, das Einlöten der Bohrungsträger a von aussen bzw. von oben aus vornehmen. Nachdem nun in dem aus einer Platte bestehenden Spinnbrausenboden b von aussen her Löcher, die der jeweiligen Form der Bohrungsträger a angepasst sind, gebohrt wurden, werden die Bohrungsträger a eingesetzt und die sieh infolge der Form der Bohrungsträger ergebende Rinne e mit einem säurefesten Lot ausgefüllt und eingelötet. Dadurch wird ein Herausdrücken der Bohrungsträger nach vorne unmöglich gemacht ; ebenso ist es unmöglich, dass die Bohrungsträger nach rückwärts herausfallen können, da dies ihre konische Form nicht gestattet.
In der französischen Patentschrift Nr. 442 783 wird die Herstellung einer Spinnbrause beschrieben, wobei die feinen Spinnöffnungen in der Mitte von schalenförmigen Edelmetallblättehen angeordnet sind. Nach vorliegender Erfindung kann man das Verschmutzen der Spinnbrausen bzw. das Verstopfen der feinen Spinnöffnungen auch dadurch verhindern, wenn man wie in Fig. 3 ersichtlich, den Bohrungsträgern a an der oberen Fläche eine gewölbte bzw. runde Form gibt, so dass dieselben mit der Aussenfläche des Spinnbrausenbodens b keine ebene Fläche bilden, sondern sich die Bohrungsträger a nach aussen hin vorwölben. Dadurch wird erreicht, dass der durch die feinen Spinnöffnungen austretende Faden in einer denkbar günstigsten Art und Weise vom Spinnbad umspült wird.
Es ist auch keine Möglichkeit vorhanden, dass sich in unmittelbarer Nähe der feinen Spinnöffnungen Kristalle oder sonstige Verunreinigungen ansetzen können, die Anlass zu Verstopfungen der feinen Spinnöffnungen geben. Auch dadurch, dass die Bohrungsträger aus stein-oder glasähnlichem Material bestehen, welches es ermöglicht, die vorgewölbte Fläche spiegelglatt zu polieren, ist ein Verschmutzen der Spinnöffnungen nicht leicht möglich.
Um die feinen Spinnöffnungen auch vor Beschädigungen durch bei Unachtsamkeit vorkommende äussere Gewaltanwendung zu schützen, werden die Bohrungsträger a, wie aus Fig. 4 ersichtlich, derart in die Spinnbrausenplatte b eingesetzt, dass dieselbe mit der Aussenfläche des Spinnbrausenbodens keine
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ebene Fläche bilden, sondern die Bohrungsträger a in eine flache Schale versenkt werden, so dass die feinen Spinnöffnungen unterhalb der Aussenfläche des Spinnbrausenbodens zu liegen kommen. Dadurch nun, dass auch hier die obere Fläche der Bohrungsträger gewölbt ist, wird der austretende Faden sehr gut vom Spinnbade umspült.
Es wird auch erreicht, da die Bohrungsträger in einer flachen Schale versenkt sind, dass keine Gelegenheit gegeben ist, dass sich Verunreinigungen in nächster Nähe der feinen
Spinnöffnungen ansetzen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spinnbrause zur Herstellung künstlicher Fäden, künstlicher Seide, künstlichem Rosshaar u. dgl., nach dem Stammpatent Nr. 138 380, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungsträger in den Spinnbrausenboden, der mit Löchern, die der jeweiligen zweckmässigen Form der Bohrungsträger angepasst sind, versehen ist, von rückwärts eingesetzt werden und die sich durch die Form der Bohrungsträger ergebende Rinne mit einem säurefesten Lot ausgefüllt und die Bohrungsträger eingelötet werden.