AT140144B - Verfahren und Anordnung zur Erzeugung frequenzkonstanter Kippschwingungen. - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur Erzeugung frequenzkonstanter Kippschwingungen.

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AT140144B
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Loewe Opta Gmbh
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  • Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
   Die bislang bekannten Kippschaltungen besitzen den Nachteil, dass die Kippfrequenz sich bei Änderungen der Speisespannung gleichfalls ändert, so dass die Erzeugung streng stabiler frequenzkonstanter Kippschwingungen nur unter Verwendung von vollkommen stabilen Spannungsquellen-welche praktisch bekanntlich nicht oder nur unter Aufwendung erheblicher Mühe herstellbar sind-möglich ist. 



  Die Wirkungsweise einer derartigen Anordnung wird an Hand der in der Fig. 1 dargestellten Schaltung erläutert. 



  In der Figur ist ; 2 der Kippkondensator, welcher von der Spannungsquelle : J über den Widerstand 1 aufgeladen und über das Entladungsventil 4 (vorzugsweise eine mit Gas von geringem Druck gefüllte Glühkathodengitterglimmlampe) entladen wird. Die Zündspannung des Entladungsventils kann mittels einer geeigneten, beispielsweise von der Spannungsquelle 9 abgenommenen negativen Vorspannung, welche über den Hochohmwiderstand 8 an das Gitter 5 des Entladungsventils gelegt ist, in weiten Grenzen verändert werden. Diese negative Gittervorspannung wird im folgenden als Sperrspannung bezeichnet. 



  Bei der dargestellten Anordnung bleibt die Sperrspannung und somit auch die Anodenzündspannung konstant, während die Speisespannung praktisch stets schädliche Schwankungen aufweist. 



  Infolgedessen ändert sich die Frequenz des Systems verhältnismässig stark entsprechend den Änderungen der Betriebsspannung, d. h. sie wird grösser, wenn die Betriebsspannung und damit die Ladestromstärke zunimmt und umgekehrt. 



  Da man in der Praxis, insbesondere bei Netzanschlussgeräten, mit starken Schwankungen der Betriebsspannung zu rechnen hat, weist die von derartigen bekannten Anordnungen erzeugte Kippfrequenz erhebliche Frequenzänderungen auf, so dass ein Gleichlauf des Kippgenerators mit irgendeiner Sollfrequenz (Fernsehsender oder zu bemessende Wechselspannung od. dgl.) nicht sichergestellt werden kann. 



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren sowie eine Anordnung zur Erzeugung von Kippschwingungen, deren Frequenz konstant bleibt, auch wenn die Speisespannung sieh in verhältnismässig weiten Grenzen (z. B. zL 20%) ändert. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Zündspannung des Entladungsventils in demselben Masse verändert wird wie die Betriebsspannung und damit der Ladestrom des Kondensators sieh ändert. Die Veränderung der Zündspannung kann zweckmässig unter Verwendung geeigneter Mittel, beispielsweise mittels eines Widerstandes, an dem ein bei Netzspannungschwankungen veränderlicher Spannungsabfall auftritt, automatisch erfolgen. 



  Dadurch wird erreicht, dass die Schwingungsdauer einer Kipperiode auch bei Schwankungen der Betriebsspannungen konstant bleibt. Die den Spannungssehwankungen entsprechende minimale Änderung der Kippschwingungsamplitude ist für fast alle Verwendungszwecke (beispielsweise beim Fernsehen) praktisch vollkommen belanglos, da die geringen und zudem über verhältnismässig lange Zeiträume verteilten Formatänderungen keine merkliche Störung des Bildes verursachen. 



  Zur praktischen Durchführung des Verfahrens kann erfindungsgemäss beispielsweise ein gittergesteuertes Entladungsventil verwendet werden, dessen Sperrspannung (negative Gittervorspannung) aus der Betriebsspannung derart abgeleitet wird. dass die Sperrspannung sieh proportional der Betriebsspannung verändert.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Eine   Ausführungsform   der Erfindung ist in Fig. 2 schematisch beispielsweise dargestellt. 



   In der Figur bedeutet 2 einen Kippkondensator, welcher über den Ladewiderstand 1 unter Zwischenschaltung des Beruhigungskondensators 6 über den Gleichrichter 7 und den Transformator 10 vom Lichtnetz 11 aufgeladen wird. Selbstverständlich kann an Stelle des Lichtnetzes auch jede andere geeignete Spannungsquelle Verwendung finden.   4   ist das Entladungsventil. Als solches können erfindungsgemäss alle Arten von Gitterglimmlampen-insbesondere auch solche mit kalter Kathode-Verwendung 
 EMI2.1 
 glimmlampen, beispielsweise solche mit Quecksilberdampf oder Neonfüllung, von geeignetem niedrigem Druck zu verwenden. 



   Die die   Zündspannung regelnde,   an dem Gitter   5   des Entladungsventils 4 liegende   Sperrspannung   wird durch Rückkopplung aus der Speisespannung gewonnen, 12 ist der hiezu erforderliche Rückkopplungswiderstand, 13 ein Balastwiderstand, dessen Grösse auf beispielsweise   0-5 megaohm   bemessen werden kann. 



   Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass die Sperrspannung um so negativer wird, je mehr die Betriebsspannung und somit der Ladestrom anwächst. 



   Die zur Erzeugung des Gleichlaufs, beispielsweise bei Fernsehempfängern, erforderliche   Syn-     chronisierspannung   wird auf an sich bekannte Weise gleichfalls an das Gitter 5 des Entladungsventils angelegt. In der Figur ist diese Synehronisierspannung durch den Wechsel-tromgenerator 14 angedeutet. 



   Da bei unrichtiger Bemessung der   Sperrspannung   sowohl   Unter-wie auch Überkompensation   des Fehlers auftreten kann, ist die richtige Bemessung des Widerstandes 12 für die gute Wirkungsweise der Anordnung von wesentlicher Bedeutung. 



   Die Grösse des   Rückkopplungswiderstandes   ist sowohl von den übrigen   Schaltungsgrössen   wie auch von der Charakteristik des Entladungsventils abhängig und kann unter Verwendung der folgenden Gleichungen ermittelt werden : 
 EMI2.2 
 In den Gleichungen   bedeutet it ? die Steigung   der   Sperrspannungscharakteristik.   (Die Sperrspannungseharakteristik ist praktisch eine Gerade mit der Ordinate, der Zündspannung des Entladungsventils und der Abszisse   e, der Gittervorspannung   dieses Ventils.

   Ähnlich wie bei Elektronenröhren, entspricht die Steigung ungefähr dem reziproken Durehgriff der Anode durch das Sperrgitter.) C ist die Kapazität des   Kippkondensators,     R"der   Ladewiderstand, R, der   Rückkopplungswiderstand,   dessen Grösse zu berechnen ist   ;

   (ist   die Kippfrequenz,   E   die am Kondensator liegende veränderliche   Spannung   und   e die     Maximalzündspannung.   (Die Maximalzündspannung beträgt in der Regel im Interesse des linearen Anstiegs der Kippkurve zirka ein Zehntel der Betriebsspannung.)
Wird beispielsweise der Kippkondensator C auf 1 MF bemessen, so muss bei Verwendung eines Entladungsventils mit der Steigung der Sperrspannungseharakteristik von 10 bis 20, beispielsweise m =   15,   zur Erzeugung einer Kippfrequenz von 25 Hertz der Ladewiderstand eine Grösse von zirka 300.000   Ohm   und der   Rückkopplungswiderstand   eine Grösse von zirka 2500 Ohm erhalten, wenn die   Zündspannung   auf zirka 10% der Betriebsspannung bemessen wird. 



   Selbstverständlich lässt sich in der erfindungsgemässen Anordnung als Spannungsquelle auch ein   Glimmrölhrenstabilisator   verwenden. Jedoch ist die Anordnung eines solchen in den weitaus meisten Fällen praktisch nicht erforderlich, da die erfindungsgemässe Anordnung die Konstanz der   Kippfrequenz   auch bei   den grössten praktisch vorkommenden Schwankungen   einwandfrei gewährleistet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.3 
 ventilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündspannung des Entladeventils entsprechend den ungewollten Veränderungen der Betriebsspannung verändert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung der Zündspannung automatisch in Abhängigkeit von der Betriebsspannung erfolgt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass gittergesteuerte Entladungsventile, beispielsweise gasgefüllte Glühkathodengitterglimmlampen, verwendet werden und dass die Zündspannung dieser Entladungsventile durch Veränderung der Gittervorspannung (Sperrspannung) verändert wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gittervorspannung an einem Widerstand, an dem ein bei Netzspannungsschwankungen veränderlicher Spannungsabfall auftritt, abgegriffen wird. EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückkopplungswiderstand EMI3.1 ist, worin m die Steigung der Sperrspannungscharakteristik des Entladungsventils, l'die Kippfrequenz und C den Kippkondensator bedeutet.
    7. Anordnung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladewiderstand EMI3.2 ist, wobei Rg den Rückkopplungswiderstand, m die Steigung der Sperrspannungscharakteristik des Entladungsventils, E die Betriebsspannung und ez die maximale Zündspannung bedeutet.
    8. Anordnung nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Entladungsventile EMI3.3 EMI3.4
AT140144D 1932-10-01 1933-09-23 Verfahren und Anordnung zur Erzeugung frequenzkonstanter Kippschwingungen. AT140144B (de)

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