AT139993B - Verstärkerschaltung. - Google Patents

Verstärkerschaltung.

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AT139993B
AT139993B AT139993DA AT139993B AT 139993 B AT139993 B AT 139993B AT 139993D A AT139993D A AT 139993DA AT 139993 B AT139993 B AT 139993B
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    Verstärkerschaltung.   



   Es sind Verstärkerschaltungen bekannt, bei denen eine unsymmetrische Steuerung der Röhre erfolgt. Der Arbeitspunkt wird hiebei entweder in den unteren Knick der Kennlinie verlegt (sogenannter   B-Verstärker)   oder er wird mittels einer starken negativen Gittervorspannung sogar in das Gebiet jenseits des unteren Knicks verschoben   (C-Verstärker).   Von der ersten Anordnung macht man in Gegentaktendstufen von Niederfrequenzverstärkern vielfach Gebrauch, während das zweite Verfahren bei Senderendstufen Anwendung findet. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass bei falscher Wahl des Aussenwiderstandes (bei Sendern Verstimmung des Anodenkreises, bei Verstärkern falsche Ausgangstransformatoren oder Kurzschlüsse) die Anodenverluste sehr stark ansteigen und zur Zerstörung der Röhren führen. 



   In den Fällen, in denen die Gewähr für die Verwendung des richtigen Aussenwiderstandes nicht gegeben ist, sind Schutzmassnahmen gegen diese Überlastungsgefahr erforderlich, insbesondere also bei Musikverstärkern. 



   Diesem Zweck dient die in Fig. 1 dargestellte Anordnung. Parallel zur Gitterwechselspannungsquelle (E Tr) der Verstärkerröhre V liegt eine Hilfsröhre H, u. zw. derart, dass die Anode der Hilfsröhre H dem Gitter der   Verstärkerröhre   V zugekehrt wird. Dem Gitter der Hilfsröhre wird z. B. über eine kapazitive Kopplung ein Bruchteil der Anodenweehselspannung der Verstärkerröhre V zugeführt, der einem parallel zur Verstärkerröhre liegenden Potentiometer P entnommen wird. Wie die Gitterwechselspannung der Verstärkerröhre V und   deren Anodenwechselspannung 1800 gegeneinander phasenverschoben   sind, so sind also auch Anodenwechselspannung und Gitterwechselspannung der Hilfsröhre H   180  gegen-   einander phasenverschoben.

   Bei hinreichender Grösse der   Hilfsgitterwechselspannung   bleibt die Hilfsröhre ständig stromlos und beeinflusst die Gitterwechselspannung der Hauptröhre nicht. Nimmt der   Aussenwiderstand   Ra ab, so nimmt die   Anodenwechselspannung   der Verstärkerröhre V und damit auch die Gitterwechselspannung der Hilfsröhre H ab, so dass bei einem durch die Einstellung des Potentiometers P gegebenen kritischen Wert von Ra die Hilfsgitterwechselspannung nicht mehr ausreicht, um die Hilfsröhre H zu sperren. Diese stellt dann in den positiven Halbwellen der steuernden Gitterwechselspannung (E Tr) einen Belastungswiderstand dar, der zum Zusammenbrechen dieser Spannung führt. Diese Wirkung kann unterstützt werden durch einen Widerstand R, der zwischen Anode der Hilfsröhre H und der Gitterwechselspannungsquelle eingeschaltet ist.

   Mit dem Zusammenbrechen der steuernden Gitterwechselspannung in der positiven Halbwelle ist die Überlastungsgefahr für die Hauptröhre vermieden. 



   In Gegentaktstufen muss diese Anordnung   natürlich   auf jeder Seite getrennt durchgeführt werden. 



  Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Schutzanordnung in dem Gitterkreis einer Vorverstärkerröhre 
 EMI1.1 
 spannung der zugehörigen Verstärkerröhre, verschoben ist, was durch die Anordnung der Kopplungsmittel zwischen Anode der unsymmetrisch gesteuerten Endröhre und Gitter der Hilfsröhre leicht bewirkt werden kann. 



   Die gleiche Wirkungsweise lässt sich erzielen durch eine Schaltung nach Fig. 3. Ist der Aussenwiderstand hinreichend gross, so stellt die Hilfsröhre einen unendlich grossen Widerstand dar. Wird der Aussenwiderstand und damit der Widerstand der Hilfsröhre kleiner, so tritt eine Audionwirkung ein, d. h. die positiven Halbwellen werden in der Hilfsröhre gleichgerichtet, so dass eine Aufladung des Kon- 

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 densators   0   erfolgt, durch die das Ruhepotential des Verstärkergitters weiter ins negative Gitterspannungsgebiet gerückt wird, so dass auf diese Weise die Überlastung der Endröhre vermieden wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l. Vertsärkerschaltung, dadurch gekennzeichnet,   dass ausser den Verstärkerröhren eine Hilfsröhre vorgesehen ist, deren Anode mit dem Gitter und deren Kathode mit der Kathode einer Verstärkerröhre, insbesondere der Endröhre, auf dem   gleichen Wechselpotentialliegt, und   deren Gitter mit der Anode der   Verstärkerröhre   in der Weise gekoppelt ist, dass Gitter-und Anodenweehselspannung der Hilfsröhre 1800 phasenverschoben sind, und dass bei Unterschreitung des vorgeschriebenen Anodenwiderstandes der Endröhre der Widerstand der Hilfsröhre abnimmt.

Claims (1)

  1. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Unterschreitung des vorgeschrie- benen Anodenwiderstandes der Endröhre infolge des kleiner werdenden Widerstandes der Hilfsröhre die steuernde Gitterwechselspannung zusammenbricht.
    3. Schaltung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Gitterwechselspannungsquelle (E Tr) und die Anode der Hilfsröhre (H) ein Widerstand (R) geschaltet ist (Fig. 1).
    4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur TEIfsröhre ein Ohmscher Widerstand und zwischen Anode der Hilfsröhre und Gitterspannungsquelle ein Kondensator geschaltet ist, so dass bei Unterschreitung des vorgeschriebenen Anodenwiderstandes der Endröhre eine Audion- wirkung (Verschiebung des Arbeitspunktes zu negativen Gitterspannungswerten) eintritt.
    5. Gegentaktverstärkersehaltung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hilfsrôhrenschaltul1g nach den Ansprüchen 1 bis 4 in beiden Zweigen vorgenommen wird. EMI2.1
AT139993D 1932-06-02 1933-05-23 Verstärkerschaltung. AT139993B (de)

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