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Verfahren zur Erzeugung von Fernsehbildern grossen Formats mit zerlegenden Empfangssystemen, insbesondere Kathodenstrahlröhren.
Es hat sich gezeigt, dass man bei dem Versuch, das Format eines Empfangsbildes zu vergrössern, bei einer vorgegebenen Zeilenzahl pro Bild sehr bald zu einer bestimmten Grenze kommt, oberhalb welcher der Bildeindruck bei gegebenem Abstand der Augen des Beobachters von der Bildfläche sich merklich verschlechtert. Diese Verschlechterung tritt dann ein, wenn infolge der Vergrösserung der Zeilenabstände voneinander bei einer gegebenen Breite des schreibenden Punktes die Zwischenräume zwischen den Zeilen gleich oder grösser werden als die Zeilen selbst.
Anderseits ist wohl bekannt, dass eine Formatvergrösserung bei gegebener Leuchtdichte und Bildpunktgrösse stets auf die Schwierigkeit stösst, dass die Flächenhelligkeit des Bildes abnimmt. Bei gegebener Bildpunktgrösse könnte man hier nur dadurch weiterkommen, dass man die Leuchtdichte des Bildpunktes vergrössert, was technisch sehr schwierig ist.
Erfindungsgemäss werden die beiden Forderungen einer grossen Gesamthelligkeit und einer guten psychologische Wirkung bei gegebener Zeilenzahl durch eine geeignete Dimensionierung miteinander verknüpft, derart, dass eine optimale Gesamtwirkung erreicht wird. Dies erfolgt dadurch, dass die Grösse des Bildpunktes bei gleichbleibender Leuchtdichte (bei Kathodenstrahlröhren also bei konstanter Strahlstromdichte pro Quadratmillimeter) so gewählt wird, dass die Zeilen dicht aneinander schliessen. Sind z-Zeilen vorhanden und beträgt die Höhe des gewählten Formats h, so ist demnach der Punkt auf die
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quadratischen oder kreisrunden Bildpunktes die optimal erreichbare Konturenschärfe durch dieselbe Grösse, nämlich durch den Zeilenabstand, festgelegt ist.
Die erfindungsgemässe Massnahme, grosse Punkte zu verwenden, bedeutet für den Bau von Kathodenstrahlröhren eine sehr erwünschte Vereinfachung. Es hat sich herausgestellt, dass eine Bildpunktverkleinerung bei vorgegebener Grösse der Emissionsquelle, z. B. der Kathode (oder der Zwischenblende), sehr viel schwieriger ist als eine gleichzeitige Vergrösserung von Bildpunktgrösse und gesamter Strahlstromstärke. Praktisch ist bei vorgegebenem optischem System die Bildpunktgrösse der Kathoden- oberfläche proportional.
Besonders einfach lassen sich grosse Punkte hoher Strahlstromdichte bei Verwendung von indirekt geheizten Grossflächenkathoden erzeugen. Erfindungsgemäss sollen zu diesem Zweck insbesondere indirekt geheizte Kathoden verwendet werden, deren Emissionsfläche die Form einer vorzugsweise nach dem Röhrenraum hin offenen Pfanne geeignetem, zweckmässig nicht zu grossem Durchmesser aufweist. Die Pfanne kann beispielsweise einen Durchmesser von 1-5 mm besitzen und etwa durch Schweissen mit einem beispielsweise schleifenförmigen Heizkörper verbunden sein. Bei Verwendung von Fernsehröhren mit gut durchgebildeten elektronenoptischen Systemen, welche es gestatten, die Emissionsfläche auf dem Schirm abzubilden, gelingt es auf einfache Weise, dem Punkt eine zweckmässige Form zu geben.
So ist es erfindungsgemäss beispielsweise möglich, die Pfannenkathode mit einer rechteckigen Emissions- fläche zu versehen (deren grösste Ausdehnung zweckmässig senkrecht zur Richtung der Zeile gelegen
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sein kann) und auf diese Weise Bildpunkte rechteckiger Form zu erzielen, welche sich für das erfindunggemässe Verfahren als besonders günstig erwiesen haben.
In den Abbildungen ist eine erfindungsgemässe Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 stellt eine Braunsche Röhre dar, die mit einer erfindungsgemässen Kathode versehen ist, während in Fig. 2 eine Kathodenanordnung in grösserem Massstab gezeichnet ist. Fig. 3 stellt eineRasterzeichnung auf dem Leuchtschirm gemäss der Erfindung dar.
In den Abbildungen bedeutet 1 die Kathodenstrahlröhre, 2 den Wehneltzylinder,. 3 die Kathode, 4, 5 und 6 die Elemente des elektronen-optisehen Systems, 7 und 8 die Ablenkplatten und 9 den Fluoreszenzschirm.
In Fig. 2 bedeutet 3 den Kathodenkörper, 10 den Heizdraht, 11 den vorzugsweise rechteckig ausgebildeten Hochemissionskörper, welcher in einer Vertiefung im Kathodenkörper angeordnet ist ; 12 ist die vorzugsweise geerdete Heizzuführungsleitung.
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getrennt voneinander zu sehen sind.
Besonders zweckmässig ist es, die Form und Grösse des Bildes durch entsprechende Wahl der Kathode (bzw. einer an Stelle der Kathode auf dem Schirm abzubildenden Zwischenblende) für eine bestimmte Röhre ein für allemal festzulegen und die die Abmessungen des Rasters bestimmenden Geräte dementsprechend zu bemessen, so dass die gesamte Anordnung auf ein nur noch in geringen Grenzen veränderliches Bildformat eingestellt ist.
Selbstverständlich ist es aber auch möglich, die Grösse des Bildpunktes auf andere Weise zu ver-
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ohne weiteres zur Herstellung von Bildern beliebigen Formats verwenden. Die Einstellung der Bild- punktgrösse kann-insbesondere bei Hoohvakuumrohren-durch zweckentsprechende Einstellung des elektronenoptischen Systems (Verschiebung des Brennpunktes derart, dass derselbe vor oder hinter den Bildschirm fällt) erfolgen. Die Einstellung der Strahlstromstärke kann beispielsweise durch Anlegung einer geeigneten konstanten Gittervorspannung an das HeIligkeitssteuergitter der Röhre vorgenommen werden.
Von besonderer Bedeutung ist die erfindungsgemässe Ausbildung und Dimensionierung des Bildpunktes bei Bildformaten von mehr als etwa 3'4 cm. Unter Verwendung des erfindungsgemässen Verfahrens gelingt es, auch bei Verwendung verhältnismässig kleiner Bildpunktzahlen Bilder grossen Formats herzustellen, welche ausserordentlich lichtstark und ohne jegliche Hilfsmassnahmen, wie Projektion od. dgl., auch auf grössere Entfernung gut erkennbar sind und die maximale bei der jeweiligen Bildpunktzahl ereichbare Konturenschärfe aufweisen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Fernsehbildern grösseren Formats (von vorzugsweise über 3 CM Höhe) unter Verwendung von Kathodenstrahlröhren mit indirekt geheizter Kathode, dadurch gekennzeichnet, dass die grösste Bildpunkthöhe in der zur Zeilenrichtung senkrechten Richtung gleich oder
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