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Dunkelfeldkondensor für Mikroskope.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein für mikroskopische Arbeiten bestimmter Dunkelfeldkondensor derjenigen Art, bei welcher die parallel zur Achse einfallenden Beleuchtungsstrahlen durch einen zerstreuenden Kegelspiegel mit einem Spitzenwinkel von ungefähr 90 Grad einer dazu konzentrischen Hohlspiegelfläche zugeführt werden.
Um einen besonders günstigen Strahlenverlauf zu erhalten, d. h. um das Objekt mit Strahlen von besonders grosser Apertur beleuchten zu können, die bekanntlich für die Entstehung des Dunkelfeldes massgebend sind, ist dieser Kondensor nach der Erfindung so ausgebaut, dass die Hohlspiegelfläche eine Kegelstumpffläche ist, deren Meridianschnitt dem Meridianschnittp des zertreuenden Kegelspiegels ungefähr parallel ist, und dass eine zusätzliche Hohlspiegelfläche, welche die von der Kegelstumpffläehe gespiegelten Strahlen ungefähr in der Kondensorachse vereinigt, hinter dieser Fläche in den Beleuchtungsstrahlengang geschaltet ist. Die Spiegel können sowohl Metallspiegel als auch spiegelnde Oberflächen von Glaskörpern sein.
Bildet man die zusätzliche Hohlspiegelfläche so aus, dass ihre Meridiansehnitte gekrümmte Linien sind, dann kann man erreichen, dass sich die ursprünglich zueinander parallelen Strahlen ungefähr in einem Objektpunkte sehneiden. Bei Planktonuntersuchungen, für welche der neue Kondensor hauptsächlich bestimmt ist, ist es bei Benutzung verhältnismässig schwacher Mikroskopobjektive unter Umständen erwünscht, dass die Strahlenvereinigung eine grössere Tiefe im Sinne der Beobachtungsrichtung als bei punktförmiger Vereinigung hat, damit man gleichzeitig in verschiedener Tiefe gelegene Schichten übersehen kann.
Es ist für diesen Zweck empfehenswert, die zusätzliche Hohlspiegelfläche ebenfalls als Kegelstumpffläehe, also mit geradlinigen Meridianschnitten auszubilden, so dass die Beleuchtungsstrahlen ungefähr in einer auf der Kondensorachse gelegenen begrenzten Geraden vereinigt werden. Es werden damit also alle Objektpunkte intensiv beleuchtet, die innerhalb eines zylindrischen Raumes sehr geringen Durchmessers liegen. Man kann den Durchmesser dieses Raumes im Bedarfsfalle dadurch vergrössern, dass man wenigstens einer der spiegelnden oder dem Strahlendurchtritt dienenden, also der optisch wirksamen Flächen des Kondensors eine schwach diffus zerstreuende Wirkung gibt, beispielsweise durch Mattierung.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsformen des Dunkelfeldkondensors als Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt das erste Ausführungsbeispiel, Fig. 2 das zweite Ausführungsbeispiel in schematischen Mittelsehnitten. In Fig. 3 ist im Mittelschnitt im Aufriss das dritte Ausführungsbeispiel wiedergegeben.
Das erste Ausführungsbeispiel (Fig. 1) besteht aus einem gläsernen Ringkörper a und einem damit verkitteten Paraboloidkörper b, der gleichfalls aus Glas hergestellt ist. Der Ringkörper a ist aussen von einer Kegelstumpffläche a', innen von einer Kegelstumpffläche a"begrenzt. Die Meridianschnitte dieser Kegelflächen sind einander parallel. Der im Innern des Ringkörpers a gelegene Teil der Kittfläche b'des Paraboloidkörpers b ist mit einer lichtundurchläcs : gen Schicht c bedeckt.
Die parallel zur Kondensorachse als parallelstrahliges Bündel eintretenden Beleuchtungsstrählen werden an der Innenfläche a" des Ringes a um einen rechten Winkel nach aussen abgelenkt und fallen auf die Aussenfläche a', die sie wiederum ihrer Eintrittsrichtung parallel macht. Sie durchsetzen als
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Kondensorachse gelegenen Brennpunkte gesammelt. Es steht nichts entgegen, an Stelle des gläsernen Paraboloidkörpers einen Paraboloidspiegel entsprechender Form aus Metall zu verwenden. Um den vorgesehenen Austritt der Strahlen aus dem gläsernen Paraboloidkörper zu ermöglichen, ist zwischen dem Kondensor und dem Objekte in bekannter Weise eine Immersionsflüssigkeit zu benutzen.
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Bei dem als zweites Ausführungsbeispiel (Fig. 2) gezeichneten Kondensor ist ein als Vollkorper ausgebildeter zentraler Kegelspiegel e und ein diesen ümhüllender, dazu konzentrischer Kegelring f aus Metall mit einem gläsernen Paraboloidkörper g verbunden. Die Meridianschnitte der spiegelnden Ober- fläche e'des Kegelspiegels e sind den Meridianschnitten der spiegelnden Innenfläche f' des Kegelringes f
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kugelförmigen Aussehliff g".
Diese Ausführungsform des Kondensors ist besonders für Untersuchungen von Flüssigkeiten und Gasen geeignet, wobei der zu untersuchende Stoff in den kugelförmigen Ausschliff g'' einzubringen ist. Der Strahlengang in diesem Kondensor entspricht im übrigen dem beim ersten Ausführungsbeispiele beschriebenen Strahlenverlauf.
Bei dem als drittes Ausführungsbeispiel (Fig. 3) gezeichneten Kondensor ist in einem zylindrischen Gehäuse i, dessen Boden mit einem Strahleneintrittsstutzen i' versehen ist, ein gläserner Kegelringkörper k gelagert. Die äussere Kegelfläche k'und die innere Kegelfläche k'' dieses Körper sk haben parallele Meridianschnitte. Mit dem Körper k ist ein zweiter Ringkörper l aus Glas verkittet, der aussen von einer Kegelfläche !', innen dagegen von einer Zylinderf lache f begrenzt ist. Das Gehäuse iist mit einem Deckel m verschlossen, in welchen ein zylindrisches Glasgefäss n mit lichtundurchlässig verspiegelter Bodenfläche so eingehängt werden kann, dass es vom Ringe l umschlossen wird.
Die Zylinderfläehe !"des Ringkorpers ! ist schwach mattiert.
Beim Gebrauche des Kondensors wird das Gehäuse i auf den Tisch o eines Mikroskops so aufgesetzt, dass der Stutzen i' die Tischöffnung durchdringt. Die als parallelstrahliges Bündel durch den Stutzen i' eintretenden Beleuchtungsstrahlen werden an der Kegelfläche k'' um einen rechten Winkel abgelenkt und der Kegelfläche k'zugeführt, die sich nach weiterer Ablenkung um einen rechten Winkel in ihre ursprüngliche Richtung zur Kegelfläehe l'leitet. Hier erfolgt eine erneute Ablenkung um einen rechten Winkel ; die Strahlen verlassen den Ringkörper durch die Zylinderfläche !"und werden auf einem dem Bündelquerschnitte entsprechenden Abschnitte der Kondensorachse gesammelt, der innerhalb des Glasgefässes nliegt.
Da die Zylinderfläche !" schwach mattiert ist, wird ein Teil der diese Fläche durchsetzenden Strahlen diffus zerstreut. Die Mattierung hat demgemäss zur Folge, dass an Stelle der ohne Mattierung erfolgenden, intensiven Beleuchtung lediglich des dem Bündelquerschnitte entsprechenden Abschnittes der Kondensorachse auch die unmittelbare Umgebung dieses Achsenabschnittes kräftig mit beleuchtet wild. Das Lenehtfeld umfasst also einen ungefähr zylindrisch begrenzten, zur Kondensoraehse konzentrischen Raum.
Diese Ausführungsform des Kondensors ist für Planktonuntersuchungen bestimmt. Die Planktonflüssigkeit ist in das Gefäss n einzufüllen, dessen Durchmesser so gewählt ist, dass ein zur Untersuchung benutztes Mikroskopobjektiv p bequem in die Flüssigkeit eintauchen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dunkelfeldkondensor für Mikroskope, bei welchem die parallel zur Achse einfallenden Beleuchtungsstrahlen durch einen zerstreuenden Kegelspiegel mit einem Spitzenwinkel von ungefähr 90 Grad einer dazu konzentrischen Hohlspiegelfläche zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlspiegelfläehe eine Kegelstumpffläche ist, deren Meridianschnitt dem Meridianschnitte des zerstreuenden Kegelspiegels ungefähr parallel ist, und dass eine zusätzliche Hohlspiegelfläche, welche die von der Kegel- stumpffläche gespiegelten Strahlen ungefähr in der Kondensoraehse vereinigt, hinter dieser Fläche in den Beleuch'tungsstrahlengang geschaltet ist.