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Kopplungstransformator für Radio-Zwecke.
Gegenstand der Erfindung ist ein Kopplungstransformator, insbesondere für Rundfunkgeräte.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass der Transformator einen Massekern besitzt und zusammen mit einer weiteren Spule mit Luftkern in einem Abschirmgehäuse eingeschlossen ist. Zur Vermeidung gegenseitiger störender Beeinflussung der Spulen sind dieselben derart zueinander ange. ordnet, dass ihre Spulenachsen senkrecht zueinander stehen.
Derartig ausgestaltete Kopplungstransformatoren eignen sich besonders vorteilhaft zur Ankopplung der Antenne an den Eingangskreis eines Röhrenverstärkers.
Bei der Anwendung von Massekerntransformatoren zur Ankopplung der Antenne an den Eingangskreis eines Röhrenverstärkers stellt sich die Schwierigkeit heraus, dass sich, sofern im Antennenkreis lediglich die Primärspule des Massekerntransformators vorgesehen ist, eine ungünstige, niedrig liegende Antenneneigenwelle ergibt. Um die Antenneneigenwelle auf eine gewünschte neutrale Länge, etwa auf 900 m, zu bringen, so dass sie zwischen den Hauptempfangsbereichen des Empfängers liegt, ist eine entsprechend hohe Selbstinduktion in der Antenne notwendig, was bei alleiniger Verwendung eines Massekerntransformators allzu feste Kopplung des Eingangskreises an den Antennenkreis nach sich ziehen würde.
Erfindungsgemäss wird nun in Serie mit der Primärspule des Transformators eine weitere Spule (Luftverlängerungsspule) vorgesehen.
Eine gegenseitige Beeinflussung der Verlängerungsspule und der Transformatorspule wird durch die senkrechte Stellung der Spulen zueinander und die dadurch bewirkte Entkopplung der Spulen vermieden.
Eine solche Anordnung hat besondere Vorteile, da die Luftverlängerungsspulen einerseits billig herzustellen sind, anderseits ihre grössere Dämpfung sich doch infolge der nur losen Kopplung mit dem Eingangskreis des Röhrenverstärkers nicht schädlich bemerkbar macht. Die Verwendung des Massekernkopplungstransformators bringt es ferner mit sich, dass trotz genügenden Kopplungsmasses eine nur kleine und entsprechend verlust-und dämpfungsfreie Spule im Gitterkreis liegt.
Die mit Luftkern ausgerüstete Verlängerungsspule kann erfindungsgemäss auch als Luftkerntransformator ausgebildet werden. In dieser Ausgestaltung des Kopplungstransformators eignet sich derselbe besonders für die Umschaltung des Rundfunkgerätes auf mehrere Wellenlängen. Man bildet die beiden Transformatoren dann derart aus, dass für den kurzen Rundfunkwellenbereich, d. h. etwa zwischen 150 und 600 m liegende Wellen, die Kopplung unter Anwendung eines Massekerntransformators geschieht, während für die anderen Wellenbereiche, insbesondere den Langwellenbereich über 1500 m, zur Kopplung der Luftspulentransformator vorgesehen ist.
Für gewisse Wellenlängen, wie sie eben dem kürzeren Rundfunkwellenbereich entsprechen, besitzen Massekerntransformatoren weitgehende Vorteile, besonders in Anbetracht ihres festen Kopplung. vermögens und ihrer gedrängten räumlichen Anordnung. Es hat sich gezeigt, dass indessen für lange Wellen derartige Transformatoren, die kostspielig sind, technisch keinen Vorteil bringen, so dass gewöhnliche kernlose Lufttransformatoren, insbesondere solche aus Litzendraht gefertigte, vorzuziehen sind,
Auf der beigefügten Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 je ein Ausführungsbeispiel für die vorbeschriebenen verschiedenen Anwendungsgebiete des Kopplungstransformators dargestellt.
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fache Spule ohne Eisenkern, die zweckmässig als Verlängerungsspule für die Antenne dient.
Die Spule V und die Spulen des Transformators sind derart zueinander angeordnet, dass ihre Achsen senkrecht zueinander stehen, so dass Entkopplung der beiden Spulen stattfindet. Beide Spulen sind in einem Metall- gehäuse G eingeschlossen, aus dem entsprechende Anschlüsse zu den Empfängerkreisen herausführen.
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ohne Eisenkern vorgesehen. Beide Transformatoren sind in gleicher Weise wie in dem Ausführung- beispiel Fig. 1 so zueinander angeordnet, dass eine Entkopplung stattfindet. Die Spulen des Massekerntransformators sind für den kürzeren Wellenbereich von etwa 150--600 m berechnet, während die Spulen des Hochfrequenztransformators mit Luftkern T für den Langwellenbereich gewickelt sind.
Unter Massekerntransformatoren sind, wie zurzeit gebräuchlich, Transformatoren verstanden, bei welchen ferromagnetisches Pulver unter Anwendung geeigneter Bindemittel zu einem Kern zusammen- gepresst ist. Derartige Transformatoren zeichnen sich für gewisse Wellenbereich durch besondere Verlust-und Dämpfungsfreiheit aus.
Wenn im vorliegenden von einem kurzen Wellenbereich gesprochen ist, so sind darunter nicht die
Wellen zu verstehen, deren Wellenlänge unter 100 m liegt, da für solche Massekerntransformatoren keine
Vorteile besitzen.
- PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kopplungstransformator ffir Radio-Zwecke, bestehend aus einem Transformator mit Massekern und einer zur Spulenachse des Transformators senkrecht stehenden Spule mit Luftkern, wobei beide
Teile in einem gemeinsamen Abschirmgehäuse eingeschlossen sind.