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Antrieb für Kraftfahrzeuge mit Einhebelsteuerung.
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als Motor wirkt, wobei die veränderliche Fördermenge jeder Umdrehung beider Pumpensysteme in der Leerlaufstellung des Schaltgestänges gleich Null ist.
Fig. 2 stellt eine Vereinfachung des Schaltgestänges und Regelgestänges dar, die sich aus der vorhergehenden Anordnung gemäss Fig. 1 ergibt, wenn das zweite Pumpensystem auf die vom Motor angetriebene Welle unmittelbar wirkend angeordnet wird (statt auf die Arbeitswelle zu wirken). Bei dieser Anordnung ist die Fördermenge einer Umdrehung beider Pumpensysteme in der Leerlaufstellung des Schaltgestänges ebenfalls gleich Null.
Fig. 3 stellt eine Anordnung dar, die aus der Anordnung gemäss Fig. 2 entwickelt wurde, indem die Fördermenge jeder Umdrehung beider Pumpensysteme in der Leerlauf Stellung des Schaltgestänge gleich gross gewählt ist und grösser als Null. Die Fördermenge pro Umdrehung des vom Zentralrade angetriebenen Pumpensystems bleibt unverändert, jenes des daran angeschlossenen zweiten Pumpensystems zur Fördermenge in der Leerlaufstellung wird verkleinert (Vorwärtsfahrt) oder vergrössert (Rückwärtsfahrt) werden, so dass das mechanische Wendegetriebe überflüssig wird zum Unterschiede zu den vorbeschriebenen Anordnungen, bei denen nur durch Anwendung eines unübersichtlichen Schaltund Regelgestänges seine Umgehung möglich wäre.
Fig. 4 stellt eine Anordnung dar, bei der für jedes Wagentreibrad eine Anordnung nach Fig. 3 zur Anwendung gelangt mit einer andersgearteten Ausbildung des zugehörigen Regelgestänges.
In den Fig. 5-7 sind Teile des Regelgliedes und Gestänges, wie sie für die Anordnungen gemäss Fig. 1 und 2 zur Anwendung gelangen.
In den Fig. 8 und 9 ist deren Ausgestaltung für die Anwendung gemäss Fig. 3 und in Fig. 10 und 11 ist die abweichende Ausbildung des Regelgliedes und Gestänges für die Anordnung gemäss Fig. 4 dargestellt.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung des Antriebes mit Gleitkupplung, Regelglied und Schaltgestänge zeigt einen Antriebsmotor 12 mit der von ihm angetriebenen Welle 13, auf der das Umlaufrädergetriebe 14 sitzt. Das Sonnenrad 15 des Umlal1frädergetriebes ist auf der Welle 13 aufgekeilt und
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getriebe die Bewegung auf die Treibräder des Kraftwagens übertragen.
Das Zentralrad 17 ist mit dem Pumpensystem 21 derart verbunden, z. B. durch einen Ansatz, der in einen Schlitz desselben eingreift, durch Koppelstange od. dgl., dass bei seiner Bewegung das Pumpensystem mitgenommen wird und infolgedessen zu arbeiten beginnt. Vom Druckraum 22 dieses Pumpensystems 21 führt eine Rohrleitung 23 zum Zuleitungsraume 24 eines als Flüssigkeitsmotor wirkenden zweiten Pumpensystems 25, das auf die Welle 19 wirkt. Vom Ableitungsraume 26 des Pumpensystems 25 führt eine Rohrleitung 27 zum Saugraume 28 des ersten Pumpensystems 21 zurück.
Die Grösse der Fördermenge von 21 wird durch die Einstellung im Punkte 29, jene des Pumpensystems 25 durch die Einstellung im Punkte 30 bestimmt. Die Lage des Punktes 29 ist durch die Lage des Hebels 31 gegeben. Sein Endpunkt 32 wird mechanisch vom Punkte 33 des Bedienungshebels 34 aus über ein Gestänge 35,36, 37, 38, 39 in Abhängigkeit von der augenblicklichen Motorleistung eingestellt. Der zweite Endpunkt 40 des Hebels 31 wird selbsttätig verstellt. Der im Punkte 41 (Fig. 5) drehbar gelagerte Hebel 38 trägt einen Zapfen 42, um den ein rechtwinkeliger Winkelhebel 43 schwingt. Der Schenkel 44 dieses Winkelhebels umschliesst mit dem Schlitze 45 einen Zapfen 46, der auf der gerade geführten Kolbenstange 47 befestigt ist. Der an der Kolbenstange 47 befestigte Kolben 48 bewegt sich im Zylinder 49.
Der Kolben ist einerseits mit der Feder 50 belastet, anderseits mit dem Drucke der Flüssigkeit in der Leitung 23, von der eine Zweigleitung 51 zum Zylinder 49 führt.
Der zweite Schenkel 52 jenes Winkelhebels 43 umschliesst mit dem Schlitze 53 den Zapfen eines Kulissensteines 54, der sich in der fest im Gestelle gelagerten Führung 55 bewegt.
Den Zapfen des Kulissensteines 54 umgreift ferner mit einem Schlitz 56 der Schwinghebel 57 (Fig. 6), der um den festen Punkt 58 schwingt.
Vom Punkte 59 des Hebels 38 wird ferner über die gerade geführte Stange 60 die Führung 61 verstellt, in der sich der Kulissenstein 62 bewegt, dessen Zapfen in den zweiten Schlitz 63 des Hebels 57 eingreift.
Der Zapfen von 62 greift ferner in den Schlitz 64 der Lasche 65 ein, die mittels der in 66 bzw. 67 gelagerten Lenker 68 und 69 parallel zur äusseren Grenzlage von 57 geführt wird (Fig. 7). Die gerade geführte Stange 70, die mit dem Zapfen 71 in den Schlitz 64 eingreift, führt über den Lenker 72 zum Winkelhebel 73, der in 74 drehbar gelagert ist und von dessen zweitem Endpunkte 75 die Stange 76 den zweiten Endpunkt 40 des Hebels 31 verstellt. Vom Punkte 77 der Stange 76 (Fig. 1) wird die Bewegung über den in 78 gelagerten Hebel 79 auf die Stange 80 übertragen, die den Punkt 30 verstellt und damit die Förderleistung des zweiten Pumpensystems 25 einstellt. Vom Punkte 33 des Bedienungshebels 34 aus wird das Wendegetriebe, der jeweiligen Fahrtrichtung entsprechend, über die Stange 82 betätigt.
Vom Hebel 36 wird ferner die Stange 81 betätigt, die die Zufuhr des Gasgemisches zum Motor regelt.
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Bei Leerlaufstellung des Antriebsmotors hat sowohl das erste 21 als auch das zweite 25 Pumpensystem einen Förderinhalt gleich Null. Die Welle 13 erteilt dem Sonnenrade 15 eine gewisse Umfangsgeschwindigkeit v, mit der gleichen Umgfangsgeschwindigkeit drehen sich die Umlaufräder 16 um die Zapfen des Trägers 18, der in Ruhe verbleibt und übertragen dieselbe Umfangsgeschwindigkeit auf das Zentralrad 17 und an das an dasselbe angeschlossene Pumpensystem 21, das bei der Förderleistung Null der Bewegung keinen Widerstand entgegensetzt. Der Bedienungshebel 34 und das an denselben angeschlossene Gestänge befindet sich in der Mittelstellung.
Geht man von dieser Stellung aus und legt nun den Bedienungshebel 34 nach vorne um in die stark ausgezogene Stellung (Fig. 1), so wird erstens durch Änderung der Gasgemischzufuhr eine gewisse Motorleistung eingestellt (durch 81), zweitens wird mittels der an 38 angeschlossenen Stange 39 der Hebel 31 um den vorläufig festen Punkt 40 aus der Mittellage a in die Lage b gedreht (Fig. 5) und damit vom Punkte 29 aus eine Förderleistung des Pumpensystems 21 in der Grösse s eingestellt. Drittens wird der Drehpunkt 42 des Winkelhebels 43 und die Stange 60 der Kulisse 61 um einen Betrag gehoben, der der eingestellten Motorleistung proportional ist.
Durch Einstellung einer Förderleistung im ersten Pumpensystem 21 wird dieses in seiner Bewegung aufgehalten, da das zweite Pumpensystem 25, das in seinen Förderkreis eingeschlossen ist, vorläufig noch die Förderleistung Null hat, und daher wird der Umlauf des Pumpensystems 21 und des daran angeschlossenen Zentralrades 17 gehemmt. Dadurch beginnen die Umlaufräder 16 längs des Zentralrades 17 abzurollen und der Umlaufräderträger 18 überträgt die Bewegung auf die Welle 19, vorläufig ohne dass sie von dem Pumpensystem 25 mit der Förderleistung Null beeinflusst wird.
Infolge der Reaktion des Fahrtwiderstandes bei dieser Energieübertragung wird über das Zentralrad 17 und das Pumpensystem 21 in dessen Druckleitung 23 und der Abzweigleitung 51 ein Druck p hervorgerufen, der, wie in Fig. 5 näher dargestellt, den Kolben 48 im Zylinder 49 gegen den Druck der Feder 50 um eine Strecke r verschiebt und dadurch den Winkelhebel 43 über den Zapfen 46 um den Drehpunkt 42 in eine Lage schwenkt, dass der Schenkel 52 den Kulissenstein 54 in der Führung 55 in der Entfernung f von der Achse 42/58 (Fig. 6) hält.
Ist nun im vorliegenden Falle das auf die Zapfen der Umlaufräder 16 bezogene Antriebsmoment gleich oder grösser als das Moment des Fahrtwiderstandes an ihnen, so wird das Zentralrad stehen bleiben und die Leistungsübertragung auf die Welle 19 unmittelbar erfolgen.
Ist das Moment des Fahrtwiderstandes aber grösser, z. B. x-mal, so wird es notwendig sein, solange die Motorleistung und damit das Antriebsmoment nicht vergrössert wird, eine Übersetzung von 1 : x zwischen Antriebsmotor und Wagenrad einzuschalten.
Die Reaktion des Fahrtwiderstandes wird in diesem Falle zuerst in der Rohrleitung 23 und Zweigleitung 51 auf dem Wege über das Zentralrad 17 und das erste Pumpensystem 21 einen Flüssigkeitsdruck von x. p hervorrufen. Der Kolben 48 wird dadurch die Feder 50 um eine weitere Strecke zusammenpressen, so dass der Punkt 46 um die Strecke x. r von der Achse 42/58 verschoben wird.
Vom Punkte 46 aus erfolgt die Verdrehung des Winkelhebels 43 um den Drehpunkt 42 herum.
Bezeichnet man den Winkel, den der Schenkel 44 gegen die Achse 42/58 einschliesst, mit wo, so ist der Winkel, den der Schenkel 52 mit der lotrechten Achse einschliesst, gleich (90-ut. Da die Tangente
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folgender Erwägung ergibt :
Ist das Moment des Fahrtwiderstandes x-mal so gross (für x stets grösser als 1) als das Antriebsmoment bei der eben eingestellten Motorleistung, so muss eine Übersetzung 1 : x eingeschaltet werden, weil sonst der Antriebsmotor abgewürgt werden würde und zum Stillstande käme.
Bezeichnet man die Umlaufzahl der Welle 19 bei stillstehendem Zentralrade 17 mit tt, so muss
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mechanisch-hydraulischen Übersetzung entspricht.
Die Anordnung ist also dadurch gekennzeichnet, dass vom Bedienungshebel ausgehend mechanisch gleichzeitig die Motorleistung und die Einstellung des Flüssigkeitsgetriebes für unmittelbare Kraft- übertragung besorgt wird, wobei gleichzeitig in Abhängigkeit vom hydraulischen Drucke eine selbsttätige Berichtigung der mechanisch eingestellten Übersetzung des Flüssigkeitsgetriebes durch Verringerung des Förderinhaltes des ersten Pumpensystems und entsprechende Vergrösserung des Förderinhaltes des zweiten Pumpensystems erfolgt. Beide Pumpensysteme haben also veränderliche Förderleistung.
Setzt man das zweite Pumpensystem 25 auf die Antriebswelle 13 zwischen Motor 12 und Umlaufrädergetriebe 14 mit dem am Zentralrade 17'angeschlossenen Pumpensystem 21, wie dies in Fig. 2 veranschaulich ist, so ergibt sich eine gewisse Vereinfachung in der Ausbildung, weil das Sonnenrad 1. : ; und das zweite Pumpensystem 25 stets gleiche Umlaufzahl haben.
In diesem Falle (gemäss Anordnung Fig. 2) wird vom Hebel 3. 8 über die Stange 39 der Punkt 29 unmittelbar verstellt und besorgt eine Einstellung der Förderleistung von 21, die der eingestellten Motorleistung direkt proportional ist. Dadurch erfolgt auch gleichzeitig die Verschiebung des Zapfens 46 um die Strecke r von der lotrechten Achse.
Infolge der Reaktion des Fahrtwiderstandes auf das Zentralrad 17 und das daran angeschlossene Pumpensystem 21 wird in den Leitungen 23 und 51 ein Flüssigkeitsdruck p auftreten. Solange die Ein- schaltung einer Übersetzung nicht nötig ist, bleibt der Förderinhalt des Pumpensystems 25 gleich Null.
Wird nun infolge des Fahrtwiderstandes (weil sein Drehmoment x-mal so gross wird als das Moment des Antriebsmotors auf die Zapfen von 16 bezogen) eine Einschaltung einer Übersetzung 1 : x notwendig, so steigt der FlÜssigkeitsdruck von p auf x. p über die Leitung 23 und 51, pflanzt sich in dieser auf den Kolben 48 fort und verschiebt diesen gegen den Druck der Feder 50 so weit, dass diese Verschiebung x-mal
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War die Umfangskraft des Motortreibmomentes (auf die Zapfen von 16 bezogen) vor der Einstellung der Übersetzung gleich P, so wird infolge der Reaktion des Fahrtmomentes vom Pumpensystem 21 über die Leitung und das Pumpensystem 25 eine Leistung übertragen, die eine zusätzliche Umfangskraft (a ;-l). P zur vorhandenen Umfangskraft P, also zusammen x.
P ergeben. Es wird dann
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gleich P. n, also die ganze Leistung übertragen.
Von der Welle 19 aus geht der Antrieb in üblieher Weise über Wendegetriebe und Differentialgetriebe zu den Wagenrädern.
Diese Anordnung sieht also auch beide Pumpensysteme 21 und 25 für veränderlichen Forderinhalt vor, doch wird das Pumpensystem 21 nur direkt mechanisch vom Schaltgestänge, das Pumpensystem 25 dagegen selbsttätig vom Regelgestänge eingestellt.
Behält man die Anordnung der Elemente des Getriebes nach Fig. 2 bei, so ergibt sich eine bemerkenswerte Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens durch Veränderung der Wirkungsweise des Fliissigkeitsgetriebes, die in Fig. 3 dargestellt ist.
Bei dieser Anordnung erhält das an das Zentralrad 17 angeschlossene Pumpensystem 21 einen konstanten, unveränderlichen Förderinhalt. Um nun Leerlauf zu ermöglichen, muss bei der Mittelstellung des Bedienungshebels und des daran angeschlossenen Sehaltgestänges im Pumpensystem 25 ein solcher Förderinhalt eingestellt werden, dass die von System 21 geförderte Flüssigkeit widerstandslos
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nach 21 zurückströmen kann. Ist diese Bedingung erfüllt, so kann bei Leerlauf das Zentralrad 17 mit dem an ihm angeschlossenen Pumpensystem 21 mit der Umfangsgeschwindigkeit des Sonnenrades (aberin entgegengesetzter Richtung zu diesem) zurückgleiten, die Umlaufräder 16 drehen sich hiebei um die eigenen Zapfen, die am Träger 18 sitzen, der Träger 18 und die Welle 19 bleiben in Ruhe.
Wird nun der Förderinhalt des Pumpensystems 25 durch Umlegen des Bedienungshebels 34 nach vorne und Verstellung des Gestänges vom Punkte 33 aus über 82, Winkelhebel 83, die Glieder 37, 38, 39 und damit des Punktes 30 verkleinert, so muss das Pumpensystem 21 seine Bewegung verlangsamen, da bei dem kleineren Förderinhalt von 25 die Kontinuität erst bei einer kleineren Förderleistung von 21 und, da dessen Förderinhalt unverändert bleibt, bei einer kleineren Umlauf zahl von 21 und dem damit verbundenen Zentralrad 17 erreicht wird. Dadurch, dass nun das Zentralrad 17 langsamer umläuft als bei Leerlauf, beginnen die Umlaufräder 16 zwischen dem Sonnenrade 15 und dem Zentralrade 17 abzurollen und die Bewegung wird über den Umlaufräderträger 18 auf die Welle 19 übertragen (für (Vorwärtsfahrt).
Falls aber der Flüssigkeitsdruck in den Leitungen 23 und 51 z. B. x-mal grösser ist, als der eingestellten Motorleistung entsprechen würde, wird es notwendig sein, die über das Gestänge 39
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der Umfangskraft an den Zapfen der Umlaufräder 16 von P auf x. P ergeben.
Es erhält bei dieser Anordnung das Pumpensystem 21 somit unveränderlichen Förderinhalt, jener des Pumpensystems 25 wird einerseits durch die mechanische Einstellung (der eingestellten Motorleistung proportional), anderseits durch die selbsttätige Berichtigung (der notwendigen Übersetzung entsprechend) bestimmt.
Neben dieser Vereinfachung der konstruktiven Ausbildung hat diese Anordnung noch eine weitere gute Eigenschaft. Bei Leerlauf muss das Pumpensystem 25 einen solchen Förderinhalt haben, dass es (bei den durch die Konstruktion gegebenen Umlaufzahlen von 21 und 25) die Förderleistung des Pumpensystems 21 widerstandslos aufnehmen kann. Der maximale einstellbare Förderinhalt des Pumpensystems 25 wird in diesem Falle so gross gewählt. dass bei Leerlauf bloss ein Teil desselben (z. B. % oder 1/2) eingestellt werden muss, um der vorstehenden Bedingung zu genügen. Von dieser Leerlaufeinstellung des Förderinhalts des Pumpensystems 25 ausgehend, wird durch Verringerung desselben, obangeführten Erläuterungen gemäss, Vorwärtsfahrt eingestellt.
Wird der Förderinhalt des Pumpensystems 25 bei Leerlaufstellung beginnend dagegen vergrössert, das bei einer Anordnung gemäss der in der Zeichnung dargestellten durch Umlegen des Bedienungshebels
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nach hinten erfolgt, ergeben sich folgende Verhältnisse : Das Pumpensystem 25 wird eine grössere Flüssigkeitsmenge fördern als vorher, das Pumpensystem M dagegen hat seinen Förderinhalt unverändert behalten. Die Kontinuität erfordert, dass das System 21, um die vom System 25 geförderte Flüssigkeitsmenge aufzunehmen, rascher umlaufen muss als bei Leerlauf, u. zw. im gleichen Sinne, also dem Sonnenrade 15 entgegengesetzt.
Zwischen diesem und dem am System 21 angeschlossenen Zentralrade 17 ergibt sich nun für die Umlaufräderzapfen eine Umfangsgeschwindigkeit in der Richtung entgegengesetzt dem Sonnenrade (und auch jener entgegengesetzt, die bei Verringerung des Förderinhalts des Pumpensystems 25 sich einstellt und für die Vorwärtsfahrt benutzt wurde). Diese wird nun zur Rück- wärtsfahrt benutzt, so dass ein Wendegetriebe überflüssig wird.
Um auch für diesen Teil eine selbsttätige Berichtigung des mechanisch vom Glied 39 aus eingestellten Förderinhaltes zu haben, wird der Zylinder 49 (Fig. 8) zweiseitig ausgebildet, der Kolben 48 von der andern Seite gegen die Feder 8'1 gestützt und von der Leitung 27 eine Zweigleitung 84 zur zweiten Zylinderkammer gelegt. Das Gestänge der Schaltvorrichtung wird so ausgebildet, dass es der Umlegung des Bedienungshebels 34 nach hinten folgen kann (Fig. 9). Der Schlitz 63 des Hebels 5'1 wird über den Zapfen 58 hinaus verlängert, die Führung 61 von den Gliedern 59 und 60 über den Totpunkt 58 hinaus verschoben und die Parallelogrammführung 65,68, 69 über die Grenzlage 58-66 hinaus schwingen gelassen.
Die Bewegungsverhältnisse des Kulissensteines 54 im Schlitz 55, von denen die Einstellung der selbsttätigen Berichtigung von s abgeleitet wird, bleiben erhalten, auch wenn der Zapfen 42 unter seine Mittelstellung verschoben wird (Fig. 8).
Das Stellgestänge, das an den Bedienungshebel angeschlossen ist, kann natürlich auch anders ausgebildet werden. Wesentlich ist bloss, dass der für eine bestimmte Motorleistung bei regelungsfreier Übertragung auftretende Flüssigkeitsdruck im Stellgestänge die Einstellung des Schenkels in einem
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beschriebenen Weise vom Gestänge 34,35, 36 und 37 für Vorwärts-und Rückwärtsfahrt in gleicher Richtung verstellt. Vom Punkte 85 des Hebels 38 aus wird über eine gerade geführte Stange 86 die Führung 55 entsprechend der jeweiligen Motorleistung zu sich selbst parallel verschoben.
Der im Schlitz 55 gleitende Kulissenstein 54 wird von dem in dieser Anordnung einarmigen, im Festpunkte 42 gelagerten geraden Hebel 43 verstellt, wobei der Hebel 43 um den Zapfen 42 vom Zapfen 46 der Kolbenstange 47 geschwenkt wird, dem Wege entsprechend, den der Kolben 48 unter dem Drucke der nach dem Zylinder 49 von der Leitung 23 über 51 bzw. 27 über 84 zugeleiteten Flüssigkeit gegen den Druck der Feder 50 zurücklegt. Vom Kulissenstein 54 aus wird wieder der Hebel 57 um den Punkt 58 geschwenkt.
Vom Punkte 33 des Bedienungshebels wird über die Stange 82 und den Winkelhebel 83 (Fig. 3) die Verschiebung der Führung 61 abgeleitet, so dass diese in der Mittelstellung (Leerlaufstellung) des Schaltgestänge sich mit dem Schwingpunkte 58 des Hebels 57 deckt. Der Hebel 57 verschiebt dann den Stein 62 in der Führung 61 entsprechend der Lage des Kulissensteines 54 im Schlitz 55. Von einer Parallelogrammführung, deren Lagerpunkte 66 und 67 in der Achse 42-58 liegen und deren Lasche 65 mit dem Schlitze 64 den Stein 62 umgreift, wie dies in Fig. 11 durchgebildet erscheint, wird im Punkte 71 über eine gerade geführte Stange'10, Winkelhebel'13 und Stange 76 die Verstellung des für die Förderleistung des Pumpensystems 25 massgebenden Punktes 30 besorgt.
Bei der vorausgesetzten linearen Beaufschlagung des Motors entspricht den einzelnen Motorleistungen stets der gleiche Abschnitt t, den der Hebel 43 vermöge des Steines 54 auf der Führung 55 festlegt, solange keine Einschaltung einer Übersetzung notwendig ist.
Ist nun bei einer bestimmten Lage des Schaltgestänges, der eine bestimmte Motorleistung zugeordnet ist, die Einschaltung einer Übersetzung 1 : x notwendig, so steigt der Druck der Flüssigkeit in der Leitung 23 bzw. 27 von p auf x. p, die Verschiebung des Kolbens 48 bzw. des Punktes 46 der Kolbenstange 47 wird x-mal grösser ausfallen als dies bei der mechanischen Einstellung (die in-Fig. 10 gestrichelte Anordnung) der Fall wäre. Der Hebel 43 steht dann zur Mittelstellung unter einem Winkel wo, dessen Tangente x-mal so gross ist, als sie vor der Einschaltung der Übersetzung war. Der Abschnitt, den der Winkelhebel 43 auf der Führung 55 abgibt und der früher t (s.
Fig. 1) war, ist nunmehr nach Einschaltung
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Dieses Verhältnis wird über den Hebel 57 auf die zur Führung 55 parallele Führung 61 übertragen, indem der Stein 62 in der Führung 61 verschoben wird. Die Bewegung des Steines 62 wird nun mittels der Parallelogrammführung 65, 68, 69 (Fig. 11) unmittelbar vermöge der Gestängeglieder M, 7. 3 und 76 auf den Gelenkpunkt 30 übertragen. In diesem Falle entfällt eine besondere Einstellung des Punktes 30,
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weil die Stellstange 76 die richtige Einstellung des Punktes 30 schon allein ergibt, im Gegensatz zu den Anordnungen gemäss Fig. 3 und 9, wo die Zapfeneinstellung 30 so erfolgte, dass der Hebel 31 sein Gelenk 30 mechanisch über das Glied. 39 auf einem Arme und selbsttätig über das Glied 76 auf dem andern Arme des Hebels 31 einstellte.
Um auch ohne Ausgleichsgetriebe eine gute Ausgleiehswirkung beim Durchfahren von Krümmungen zu erzielen, ordnet man für jedes angetriebene Rad ein besonderes Umlaufrädergetriebe mit daran angeschlossenem Flüssigkeitsgetriebe (Fig. 4) an, wobei das Stellgestänge aus den in Fig. 10 und 11 angegebenen Elementen zusammengesetzt wird.
Es ist grundsätzlich gleichgültig, ob die Veränderung der Förderleistung durch tatsächliche Veränderung der Förderinhalte der Pumpensysteme oder in bekannter Weise mittels Klappen, Drehsehieber u. a. durch Kurzschluss eines bestimmten Teiles der geförderten Flüssigkeitsmenge innerhalb des einen oder andern Systems erzielt wird.
Die in den bisherigen Beispielen dargestellte Verstellung durch geradlinigen Schub mittels Hebels kann bei andern Pumpensystemen, deren Förderleistung z. B. durch Verdrehung verändert wird, mittels anderer Regelteile durchgeführt werden, wie z. B. durch Exzenter u. ä. Diese Regelglieder müssen aber wieder eine feste mechanische Einstellung in Abhängigkeit von der eingestellten Motorleistung und eine zweite selbsttätige Einstellung in Abhängigkeit vom Verhältnis des Momentes des Fahrtwiderstandes zum Momente des Antriebsmotors erhalten. Es ist auch möglich für Motoren, deren Charakteristik von der Geraden abweicht, die Anordnung des Schaltgestänges durch Wahl eines geschränkten Gestänges bzw. im Verein mit einer Feder 50 oder Federkombination, die eine gekrümmte Charakteristik erhält, der Motorcharakteristik anzupassen.
Durch obige Lösungen werden folgende Fortschritte erzielt :
Die hydraulische Leistungsübertragung wird wirtschaftlich mit der mechanischen Übertragung verbunden.
Es gibt bei den angegebenen Anordnungen keine ein-und ausrückbaren Teile, so dass der bei solchen Konstruktionen unvermeidliche rasche Verschleiss vermieden wird.
Die Bedienung der Kupplung entfällt, auch deren Erhaltung, als auch jene des empfindlichen, Energie verzehrenden Ausgleichsgetriebes.
Der Wagenlenker kann seine ganze Aufmerksamkeit der Bedienung des Lenkrades widmen. Alle Aufgaben, die mit der Bedienung des Antriebes zusammenhängen, sind in der Betätigung des Bedienungshebels vereinigt ; das Schalten von Geschwindigkeiten beim Anfahren und bei Terrainänderungen entfällt.
Der Motor kann so bemessen werden, dass die Höchstleistung und die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges innerhalb der Zone des günstigsten Wirkungsgrades des Motors erreicht wird, während heute der günstigste Wirkungsgrad mit Rücksicht auf die notwendige kleinste Übersetzung bei einem Bruchteil der Maximalgeschwindigkeit liegt und diese Maximalgeschwindigkeit erst bei unwirtschaftlich arbeitendem Motor erreicht wird. Infolge des stets richtigen, ohne Zutun des Lenkers eingestellten Übersetzungsverhältnisses ist der Betrieb des Fahrzeuges gemäss vorliegender Erfindung gebaut wesentlich wirtschaftlicher.
Es ist jederzeit möglich bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeuges, selbst bei Bergfahrt, Rückwärtsgang einzuschalten und durch diesen, vermittels des arbeitenden Motors eine fein einstellbare, elastische und wirksame Bremsung zu erzielen, ohne dass ein Stoss oder ein, wenn auch nur allmählicher Verschleiss von Bremsteilen zustande kommt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antrieb für Kraftfahrzeuge, bei welchen der Motor die Achse der Wagenräder über ein Umlaufrädergetriebe in Bewegung setzt, dadurch gekennzeichnet, dass das lose Zentralrad (17) des Umlaufrädergetriebes bei seiner Bewegung ein Pumpensystem (21) antreibt, das durch Flüssigkeitsleitungen mit einem zweiten Pumpensystem (J) mit veränderlichem Förderinhalt, welches auf die vom Antriebs-
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andernteils durch den hydraulischen Druck im Flüssigkeitsgetriebe selbsttätig verstellt wird.