DE899150C - Fluessigkeitsgetriebe, insbesondere zur Steuerung von Gleiskettenfahrzeugen - Google Patents

Fluessigkeitsgetriebe, insbesondere zur Steuerung von Gleiskettenfahrzeugen

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DE899150C
DE899150C DEK6833D DEK0006833D DE899150C DE 899150 C DE899150 C DE 899150C DE K6833 D DEK6833 D DE K6833D DE K0006833 D DEK0006833 D DE K0006833D DE 899150 C DE899150 C DE 899150C
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Hans Wilhelm Kraus
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D11/00Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like
    • B62D11/02Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides
    • B62D11/06Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source
    • B62D11/10Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using gearings with differential power outputs on opposite sides, e.g. twin-differential or epicyclic gears
    • B62D11/14Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using gearings with differential power outputs on opposite sides, e.g. twin-differential or epicyclic gears differential power outputs being effected by additional power supply to one side, e.g. power originating from secondary power source
    • B62D11/18Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using gearings with differential power outputs on opposite sides, e.g. twin-differential or epicyclic gears differential power outputs being effected by additional power supply to one side, e.g. power originating from secondary power source the additional power supply being supplied hydraulically

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Description

  • Flüssigkeitsgetriebe, insbesondere zur Steuerung von Gleiskettenfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf ein Flüss.igkeitsgetTie-be, durch welches insbesondere die Steuerung von Gleiskettenfa'hrzewgen mit Volllette so vervollkommnet werden soll, @daß Lenkung und Bedienung einfach sind.
  • Es sind Gleiskettenfahrzeuge bekannt, bei welchen die Steuerung bereits durch ein Steuerrad geschieht, jedoch werden in der Regel durch dieses Steuerrad jeder Gleiskette zugeordnete Kupplungen und Bremsen, auch Flüssigkeitskupplungen oder Flüssigkeitsbremsen, in der erforderlichen Reihenfolge bedient.
  • Es sind auch Flüssigkeitsgetriebe bekannt, welche durch federbelastete Kolben über besondere Vorrichtungen die Umdrehungszahl der jeweilig als Flüssigkeitsmotor arbeitenden Pumpe regeln, jedoch wird bei diesen Getriebien stets der Druck des Treibmittels zwischen der fördernden Pampe und dem Flüssigkeitsmotor zur Regelung ausgenutzt. Dieser Druck ist hauptsächlich von dem bei Steuerungen von Gleiskettenfahrzeugen außerordentlich veränderlichen Drehmoment abhängig, welches von dem Flüssigkeitsmotor überwunden werden muß, und ist lein Maß für die Umdrehungszahl .des Flüssigkeitsmotors, welche nur von den Zeitvolumen der ihn durchstrÖmenden. Flüssigkeitsmenge Q" abhängt. Flüssigkeitsgetriebe, welche die Veränderung derUmdnehungszahlen .durch Veränderung des Zellenraumes der Pumpe erzielen, sind kompliziert, erfordern viel Raum und viel Kraft zu ihrer Bedienung, welche überdies nicht mit der für die Steuerung von schnell laufenden Gleiskettenfahrzeugen erforderlichen Schnelligkeit geschehen kann.
  • Diese Nachteile werden :durch die Steuerung nach ,der Erfindung vollständig behoben. Erfindungsgemäß wirken Pumpe, Steuerschieber und die beiden als Flüssigkeitsimotor arbeitenden Zahnräder mit einem Regulierschieber und einem Ventilrelais so zusammen, daß die Einstellung :der für das Kurvenfahren erforderlichen verschiedenen Umdrehungszahlen .dadurch erfolgt, daß sekundär die den Flüssigkeitsmotor durchströmende Flüssigkeitsmenge Q" unabhängig von :der .durch die Pumpe 30-gelieferten Flüssigkeitsmenge Q, durch den jeweils wirksamen Steuerschlitz zwischen Steuerschieber und Gehäuse eingestellt wird und die Flüssigkeitsmenge Q, nur von der :durch der Steuerschieber freigegebenen Austrittsöffnung des wirksamen Steuerschlitzes abhängt, indem der Druck p2 der durch :den Steuerschlitz zwischen Steuerschieber und Gehäuse austretenden Flüssigkeit vor dem Steuerschlitz durch Regulierschieber und Ventilrelais stets automatisch auf einer Sollhöhe gleich groß gehalten wird.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Abb. i zeigt eine Seitenansicht eines, Gleiskettenfahrzeuges, teilweise im Schnitt nach Linie A-B von Abb. 2, welche einen Grundriß darstellt im teilweisen Schnitt nach der Linienführung C-D-E-F von Abb. i ; Abih. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie G-H von: Abb. i; Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie I-K von Abb. 3 ; Abb. 5 zeugt einen Schnitt nach der Linie L-M von Abb. i ; Abb. 6 zeigt eine gleiche Ansicht wie Abb. 5 mit anderer Stellung der Steuerungsteile.
  • Das Gleiskettenfahrzeug besteht aus einem Fährgestell il (Abb. i), zwei Gleisketten o mit Rädern und Trägern in bekannter Art (Abb. 2), einem Antriebsmotor 3 (Abb. i) mit allen. zur Bedienung erforderlichen Einrichtungen und den später näher beschriebenen Antriebs- und Steuereinrichtungen.
  • Der Antriebsmotor 3 treibt über ein, Zahnrad 4 zwei Zahnräder 5 und 6 an.
  • Das Zahnrad 5 (Alyb. i) treibt über eine Kupplung 7, welche :durc'h :einen Fußhebel 8 über ein Gestänge 9, io in bekannter Weise vom Fahrzeugführer bedient werden kann, ein Schaltgetriebe ii an, welches die Einschaltung verschiedener Fahrgeschwindigkeiten mittels eines Schalthebels 12 ermöglicht. Das Schaltgetriebe i i treibt über eine gelenkig angeordnete Welle 13 eine Schnecke 14 an, welche ihrerseits ein Schneckenrad 15 in Bewegung setzt. Statt Schneckenrad und Schnecke kann auch ein Kegelradgetriebe verwendet werden.
  • Das Schneckenrad 15 (Abb. 3) treibt durch eine gemeinschaftliche Antriebswelle 16 zwei Sonnenräder 17 an. Die Sonnenräder 17 gehören zu zwei den Gleisketten 2 zugeordneten Planetenradgetrieben. Jedes Planetenradgetriebe besteht aus dem Sonnenrad 17 (Abb.4), ein oder mehreren Planetenrädern 18 und,dem Äquatorialrad i9. Die Planetenräder 18 drehen sich um je einen Zapfen 2o. Die Zapfen 2o jedes Pl.anetenradgetriebes sind an je einem jeder Gleiskette zugeordneten Ausgleic'hra@d 2ii befestigt. Die Ausgleichräder .sind in einem alle Getriebeteile umgebenden Gehäuse 22 mittler gemeinschaftlichenAntriebswell@e 116 gleichachsig gelagert und werden bei Wirksamkeit der Steuerung :durch je ein jeder Gleiskette zugeordnetes Ritivel23 (Abb. 3 und 2) gegenläufig angetrieben. Die zwei Ritzel 23 beider Gleisketten erhalten ihren Antrieb über je zwei Wellen (Abb: 2), welche ihrerseits von zwei Kegelrädern 25 des gegenläufigen-Kegelradgetriebes ,angetrieben werden. Die Kegelräder 25 erhalten ihren Antrieb durch ein gemeinschaftliches Antriebskegelrad 26, welches über eine gelenkig ausgebildete Steuerwelle 27 von: einem Flüssigkeitsgetriebe angetrieben wird.
  • Befindet sieh die Steuerwelle 27 und mit ihr das Antriebskegelrad 26 in Ruhe, so blockiert das Antriebskegelrad 26 die Kegelräder 2,5 und mit ihnen die Ausgleichräder2i. Der Antrieb der Äquatorialräder i9 erfolgt dann bei festgestellten Zapfen 2o über die Planetenräder i 8 durch die Sonnenräder 17 wie bei einem gewöhnlichen Übersetzungsgetriebe, und zwar wird dabei .durch die an. :den Ausgleichrädern 2i wirksam werdenden Drehmomente keinerlei treibende Kraft auf die Steuerwelle 27 ausgeübt, da diese Drehmomente von :den Ausgleichrädern auf die Antriebsritzel und von diesen über die Welle 24 auf die Kegelräder 25 gleichsinnig ° übertragen werden, während die Kegelräder 25 an ,dem Antriebskegelrad 26 in entgegengesetztem Drehsinn wirkend angreifen und somit ihre Momente sich über das Antriebskegelrad 26 aufheben.
  • Dasselbe ist der Fall, wenn die Steuerwelle 27 in dem einen oder anderen Drehsinn durch das Flüssigkeitsgetriebe angetrieben, wird. In diesem Falle werden auch die beiden Ausgleichräder 2i angetirfeben, und zwar in entgegengesetztem Sinne. In Abb. 4 sind die Verhältnisse für ein! Planetenradgetriebe :dargestellt. Dreht sich das Sonnenrad 17 im Drehsinn a, so drehen sich das Planetenrad i8 im Drehsinn b und das Äquatorialxa-d i9 im Drehsinn, c, wenn das Ausgleichrad 21 und mit ihm der Zapfen 2o in Ruhe beharrt. Wird aber das Ritzel 23 im Drehsinn d bewegt, so bewegt sich das Ausgleichrad 2r und mit ihm .der Zapfen-2o in dem Drehsinn e, woduirch die Relativgeschwindigkeit zwischen ;dem Sonnenrad 17 und dem Zapfen 2o erhöht wird. Das Äquatorialrad i9 erhält also einen zusätzlichen Antrieb: durch das Ausgleichrad2i. Bei entgegengesetztem Drehsinndes Ritzels 23 erleidet das Äquatorialrad r9 .dagegen keine Verzögerung.
  • Mit den Äquatoriialrädern,i9 (Abb. 3) sind Antriebsräder 28 für die Gleisketten 2 mittels der Wellen 29 verbunden. Die Wellen 29 sind gleichfalls in dem Gehäuse 22 gleichachsig mit der Antriebswelle 16 gelagert.
  • Da die beiden Ausgleichräder 21 durch die Steuerwelle 2'7 über das gegenläufige Kegelradgetriebe, die Wellen 24 und die Ritzel 23 in gegenläufigem Sinne angetrieben werden, ergibt sich für die eine Gleiskette eine Verzögerung, wenn die andere Gleiskette beschleunigt wird, wodurch eine Änderung der Fahrtrichtung des Gleiskettenfahrzeuges erfolgt.
  • Das mechanische Drehmoment, .das. zur Erzielung einer beliebigen Richtungsänderung an der Steuerwelle 27 erforderlich wird, dient zur überwindung der Bodenreibung der Gleisketten, bei der Veränderung ihrer Richtung auf der Fahrbahn. Dieses Drehmoment ändert sich nur mit dem Reibungskoeffizienten zwischen Fahrbahn und Gleiskette, dem Gewicht des Fahrzeuges und dem Fahrwiderstand. Bei kleinem Fahrwiderstand ist das Moment groß, dagegen bei großem Fahrwiderstand klein. Beim Befahren einer großen Steigung, beim Schleppen einer großen Last oder bei großen Luftwiderständen infolge hoher Geschwindigkeit ist daher von der Steuerwelle 27 nur ein kleiner Drehwiderstand zu überwinden, welcher im Grenzfall sogar Null werden kann. Im Gegensatz dazu wird beim Fahren in der Ebene, ohne Schlepplast, bei langsamer Fahrt und hohem Reibungskoeffizienten das Drehmoment am der Steuerwelle ein Maximum. Das Flüssigkeitsgetriebe zum Antrieb der Steuerwelle muß -daher in der Lage sein, trotz einfachsten Aufbaues und trotz der stark veränderlichen Belastung eine Umdrehungsgeschwindigkeit der Steuerwelle 27 zu verursachen,- welche nach Möglichkeit genau verhältnisgleich dem Ausschlag -des Steuerrades ist und bleibt.
  • Diese Forderungen erfüllt das nachstehend beschriebene Flüssigkeitsgetriebe. Das Zahnrad 6 (Abb. i) treibt eine Flüssigkeitspumpe 30, welche aus einem Behälter 3,1 durch eine Saugleitung 32 dieFlüssigkeitsmenge Qp ansaugt undin dieDruckleitung 33 drückt. Aus der Druckleitung 33 (Abb. 5 und 6) verteilt sich die Flüssigkeit in Zweigleitungen 34, 35 und 36. Die Zweigleitungen 34, 35 führen zu einem Steuerschieber 37. In der Mittelstellung verschließt der Steuerschieber mit seinen einander abgekehrten Stiirnflächen die Eintrittsöffnung der Zweigleitungen 34, 35 fast vollständig oder vollständig, so daß dem Flüssigkeits@strom im wesentlichen. nur noch die Zweigleitung 36 offen steht. Der Steuerschieber 37 trägt eine Schubstange 38; welche durch eine Stopfbuchse 39 nach außen geführt ist. Die Schubstaub 38 ist an ihrem freien Ende mit einer Verzahnung versehen, in welche ein Zahnrad 4o eingreift. Das Zahnrad 4o sitzt auf einer Welle 41 eines. Steuerrades 42 und kann durch dieses bewegt werden. Mit dem Zahnrad 4o bewegen sich auch .die Schubstange 38 und der Steuerschieber 37. Ist durch das Steuerrad 42 der Steuerschieber 37 aus der Mittelstellung (Abb. 6) inRichtung des Pfeiles f (Abb. 5) bewegt, so wird derDruckflüssigkeit in,derZweigleitung 35 der Zutritt zu einer Rohrleitung 43, welche zu einem Flüssigkeitsmotor führt, in Richtung des Pfeiles g gestattet. Der Flüssigkeitsmotor besteht aus den beidem Zahnrädern 44, 45, welche nach Art einer bekannten Zahnradpumpe in einem Gehäuse 46 eingebaut sind. Unter dem Druck der Flüssigkeit !setzen sich die Zahnräder 44, 45 in Richtung der Pfeile h, i in Bewegung. Das Zahnrad 45 ist mit der Steuerwelle 27 verbunden und verursacht durch seine Bewegung die Richtungsänderung des Gleisketternfahrzeuges. Durch die Bewegung der Zahnräder 44, 45 tritt die Flüssigkeit in Richtung der Pfeile h, i auf die andere Seite des Flüssigkeitsmotors über und gelangt so in die Rohrleitung 47. Aus dieser tritt. die Flüssigkeit durch einen Steuerschlitz in dem Raum 48 über. Der Steuerschlitz wird einerseits durch eine der Kanten des Steuerschiebers 37 gebildet, welche durch eine mittlere Ausspannung desselben entstehen, andererseits durch die Wandung des Gehäuses 46. Er ist in der Mittelstellung des Steuerschiebels 37 ganz geschlossen oder fast ganz geschlossen. Die mittlere Aussparung des Steuerschiebers ermöglicht einen ungehinderten Übertritt der durch den Flüssigkeitsmotor strömenden Flüssigkeitsmenge Q, in den Raum 48, aus welchem sie durch ein Abflußrohr 49 in den Behälter 3 1 (Abb. i) zurückfließen kann. Die Rohrleitung 43 steht durch eine enge Rohrleitung So mit einem Ventilrelais in Verbindung, desgleichen die Rohrleitung 47 durch die enge Rohrleitung 5,1. Das Ventilrelais besteht aus einem Ventilgehäuse 52 und einem Doppelventil 53 nach Abb. 5. Das Doppelventil wird von: einer im Ventilgehäuse axialverschiebbar gelagertenStange gebildet, an deren Enden Ventiltellier sitzen. In den Endstellungen liegt immer nur ein Ventilteller auf dem Ventilsitz auf, so daß in ,den Endstellungen jeweils nur eine enge Rohrleitung So oder 5 1 mit der Rohrleitung 54 verbunden ist. Wenn in den beiden engem Rohrleitungen So und- S1 verschieden hohe Drücke herrschen, so schließt sich,das Ventil, welches den höheren Druck erleidet, und öffnet zwangsläufig das Ventil mit dem geringeren Druck, so d:aß immer dem niedrigsten Druck der Weg in die am das Ventilgehäuse 52 anschließende Rohrleitung 54 freisteht. Bei Drudkgleichheit (Abb, 6) geben beide Ventilteller die Ventilsitze frei.
  • Die Rohrleitung 54 führt die Flüssigkeit mit dem geringeren Druck in einen Druckzylinder 55. Indem Druckzylinder befindet sich ein Kolben 56, welcher durch eine Feder 57 belastet wird. Der untere Teil des Kolibens ragt mit einem kleineren Durchmesser in ein Ragulierschiebergehäuse 58 und bildet hier einen Regulierschieber. In das Regulierschlebergehäuse, welches hinter dem Regulierschieber mit dem Abflußrohr 49 in Verbindung steht, mündet @d,e vorerwähnte Zweigleiturvg 36. Bei geöffnetem Regulierschieber fließt die Flüssigkeit also direkt aus der Druckleitung 33 durch die Zweigleitung 36 wund das Reg..ulierschiebergehäuse 58 in das. Abflußrohr 49 und von hier in den Behälter 311 zurück.
  • DerRegulierschieber 56, 57 ist aber nur geöffnet, wenn im Druckzylinder 55 ein Flüssigkeitsdruck herrscht, welcher der Spannung der Feder 57 entgegenarbeiten kann. Das Ventilrelais 52, 53 wacht darüber, daß dies der jeweils geringere Druck in den Rohrleitungen So oder 51 ist. Beider inAbb. 5 dargestellten Stellung des Steuerschiiebers 37 ist dies der Druck in der Rohrleitung 54 welcher gleichfalls in der Rohrleitung 47 herrschen muß. Dieser Druck wird nun rückwirkend durch die Feder 57 auf einer bestimmten Höhe gehalten. Er habe ,die Größe p2 und betrage zwischen o,i und o,2 atü. Die Flüssigkeitspumpe 30 sei dagegen imstande, einen Druck Po von io bis 2o atü zu erzeugen; :dieser Druck wirkt in den Rohrleitungen 33, 34 35 und 36. Beim Passieren der ,durch den Steuerschieber 37 freigegebenen Öffnung vom Rohr 35 zum Rohr 43 tritt ein kleiner Dros.selungsverlust auf, der Druck in der Rohrleitung 43 sei demnach p1 kleiner Po rund 9 bis i8 atü, der Druckunterschied p,-p. treibt die Zahnräder- 44, 45. Sollte ein geringerer Druckunterschied ausreichen, weil an der Steuerwelle 27 -ein geringeres Drehmoment erforderlich. ist, so müßte der Druck p2 beträchtlich ansteigen. Infolgedessen würde aber auch unter dem Kolben 56 ebenfalls. ein höherer Druck wirksam, der Kolben wird angehoben und gibt einer bestimmten Flüssigkeitsmenge Qp-Q" in der Zeiteinheit den Weg und aus der gleichfalls unter dem Druck p. stehenden, Zweigleitung 36 in das Abflußrohr 49 frei, dadurch fällt der Druck p, im der Zweigleitung 36 und auch in der Zweigleitung 35 ab und mit ihm der Druck p1 in der Rohrleitung 43. Da die Druckdifferenz p,.-p. zum ausreichenden Antrieb der Welle 27 erforderlich, ist, fällt auch -der Druck p2 bis auf eine Größe, welche es der Feder 57 gestattet, den wieder zu schließen. Diese Vorgänge spielen sich gleichzeitig ab, so daß der Druck p2 stets auf seiner Sollhöhe zwischen o, i und o,2 atü gehalten wird und nur der Drück p, entsprechend dem erforderlichen Drehmoment auf die erforderliche Höbe einreguliert wird.
  • Da der Druck p2 also stets angenähert gleich groß bleibt, ändert sich auch die Geschwindigkeit in ,dem Steuerschlitz zwischen der mittleren Aussparung des Steuerschiebers 37 und der Wandung des Gehäuses 46 nur wenig. Infolgedessen ist die Flüssigkeitsmenge, welche in der Zeiteinheit aus der Rohrleitung 47 in :den Raum 48 übertritt, stets genau verhältnisgleich (der freien Öffnung des Steuerschlitzesi und damit dem Ausschlag des Steuerrades 42. Nur .diese Flüssigkeitsmenge wird zur Bewegung derZahnräder44und45 des Flüssigkeitsmotors ausgenutzt. Bei geringen Spaltverlusten ist also die Umdrehungsgeschwindigkeit der Zahnräder 44 ünd 45 und somit der Steuerwelle 27 `, aus Kontinuitätsgründen genau verhältnisgleich dieser Flüssigkeitsmenge und damit verhältnisgleich dem Ausschlag des. Steuerrades 42.
  • Bei Berücksichtigung dieser Tatsachen ergibt sich für :das Gleiskettenfahrzeug nach der Erfindung folgendes: i. Bei langsamer Fahrt und geringer Steigung ist der Motor des Fährzeuges nur gering belastet. Der Kraftbedarf der Steuerung ist dagegen groß und für langsame wie schnelle Wendungen angenähert gleich. Bei schnellen Wendungen wird die Leistung der Flüssigkeitspumpe voll ausgenutzt, da die gesamte Flüssigkeitsmenge zum Antrieb des Flüssigkeitsmotors ausgenutzt wird. Bei langsamen Wendungen wird dagegen ein Teil der gelieferten Flüssigkeitsmenge in dem Regulierventil nutzlos abgeleitet. In jedem Falle erfolgt jedoch die Wendung unabhängig von dem größeren oder kleinerenReibungskoeffizienten zwischenFahrbahn und Gleiskette genau verhältnisgleich :dem Ausschlag des Steuerrades 42.
  • z. Beim Anfahren, bei großen Steigungen oder bei großen Zuglasten, also in allen den Fällen, in denen .die Bodenhaftung der Gleisketten durch den Fahrwiderstand fast überwunden wird, ist der Motordes Fahrzeuges bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit belastet, der Kraftbedarf der Steuerung nähert sich dagegen dem Wert Null. Auch in diesem Fall erfolgt die Wendung verhältnisgleich dem Ausschlag des Steuerrades 42.
  • 3. Beim Geradeausfahren ist fder Kraftbedarf der Steuerung in jedem Fall. rund gleich Null. Somit kann eine Erschöpfung ,des, Motors in keinem Fall eintreten, ein Vorteil, den bekannte Gleiskettenfahrzeuge nicht aufzuweisen haben.
  • Als Flüssigkeitspumpe 30 ist inAbb. i und 2 eine Kreiselpumpe eingezeichnet, am besten ist jedoch eine Zahnradpumpe. Der Steuerschieber 37 kann auch als. Rundschieber ausgebildet und( in diesem Fall' direkt durch das Steuerrad oder mittelbar durch Zwischenschalten; eines übersetzungsverhältnisses bewegt werden. Ferner kann auch der Steuerschieber -durch ein Schraubengewinde bewegt werden.
  • Das Äquatorialra-d ist in Abb. 3 mit Innenverzahnung gezeichnet, statt dessen kann in bekannter Weisse auch ein Rad mit Außenverzahnung verwendet werden, jedoch sind in diesem Fall zwei miteinander auf einem Zapfen 2o drehbare, fest miteinander verbundene Planetenräder notwendig.
  • In dem Planetenradgetriebe können miteinander in ihrer Wirkung vertauscht werden: i. Idas Ausgleichsrad 2i mit dem Äquatorialrad i9, 2. :das Sonnenrad 17 mit dem Äquatorialrad i9, 3. das, Sonnenrad 17 mit dem Ausgleichrad 2i. In diesen Fällen ändern sich nur die räumlichen Anordnungen und die Übersetzungsverhältnisse der einzelnen Getriebeteile.
  • Die rund um den Steuerschieber 37 laufenden beiden Ausnehmungen sind mit 59 bezeichnet, die Zughaken, an. welchen Lastanhänger u. dgl. angehängt werden können, mit 6o.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: ii. Flüssigkeitsgetriehe, insbesondere zur Steuerung von Gleiskettenfahrzeugen, das aus Pumpe, Motor und besteht, wobeiden Gleisketten über Planetengetriebe beim Kurvenfahren unterschiedliche Geschwindigkeiten erteilt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Pumpe (30), Steuerschieber (37) und die beiden als Flüssigkeitsmotor arbeitenden Zahnräder (q.4, 45) mit einem Regulierschieber (56, 57) und einem Ventilrelais (5a, 53) so zusammenwirken, daß dlie Einstellung der für das Kurvenfahren erforderlichen verschiedenen Umdrehungszahlen dadurch erfolgt, daB sekundär die .den Flüssi@gkeit!smotor (q.q., 45) durchströmende Flüssigkeitsmenge (Q") unabhängig von der durch die Pumpe (30) gelieferten Flüssigkeitsmenge (Qp) durch den jeweils wirksamen Steuerschlitz zwischen Steuerschieber (37) und Gehäuse (q.6) eingestellt wird und die Flüssigkeitsmenge nur von .der durch den Steuerschieber freigegebenen Austrittsöffnung des wirksamen Steuerschlitzes abhängt, indem der Druck (P2) .der durch den Steuerschlitz zwischen Steuerschieber und Gehäuse austretenden Flüssigkeit vor dem Steuerschlitz durch Regulierschieber und Ventilrelais stets automatisch auf einer Sollhöhe gleich groß gehalten wird.
  2. 2. Flüssigkeitsgetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilrelais (5,a, 53) stets nur der aus dem Flüssigkeitsmotor (44, 4.5) austretenden Flüssigkeit mit dem geringeren Druck (P2) den Zutritt zu dem den federbelasteten Kolben des Regulierschiebers (56,57) umgebenden Druckzylinder (55)
  3. 3. Flüssigkeitsgetriebe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, .daß .der Regulierschieber (56, 57) den Druck (Po) der von der Pumpe gelieferten Drudkflüssigkeitsmenge (Qp) stets so hoch einreguliert, wie zur Überwindung .der Widerstände der Fahrbahn, beim Verändern der Fahrtrichtung erforderlich ist, und dabei der nicht erforderlichen Flüssigkeitsmenge (Qp Q") den Weg in den Behälter (3i) freigibt. q.. Flüssigkeitsgetriebe nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Steuerschiecher (37) mittels Zahnstange (38) und Zahnrades (q.0) od. dgl. durch ein Steuerrad (4z) verstellt wird.
DEK6833D 1937-11-04 1937-11-04 Fluessigkeitsgetriebe, insbesondere zur Steuerung von Gleiskettenfahrzeugen Expired DE899150C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1164846B (de) * 1961-04-28 1964-03-05 Max Adolf Mueller Dipl Ing Hydrostatisch mechanischer Antrieb fuer ein gelaendegaengiges Kraftfahrzeug, insbesondere Baugeraet, Planiergeraet, Schaufellader, Schwenklader oder aehnliches Fahrzeug
US3450218A (en) * 1967-05-24 1969-06-17 Ivan L Looker Planetary gear type steering device for track vehicles

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