AT137897B - In Zellen für wässerrige Elektrolyse horizontal einzubauende Anodenplatte aus Graphit, Kohle oder Magnetit. - Google Patents
In Zellen für wässerrige Elektrolyse horizontal einzubauende Anodenplatte aus Graphit, Kohle oder Magnetit.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> In Zellen für wässerige Elektrolyse horizontal einzubauende Anodenplatte aus Graphit, Kohle oder Magnetit. Bisher wurden für die wässerige Elektrolyse meist Elektroden in Plattenform verwendet, die mittels Stäben in das Bad gehalten werden ; diese Stäbe sind zugleich Stromzuführung. Die Verbindung von Stäben und Platten erfolgt mittels Nippel und Gewinde. Beim Elektrolysevorgang wird nun das Gewinde zwischen Platte und Nippel infolge der an diesen Stellen herrschenden hohen Stromdichte und der sich dort entwickelnden Teilelektrolysevorgänge sehr oft angegriffen und zerstört, so dass die unter Umständen selbst noch ganz wenig angegriffene Platte abfällt und die stromführende Fläche des ganzen Bades verkleinert wird. Bestenfalls muss das Bad geöffnet und wenn die Platte dies noch aushält, mit neuem Gewinde versehen wieder eingesetzt werden. Auch der Zuführungsstab für die Platte ist durch Zerstörung des Gewindes unbrauchbar geworden. Aber selbst wenn die Gewinde nicht vorzeitig zerstört werden sollten, so ist doch der verwertbare Teil der Graphitplatte nur sehr gering, denn bei einer Plattenstärke von 50 mm, die als normal angesehen werden kann, können höchstens 25 mm abgearbeitet werden, weil sonst eben das Gewinde in der Platte wieder zu sehr geschwächt wird und die Platte abfällt. Dies bedeutet eine nur 50% ige Ausnutzung des teueren Graphits. Um diesem Übelstand abzuhelfen, soll die in Zellen für wässerige Elektrolyse horizontal einzubauende Anodenplatte aus Graphit, Kohle oder Magnetit eine Form gemäss beiliegender Skizze oder ähnlich besitzen, d. h. die Platte soll in ihrer Längs- oder Querrichtung mit einer Rippe A oder einem Fuss B versehen sein, der bestimmt ist, aus der Elektrolyseflüssigkeit herauszuschauen, die Gewinde für die Zuführung aufzunehmen, um dadurch ein Abarbeiten der Gewinde zu vermeiden. Da diese Zuführungen dann nicht in die Elektrolyseflüssigkeit eintauchen, ist eine Zerstörung dieser Gewinde unmöglich, die Platte kann also unbegrenzt, d. h. bis zur vollkommenen Abnutzung ihrer Basis im Bad verbleiben, wird also zum allergrössten Teil produktiv ausgenutzt, anstatt wie bisher 50% Abfall zu ergeben. Neben der restlosen Abnutzung des Plattengraphits wird auch an Zuführungen, die dadurch theoretisch unbegrenzt halten, gespart. Dabei ist stets die Stromleitfläehe in Quadratzentimetern ausgedrückt annähernd gleich geblieben, denn Längen-und Breitenabmessungen sind der Abnutzung weniger unterworfen, wie die Grundflächenhöhenabnutzung. Es wird dadurch erreicht, dass die Badspannung fast während der ganzen Lebensdauer ziemlich gleich bleibt, schon deshalb, weil Ausfälle ganzer Platten durch Abbrechen vermieden sind, in der Hauptsache aber, weil die Kontaktfläehe zwischen Platte und Nippel gleich bleibt bis zur völligen Aufzehrung des Graphits. Bleibt aber die Badspannung gleich, d. h. also auch die ungefähre Stromdichte, so wird nochmals eine Erhöhung der Lebensdauer des Graphits damit erzielt, denn es ist eine bekannte Sache, dass mit der höheren Badspannung, also praktisch der höheren Stromdichte, die Abnutzung des Graphits steigt, da-wie jeder Fachmann aus der Praxis weiss-der prozentuale Graphitverbrauch in der zweiten Hälfte des Verbrauchsprozesses, also dann, wenn die Badspannung anfängt merklich zu steigen, rapid zunimmt. Die zur Aufnahme der Nippel bestimmten Ansätze usw. können zum Schutz des Hochsteigen und Eindringens von Elektrolyseflüssigkeit auf an sich bekannte Art und Weise imprägniert werden, während die Platte selbst unimprägniert bleiben kann, was für die Verwendung z. B. in Diaphragmabädern unumgänglich notwendig ist. Wenn aber die Anbringung der Stromzuführung gegen Einflüsse der Elektrolytflüssigkeit geschützt ist, so kann dieselbe noch mit einer Metallseele C aus Kupfer, Nickel od. dgl. versehen werden, die entweder eingezogen, eingegossen oder mittels Spritzverfahren angebracht ist. Dadurch, dass der Strom dann durch die Metallseele, die ausserhalb des Bades direkt durch Anklemmen, Verlöten od. dgl. mit dem <Desc/Clms Page number 2> Stromkreis verbunden werden, direkt der Platte, also der Wirkung zugeführt werden kann, können Stromverluste vermieden werden, was bisher nicht möglich war. Dadurch, dass die Verbindungsstelle zwischen Platte und Stromzuführung gegen Einsaugen der Elektrolytflüssigkeit geschützt ist, kann auch noch die Gewindefläche des Nippels ganz oder zum Teil metallisiert werden und dieser Metallüberzug D mit der durchgehenden Metallseele verbunden werden. Durch diese Anordnung wird eine Verminderung des Übergangswiderstandes zwischen Platte und Nippel erzielt, was einer weiteren Stromersparnis gleichkommt. Die beschriebene Formgebung kann natürlich sinngemäss auch auf Anoden aus allen andern in Betracht kommenden Materialien angewendet werden, wie z. B. Magnetit. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. In Zellen für wässerige Elektrolyse horizontal einzubauende Anodenplatte aus Graphit, Kohle oder Magnetit, dadurch gekennzeichnet, dass sie an der Oberseite mit einem Fuss, Rippe oder sonstiger Erhöhung versehen ist, die die Anbringung des gleichzeitig der Stromzuführung dienenden Haltestabes ausserhalb des bei der Elektrolyse wirksamen Teiles der Platte selbst und ausserhalb der Elektrolyseflüssigkeit ermöglicht.
Claims (1)
- 2. Anode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansätze imprägniert werden.3. Anode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an sich in bekannter Weise imprägnierte Stromzuführung mit einer Metallseele versehen ist.4. Anode nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Nippel der Stromzuführung teilweise mit einem Metallüberzug irgendwelcher Art versehen und mit der durchgehenden Seele verbunden wird. EMI2.1
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