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Bei den gebräuchlichsten Kühlvorrichtungen für Schnellfeuerwaffen werden flüssige Kühlmittel verwendet. Dies hat den Nachteil, dass bei Mangel des Ersatzes für das Kühlmittel die Waffe rasch gebrauchsunfähig wird. Es wurde bereits vorgeschlagen, den Lauf der Waffe mit Luft zu kühlen, wobei der Luftzug mittels der aus dem Lauf ausgestossenen Abgase erzeugt werden soll. Bei diesen Konstruktionen wurden die Abgase durch einen Ejektor hindurchgeführt, da aber die Gase eine ausserordentlich hohe Strömungsgeschwindigkeit haben und die Durchströmung durch den Ejektor dementsprechend nur kleinste Bruchteile einer Sekunde dauert, kommt der Ejektor infolge der Trägheit der Luft überhaupt nicht zur Wirkung.
Die Erfindung bezweckt nun, eine Luftkühlung zu schaffen, bei der ebenfalls die Abgase einen Ejektor durchströmen, die obgenannten Nachteile jedoch vermieden sind.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass in die Bahn der Abgase zwischen dem Lauf und dem Ejektor eine Entspannungskammer eingeschaltet ist, in welcher der Druck der Abgase derart herabgesetzt wird, dass das Durchströmen der Abgase durch den Ejektor verlangsamt wird.
Die durch die Entspannungskammer bewirkte Entspannung ermöglicht eine sich über mehrere Halb-bis Zehntelsekunden erstreckende Saugwirkung, die bei Schnellfeuer einen heftigen und ununterbrochenen Luftzug entlang der Kühlflächen bewirkt. Bei dieser Kühlung mit Luft ist vor allem von Vorteil, dass das Kühlmittel immer zur Verfügung steht und sich die Innentemperatur des Laufes auf einer bestimmten Höhe stabilisiert, welche selbst bei andauerndem Schiessen nicht überschritten wird.
Dies ist sehr bedeutungsvoll, da man diese Höchsttemperatur durch entsprechende Wahl des Materials und Dimensionierung vorher bestimmen kann.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist ein Teilschnitt längs der Laufachse eines Ausführungsbeispieles einer Kühlvorrichtung, welche gemäss der Erfindung am Laufende einer Sehnellfeuerwaffe angebracht ist. Fig. 2,3 und 4 stellen Schnitte nach 2--2, 3-3 und 4-4 der Fig. 1 dar. Fig. 5 zeigt im Längsschnitt ein anderes Ausführungsbeispiel.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach 6-6 der Fig. 5. Fig. 7 stellt eine Ansicht mit teilweisem Schnitt einer im Sinne der Erfindung mit der Kühlvorrichtung ausgerüsteten Waffe dar. Fig. 8 und 9 zeigen einen Teil in Ansicht bzw. Schnitt nach 9-9. Der Lauf 1 der Waffe ist von einem Mantel 2 umgeben, welcher um ihn herum einen ringförmigen Rippenraum bildet, in welchem die Pulvergase einen heftigen Luftzug erzeugen, wie nun erklärt wird : Am Laufende ist ein Hohlkörper 4 aufgeschraubt, dessen Lichtdurchmesser gross genug ist, um vom Geschoss nicht berührt zu werden. Dieser Hohlkörper wird durch die Kanäle 5,5 mit einem geschlossenen Hohlraum 6 von verhältnismässig grossem Volumen verbunden. Der Körper 4 endigt in einer Erweiterung 7, welche in einer konvergenten, an den Mantel 2 angeschlossenen Röhre 8 axial angeordnet ist, so dass eine Art Ejektor entsteht.
Die Pulvergase dringen durch 5--5 in den Hohlraum 6 und entspannen sich auf einem Druck, welcher grösser ist als der Atmosphärendruck. Durch die Düse 7 findet dann die zweite Entspannung statt, welche länger andauert und durch Ejektorwirkung die Luft durch
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ergibt sich so ein andauernder Luftzug.
Natürlich ist diese Ausführung ein Beispiel, und es lassen sich andere Formen nach der Erfindung herstellen. So ist in Fig. 5 und 6 der Zwischenausdehnungsraum 6 ringförmig. Die Innenwandung bildet den Kegel 8, welcher eine Verlängerung des Mantels 2 ist, mit Aussenhülle 9. Diese Art der Ausführung
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ergibt einen Rotationskörper um die Laufachse. Die Kammer 6 steht durch die Kanäle 5 a in Verbindung mit 4 durchgehend und symmetrisch.
Fig. 7 zeigt eine mit der auf Fig. 5 und 6 dargestellten Vorrichtung ausgerüstete Waffe. Man sieht in Fig. 7 den Mantel 2, der sich über den ganzen Lauf ausdehnt.
Auf der Verschlussseite sind die Lufteintrittsöffnungen 10 vorgesehen. In 2 a ist der Mantel durch die Gasentnahmsröhre durchgelocht, welche bei automatischen Waffen Anwendung findet. Um die Kühlung des Laufes zu vergrössern, ist der Ringraum 3 mit Metallrippen versehen, die auf ihm sitzen oder mit ihm hergestellt werden. Dies kann auch durch eine Reihe von nach Fig. 8 und 9 mit Rippen 12 versehenen Teilkörper bzw. Ringen erreicht werden, welche auf dem Lauf angeordnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Kühlvorrichtung für Schnellfeuerwaffen, bei welcher die Energie der Abgase zur Erzeugung eines Kühlluftstromes entlang des Laufes mittels eines Ejektors ausgenutzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in die Bahn der Abgase zwischen dem Lauf und dem Ejektor eine Entspannungskammer eingeschaltet ist, in welcher der Druck der Abgase derart herabgesetzt wird, dass das Durchströmen der Abgase durch den Ejektor verlangsamt wird.