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Deckplatte für die unteren Stichbildewerlrzeuge einer Nähmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Deckplatte für die unteren Stichbildewerkzeuge einer Nähmaschine und bezweckt, diese besonders einfach und leicht herstellbar und betätigbar auszubilden. Bei den sonst üblichen Ausführungsformen von Nähmaschinen wird die Deckplatte als Schiebeplatte ausgeführt, die zur Freilegung der Stichbildungsvorrichtung herausgeschoben werden muss. Dies bringt verschiedene Nachteile mit sich, die bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Deckplatte dadurch vermieden werden, dass die Deckplatte um eine im wesentlichen lotrechte Achse drehbar ist, in ihrer geschlossenen Stellung ganz oder teilweise in die Tischplatte der Nähmaschine versenkt werden kann und aus dieser Stellung durch exzentrischen Druck und gleichzeitige Drehung um die lotrechte Achse herausschwenkbar ist.
Zweckmässigerweise weist hiebei die Deckplatte einen über den Rand der Tischplatte hinausragenden Griffteil zur Ausübung des exzentrischen Druckes auf.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäss ausgebildete Deckplatte in offener Stellung, Fig. 2 eine Ansieht, teilweise im Schnitt.
Die Tischplatte 5 der Nähmaschine ist in bekannter Weise mit einer Ausnehmung 167 versehen, in der sich die untere Stichbildungsvorrichtung befindet. Diese ist entsprechend der gewählten Ausführungsform des Greifers ausgebildet, beispielsweise wie bei der gezeichneten Ausführungsform, bei der ein in einer Kreisbahn schwingender oder umlaufender Greifer verwendet wird, zylindrisch mit einer rechteckigen Erweiterung an der rechten Seite. Ausser dieser Ausnehmung 167 ist die Tischplatte 5 noch mit einer Vertiefung 168 versehen, in die die Deckplatten zum Abdecken der unteren Stiehbildungsvorrichtung eingelegt werden.
Der echte, aus einem Halbkreis und einem links anschliessenden schmalen Rechteck bestehende Teil der Ausnehmung 168 wird durch eine mittels zweier Schrauben 172 angeschraubte Deckplatte 169 abgeschlossen, die einen Schlitz 170 für den Duchtritt des Stoffrückers und eine Bohrung 111 für den Durchtritt der Nadel aufweist. Der linke rechteckige Teil der Ausnehmung 168 ist durch eine zweite Deckplatte 173 abgeschlossen, welche zwecks Einsetzens der Spule leicht zu öffnen sein muss. An dieser Deckplatte 173 ist ein Bolzen 175 angenietet, der sich durch eine Bohrung der Tischplatte 5 hindurch lotrecht abwärts erstreckt und unterhalb der Deckplatte 173 mit einem in einer entsprechenden Vergrösserung der Tischplattenbohrung gelagerten Bund 176 versehen ist.
An seinem unteren Ende ist der Bolzen 175 mit Gewinde versehen und trägt eine Mutter 177 und eine Beilagscheibe 178. Zwischen der Beilagscheibe 178 und der Unterfläche der Tischplatte 5 ist eine Schraubenfeder 179 um den Bolzen 175 gelegt, die die Deckplatte 173 gegen die Tischplatte 5 presst. Die Deckplatte 173 weist einen etwas über den linken Rand der Tischplatte 5 hinausragenden Griffteil174 auf. Wenn man in geschlossener Stellung der Deckplatte 173 auf den Griffteil j ! 74 drückt, so werden deren rechte und deren vordere Kante so weit gehoben, dass sie, wenn man gleichzeitig den Griff teil 174 im Uhrzeigersinn dreht, über die vordere Kante
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nach Fig. 1 und 2 zu drehen und dadurch die Stiehbildungsvorrichtung freizulegen.
Das Gleiten der Deckplatte 173 über die Kanten der Tischplatte 5 wird dadurch erleichtert, dass die vordere Kante 180 der Deckplatte 173 an der Unterseite schräg abgenommen ist. Der Durchmesser der Bohrung in der Tischplatte 5, durch welche der Bolzen 175 hindurchtritt, ist um ein geringes grösser als der Durchmesser des letzteren, so dass die beim Niederdrücken des Griff teiles 114 eintretende geringe Schrägstellung des Bolzens 175 ohne weiteres möglich ist.
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Durch die oben beschriebene Ausbildung der Deckplatte 173 ist es möglich, diese in einfacher Weise aus einem Stück Blech zu pressen, wobei die Notwendigkeit der Anbringung der sonst üblichen Vertiefung zum Einsetzen des Fingernagels entfällt. Auch die Ausnehmung 169 ist viel einfacher herzustellen, da ihre Wände nicht wie bei Schiebeplatten nach oben zusammenlaufend ausgehobelt oder ausgefräst werden müssen, um ein Herausfallen der Deckplatte zu verhindern, sondern lotrecht sind. Auch das Öffnen der Deckplatte gemäss der Erfindung ist einfacher als jenes einer Schiebeplatte.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Deckplatte für die unteren Stichbildewerkzeuge einer Nähmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Freilegung der unteren Stichbildungsvorrichtung um eine im wesentlichen lotrechte Achse (175) drehbar ist, in ihrer geschlossenen Stellung ganz oder teilweise in die Tischplatte (5) versenkt werden kann und durch exzentrischen Druck und gleichzeitige Drehung um die lotrechte Achse (175) aus der Versenkung (168) herausschwenkbar ist.