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Vorrichtung zum Anzeigen von in einer bestimmten Richtung fahrenden Fahrzeugen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anzeigen von Fahrzeugen, die über eine
Stelle der Strasse oder der Fahrbahn in einer bestimmten Richtung fahren. Die Vorrichtung kann z. B. zur Anzeige von Fahrzeugen benutzt werden, die einer Strassenkreuzung sich nähern. Die Einrichtung ist dabei so getroffen, dass nur die zur Strassenkreuzung zufahrenden Fahrzeuge angezeigt werden, während die von der Kreuzung wegfahrenden Fahrzeuge nicht angezeigt werden. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung weist mindestens zwei in der Fahrbahn eingelassene und in der Fahrtrichtung versetzte Luftbehälter auf, in denen durch das Gewicht des Fahrzeuges gleichzeitig Druckänderungen erzeugt werden.
Mit diesen Luftbehältern steht erfindungsgemäss weiters eine Anzeigevorrichtung in Verbindung, welche die Druckunterschiede oder Druckänderungen in den beiden Luftbehältern optisch oder akustisch anzeigt. Es kann dabei vorteilhaft eine Fernanzeigevorrichtung vorgesehen werden, z. B. eine elektrische Fernsignalanlage.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel mit graphischen Erläuterungen der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigen : Fig. 1 und 2 den Querschnitt der Fahr- bahnschwelle und die Schaltungsanordnung, Fig. 3 und 4 graphische Erläuterungen der Wirkungsweise für jede der beiden Fahrtrichtungen, Fig. 5, 6,7 und 8 Querschnitte durch verschiedene Fahrbahnschwellen.
Die pneumatische, in eine Fahrbahn einer Strasse eingebaute Schwelle 1 besteht aus elastischem, unter dem Druck des darüberfahrenden Fahrzeugrades 2 nachgiebigem Material (Gummi od. dgl. ). In der elastischen Schwelle sind in bestimmtem Abstand a zwei Luftkammern 3,4 vorgesehen, welche je durch eine Öffnung 5 bzw. 6 mit der Aussenluft in Verbindung stehen. Die Kammern 3, 4 stehen mittels der Rohrleitungen 7, 8, u. zw. jede für sich, in Verbindung mit je einem Gehäuse 9 bzw. 10. Die Gehäuse werden am zweckmässigsten z. B. in einem Kasten vereinigt und an einer Gebäudemauer nahe der Strasse angebracht.
In jedem Gehäuse 9, 10 ist eine Membran 11 bzw. 12 vorgesehen, die durch die Druckänderungen im Gehäuse verstellt werden und dabei mit Hilfe von Kontakten 13, 14 elektrische Stromkreise öffnen und schliessen. Die Membranen 11 und 12 reagieren vermöge ihrer äusserst geringen Masse sofort auf jede Druckdifferenz gegenüber der Aussenluft. Der Kontakt 13 im Membrangehäuse 9 wird bei einem Unterdruck in der Kammer 3 geschlossen ; der Kontakt 14 wird bei einem Überdruck in der Kammer 4 geschlossen. Durch Serienschaltung der beiden Kontakte 13 und 14 wird erreicht, dass, solange beide Kontakte geschlossen sind, ein Signal, beispielsweise eine Lampe 15, aufleuchtet. Das Signal 15 ist so lange eingeschaltet, als ein Unterdruck in Kammer 3 mit einem Überdruck in Kammer 4 zeitlich zusammenfällt.
In Fig. 2 ist eine zweite Schaltung gezeichnet. Die Arbeitsweise der Membranen und Kontakte ist anders als in Fig. 1 dargestellt. Der Kontakt 13'wird bei Unterdruck in der Kammer 3 geöffnet und Kontakt 14'wird bei Überdruck in der Kammer 4 geöffnet. Die Kontakte 13'und 14'sind in diesem Fall parallel geschaltet ; dadurch wird ein normalerweise erregtes Relais 16 so lange stromlos gehalten, als beide Kontakte 13'und 14'gleichzeitig unterbrochen sind. Durch das Abfallen des Relais 16 wird das Signal 15 eingeschaltet. Auch aus dieser Schaltung ergibt sich, dass das Signal so lange eingeschaltet ist, als ein Unterdruck in der Kammer 3 mit einem Überdruck in der Kammer 4 zeitlich zusammenfällt.
Überfährt ein Fahrzeug die elastische Fahrbahnschwelle 1, so treten sowohl unter den Vorderrädern als auch daraufhin unter den Hinterrädern in jeder der beiden Kammern 3 und 4 Druckänderungen auf.
In Fig. 3 sind die Vorgänge für die Vorderräder graphisch gezeichnet, u. zw. für den bestimmten Fall der durch den Pfeil angedeuteten Fahrrichtung. Für die Hinterräder ist der Vorgang gleich und infolge-
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dessen in Fig. 3 weggelassen. Es bedeutet die Länge des schwarzen Feldes die Zeitdauer des Überdruckes und die Länge des weissen Feldes die Zeitdauer des Unterdruckes in den Kammern 3 bzw. 4. Das obenerwähnte Signal wird während dem mit t bezeichneten Zeitabschnitt gegeben, wobei während dieser Zeit in der zuerst befahrenen Kammer 3 ein Unterdruck und in der darauffolgend befahrenen Kammer 4 ein Überdruck herrscht.
In Fig. 4 sind die Vorgänge dargestellt, die dann vor sich gehen, wenn das Fahrzeug in entgegengesetzter Richtung fährt, u. zw. für die Vorder-und Hinterräder des Fahrzeuges. Die Linie 18 bezieht sich auf die Wirkung der Vorderräder und die Linie 17 auf die Wirkung der Hinterräder. In diesem Fall tritt kein zeitliches Zusammenfallen des Unterdruckes in der Kammer 3 mit dem Überdruck in der Kammer 4 auf, . so dass keine Signalgebung zustande kommt.
Dies ist allerdings nur der Fall, wenn die Dauer des Unterdruckes in der Kammer 3 derart beschränkt wird, dass sie keinesfalls in die Dauer des durch die Hinterräder des Fahrzeuges in der Kammer 4 erzeugten Überdruckes hineinreicht, wie dies in der Fig. 4 durch die punktierte Verlängerung der Unterdrucklinien (helles Feld) gezeigt ist, wodurch z. B. während der Zeit t'eine zeitliche Überdeckung eintritt. Um dieses zu vermeiden, wird die Dauer des Unterdruekes in der Kammer 3 mit Hilfe der Luftausgleichsöffnung 5 derart eingestellt, dass bei den praktisch vorkommenden Geschwindigkeiten der durch das Vorderrad. erzeugte Unterdruck schon verschwunden ist, wenn das Hinterrad die Druckkammer 4 überfährt. In der Druckkammer 4 ist ebenfalls eine regulierbare Luftausgleichsöffnung 6 vorhanden.
Dadurch wird im Falle, wo ein Fahrzeugrad dauernd auf der Kammer ruht, die Dauer des Überdruckes zeitlich beschränkt und das erfindungsgemässe Arbeiten der Fahrbahnschwelle beim Überfahren durch weitere Fahrzeuge nicht behindert.
In der Fig. 1 sind die beiden Kammern 3 und 4 im Abstand a voneinander gezeichnet. Bei grösserem Abstand können die Luftkammern voneinander statt durch Gummi auch durch Erdreich, Beton od. dgl. getrennt sein, ohne die Wirkung der erfindungsgemässen Vorrichtung zu beeinträchtigen.
Für das Zustandekommen eines Signals ist es notwendig, dass der Unterdruck in der zuerst befahrenen Kammer den Überdruck der daraufhin befahrenen Kammer zeitlich um einen Betrag überdeckt. Diese Bedingung wird nun erfüllt, wenn die beiden Luftkammern 3 und 4 in einem bestimmten Abstand voneinander sich befinden. Nach obiger Erklärung bestimmt sich der Abstand nach dem Aufbau des Fahrzeugrades. Für nicht gummibereifte Räder ist der Abstand der beiden Kammern kleiner als für gummibereifte Fahrzeuge. In Fig. 5 ist der Fall eines nicht gummibereiften Fahrzeuges (Pferdefuhrwerk) und in Fig. 6 der Fall eines gummibereiften Fahrzeuges (Motorfahrzeuge) gezeigt.
Die Verschiedenheit der Abstände a und a'ergibt sich aus der Überlegung, dass beide Luftkammern tangiert werden müssen, womit dann beim Überfahren der Unterdruck in der zuerst befahrenen Kammer gleichzeitig mit dem Überdruck in der daraufhin befahrenen Kammer auftritt, also die Bedingung für das Ansprechen des Signals erfüllt ist.
Diese Feststellung erlaubt, was insbesondere für Verkehrsregelungszwecke vorteilhaft ist, Pferdefuhrwerke und Motorfahrzeuge in ihrer Wirkung auf die Fahrbahnsehwelle zu unterscheiden. In diesem Fall werden gemäss Fig. 7 drei Luftkammern vorgesehen, . Die Kammern 3 und 4 kommen zur Wirkung, wenn ein Pferdefuhrwerk über die Schwelle fährt, die Kammern 3 und 4', wenn ein Motorfahrzeug über die Schwelle fährt.
Zu bemerken ist, dass die Kammern 3,4 und 4'in gleicher Weise, wie in Fig. 1 beschrieben, in mit Kontakten und Membranen ausgerüsteten Gehäusen endigen. In der Anordnung gemäss Fig. 7 endigt die Kammer 3 in Membrangehäusen, deren Kontakte auf Öffnen bei Überdruck eingestellt sind. Die Kammern 4 und 4'endigen jede für sich in Membrangehäusen, deren Kontakte auf Öffnen bei Unterdruck eingestellt sind. Die Fig. 8 zeigt den Fall, wo die Membranen der Kammern 3 und 4 auf Unterdruck eingestellt sind und die Kammer 4'zwei Membranen besitzt, deren Öffnungskontakte auf Überdruck ansprechen.
Die Wahl der einen oder andern Anordnung hängt davon ab, ob der bestimmte Abstand a der Luftkammern von der zuerst befahrenen Luftkammet 3 (Fig. 7) oder von der zuletzt befahrenen Luftkammer 4' (Fig. 8) bestimmt wird.
Die Erfindung schliesst nicht aus, dass jede Luftkammer mehrere Membrangehäuse speist, welche ihrerseits für andere Zwecke, z. B. Verkehrsfrequenzregistrierung, dienen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Anzeigen von in einer bestimmten Richtung fahrenden Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mindestens zwei in die Fahrbahn eingelegte und in der Fahrrichtung aufeinanderfolgende Luftbehälter aufweist, in denen durch das Gewicht des Fahrzeuges gleichzeitig Druckänderungen erzeugt werden können, und dass ausserdem eine durch diese Druckänderungen betätigte optische oder akustische Anzeigeeinrichtung mit oder ohne Registriervorrichtung vorgesehen ist.