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Bei der Herstellung von Schablonen für Vervielfältigungszwecke wird der Belag des faserigen Yoshinopapiers durch den Aufschlag der Schreibmaschinentypen im Bereich der Umrisslinien der Typen verdrängt so dass die Farbe einer Farbwalze die freigelegten Stellen durchsetzen und auf ein der Schablone untergelegtes Papier gelangen kann. Sollen Linienzüge handschriftlich auf Schablonenbogen hergestellt werden, so muss man sich dabei entweder eines kleinen Schreibrädchens bedienen oder den Bogen auf eine Unterlage mit genarbter. Oberfläche auflegen, damit die Fasern beim Ziehen der Linien nicht durchrissen werden.
In allen Fällen ist bei der Beschriftung der Schablone viel mehr Aufmerksamkeit und Zeit aufzuwenden als beim Beschreiben von Papier, weil Fehler. deren Korrektur mühsam und umständ-
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bogen um die Empfangstrommel eines Bildtelegraphen gespannt wird und die durch den die Vorlage abtastenden Lichtstrahl hervorgerufenen Stromstösse zur Steuerung eines als Funkenstrecke ausgebildeten Schreibwerkes auf der Empfangstrommel veranlasst werden.
Auf diese Weise lässt sich auf Schablonenbogen nicht nur Handschrift und Maschinenschrift, sondern auch jede Strichzeichnung sowie Druckschrift ohne weiteres herstellen.
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Notwendigkeit zur Benutzung des zarten und leicht verletzbaren Yoshinopapiers als Grundlage für den Schablonenbogen entfällt, weil die von den Funken gezogene Schrift nicht aus Linien, sondern aus aneinandergereihten Löchern zusammengesetzt ist. Da die Durchschlagskraft des Funkens im Verhältnis zur
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werden als bei den üblichen Bogen.
Die Dichte der Papiergrundlage und die Härte des Belages erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Schablone gegen die Beanspruchung im Vervielfältigungsapparat ganz bedeutend, und es wird somit durch die Erfindung die Voraussetzung zu einer beträchtlichen Erhöhung der mit Schablonen herstellbaren Auflagen geschaffen.
Die bekannte Eigenschaft des elektrischen Funkens. ein in seine Bahn gebrachtes Papierblatt zu lochen, ist schon in den Anfängen des Kopiertelegraphen zur Herstellung von Schriftzügen auf Papier in der Weise benutzt worden, dass die durch Abtasten eines metallischen Originals mittels einer Nadel hervorgerufenen Stromstösse auf ein in den Primärkreis eines Induktionsapparates eingeschaltetes elektromagnetisches Relais zur Wirkung gebracht wurden. Es ist aber unerkannt geblieben, dass ein als Funkenstrecke ausgebildetes Schreibwerk zur Herstellung von Vervielfältigungsschablonen geeignet ist.
Auf der Zeichnung ist ein Apparat zur Herstellung von Schablonen nach dem erfundenen Verfahren schematisch dargestellt.
Die Sendetrommel und die Empfangstrommel 2 sitzen auf einer gemeinsamen Welle die von einem Elektromotor angetrieben wird und neben der umlaufenden Bewegung auch eine Bewegung in der Achsenrichtung ausführt. Um die Sendetrommel ist die Vorlage 4 und um die Empfangstrommel der Sehablonenbogen 5 gespannt. Die Vorlage wird von einem Lichtstrahl der Lichtquelle 6 abgetastet und das reflektierte Bild von einer Photozelle 7 aufgefangen, die die Helligkeitsschwankungen in Stromstösse umsetzt. Die durch einen Verstärker 8 verstärkten Stromstösse steuern den Generator 9 einer Funkenstrecke. Ein Pol derselben wird von der Trommel2, der andere Pol von einer den Empfangsbogen befahrenden
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Nadel 10 gebildet.
Das freie Ende der aus rostfreiem Stahl hergestellten Nadel ist zylindrisch und hat einen Durchmesser von 0-1 mm. Die durch die Luftstrecke zwischen den Polen veranlasste Streuung
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zweckmässigste erweist es sich, die Nadel auf dem Empfangsbogen schleifen zu lassen. Um zu verhindern, dass der Funke seinen Weg durch ein bereits geschlagene Loch nimmt, muss der Widerstand des Bogens
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der Weise, dass die Funkenstrecke in Tätigkeit tritt, wenn der abtastende Lichtstrahl eine beschriebene, also dunkle Stelle des Originals trifft. Da die Funkenstrecke praktisch trägheitslos arbeitet, kann die
Umdrehungsgeschwindigkeit der Trommeln sehr hoch gewählt werden, ohne dass Verzerrung der Schrift eintreten würde.
Man kann die Sendetrommel auch mit zwei oder mehreren Abtasteinrichtungen ausrüsten und jeder Empfangstrommel eine entsprechende Anzahl von Schreibwerken zuordnen. Durch die Verwendung von mehreren Schreibwerken, die gleichzeitig arbeiten, wird die zur Herstellung einer Schablone erforder- liche Zeit verkürzt.
Es besteht ferner auch die Möglichkeit, Schablonen in verkleinertem oder vergrössertem Massstab zu kopieren. Hiezu ist nur notwendig, den Durchmesser der Sende-und Empfangstrommeln sowie die axiale Vorschubgeschwindigkeit und den Hub in der Aehsenrichtung im gewünschten Verhältnis ver- schieden gross zu machen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist selbstverständlich auch zur Herstellung von Verviel- fältigungsschablonen nach Vorlagen in Büchern anwendbar. Träger der Vorlage und des Schablonen- bogens sind in diesem Falle ebene Platten, die synchron entweder im Kreise oder in einer Schlangenlinie bewegt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur selbsttätigen Herstellung von Vervielfältigungs-Schablonen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Vorlage um die Sendetrommel und der Schablonenbogen um die Empfangstrommel eines Bildtelegraphen gespannt wird und die durch den die Vorlage abtastenden Lichtstrahl hervor- gerufenen Stromstösse zur Steuerung eines als Funkenstrecke ausgebildeten Schreibwerkes auf der Emp- fangstrommel veranlasst werden.