AT135906B - Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine. - Google Patents

Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine.

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AT135906B
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Reinhard Dipl Ing Schulze
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Reinhard Dipl Ing Schulze
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine. 



   Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung, um die Trockenfilze einer Papiermaschine auf schnellere und wesentlich bessere Weise zu trocknen, als dies bisher geschah. Bisher wurden die 
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 weiteren Lauf eine nasse   Papieibahn   aufnehmen. Der Nachteil dieses Verfahrens ist der, dass verhältnismässig hohe   Oberflächentemperaturen   an   dem Trockenzy1inder   vorhanden sein müssen. um eine einigermassen befriedigende Trocknung zu erzielen. Bei dieser Arbeitsweise trocknet der Filz fast nur an der   Berührungsfläche   zwischen Zylindermantel und   Filzbahn,   während der Filz in seiner übrigen   Dieke   nass bleibt bzw. noch zusätzlich das Kondensationswasser des aus den unteren Schichten entweichenden Dampfes aufnimmt.

   An der   Berührungsfläche   mit dem Trockenzylinder wird der Filz   ausserordentlich   trocken und spröde, wobei die Faser teils durch eine Art Verbrennung, teils durch Einwirkung des überhitzten Wasserdampfes geschädigt wird. Versuche haben ergeben, dass der Filz durch die Trockentrommel bereits angesengt werden kann, wenn er im übrigen, auf dem ganzen Querschnitt berechnet, noch 25% Wasser enthält.

   Das beruht darauf, dass der 5-7   mm   dicke Filz ein ausserordentlich schlechter Wärmeleiter ist, so dass die hohe Temperatur der Zylinderwand durch den Querschnitt des Filzes nicht nach aussen weiter   fortgeleitet wird, sondern, wie Messungen   ergeben haben, die mittlere Filztemperatur nur etwa   50-60'beträgt,   wenn die   Oberflächentemperatur   des Trockenzylinders bereits   100-1250 ist.   



   Der Erfindung gemäss wird nun an Stelle des geschlossenen, innen dampfbeheizten, glatten Trockenzylinders ein Zylinder benutzt, dessen Mantel mit Schlitzen oder sonstigen Öffnungen versehen ist, durch die der Trommel z. B.   axial zugefÜhrte Heissluft   mit einem gewissen Überdruck austritt. Diese Heissluft wird gezwungen, bei ihrem Austritt aus den   Öffnungen   des Trommelmantels den Filz zu durchdringen, so dass das Wasser im Filz nicht nur verdampft, sondern der Dampf auch nach aussen transportiert wird. 



  Dabei kann das Wärmeisolationsvermögen des Filzes nicht hindernd in Frage kommen, weil die heisse Luft den Filz ohne weiteres durchdringt und für eine gleichmässige Verteilung der Temperatur im ganzen Querschnitt des Filzes sorgt. Zudem kann ein Verbrennen des Filzes nicht eintreten, weil, wie oben bereits angedeutet, die   Trockenwirkung     sich gleichmässig durch   die ganze Filzdicke erstreckt, dabei aber auch die Lufttemperatur so gewählt werden kann, dass das Gewebe sie ohne Schädigung verträgt. Selbst bei Anwendung von Lufttemperaturen über 100  kann eine Schädigung der Filze nicht eintreten, weil infolge der entstehenden Verdunstungskälte die Temperatur des Filzes selbst nur   60-80'beträgt,   selbst wenn die Heissluft eine Temperatur von etwa   1200 hat.   



   Es ist festgestellt worden, dass die Trockenzeit bei der Durchblasung heisser Luft durch den Filz sich etwa um 40% verringert gegenüber der Trocknung auf der bisher gebräuchlichen dampfbeheizten Trommel. 



   Um den   Trockenprozess   wirtschaftlicher zu gestalten und um die Troekenluft nach dem ersten Durchblasen durch den Filz nicht entweichen zu lassen, kann der Umfang der Schlitztrommel von einem Blechkasten so umgeben werden, dass die durchgeblasene Luft mittels Gebläse nochmals angesogen und durch den Filz gepresst werden kann. Die Fig. 1 und 2 zeigen diese Anordnung. Der Trockenfilz läuft bei A über eine Leitwalze auf die Schlitztrommel auf und umspannt deren Umfang bis B, wo er die Trommel   wieder verlässt. Der obere Teil der Schlitztrommel zwischen J. und B, der nicht vom Filz umspannt wird, ist so abgedeckt, dass möglichst wenig Troekenluft dort entweichen kann.

   Die Trockenluft wird angesogen   

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 durch den Ventilator V, und, nachdem sie durch den Lufterhitzer H gepresst wurde, tritt sie in die Schlitztrommel bei der Öffnung F ein. Die Heissluft durchdiingt nun den zu trocknenden Filz auf der Schlitztrommel Ein in gewissem Abstand von der   Sehlitztrommel angebraehter Bleehkasten   nimmt diese Troekenluft, die beim ersten Durchgang durch den Filz noch nicht voll mit Feuchtigkeit gesättigt ist, auf. Durch die Absaugöffnung 0 saugt der Ventilator aus dem Kasten die warme Trockenluft wieder an, um sie nach neuem Erhitzen bei F wieder in die Schlitztrommel einzublasen.

   Durch die beiden einstellbaren   Blech klappen ss   kann so viel gesättigte Luft aus dem   Kreislaufprozess   ausgeblasen werden, wie es im Interesse einer schnellen Trocknung wünschenswert ist. Durch die   Fiischluftöffnung   mit Klappe B kann eine entsprechende Menge Frischluft angesogen werden. Bei besonders dichten Filzen, bei denen die Gefahr besteht, dass die durchdringende Luft den Filz aufbläht und von der Trommel abhebt, kann die   Heissluftführung auch   im umgekehrten Weg vorgenommen werden, also derart, dass die Luft durch C auf den äusseren Umfang der Schlitztrommel aufgeblasen und durch F im inneren Raum der Trommel abgesogen wird. 



   Es ist an sieh bekannt, mit Luft beschickte und mit Öffnungen im Mantel versehene Trommeln zur Trocknung über sie hinweggeführt Gegenstände, z. B. gewaschener Wollfliesse, zu benutzen. Es wird in diesem Falle also eine bestimmte Ware durch Trocknung zur weiteren Bearbeitung bereitgestellt. Bei der Erfindung handelt es sich dagegen um die Lösung eines Problems, dessen Lösung bereits durch   verschiedene Massnahmen versucht   worden ist. Man hat beispielsweise bei Papiermaschinen die Filze auf ihrer Rückführung nach Abgabe der Papierbahn nicht nur, wie oben bereits erwähnt, über Trockentrommeln geleitet, sondern gleichzeitig auch von aussen oder innen mit Heissluft angeblasen. Selbstverständlich wird hiedurch die Entfernung des Wasserdampfes von der   Oberfläche   gefördert und die Oberfläche getrocknet.

   Dagegen wird der Übelstand der Überhitzung der Trockenfilze an der   Berührungs-   stelle mit der geschlossenen Trockentrommel ebensowenig beseitigt wie die ungleichmässige Verteilung der Temperaturen innerhalb des Querschnittes. Es wird also dadurch, dass in dem Aggregat der Trockenpartie in der Papiermaschine eine oder mehrere mit Lochmantel versehene und mit Heissluft beschickte Walzen eingebaut werden, über die der nasse Troekenfilz nach Abgabe der Papierbahn geführt wird, eine erhebliche Schonung der Filze, ferner eine grosse Beschleunigung und   Vergleichmässigung   der Trocknung erreicht und damit die Möglichkeit gegeben, die   Trockenaggregate   zu verkleinern oder zu vereinfachen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine während des Betriebes, dadurch gekennzeichnet, dass in die Aggregate der Trockenpartie an sich für andere Zwecke bekannte mit   Loch-oder Schlitzmantel   versehene und mit Heissluft beschickte Walzen eingebaut sind, über die die Trockenfilze nach Abgabe der Papierbahn derart geleitet werden, dass die Heissluft unter Druck durch die Filze hindurchtritt.

Claims (1)

  1. 2. Trockeneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit heisser Luft beschickten Trockentrommeln derart eingekapselt sind, dass die durch den Filz austretende Luft gesammelt und weiterer Verwendung zugeleitet werden kann. EMI2.1
AT135906D 1931-06-11 1932-06-08 Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine. AT135906B (de)

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AT135906D AT135906B (de) 1931-06-11 1932-06-08 Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine.

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AT (1) AT135906B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2901471A1 (de) * 1978-02-03 1979-08-16 Walli Gmbh Thomasberg H Durchstroemungstrockner zum trocknen eines faservlieses oder einer papierbahn

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2901471A1 (de) * 1978-02-03 1979-08-16 Walli Gmbh Thomasberg H Durchstroemungstrockner zum trocknen eines faservlieses oder einer papierbahn

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