AT135896B - Verfahren zur Herstellung von elektrischen Gaslampen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von elektrischen Gaslampen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von elektrischen Gaslampen. 



    Es ist bekannt, in elektrische Gaslampen oder Leuchtröhren, deren Edelgasfüllung durch geheizte Elektroden (wie z. B. Oxydkathoden) zum Leuchten gebracht wird, bei der Herstellung eine Gettersubstanz (Kalzium, Magnesium od. dgl.) einzubringen, die das oder die Füllgase von den letzten Spuren von Verunreinigungen befreien soll. Diese Gettersubstanz wird an irgendeiner geeigneten Stelle innerhalb der Lampe angebracht und wird dann nach Fertigstellung der Lampe durch Erhitzen von aussen, z. B. mittels eines Hochfrequenzinduktionsstromes verdampft, worauf sich der Dampf, der die Verunreinigungen der Gase an sich gezogen hat, nach Abkühlung der Lampe an der Glaswandung oder auch an anderen Bestandteilen niederschlägt.

   Bildet sich dieser Getterniederschlag an Stellen der Glaswandung, durch die hindurch die Lampe Licht aussenden soll, so würde diese Lichtaussendung durch den Getterniederschlag ganz bedeutend herabgesetzt werden, und es ist nun Zweck der vorliegenden Erfindung, dafür zu sorgen, dass der Getterdampf sich nur an solchen Stellen der Lampe niederschlägt, wo die erwünschte Lichtaussendung nicht oder zumindest nicht erheblich beeinträchtigt wird. 



  Besitzt die Lampe z. B. die Form einer Kugel mit einem Hals, an dessen Ende sich ein Sockel zur Befestigung der Lampe in einer Fassung befindet, so geht der Hauptteil der Lichtaussendung von dem Kugelgehäuse der Lampe aus, wogegen es nicht viel ausmacht, wenn der Getterniederschlag sich in dem Hals der Lampe bildet, weil auf die Lichtaussendung aus dem Hals der Lampe kein besonderer Wert gelegt zu werden braucht. Man wird daher im Sinne der vorliegenden Erfindung dafür sorgen, den verdampften Getter sich in dem Hals der Lampe niederschlagen zu lassen, was dadurch erreicht werden kann, dass man die Gettersubstanz von vornherein in dem Hals der Lampe anbringt. Man kann den Hals nach dem Verdampfen des Getters kühler halten als die übrigen Teile, wodurch die Beschränkung des Getterniederschlages auf den Hals begünstigt wird. 



  Im allgemeinen kann man sagen, dass es sich empfiehlt, die Gettersubstanz sich gänzlich oder grösstenteils abseits des Licht aussendenden Teiles der Lampe verdampfen und niederschlagen zu lassen, was dadurch erreicht werden kann, dass der Getter an Stellen der Lampe oder deren Organe angebracht ist, die von dem Teil der Lampe, der Licht aussenden soll, abgewendet sind, oder auch dadurch, dass man den Getter überhaupt mit einem besonderen, mit dem Innenraum der Lampe in Verbindung stehenden Raum anordnet. 



  Bei Hochva1ruumentladungsröhren ist es bekannt, Massnahmen zu treffen, die die Bildung des Getterniederschlages von bestimmten Teilen des Entladungsraumes oder den Innenorganen (insbesondere den Elektroden) der Röhren fernhalten, wobei auch schon vorgeschlagen worden ist, den Getter in einem besonderen abgegrenzten Raum unterzubringen. Bei Hochvakuumentladungsröhren, die als Gleichrichter, Radioröhren od. dgl. wirken, kommt eine Lichtaussendung nicht in Betracht, und die Verhinderung des Bildens des Getterniederschlages an bestimmten Stellen hat daher bei solchen Entladungsröhren einen ganz anderen Zweck als bei der Leuchtröhre mit Edelgasfüllung.

   Selbst dort, wo bei Hochvakuumentladungsröhren die Glaswandung des eigentlichen Entladungsraumes von dem Niederschlag freigehalten werden soll, um das Abstrahlen der Wärme aus dem Entladungsraum nach aussen möglichst wenig zu behindern, hat diese Massnahme einen wesentlich anderen Zweck als bei einer Leuchtröhre, weil es sich bei dieser darum handelt, die Lichtaussendung, nicht aber die Wärmeausstrahlung nicht zu beeinträchtigen. 



  Dazu kommt aber noch das Folgende : Man kann durch Einbringen von Gase oder Dämpfe abgebenden Stoffen, insbesondere Quecksilber, die Liehtfarbe der Edelgasfüllung solcher Lampen beeinflussen,   

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 so zwar, dass z. B. die rote oder orangerote Lichtfarbe einer   Neon-oder Neon-Helium-FuIlung durch   einen Zusatz von geringen Mengen Quecksilberdampf, oder bei der Entladung an sich ein blaues Licht ergeben würde, in weisses oder nahezu weisses Licht verwandelt wird.

   Dieser Quecksilberdampf kann erst im Innern der Leuchtröhre aus darin eingelagertem metallischem Quecksilber oder aus Quecksilberverbindungen gebildet werden, und es hat sich nun gezeigt, dass der Quecksilberdampf, der sieh durch Erhitzen des in die Lampe eingebrachten Quecksilbers beim Inbetriebsetzen der Lampe bildet, bei der Abkühlung nach dem Ausserbetriebsetzen der Lampe von dem   Getterniederschlag   aufgenommen wird.

   Es befindet sich dann nicht mehr freies metallisches Quecksilber in der Lampe, das frei umherfliessen oder   umhergeschleudert werden könnte,   sondern das Quecksilber ist in dem Getterniederschlag gebunden.
Immer, wenn die Lampe in Betrieb gesetzt und die Gasfüllung erhitzt wird, verdampft das Quecksilber aus dem   Getterniederschlag heraus   und beteiligt sich an der Entladung ; wird dann die Lampe wieder ausser Betrieb gesetzt, so wird der Quecksilberdampf wieder von dem Getterniederschlag aufgenommen, u. zw. deshalb, weil dieser Niederschlag den Quecksilberdampf gewissermassen ansaugt, um so mehr, wenn der Niederschlag an einer Stelle der Lampe gebildet worden ist, die kühler bleibt als der eigentliche Entladungsraum. Der Quecksilberdampf hat auch schon an sich das Bestreben, sich dort niederzuschlagen, wo die Lampe am kühlsten ist.

   Es ist also auch zweckmässig, dass der Quecksilberdampf sich nicht an
Stellen der Glaswand niederschlägt, durch die die Lichtaussendung der Lampe stattfinden soll, weil ja diese durch den   Quecksilberniederschlag beeinträchtigt   werden würde. Zieht nun der Getterniederschlag den Quecksilberdampf an sich, und will man den Quecksilberdampf nach Abschalten der Lampe sicher aus dem Bereich des Entladlmgsraumes herausbringen, so ist es auch aus diesem Grunde vorteilhafter, den Getterniederschlag auf Stellen abseits des Entladungsraumes zu beschränken. 



   Auf diese Weise wird auch erreicht, dass der Quecksilberdampf sieh nicht auf den Elektroden selbst niederschlägt. Dies wäre nachteilig, weil, wenn dann die Elektroden durch Quecksilber verunreinigt werden würden, hiedurch auch die Entladungs-und Lichterscheinungen ungünstig   beeinflusst   werden würden. 



   Der Getter erfüllt hier also über seine bekannte Funktion hinaus noch den weiteren Zweck, die Bildung eines   Quecksilberniedersehlages     a. n unerwünschten   Stellen zu verhindern. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von elektrischen Edelgaslampen mit einer oder mehreren heissen Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergetterung der Lampe so vorgenommen wird, dass sich der   Getterniederschlag   gänzlich oder grösstenteils an Stellen der Lampe, insbesondere an solchen abseits der heissen Elektroden bildet, an welchen er die Lichtaussendung nicht oder nicht erheblich zu beeinträchtigen vermag.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von elektrischen Edelgaslampen, die ausser einem oder mehreren Edelgasen auch noch Gase oder Dämpfe liefernde Stoffe, vorzugsweise Quecksilber, enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass das Quecksilber in so geringer Menge in die Lampe eingebracht wird, dass der Getterniederschlag das Quecksilber nach dessen erster Verdampfung und bei jeder Ausserbetriebsetzung der Lampe zur Gänze aufnimmt, im Betriebe jedoch die erforderliche Menge an Quecksilberdampf abgibt, so dass niemals freies flüssiges Quecksilber in der Lampe vorhanden ist.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergetterung in einem besonderen, mit dem Innenraum der Lampe in Verbindung stehenden Raum, vorzugsweise im Hals der Lampe, vorgenommen wird.
AT135896D 1929-12-28 1929-12-28 Verfahren zur Herstellung von elektrischen Gaslampen. AT135896B (de)

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