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Überwaehungseinrichtung fiir industrielle Anlagen.
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heit und Wirtschaftlichkeit ausgestattet ist. Um die Zahl der Messgeräte auf ein Mindestmass zu be- schränken, hat man bei jeder Einheit umschaltbare Messgeräte angeordnet, welche die Feststellung be- stimmter Messgrössen an verschiedenen Messstellen der einzelnen Einheit gestatten.
Diese Anordnung hat den Nachteil, dass dadurch kein unmittelbares Bild des Betriebszustandes erhalten werden kann, da die einzelnen Messwerte nacheinander festgestellt werden müssen. Um bei- spielsweise den Grad der Verschmutzung eines Wärmeaustauschers festzustellen, müssen nacheinander die Temperaturen vor und nach dem Wärmeaustauscher des zu heizenden und des Heizmittels fest- gestellt werden. Bei jeder Umschaltung müssen die vorangegangenen Messwerte im Gedächtnis behalten oder notiert werden, da sich nur aus dem Vergleiche aller vier genannten Messgrössen auf die Ver- schmutzung schliessen lässt.
Durch vorliegende Erfindung werden die oben genannten Nachteile vermieden und trotzdem wird die Zahl der Anzeigegeräte nicht unzulässig erhöht, in den meisten Fällen sogar erniedrigt. Man kann die Überwachungseinrichtungen in zwei Gruppen einteilen. Für die normale dauernde Überwachung des Betriebes sind nur weniger Anzeige-oder Messgeräte notwendig, die derart ausgewählt sein müssen, dass sie Abweichungen vom normalen Betriebszustande erkennen lassen.
Die übrigen Messgeräte dagegen werden nur fallweise benötigt, u. zw. dann. wenn an den erstgenannten Messgeräten eine Abweichung vom gewollten Betriebszustand festgestellt wurde. in welchem Falle aus den Anzeigen der zweiten fallweise einzuschaltenden Gruppe von Messgeräten die Ursache der Unregelmässigkeit fest- gestellt werden muss.
Erfindungsgemäss werden dann die einzelnen Betriebseinheiten mit mindestens einer Anzeige-oder Signalvorrichtung ausgestattet, welche Abweichungen vom gewollten Betriebszustande erkennen lässt, und ferner eine gemeinsame Gruppe von Messgeräten vorgesehen, welche derart ausgewählt sind, dass sie für jeweils eine Betriebseinheit das gesamte Bild des Betriebszustandes geben und dadurch die Ursache etwaiger Unregelmässigkeiten erkennen lassen. Diese Gruppe ist mit einem Mehrfachumse, halter derart verbunden, dass alle Messgeräte gleichzeitig von den Gebeapparaten der einen auf die einer andern Betriebseinheit umgeschaltet werden können.
Ausser der Vermeidung des oben genannten Nachteiles ergibt sich durch diese Anordnung noch der Vorteil, dass sämtliche Betriebseinheiten leicht von einer Stelle aus überwacht werden können, ohne dass sämtliche Messgeräte mit besonders grossen Ableseeinrichtungen versehen werden müssen. Es genügt viel mehr, die wenigen Geräte zur Daueranzeige mit Ableseeinrichtungen für Fernablesung auszustatten. Im übrigen ist es nicht unbedingt notwendig, sämtliche Einrichtungen zur Dauerüberwachung mit Ableseeinrichtungen auszustatten, es genügt vielmehr für manche Betriebsgrössen eine sogenannte Grenzwertüberwachung, welche bei Über-oder Unterschreiten eines bestimmten Grenzwertes ein optisches oder akustisches Zeichen oder beides gleichzeitig veranlasst.
Vorteilhafterweise werden optische Zeichen für jede Betriebseinheit gesondert auf der Tafel, welche die Gruppe der fallweise abzulesenden Messgeräte trägt, angebracht, so dass der Wärter aus der Anzeige sofort ersehen kann, auf welche Betriebseinheit die gemeinsame Gruppe jeweils zu schalten ist. Diese Anzeigevorrichtungen müssen von der
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jeweiligen Stellung der Umschalteinrichtung unabhängig durch die zugehörigen Alarmgebeeinriehtungen der einzelnen Einheiten gesteuert werden können.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, mit wirtschaftlichen Mitteln ein vollständiges Bild des Betriebszustandes zu geben, wird noch wesentlich besser gelöst, wenn die einzelnen Messgeräte der gemeinsam umsehaltbaren Gruppe in bezug zueinander und zu einer schematischen Darstellung einer Betriebseinheit derart angeordnet sind, dass ein Vergleich der einzelnen zueinander in Beziehung stellen-
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wird die Zuordnung jedes Messgerätes zu seiner Messstelle deutlich versinnbildlieht, so dass nicht nur der Wärter, der dauernd ein und dieselbe Gruppe von Einheiten zu bedienen hat, sondern auch das i'ber-
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schiedensten Einrichtungen des Erzeugungsvorganges Ablesungen vorzunehmen hat,
sofort sinnfällig die Bedeutung jeder einzelnen Anzeige bezÜglich der zugehörigen Messstelle erkennt. Durch Verwendung an sieh bekannter Mehrfaehmessgeräte lässt sich bei geeigneter Wahl der Skalenlängen und des Skalen- eharakters der einzelnen Messsysteme erzielen, dass zueinander in Beziehung stehende Messgrössen unmittelbar auf derselben Anzeigefläche verglichen werden können.
Die Zeichnung zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens für die Überwachung einer. Kessel- anlage mit 3 Kesseln. A ist eine der zu überwachenden Kesseleinheiten (im Schnitt dargestellt). Der Kessel ist für die Überwachung des Betriebszustandes mit folgenden Geräten ausgestattet :
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<tb> Druckmesser <SEP> ................................................................................................. <SEP> 1
<tb> Messgerät <SEP> zur <SEP> Bestimmung <SEP> der <SEP> Dampfmenge <SEP> 2
<tb> Messgerät <SEP> zur <SEP> Bestimmung <SEP> der <SEP> Wassermenge <SEP> 3
<tb> Messgerät <SEP> zur <SEP> Messung <SEP> des <SEP> Kohlensäuregehaltes <SEP> der <SEP> Rauchgase <SEP> 4
<tb> Verschiedene <SEP> Pyrometer <SEP> und <SEP> Thermometer, <SEP> u. <SEP> zw.
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Speisewassertemperatur <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer <SEP> a
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Speisewassertemperatur <SEP> hinter <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer <SEP> ........................
<SEP> 6
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Rauchgastemperatur <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer <SEP> ............................. <SEP> 7
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Rauehgastemperatur <SEP> hinter <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer................... <SEP> 8
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Kaltluft.............................................................. <SEP> 9
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> des <SEP> Zuges <SEP> im <SEP> Rauchkanal <SEP> .......................................................... <SEP> 10
<tb>
ist eine bonde und hebeeinrichtung vorgesehen.
Die genannten Gebeeinriehtungen sind nur als Beispiele zu werten und man wird bei Kesselanlagen überdies noch weitere Gebeeinrichtungen für Zugmessung und andere sich aus den jeweiligen Betriebsbedingungen ergebende Messgeräte vorsehen.
Wie in der Zeichnung angedeutet ist, sind Druckmesser und Mengenmesser für den Dampf mit Ableseeinrichtungen versehen. Die andern Überwachungseinrichtungen betätigen bloss Ablese-und Anzeigevorrichtungen der weiter unten beschriebenen gemeinsamen Gruppe.
Im nachstehenden sei angenommen, dass sämtliche Gebegeräte für elektrische Fernmeldung eingerichtet sind, doch ist die Einrichtung auch für andere Übertragungsmethoden (z. B. pneumatische Übertragung) sinngemäss zu verwenden. Von den genannten Gebegeräten gehen Rückmeldekabel Y a bis 10 a aus, welche zu einem Umschalter 11 gefÜhrt sind, an welchem auch die gleichartigen Kabel der in der Figur nicht dargestellten Kesseleinheiten Bund a angeschlossen sind. Der Umsehalter hat drei Stellungen und schliesst in jeder Stellung sämtliche von einer Kesseleinheit kommenden Kabel an die entsprechenden Ablesegeräte der gemeinsamen Kontrolltafel jss an.
Diese Kontrolltafel trägt eine schematische Darstellung einer Kesseleinheit und es sind die Messgeräte in dieser schematischen Dar- stellung derart angeordnet, dass aus ihrer Anordnung unmittelbar die Zuordnung zu bestimmten Messgrössen gegeben ist und dass die Anzeigen für zu vergleichende Messgrossen nebeneinander erscheinen.
In die Messtafel können nicht nur, wie eingangs beschrieben, die Anzeigevorrichtungen für die fallweise Überwachung angeordnet werden, es erweist sich vielmehr in vielen Fällen auch als vorteilhaft, auch für jene Messeinrichtungen, welche bei den Kesseln eine unmittelbare Ablesung gestatten, Ableseeinrichtungen in der gemeinsamen Messtafel vorzusehen, um das Bild des Betriebzustandes zu vervollständigen. In der gemeinsamen Kontrolltafel des Ausführungsbeispieles sind diese zusätzlichen Ablese-
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vorgesehen.
Die in der Figur dargestellten Messgeräte sind beispielsweise Messgeräte der an sich bekannten Pfeiltype, bei welcher sich ein Pfeil, insbesondere ein Sehattenpfeil auf beleuchteter Skalenfläche, je nach dem Messwert verlängert oder verkürzt. Zum Teile sind mehrere Ableseeinrichtungen zu den an sieh bekannten Mehrfachmessgeräten mit gemeinsamer Skalenfläche vereinigt.
So erfolgt beispielsweise die Anzeige der Dampfmenge (Zeiger 2 b) und die Anzeige der Wassermenge (Zeiger 3 b) auf einer gemeinsamen Skalenfläche, wobei die Zuordnung zu den Messstellen dadurch gegeben wird, dass dieses Messgerät in den schematisch dargestellten Leitungen für Dampf (Leitung 2 c) und Wasser (Leitung. 3 e)
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temperatur beim Eintritt in den Speisewasservorwärmer an, 8 b beim Austritt. Die Pfeile 5 b und 6 b ergeben die Temperatur des Speisewassers vor und nach dem Vorwärmer. Durch die Anordnung dieser vier Pfeile auf einer gemeinsamen Skalenfläche wird die Erwärmung des Speisewassers und die ent-
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Die vier Zeigerenden geben eine für den jeweiligen Betriebszustand charakteristische Kurve.
Unreelmässigkeiten im Arbeiten des Vorwärmers, beispielsweise Verschmutzung der Wärmeaustauschflächen sind aus dieser Kurve unmittelbar abzulesen. Die vier Pfeile stellen gewissermassen ein lebendes Diagramm dar.
Die Überwachung des Kohlensäuregehaltes der Rauchgase ist für die Wirtschaftlichkeit des Kesselbetriebes von grosser Bedeutung, weshalb für diese Betriebsgrösse eine dauernde Überwachung vorgesehen werden soll. Zu diesem Zwecke wird von der Gebeeinrichtung 4 eine an sich bekannte Alarmeinrichtung gesteuert, welche bei Unterschreiten der zulässigen Grenze des Kohlensäuregeh altes je nach der betroffenen Kesseleinheit eine der in der Kontrolltafel vorgesehenen Signallampen a, b oder c aufleuchten lässt. Das optische Signal kann auch noch durch ein akustisches Signal unterstützt werden.
Unterschreitet der Kohlensäuregehalt der Rauchgase, beispielsweise des Kessels B, die Grenze, so wird die Lampe b zum Aufleuchten gebracht und weist damit den Wärter an, den Schalter 11 in die dem Kessel B entsprechende Stellung zu bringen. Aus den einzelnen Anzeigen kann dann die Ursache festgestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Überwachungseinrichtung für industrielle Anlagen, welche aus mehreren gleichartigen Einheiten bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einheit mit mindestens einer durch eine bestimmte Messgrösse betätigten Anzeige-oder Signalvorrichtung ausgestattet ist, welche Abweichungen vom gewollten Betriebszustande erkennen lässt, und eine für mehrere Einheiten gemeinsame Gruppe umsehaltbarer Messgeräte vorgesehen ist, welche das gesamte Bild des Betriebszustandes einer Einheit geben und dadurch die Ursache der Abweichung erkennen lassen.