AT135439B - Überwachungseinrichtung für industrielle Anlagen. - Google Patents

Überwachungseinrichtung für industrielle Anlagen.

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AT135439B
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Johann Dr Latzko
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Bbc Ag Oesterr
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Überwaehungseinrichtung fiir industrielle   Anlagen. 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 heit und Wirtschaftlichkeit ausgestattet ist. Um die Zahl der Messgeräte auf ein Mindestmass zu be- schränken, hat man bei jeder Einheit umschaltbare Messgeräte angeordnet, welche die Feststellung be- stimmter   Messgrössen   an verschiedenen Messstellen der einzelnen Einheit gestatten. 



   Diese Anordnung hat den Nachteil, dass dadurch kein unmittelbares Bild des Betriebszustandes erhalten werden kann, da die einzelnen Messwerte nacheinander festgestellt werden müssen. Um bei- spielsweise den Grad der Verschmutzung eines Wärmeaustauschers festzustellen, müssen nacheinander die Temperaturen vor und nach dem   Wärmeaustauscher   des zu heizenden und des Heizmittels fest- gestellt werden. Bei jeder Umschaltung müssen die vorangegangenen Messwerte im Gedächtnis behalten oder notiert werden, da sich nur aus dem Vergleiche aller vier genannten Messgrössen auf die Ver-   schmutzung schliessen   lässt. 



   Durch vorliegende Erfindung werden die oben genannten Nachteile vermieden und trotzdem wird die Zahl der Anzeigegeräte nicht unzulässig erhöht, in den meisten Fällen sogar erniedrigt. Man kann die   Überwachungseinrichtungen   in zwei Gruppen einteilen. Für die normale dauernde Überwachung des Betriebes sind nur weniger Anzeige-oder Messgeräte notwendig, die derart ausgewählt sein müssen, dass sie Abweichungen vom normalen Betriebszustande erkennen lassen.

   Die übrigen Messgeräte dagegen werden nur   fallweise benötigt, u. zw. dann. wenn   an den   erstgenannten Messgeräten   eine Abweichung vom gewollten Betriebszustand festgestellt wurde. in welchem Falle aus den Anzeigen der zweiten fallweise einzuschaltenden Gruppe von   Messgeräten die Ursache der Unregelmässigkeit fest-   gestellt werden muss.

   Erfindungsgemäss werden dann die einzelnen Betriebseinheiten mit mindestens einer   Anzeige-oder Signalvorrichtung ausgestattet, welche Abweichungen vom gewollten   Betriebszustande erkennen lässt, und ferner eine gemeinsame Gruppe von Messgeräten vorgesehen, welche derart ausgewählt sind, dass sie für jeweils eine Betriebseinheit das gesamte Bild des Betriebszustandes geben und dadurch die Ursache etwaiger   Unregelmässigkeiten   erkennen lassen. Diese Gruppe ist mit einem   Mehrfachumse, halter   derart verbunden, dass alle   Messgeräte     gleichzeitig von   den Gebeapparaten der einen auf die einer andern Betriebseinheit umgeschaltet werden können.

   Ausser der Vermeidung des oben genannten Nachteiles ergibt sich durch diese Anordnung noch der Vorteil, dass sämtliche Betriebseinheiten leicht von einer Stelle aus überwacht werden können, ohne dass sämtliche Messgeräte mit besonders grossen Ableseeinrichtungen versehen werden müssen. Es genügt viel mehr, die wenigen Geräte zur Daueranzeige mit Ableseeinrichtungen für Fernablesung auszustatten. Im übrigen ist es nicht unbedingt notwendig, sämtliche Einrichtungen zur   Dauerüberwachung   mit Ableseeinrichtungen auszustatten, es genügt vielmehr für manche Betriebsgrössen eine sogenannte   Grenzwertüberwachung,   welche bei   Über-oder Unterschreiten   eines bestimmten Grenzwertes ein optisches oder akustisches Zeichen oder beides gleichzeitig veranlasst.

   Vorteilhafterweise werden optische Zeichen für jede Betriebseinheit gesondert auf der Tafel, welche die Gruppe der fallweise abzulesenden Messgeräte trägt, angebracht, so dass der Wärter aus der Anzeige sofort ersehen kann, auf welche Betriebseinheit die gemeinsame Gruppe jeweils zu schalten ist. Diese Anzeigevorrichtungen müssen von der 

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 jeweiligen Stellung der Umschalteinrichtung unabhängig durch die zugehörigen   Alarmgebeeinriehtungen   der einzelnen Einheiten gesteuert werden können. 



   Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, mit wirtschaftlichen Mitteln ein vollständiges Bild des Betriebszustandes zu geben, wird noch wesentlich besser gelöst, wenn die einzelnen   Messgeräte   der gemeinsam umsehaltbaren Gruppe in bezug zueinander und zu einer schematischen Darstellung einer Betriebseinheit derart angeordnet sind, dass ein Vergleich der einzelnen zueinander in   Beziehung stellen-   
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 wird die Zuordnung jedes Messgerätes zu seiner Messstelle deutlich   versinnbildlieht,   so dass nicht nur der Wärter, der dauernd ein und dieselbe Gruppe von Einheiten zu bedienen hat, sondern auch das i'ber- 
 EMI2.2 
   schiedensten   Einrichtungen des Erzeugungsvorganges Ablesungen vorzunehmen hat,

   sofort   sinnfällig   die Bedeutung jeder einzelnen Anzeige   bezÜglich   der zugehörigen Messstelle erkennt. Durch Verwendung an sieh bekannter   Mehrfaehmessgeräte   lässt sich bei geeigneter Wahl der Skalenlängen und des Skalen-   eharakters   der einzelnen Messsysteme erzielen, dass zueinander in Beziehung stehende Messgrössen unmittelbar auf derselben   Anzeigefläche   verglichen werden können. 



   Die Zeichnung zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens für   die Überwachung einer. Kessel-   anlage mit 3 Kesseln.   A   ist eine der zu   überwachenden   Kesseleinheiten (im Schnitt dargestellt). Der Kessel ist für die Überwachung des Betriebszustandes mit folgenden Geräten ausgestattet :

   
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Druckmesser <SEP> ................................................................................................. <SEP> 1
<tb> Messgerät <SEP> zur <SEP> Bestimmung <SEP> der <SEP> Dampfmenge <SEP> 2
<tb> Messgerät <SEP> zur <SEP> Bestimmung <SEP> der <SEP> Wassermenge <SEP> 3
<tb> Messgerät <SEP> zur <SEP> Messung <SEP> des <SEP> Kohlensäuregehaltes <SEP> der <SEP> Rauchgase <SEP> 4
<tb> Verschiedene <SEP> Pyrometer <SEP> und <SEP> Thermometer, <SEP> u. <SEP> zw.
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Speisewassertemperatur <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer <SEP> a
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Speisewassertemperatur <SEP> hinter <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer <SEP> ........................

   <SEP> 6
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Rauchgastemperatur <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer <SEP> ............................. <SEP> 7
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Rauehgastemperatur <SEP> hinter <SEP> dem <SEP> Speisewasservorwärmer................... <SEP> 8
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> der <SEP> Kaltluft.............................................................. <SEP> 9
<tb> für <SEP> die <SEP> Messung <SEP> des <SEP> Zuges <SEP> im <SEP> Rauchkanal <SEP> .......................................................... <SEP> 10
<tb> 
 ist eine bonde und hebeeinrichtung vorgesehen. 



   Die genannten Gebeeinriehtungen sind nur als Beispiele zu werten und man wird bei Kesselanlagen überdies noch weitere Gebeeinrichtungen für Zugmessung und andere sich aus den jeweiligen Betriebsbedingungen ergebende Messgeräte vorsehen. 



   Wie in der Zeichnung angedeutet ist, sind Druckmesser und Mengenmesser für den Dampf mit Ableseeinrichtungen versehen. Die andern   Überwachungseinrichtungen   betätigen bloss Ablese-und Anzeigevorrichtungen der weiter unten beschriebenen gemeinsamen Gruppe. 



   Im nachstehenden sei angenommen, dass sämtliche Gebegeräte für elektrische Fernmeldung eingerichtet sind, doch ist die Einrichtung auch für   andere Übertragungsmethoden (z.   B. pneumatische Übertragung) sinngemäss zu verwenden. Von den genannten Gebegeräten gehen   Rückmeldekabel Y a   bis   10 a   aus, welche zu einem Umschalter 11 gefÜhrt sind, an welchem auch die gleichartigen Kabel der in der Figur nicht dargestellten Kesseleinheiten Bund a angeschlossen sind. Der Umsehalter hat drei Stellungen und schliesst in jeder Stellung sämtliche von einer Kesseleinheit kommenden Kabel an die entsprechenden Ablesegeräte der gemeinsamen   Kontrolltafel jss   an.

   Diese Kontrolltafel trägt eine schematische Darstellung einer Kesseleinheit und es sind die Messgeräte in dieser schematischen Dar-   stellung derart angeordnet, dass aus ihrer Anordnung unmittelbar die Zuordnung zu bestimmten Messgrössen gegeben ist und dass die Anzeigen für zu vergleichende Messgrossen nebeneinander erscheinen.   



  In die Messtafel können nicht nur, wie eingangs beschrieben, die Anzeigevorrichtungen für die fallweise Überwachung angeordnet werden, es erweist sich vielmehr in vielen Fällen auch als vorteilhaft, auch für jene   Messeinrichtungen,   welche bei den Kesseln eine unmittelbare Ablesung gestatten, Ableseeinrichtungen in der gemeinsamen Messtafel vorzusehen, um das Bild des Betriebzustandes zu vervollständigen. In der gemeinsamen Kontrolltafel des Ausführungsbeispieles sind diese zusätzlichen Ablese- 
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 vorgesehen. 



   Die in der Figur dargestellten Messgeräte sind beispielsweise Messgeräte der an sich bekannten Pfeiltype, bei welcher sich ein Pfeil, insbesondere ein Sehattenpfeil auf beleuchteter   Skalenfläche,   je nach dem Messwert verlängert oder verkürzt. Zum Teile sind mehrere Ableseeinrichtungen zu den an sieh bekannten   Mehrfachmessgeräten   mit gemeinsamer   Skalenfläche   vereinigt.

   So erfolgt beispielsweise die Anzeige der Dampfmenge (Zeiger 2   b) und die Anzeige   der Wassermenge (Zeiger 3 b) auf einer gemeinsamen   Skalenfläche,   wobei die Zuordnung zu den Messstellen dadurch gegeben wird, dass dieses Messgerät in den schematisch dargestellten Leitungen für Dampf (Leitung 2   c)   und Wasser (Leitung. 3 e) 
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 temperatur beim Eintritt in den Speisewasservorwärmer an, 8 b beim Austritt. Die Pfeile 5 b und 6 b ergeben die Temperatur des Speisewassers vor und nach dem Vorwärmer. Durch die Anordnung dieser vier Pfeile auf einer gemeinsamen Skalenfläche wird die Erwärmung des Speisewassers und die ent- 
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 Die vier Zeigerenden geben eine für den jeweiligen Betriebszustand charakteristische Kurve.

   Unreelmässigkeiten im Arbeiten des Vorwärmers, beispielsweise Verschmutzung der   Wärmeaustauschflächen   sind aus dieser Kurve unmittelbar abzulesen. Die vier Pfeile stellen gewissermassen ein lebendes Diagramm dar. 



   Die Überwachung des   Kohlensäuregehaltes   der Rauchgase ist für die Wirtschaftlichkeit des Kesselbetriebes von grosser Bedeutung, weshalb für diese Betriebsgrösse eine   dauernde Überwachung   vorgesehen werden soll. Zu diesem Zwecke wird von der   Gebeeinrichtung     4   eine an sich bekannte Alarmeinrichtung gesteuert, welche bei Unterschreiten der zulässigen Grenze des   Kohlensäuregeh altes   je nach der betroffenen Kesseleinheit eine der in der Kontrolltafel vorgesehenen Signallampen a, b oder c aufleuchten lässt. Das optische Signal kann auch noch durch ein akustisches Signal unterstützt werden. 



  Unterschreitet der Kohlensäuregehalt der Rauchgase, beispielsweise des Kessels B, die Grenze, so wird die Lampe b zum Aufleuchten gebracht und weist damit den Wärter an, den Schalter   11   in die dem Kessel B entsprechende Stellung zu bringen. Aus den einzelnen Anzeigen kann dann die Ursache festgestellt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : l. Überwachungseinrichtung für industrielle Anlagen, welche aus mehreren gleichartigen Einheiten bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einheit mit mindestens einer durch eine bestimmte   Messgrösse   betätigten   Anzeige-oder Signalvorrichtung   ausgestattet ist, welche Abweichungen vom gewollten Betriebszustande erkennen lässt, und eine für mehrere Einheiten gemeinsame Gruppe umsehaltbarer Messgeräte vorgesehen ist, welche das gesamte Bild des Betriebszustandes einer Einheit geben und dadurch die Ursache der Abweichung erkennen lassen.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei welcher für bestimmte Messwerte Alarmeinrichtungen zur Anzeige überschrittener Grenzwerte vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese auf der Tafel der umschaltbaren Ableseeinrichtungen angebrachte, für jede einzelne Einheit gesonderte Anzeigevorrichtungen unabhängig von der jeweiligen Stellung des Umschalters steuern.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Messgeräte der gemeinsam umschaltbaren Gruppe in bezug zueinander, bzw. zu einer schematischen Darstellung einer Betriebseinheit derart angeordnet sind, dass ein Vergleich der einzelnen zueinander in Beziehung stehenden Messwerte und Messstellen unmittelbar möglich ist.
AT135439D 1932-12-13 1932-12-13 Überwachungseinrichtung für industrielle Anlagen. AT135439B (de)

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