AT134910B - Rohrrücklaufgeschütz mit selbsttätig veränderlicher Vorlaufbegrenzung. - Google Patents

Rohrrücklaufgeschütz mit selbsttätig veränderlicher Vorlaufbegrenzung.

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AT134910B
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Felix Dr Mayer-Mallenau
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Felix Dr Mayer-Mallenau
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Rohrrücklaufgeschütz   mit selbsttätig   veränderlicher   Vorlauibegrenzung. 



   Bei   Rohrrücklaufgeschützen   war es bisher allgemein üblich, am Rohrsupport (Wiege) einen festen Anschlag vorzusehen, so dass das Rohr nach seiner Rückkehr in die Schussstellung (Vorlauf) gegen- über der Wiege immer die gleiche, von der Rohrerhöhung (Elevation) unabhängige Ruhestellung einnahm. 



   Wenn ein solches Geschütz einen grossen Elevationsbereich hat, muss die bei annähernd horizontalem Schuss aus Rücksichten der Stabilität   beträchliche     Rückiauflänge   bei den grossen Elevationen durch besondere Einrichtungen wesentlich verkürzt werden, damit das rücklaufende Rohr nicht am Boden aufstösst ; diese   Rücklaufverkürzung   wird selbsttätig mit der Elevationserteilung bewirkt. Der notwendig verkürzte Rücklaufweg hat aber zur Folge, dass die Kraft, die die   Rücklaufenergie   des Rohres abbremst (Bremsdruck), bedeutend ansteigt, wodurch die hydraulische Bremse und die Lafette eine sehr hohe Beanspruchung erfahren. 



   Dieser Nachteil wird bei der Erfindung ganz oder teilweise dadurch beseitigt, dass das Rohr in Ruhestellung bei Zunahme der Elevation nicht in fester Lage zur Wiege bleibt, sondern selbsttätig weiter nach vorne geht, so dass die Rücklaufbewegung von einer in Schussrichtung weiter vorne liegenden Stelle beginnt, wodurch der sonst stark verkürzte   Rücklaufweg   wieder eine gewisse Verlängerung und der Bremsdruck keine oder nur eine geringere Zunahme erfährt als bei den Konstruktionen, die diese Einrichtung nicht aufweisen. 



   Es ergibt sich aber bei der Erfindung noch ein zweiter Vorteil, der in folgendem besteht : Fast ausnahmslos liegt bei den modernen   Geschützkonstruktionen   der Schwerpunkt der der Elevation unterliegenden Massen vor dem   Elevationsmittelpunkt   (Schildzapfen Z-Z'), so dass ein Drehmoment um diesen Punkt besteht, welches der Erteilung zunehmender Elevation einen Widerstand entgegensetzt und oftmals so gross ist, dass durch ein künstlich erzeugtes Drehmoment in entgegengesetztem Sinne ein Ausgleich geschaffen werden muss, um die   Höhenrichtmaschine   ohne besonders grosse Kraftanwendung betätigen zu können. 



   Wie das gezeichnete Ausführungsbeispiel zeigt, entsteht bei der der Erfindung zugrunde liegenden Konstruktion von selbst ein Drehmoment, welches dem Gewichtsmoment entgegengesetzt wirkt und den Elevationswiderstand ausgleicht. 



   Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 einen Grundriss einer Oberlafette mit Wiege und Geschützrohr einer beispielsweisen Ausführungsform entsprechend der Erfindung. 



   Gegenüber den bekannten Konstruktionen besteht der Unterschied darin, dass das Rohr, welches nach erfolgtem Rücklauf durch den Vorholer, der z. B. aus einer Federsäule oder einer in einem Vorholzylinder eingepressten Luftsäule besteht, an der Wiege keinen Anschlag besitzt, sondern dass mit der   Oberlafette starr verbundene Arme H-H' vorhanden sind, deren Endpunkte A-A' mit den punkten B-B',   die mit dem Rohr in direkter oder indirekter fester Verbindung stehen, durch Ketten, Seile, Zugstangen oder andere Verbindungsmittel derart verbunden sind, dass sie das Rohr an der   Rücklaufbewegung nicht   hindern, jedoch der darauffolgenden Vorlaufbewegung eine Grenze setzen. Natürlich würde auch eine einseitige Anordnung dieser Organe genügen, wenn auf symmetrische Kraftverteilung kein Wert gelegt wird. 



   Aus Fig. 1 ist leicht zu erkennen, dass die Punkte   B-B'bei   Erteilung einer Elevation näher an die Punkte   A-A ! heranrücken,   so dass die Kraft des Vorholers in diesem Falle das Rohr weiter nach vorne und nach oben ziehen wird, bis die Verbindungsorgane   K-K'eine   Grenze setzen. 

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   Es ist aber auch zu ersehen, dass die Kraft F des Vorholers sich auf K und K' überträgt, wodurch der Wiege ein Drehmoment im Uhrzeigersinn von der Grösse   M'== F. r erteilt   wird. Wenn der Gesamtsehwerpunkt der Massen mit dem Gewicht G, die der Elevation unterliegen, um das Mass s vor dem Schildzapfen liegt, so besteht das Gewichtsmoment MG = G. s im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers. 



  Das Moment   M ?   wird das unerwünschte Moment MG ganz oder zum Teil aufheben und eine leichte Höhenverstellung des Rohres ermöglichen. 



   Sowohl Me als Mu werden mit zunehmender Elevation kleiner, da einerseits der horizontale Schwerpunktabstand s abnimmt, anderseits die Zugkraft F des Vorholers wegen seiner grösseren Ausdehnung, und es kann somit ein sehr gut angepasster Ausgleich erzielt werden, wenn die Lage der Punkte A-A' zu den Schildzapfen   Z-Z'diesem   Bestreben günstig gewählt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Rohrrücklaufgesehütz,   dadurch gekennzeichnet, dass mit zunehmender Elevation die Vorlaufbegrenzung in Schussrichtung verschoben wird.

Claims (1)

  1. 2. Rohrrücklaufgeschütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr durch besondere Vorlaufbegrenzungsorgane (Ketten, Seile, Zugstangen u. dgl. ), die einen ungehinderten Rücklauf ge- statten, mit der Oberlafette verbunden ist, wobei diese Verbindungsorgane einerseits direkt oder indirekt am Rohr und anderseits an einem starren, über dem Elevationsmittelpunkt liegenden Punkt der Lafette befestigt sind.
    3. Rohrrücktaufgeschütz, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsmoment (MG) der der Elevation unterliegenden Massen um den Elevationsmittelpunkt ganz oder zum Teil durch ein Moment (MF) aufgehoben wird, welches durch die über dem Elevationsmittelpunkt an der Oberlafette angreifende Vorholkraft entsteht. EMI2.1
AT134910D 1932-12-01 1932-12-01 Rohrrücklaufgeschütz mit selbsttätig veränderlicher Vorlaufbegrenzung. AT134910B (de)

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